Rheinsberger Tagebuch (13)

14. September 2017

Auf meiner allmontäglichen Rückreise von der Reformbühne in die Ruppiner Schweiz einen unleidlichen Schaffner erwischt, der mir 60 € abknöpfen wollte, weil es am Bahnhof Lichtenberg doch Automaten gebe, die ich doch wohl bedienen könne. Auch meine sorgsam studierte Ausrede, ich sei in der DDR aufgewachsen und hätte es nie gelernt Automaten zu bedienen, konnte ihn nicht erweichen. Erst meine Bitte die Polizei zu holen oder doch gleich Blauhelme anzufordern, ließ ihn davon abrücken, die Unsumme einzutreiben. So blieb es bei den üblichen 7 Euro 50 und einem Gratiskaffee, da mein Rabattzettelchen voll war. Nach zehn Stempelchen erhält man nämlich einen Türkentrunk umsonst bei der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft. „Ja, Milch.“ „Nein, zwei Näpfchen wäre nett.“ „Und einen schönen Feierabend, bei Gelegenheit.“ Ach ja, die Arbeit. Bei meinem einen Kugelschreiber, mit dem ich immer am liebsten schreibe, bei dem ist mir nämlich neulich die Mine abgebrochen. Und den Ersatzkugelschreiber hat wahrscheinlich die Katze gefressen. So wird das dann doch wohl nichts werden, mit meinem Jahrhundertroman. So kann ich einfach nicht.., na, ihr wisst schon.

Tipp für heute: Einen zweiten Ersatzkugelschreiber beschaffen.

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