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Deutsche Land, deutsche Sitten

9. Februar 2017

Heute vormittag in der schönen Isarmetropole München. Aus dem Herbert-Pfaff-Weg radelt ein, nun ja, Radler auf die Leopoldstraße zu. Als er an einem Polizisten vorbei kommt, hält er an, steigt ab und sagt: „Entschuldigung, aber ich darf hier gar nicht radfahren, oder?“ Der Polizist guckt bedröppelt und meint: „Doch, natürlich dürfen sie hier Rad fahren.“ Leicht missmutig steigt der Radfahrer wieder auf sein Fahrrad und fährt Richtung Münchener Freiheit davon.

Tipp für heute: Das nächste Mal vielleicht einfach ein selbst auferlegstes Bußgeld abgezählt bereit halten, dem Gesetzeshüter in die Hand drücken und darauf bestehen, dass er es auch nimmt.

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Ganz ehrlich

8. Februar 2017

Es heißt, die Leute würden reden. Hinter unserem Rücken. Manchmal sogar davor! Das stimmt. Es wäre schlimm, würde es nicht so sein.

Heute: München/Isar, Vereinsheim, 19 Uhr: Vereinsheim Schwabing (Live-Aufzeichnung der gleichnamigen Sendung mit Voodoo Jürgens, Bürger from the hell und mich u.a.) ausverkauft!

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Weeßte schon dit Neuste, die Boxer boxen mit Fäuste

5. Februar 2017

Neu, oder na ja, vielleicht auch nicht ganz so neu, die SPD übernimmt rechtsradikale Positionen. So stimmt sie jetzt, nach der CDU, ebenfalls einem Vorschlag der AfD zu, Lager in Nordafrika zu errichten, wohin Bootsflüchtlinge, die über das Mittelmeer gekommen sind, abgeschoben werden sollen. Libyen, Tunesien und Marokko sind im Gespräch. Wie man die dorthin verbrachten Flüchtlinge allerdings bewegen will, in diesen Lagern auch zu bleiben, wurde noch nicht berichtet. Stacheldrahtzäune unter Strom? Wachtürme mit Scharfschützen drauf? Wird man wohl mal fragen dürfen.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den konstruktiv gefönten Superstargästen Mareike Barmeyer (Rakete 2000) und Andreas Max Martin (Weimar, Saalfeld, Jena)

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Krasna Lipa

4. Februar 2017

Fast eine ganze Woche waren wir in Tschechien unterwegs und haben wieder jede Menge dazu gelernt. Dabei dachte ich eigentlich, ich wüsste nun langsam alles, aber denkste! Es gibt immer wieder Dinge, die einen den Mund offen stehen lassen vor lauter Staunen. Wer zum Beispiel hätte vermutet, dass sich tschechische Urlauber bei einer Zimmertemperatur von 14 °C am allerwohlsten fühlen, laut Aussage unserer Vermieterin zumindest, dass in der Böhmischen Schweiz noch Restbestände des als ausgestorben geltenden Mitteleuropäischen Schneeelefanten existieren, Blutwurstsuppe auf tschechisch Frankfurtsker heißt oder Hörnchen nach wie vor 2 Kronen 50 Heller kosten können, obwohl die kleinere Münzeinheit Heller, vergleichbar mit Pfennig oder Cent, bereits vor Jahren abgeschafft worden ist? Krasna Lipa ist nicht nur schön, wie krasna auf tschechisch heißt, sondern auch krass. Viele unsanierte Fabrikgebäude, in denen teilweise sogar noch gearbeitet wird. Die Gentrifizierung ist nicht wirklich angekommen, dafür gibt es schöne Kneipen, in denen wundervolle Hausmusik praktiziert wird, von Roma und anderen Tschechen gemeinsam. Leider hatten wir Kinder dabei und da das neue tschechische Antirauchergesetz noch nicht angekommen zu sein schien, war es uns nicht vergönnt gewesen, uns dazu gesellen zu können. Werde ich aber nachholen, versprochen. Krasna Lipa wird mich so schnell nicht los.

Tipp für heute: Auf der Geige lustig fideln.

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Lasst mich ma machen

29. Januar 2017

Bis Sonnahmd ist hier erstmal Ruh. Ich habe mir die Freiheit heraus genommen, gemeinsam mit Donald Trump Schlitten fahren zu gehen, eine Woche, oder knapp eine Woche, nach Tschechien, an einen geheimen Ort, wo wir mal ganz in Ruhe ungestört miteinander reden können und natürlich auch Schlitten fahren, klar, sonst würden wir ja keine Schlitten mitnehmen. Es gibt da Themen, die dulden einfach keinen Aufschub. Wollen doch mal sehen, ob dieser Kerl wirklich so ein strunzdummer Hund ist, oder ob auch in ihm ein Funken Herzenswärme sprosst. Wünscht mir viel Glück, ich wünsche euch dasselbe. Bis Sonnahmd.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein und Jürgen Witte, sowie den wintersportgewandten Superstargästen Günther Stollarz (Heldentenor), Clint Lukas (Surfpoet) und Frank Goosen (Ruhrpottheld)

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Auf dem Gipfel des Erfolgs

28. Januar 2017

Eingeladen waren wir. Zum Literarischen Colloquium Berlin, am Wannsee. Welch eine Ehre. Wir durften ganz oben auf der Treppe lesen und es gab keine Freigetränke, hey! Aber na ja, Günther Grass hat hier gewohnt, vielleicht und Goethe. Obwohl, Goethe vielleicht nicht, der hat ja in Weimar gewohnt. Es gab Berliner Kindl, für 2,50, die kleine Flasche. Viele Menschen waren mit Taschentelefonen gekommen. Sie tippten Nachrichten für die süße Maus zuhause und dazwischen fotografierten sie. Fotos. Mit irgendwas muss man die Zeit ja totschlagen. Das soll jetzt nicht so klingen, als ob es mir da nicht gefallen hätte, aber, hey, klingt wahrscheinlich so. Man wird nicht jünger. Auf jeden Fall bin ich auch weiterhin bereit jeden Scheiß mitzumachen, Hauptsache es wird bezahlt, ach so, …nee, das sag ich lieber nicht, man muss schließlich auch an seine Zukunft denken.

Tipp für heute: Brav nicken und den Mund halten.

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Einem Verbrechen auf der Spur?

27. Januar 2017

Mysteriös gestern in der ‚Bar jeder Vernunft‘, wo ich bei Sven van Thoms neuem Liederprogramm ‚Pudding mit Frisur‘ verweilte, heute noch einmal übrigens zu erleben, sehr empfehlenswert, ein Mann, ein älterer Mann, der das Musikinstrument Hupe nicht kannte, noch nicht kannte, besser gesagt, denn die Dame, welche vor ihm saß, klärte ihn auf, dieser Mann jedenfalls bestellte sich kurz vor dem Ende der Pause ein Bier, goss sich kurz nach Beginn der zweiten Hälfte des Programms dieses Bier in sein Glas, stand auf, ging hinaus und … kam nie wieder. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dachte ich mir, entweder ich hole den Kellner heran und weise ihn darauf hin, dass er die Polizei informieren müsse, oder aber ich entscheide mich dafür, in einem unbeobachteten Moment, das Glas vom Tisch zu stiebitzen und es selbst auszutrinken. Mein Durst obsiegte.

Heute: Berlin-Wannsee, Literarisches Colloquium Berlin, 20 Uhr: Hafenrevue reloaded (Die Berliner Literaturszene zu Gast am Wannsee) mit u.a. Thilo Bock, Robert Klages, Peter Wawerzinek, Patrick Otremba und der Reformbühne Heim & Welt (aka Jürgen Witte & mich)

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Parallelwelt

25. Januar 2017

Es gibt sicher so einige Unterschiede zwischen Donald Trump und Walter Ulbricht, die Frisur, Barttracht, Dialekt, jedoch sticht besonders ins Auge, äh Ohr, die Ehrlichkeit des neuen US-amerikanischen Präsidenten. Anders als Mein-Gott-Walter (so wurde dieser hinter vorgehaltener Hand in ulbrichthörigen SED-Kreisen genannt) sagt Donald nämlich ganz deutlich, dass er eine Mauer bauen will. Auch seine Abneigung Muslimen gegenüber hält er keinesfalls verklemmt hinterm Berg und der Umweltschutz wird konsequent mal gleich ganz gestrichen. Respekt! Da erinnert er eher an jenen Herrn aus Braunau, der den Deutschen in den dreißiger Jahren reinen Wein einschenkte und sie damit (einen Großteil zumindest) regelrecht begeistern konnte. Mal sehen, ob er mit seiner Ankündigung viele, viele Straßen bauen zu wollen ähnlichen Erfolg auf dem Arbeitsmarkt erzielen wird, wie das kleine österreichische Sackgesicht im tausendjährigen Reich.

Heute: Großbeeren, Gemeindehaus, 19:30 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt)

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Schlagzeile des Tages

24. Januar 2017

„Eberswalder Gruppe setzt 300 Millionen Würste ab“ (gesehen in der Berliner Zeitung). Hoffentlich an der richtigen Stelle und sie haben dann noch nach Hause gefunden. Noch viel Krasseres ist übrigens anderswo passiert. Gefunden habe ich das auf der Surfpoeten-Seite, wie wohl hoffentlich auch jemand diese Bushido-CD.

Tipp für heute: Falls man so ein armes Würstchen findet, bis vor die Haustür begleiten.

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Der Beweis

22. Januar 2017

„Kaffeemaschine, Pfeffermühle, Nasenhaare bei Papa.“ Das solle ich in dieses Blog schreiben, so jedenfalls schlug es heute meine eigene Tochter vor. Aber ich weiß nicht. Ob das jetzt lustig ist? Und relevant? Politisch? Kann man, während in den USA der Faschismus nach der Macht greift, einen Blogbeitrag mit ’ner Kaffeemaschine beginnen? Ja. Wie ihr seht? Man kann es.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte und mich, sowie den phantastischen Superstargästen Der Senat und Frank Sorge.

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