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Sätze seltsamer Schöhnheit (114)

9. April 2017

„Bitte nicht in die Pissoirs scheißen“. gesehen in einer ungentrifizierten Kneipe im Wedding

Heute: München, Vereinsheim, 19:30 Uhr: Schwabinger Schaumschläger Show mit Michael Sailer, Christoph Theussl und Moses Wolff, sowie den Gästen Uli Mauk, Franziska Wanninger, Calippo Schmutz und mich

oder

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein und Falko Hennig, sowie den extrem charmanten Superstargästen Judith Stadlin (Sui), Spider (H) und Johanna Zeul (D)

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Fragen, die ich mir nicht wirklich stelle

8. April 2017

War es dem Schwachmaten von gestern eigentlich erlaubt, ausgerechnet mit einem Bierlaster in Stockholm Menschen zu ermorden? Stand da nicht die Gefahr im Raume durch Alkoholspritzer nach einer Explosion verunreinigt zu werden und dann doch nicht zu den 72 Jungfrauen zu gelangen, die einem von morgens bis abends den Popo versohlen? Werden sie demnächst so mutig sein auch mit Schweinetransportern Amok zu fahren? Kann bitte mal jemand islamistischen Attentätern sagen, dass das gar nicht mal so gut ist, was sie da machen?

Heute: Berlin, Mastul, 21 Uhr: Lesershow mit Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Martin Goldenbaum und mich als Gast

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Ich war dabei, sozusagen

5. April 2017

Da ist man einmal in Hamburg, vielen Dank für die Einladung an die wunderbare Lesebühne ‚Liebe für alle‘, und dann gleich so ein bedeutsamer Tag. Nein, nicht weil der HSV verlor und St. Pauli gegen dezimierte Sandhausener lediglich 0:0 spielte, der Bierschnegel wurde wieder entdeckt! 80 Jahre lang galt die gefleckte Nacktschneckenart in Hamburg als ausgestorben, gestern nun wurde sie ausgerechnet in St. Pauli, zwei Häuser von meinem Wohnquartier entfernt, erneut gefunden. Und nun ratet mal, in welcher deutschen Großstadt es den Bierschnegel außerdem noch gibt, na? Ihr werdet nie drauf kommen. In Berlin, jawohl! Aber, nein, ich habe keine dieser niedlichen Gesellen in meinem Rucksack befördert, kannte die Tierchen vorher gar nicht. Der Bierschnegel (Limacus flavus) wird etwa 10 cm lang und bevorzugt feuchte, dunkle Lebensräume wie Keller, Gullys, Abwasserkanäle. Sein Name geht auf das häufige Vorkommen in Brauereikellern zurück, wo Bierschnegel sich von Abfällen der Bierproduktion ernährten. Schneckenforscher Marco T. Neiber: „Der Bierschnegel lebt sehr zurück gezogen, kommt kaum vor 22 Uhr aus seinen Verstecken.“ Sympathisch, finde ich.

Tipp für heute: Guckt doch mal bei euch im Keller nach, vielleicht entdeckt ihr ja eine Schnapsassel.

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Poesie zum Träumen (110)

4. April 2017

Warum auch nicht

Der Nazi chillt am Dönerstand

die Fleischerin springt Seil

die Gans, die hat den Fuchs so gern

der Hippie brüllt: „Sieg heil!“

 

Die Zeugen Jehovas haben Spaß

die FDP Moral

und in Mossul, da steigt ’ne Sause

die Realität macht heute Pause

Heute: Hamburg, Grüner Jäger, 20:30 Uhr: Liebe für alle – Lesebühne mit Ella Carina Werner, Anselm Neft, Piero Masztalerz, Katrin Seddig und mich als Gast

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Achtung, da kommt der Polizist mit dem Lineal!

3. April 2017

Im U-Bahnfernsehen gestern gelesen, dass in China, zumindest in der Provinz Xinjiang, ein Gesetz gegen das Tragen von Burkas und „ungewöhnlichen“ Bärten erlassen worden sei. „Ungewöhnliche“ Bärte, dachte ich mir, das weckt doch bestimmt auch Interesse bei hiesigen Sittenwächtern von AfD bis Grüne. Werden die Hipster etwa bald verfolgt und bildet sich dann eine vollkommen neue Widerstandsallianz?

Tipp für heute: Noch bestehende Freiheiten genießen.

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Traditionen pflegen

2. April 2017

Den schönsten Aprilscherz bekam Sedlmeir am ersten dieses Monats von einer Freundin per SMS geschickt: „Trump ist umgefallen, tot.“ Manchmal benötigt es gar nicht vieler Worte.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie den topfrisierten Superstargästen Robert Rescue (Frohnatur) und Herr Binner (Rock’n’Roll)

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On sie Rot

31. März 2017

Mit 1.700 Schallplatten (circa) und 624 Silberlingen (abgezählt) sowie diversen Büchern, Schlüppern und Beruhigungspillen ausgestattet, begebe ich mich heute auf Große-Sachsen-und-Thüringen-Tournee, die mich in mehr als eine Stadt bringen wird, nämlich genau in zwei Städte. Und beides sind Hauptstädte! Yeah! Wer hätte gedacht, dass ich es einmal soweit bringen werde. Du etwa, Mutti? Vor allem kann ich das Angenehme mit dem Schönen verbinden, darf meinem Freund Sedlmeir beim Schwitzen auf der Bühne zugucken, in fremden Bettchen kuscheln, exotische Kulinaritäten naschen und und und! Ich sage nur: Zum Glück bin ich damals nicht in den Westen gegangen, obwohl, da soll es ja auch schöne Flecken geben. Hamburg, München, Bielefeld, San Francisco…

Heute: Dresden, Ost-Pol, 21:45 Uhr: Konzert mit Sedlmeir und Zkazka-Orchestra, anschließend ‚Grenzenlose Tanzmusik‘ mit Schallplattenalleinunterhalter Ahne

und morgen, Sonnabend, 1. April (kein Scherz)

Erfurt, Schauspielhaus, 18 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (1 Stunde)

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Erklärflut

29. März 2017

Nachdem gestern Donald Trump den Klimawandel für ungültig erklärte und Johanna May heute den Austritt Großbritanniens aus der EU, hier der weitere Wochenfahrplan für diverse Erklärungen.

Do.: Der philippinische Präsident Duterte erklärt Hexenverbrennungen für unverzichtbar im Kampf gegen die Drogensucht.

Fr.: Der ägyptische Präsident al-Sisi erklärt sämtliche Menschen zu Feinden der Demokratie und droht mit Todesstrafe.

Sa.: Der ungarische Präsident Orban erklärt zusätzlich zum Stacheldrahtzaun an den Außengrenzen die Errichtung eines vorgelagerten Wassergrabens, mit dessen Bau augenblicklich begonnen werden solle. Dort würden dann neben atomwaffenbestückten Schnellbooten auch Krokodile sich tummeln und anderes Viehzeug, „was die Neger fürchten wie der Teufel das Weihwasser“.

So.: Der „Präsident“ des Vatikanstaates Papst Franziskus der Soundsovielte erklärt die Relativitätstheorie für ungültig.

Mo.: Der türkische Präsident Erdogan erklärt den Journalisten Deniz Yücel zu einem „terroristischen, von Moskau gesteuerten, IS-Faschisten mit atheistischem Hintergrund“, der, „so lange auch nur ein Türke auf Erden spaziere“, „niemals“ das „Gefängnis“ verlassen „dürfe“.

Di.: Der Präsident des Hühnerzüchtervereins Ostprignitz Ulrich ‚Uli‘ Probstweida erklärt die Vogelgrippe zu einer Wichsphantasie irgendwelcher geisteskranken Sesselfurzer und droht mit Weltkrieg (Nummer 3!).

Tipp für heute: Selber irgendwas „erklären“.

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Nur mal so

28. März 2017

Wieviel Belohnung gibt es eigentlich, wenn man weiß, wer die 100-Kilo-Goldmünze aus dem Bode-Museum gestohlen hat? Nein, ich bin keine Petze, interessiert mich nur einfach.

Tipp für heute: Geld ist nicht alles, obwohl?

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Wofür gibt es eigentlich den Internationalen Gerichtshof?

26. März 2017

Dran denken heute. Es ist jetzt immer früh eine Stunde später als abends oder so. Wegen der Zeitumstellung. Keine Ahnung, was das bringen soll, aber egal, wissen die anderen ja auch nicht. Schon lustig, es gibt mittlerweile fast niemanden mehr, der daran etwas Positives entdecken kann. Trotzdem, man kann die Zeitumstellung nicht abschaffen, denn es müssen alle EU-Länder zustimmen und da gibt es zwar auch kein Land, was die Zeitumstellung verteidigt, wohl aber welche, die jenes Problem nicht auf ihrer Prioritätenliste ganz oben haben. Deshalb wird das wahrscheinlich erst 3055 aufgehoben, ungefähr. So lange sterben die armen Tierchen weiter, die nicht damit rechnen, dass der Berufsverkehr plötzlich eine Stunde früher einsetzt. Ich klage an!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr (also für Freunde der konservativen Zeitrechnung 19 Uhr): Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning, Jakob Hein und mich, sowie den extrem niedlichen Superstargästen Carsten Lisecki (Oscar-Preisträger-der-Herzen) und Sedlmeir (Rock’n Roll)

 

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