Der Kasper aus Berlin

30. Januar 2018

Als ich zusagte am 30. Januar in Mainz zu lesen war ich natürlich mal wieder sehr naiv. Ick mein, ick bin Berlina und zwar würkich, nich nur wie hier olle Kennedy, der dit lediglich von sich behauptite. Weeß ick doch nich, wat an 30. Januar ürgendwo uffe Welt für Volksfeste zugange sind. Und.., dit würd nämich zun Problem. Denn gestern schaltete ich ahnungslos den Fernseher an, wollte eine dieser belanglosen Polittalkshows sehen, weil ich doch seit jüngster Zeit Schwierigkeiten beim Einschlafen habe und da lief aber gar keine belanglose Polittalkshow sondern.., oder sagen wir so, Politiker waren schon zu sehen und redeten ähnlich substanzlos daher („Hähä Politikerbashing, mach es doch mal besser!“), nur reimte sich sehr Vieles und die Zuhörer und Innen lachten und freuten sich, worüber, entzog sich meiner Auffassungsgabe und alle hatten komische Hüte auf dem Kopf und es gab niemanden, der die drögen Amtsträger in ihrem Redefluss unterbrach. Und als dann auch noch Fanfarenklänge erklangen und irgendwoher Konfetti flog, dämmerte es mir: Gab es da nicht diese Zeit, wo Spießbürger die Sau rauslassen dürfen? Richtig, im Internetz, die Lösung! Es war Karneval! Und neben Köln und Düsseldorf ist welche Stadt eine Hochburg des närrischen Treibens? Genau! Und da habe ich heute eine Lesung und die Menschen erwarten bestimmt, dass ich Büttenreden halte, oh, oh! Werde im Zug wenigstens versuchen meine schwer depressiven Texte in Reime zu kleiden.

Heute: Mainz, Kulturcafe, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) Texte, Schlager, Bier

 

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3 Kommentare zu “Der Kasper aus Berlin”

  1. 01

    Krass, Mainz. Da bin ich geborn. Aber ich erinner mich an nichts. Soll aber schön da sein! Grüss ma!

    Bettie am 5. Februar 2018 um 20:39
  2. 02

    Habick jemacht. Also jegrüßt. Und schöne Stadt? Ehrlich gesagt, hab ich nur den Weg vom Bahnhof zur Uni durch ein Neubaugebiet mitbekommen. Aber ich war ja schon mal in Mainz und da … kann ich mich nich mehr erinnern. Doch! Spuntekäs, wa?

    Ahne am 6. Februar 2018 um 20:54
  3. 03

    witzig, genau da in der Uni, in dem Neubaugebiet, da wohnte meine Oma, mein Opa + mein Onkel. Weil der Opa war in der Verwaltung der Uni tätig und durfte da billig wohnen. Nu nur noch der Onkel.
    Spundekäs? Hm, vergessen, kenn nur Handkäs mit Mussik;)

    Bettie am 7. Februar 2018 um 12:24

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