Rheinsberger Tagebuch (15)

29. September 2017

Ich hasse Pilze. Ich hasse Maronen, Pfifferlinge, Steinpilze, Krause Glucke. Es gibt sie in Massen, im Herbst 2017, in Rheinsberg. Und ich bin doch Jäger und Sammler. Selbstverständlich bin ich auch und vor allem Stadtschreiber. Ich muss doch mein bahnbrechendes Werk hier schreiben. Und genau das ist nämlich auch das Problem. Ich kann einfach nicht in meiner Schreibstube sitzen bleiben, wenn draußen im Wald die Pilze nach mir rufen: „Ahne, wir sind alle zusammen reif, komm und pflück uns.“ Dann zieht mich dieser liebliche Sirenengesang hinaus und ich kann nichts dagegen unternehmen. Die Bundestagswahl ist auch an Rheinsberg nicht spurlos vorbei gegangen. Auch hier hat die AfD ordentlich abgesahnt. Internationale Berühmtheit erlangte der Vorort Basdorf. Von 35 Wahlberechtigten entschieden sich dort 18 per Briefwahl. Am Wahltag selber kamen lediglich drei Menschen zur Wahl. Davon wählte einer die Linkspartei, einer die AfD und einer die NPD. Diese Parteien erhielten also jeweils 33,3 Periode Prozent. CDU 0,0%, SPD 0,0%, Grüne 0,0%, FDP 0,0%. So etwas gab es noch nie und darüber musste selbst die New York Times berichten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) steuert demnächst Hurrikan Maria auf Europa zu, in abgeschwächter Form. Nieselregen, wahrscheinlich. Da wird es Zeit einen Apfelkuchen zu backen. So kann ich einfach nicht arbeiten!

Heute: Görlitz, BASTA!, 20 Uhr: Kantinenlesen Görlitz mit Ruth Herzberg, Ivo Lotion, Dan Richter und mich

Allgemein | Kommentare

Ein Kommentar zu “Rheinsberger Tagebuch (15)”

  1. 01

    Bekommst du.

    Em am 30. September 2017 um 10:46

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