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Wort des Tages

7. September 2017

Hasenherzlichkeit

Heute: Berlin, Lovelite, 20 Uhr: Couchpoetos mit Sarah Bosetti, Daniel Hoth, Karsten Lampe, Aidin Halimi, Jan von Im Ich und mich als Gast

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Rheinsberger Tagebuch (12)

6. September 2017

Die Kaufhallen haben in einer konzertierten Aktion ihre Öffnungszeiten verkürzt. Jetzt ist bereits 20 Uhr Schluss und ab 30.09. dann 19 Uhr und ab 30.10. 18 Uhr. Ab 30.04. nächsten Jahres ist dann wahrscheinlich 12 Uhr mittags bereits Sense, wenn das so weiter geht. Na ja. Wäre jetzt natürlich eine Chance für die kleineren Geschäfte, doch der einzige in der Stadt vorhandene Lebensmittelladen, den wir ‚Obst und Schlüpper‘ getauft haben, weil er beides anbietet, macht noch eher zu. Die Mücken wollen jetzt alle hinein, in die Stadtschreiberwohnung. Draußen ist es ihnen wohl etwas zu windig, vermute ich mal. Ich halte ihnen bereitwillig das Fenster geöffnet, habe Tee gekocht und ein paar Kekse auf den Tisch gestellt. Weiß natürlich, dass Mücken keine Kekse essen, sie trinken unser Blut, zumindest die Mückenfrauen, aber sieht irgendwie gastfreundlicher aus, finde ich. Die Arbeit an meinem Werk geht zügig voran, auch wenn ich manchmal denke, ich schreibe mittlerweile an etwas ganz anderem, als zu Beginn. Vielleicht stoße ich damit ja ein Tor zu einer völlig neuen Zeit auf. Vielleicht wird es bald normal werden, Bücher zu schreiben, welche als Kriminalmusical beginnen, dann in einen Western münden und über die Stationen Lyrikband, Fantasy, Liebesschmonzette, Gegenwartsroman zu einem Ratgeber mutieren. Nennt mich also schon mal: Pionier.

Tipp für heute: Limbo tanzen.

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Sätze seltsamer Schönheit (117)

3. September 2017

„Selten sind in der Nacht Gewitter wahrscheinlich.“ Entnommen einer Voraussagung beim Deutschen Wetterdienst. Warte nun noch gespannt auf das Pendant: ‚Häufig sind am Tage heitere Abschnitte unwahrscheinlich.‘

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den wahrscheinlich seltensten Superstargästen die jemals miteinander interagiert haben Frank Klötgen (München) und Herr Blum (Berlin)

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Metamorphose

2. September 2017

Als ich heute früh erwachte, dachte ich noch, es sei ein ganz normaler Tag. Dann aber bemerkte ich es, beim Frühstück bereits. Es roch irgendwie nach Pilzen. Später am Rechner dann wieder. Ich schaute im Blumentopf nach. Kein Pilz zu sehen. Als ich zur Kaufhalle latschte erneut, wieder roch es nach Pilzen, ganz eindeutig. Und dann, als ich mit einer Zeitung im Wohnzimmer flezte, bemerkte ich es. Ich selber, ja, ich selber rieche nach Pilzen. Ich habe meinen Eigengeruch geändert. Eine neue Lebensphase? Mutiere ich nun zu einem Pilz? Oder ist das vollkommen normal, riechen alte Menschen einfach so?

Heute: Berlin-Prenzlauer Berg, Dunckerstraße, 14-22 Uhr: Dunckerstraßenfest mit El Cartel, The Knorke, Die Vögel, Off the Road, Roahr, Konrad Küchenmeister, Punk Rock Boys, Kinderschminken, Kistenklettern und Moderation sowie pah Textchen und Lieda von mich

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Ein Hoch den Edlen

1. September 2017

Ich habe mich entschlossen ebenfalls 1 Million zu spenden, für irgendwelche Bedürftigen. Natürlich muss ich diese Million erst einmal verdienen. Besser noch 2 Millionen, sonst habe ich ja selber gar nichts mehr.

Tipp für heute: Gutes tun.

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Rheinsberger Tagebuch (11)

29. August 2017

Wie die Zeit vergeht! Eben noch bin ich mit dem RBB-Fernsehteam nach Rheinsberg gefahren, um meine neue Stadtschreiber-Wohnung im Schloss zu besichtigen, in welcher die amtierende Schreiberin Katrin Schmidt noch wohnte, schon ist die Hälfte meiner Zeit hier auch schon wieder um, jedenfalls wenn man nicht rechnen kann. Oder sagen wir zumindest der Höhepunkt meiner Residenz, den habe ich bereits erlebt. Ja, das Rheinsberger Bahnhofsfest 2017 ist Geschichte. Und es war, das kann man ohne zu übertreiben behaupten, der absolute Knaller! Kulinarisch gab es alles was das Herz begehrte. Bock- und Bratwurst. Und Buletten. Und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Und Kuchen. Und die besten vietnamesischen Frühlingsrollen von ganz Rheinsberg! Alles wurde von mir probiert und für gut befunden. Okay, es gab auch was zu meckern. Nicht von mir, aber eine adrett gekleidete Dame in der Schlange zur Gulaschkanone bemängelte, dass es keinen Salat gäbe. Salat! In einer Gulaschkanone! Das sorgte für entsprechende Heiterkeit, auch wichtig, bei jedem Fest. Musikalisch verwöhnte uns die Country-Band ‚Country-Buffet‘, aus dem Mutterland des Countrys, Mecklenburg-Vorpommern, mit schwungvollen Country-Melodien. Leider war es fast unmöglich zu tanzen, da die Tanzfläche vor der Band von Schienen durchzogen war. Machte aber gar nichts, wiegte man sich eben auf gegenüberliegenden Bänken im Rhythmus des Western-Liedgutes. Für den Nachwuchs gab es die obligatorische Hüpfburg und ein Wasserbassin, auf dessen Oberfläche man in aufgepusteten Bällen herumkullern konnte. Selbstverständlich waren auch die ‚Freunde der Mitropa‘ vor Ort und eine Minidampfeisenbahn aus Plau. Die größere Dampfeisenbahn kostete mit 14 € für eine Fahrt nach Herzberg und zurück etwas viel für meinen schmalen Stadtschreibergeldbeutel, aber den Schienenbus zum Kernkraftwerk, den leistete ich mir einfach. Leider war das Kernkraftwerk bereits zu, als wir ankamen, angeblich seit 27 Jahren. Hätte man ja mal sagen können. So musste ich mit einer Informationstafel vorlieb nehmen. Vom 9. Mai 1966 bis zum 1. Juni 1990, stand dort geschrieben, wurden im Kernkraftwerk Rheinsberg in 130.000 Betriebsstunden 9.000 Gwh erzeugt. Immerhin!

Tipp für heute: Dem Kernkraftwerk Rheinsberg nacheifern, also mal abschalten.

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Leider kann man damit noch nicht seinen Lebensunterhalt verdienen (heutzutage)

27. August 2017

Und hier noch etwas, was einen herrlich ablenken kann, von seiner eigentlichen Arbeit, aber auch gut zu gebrauchen ist, sollte man Probleme mit dem Einschlafen haben. Als ‚Surfpoeten‘ ereilte uns mal ein Auftritt in Würzburg. Und da wir jung und voller Quatschköpfigkeit waren, bekam die Stadt von uns gleich mal ihren Stempel aufgedrückt. Wir benannten sie kurzerhand in Gewürzburg um. Sehr lustig, gel? Nun, das Prinzip ist damit eigentlich schon erklärt, nämlich immer ein Ge- vor den Namen der Stadt setzen und dann muss ein anderes sinnvolles Wort dabei herauskommen. Vielleicht habt ihr ja Lust mitzuprokrastinieren. Meine bisherigen Erfolge:

Gewandlitz

Gewaltershausen

Genauen

Getreuenbrietzen

Gemeiningen

Gewinnenden

Gesindelfingen

GEMArburg

ein paar, die lediglich im mündlichen Bereich funktionieren:

Geweimar

Gewismar

Gewernigerode

eins im Dialekt:

Gemachdeburch

und zum Schluss noch meine Lieblings-Ge-Stadt:

Genienburg

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den zur Zeit erfolgreichsten Superstargästen, die an diesem Sonntag bei uns auftreten können: Meikel Neid (Ex-Surfpoeten), Michael Bittner (Sax Royal) und Ostberlin Androgyn (die ultimative Antwort auf ‚Zugezogen Maskulin‘, gleichzeitig auch Trap-Hoffnung aus Hohenschönhausen)

 

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Ahne, Ahne, Ahne, dann guck eben nicht so oft dir solche Foren an, sondern arbeite lieber hart, an deinem Roman!

26. August 2017

Was eigentlich wollen Kommentatoren diverser Foren immer wieder damit ausdrücken, wenn sie schreiben: „Mein Mitleid hält sich in Grenzen“, egal, ob es um den Selbstmord eines Attentäters in einer Justizvollzugsanstalt geht, oder die befürchteten Auswirkungen eines herannahenden Hurrikans auf Bewohner von Küstenstädten in den USA? Dass sie gefühllos sind? Dass sie nicht von hier bis dort denken können? Oder versuchen sie lediglich einen Hilfeschrei auszusenden: ‚Hallo, ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen!‘ Natürlich kann nicht jeder Mensch mit allem mitleiden, was Schlimmes auf der Welt passiert, dann wäre kein Platz für Freude mehr in uns, aber dann sollte man gefälligst auch sich mit etwas Anderem beschäftigen. Ansonsten könnte nämlich der Verdacht aufkeimen, man empfände klammheimliche Freude an dem Leid anderer.

Tipp für heute: Kommentare vernachlässigen (aber mit was soll man sich sonst von wirklich wichtigen Sachen ablenken?).

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Rheinsberger Tagebuch (10)

24. August 2017

Mittlerweile hat der Winter begonnen. Etwas eher als in Berlin, aber gut, wir sind ja hier auch weiter nördlich. Läuft man abends vom Spätkauf Richtung See nach Hause, so leuchtet die Luft über diesem rötlich-orange mit sogar grünen Strahlen dazwischen, manchmal. Das müssen die berühmten Polarlichter sein. Gegen die Kälte habe ich mir ein Federballspiel gekauft. Stehe jetzt immer unten im Hof und dresche mit dem Schläger den gefiederten Ball nach oben, immer und immer wieder, bis ich koche, vor Wut. Weiß auch nicht, warum ich dauernd koche, vor Wut. Vielleicht, weil ich nie was Anderes koche? Also Essen? Aber wenn man Stullen schmieren kann, warum sollte man dann was Anderes kochen? Das wäre doch komplette Energieverschwendung. Die Katze läuft inzwischen den ganzen Tag über draußen herum und die ganze Nacht auch. Man hört gar kein Vogelgezwitscher mehr. Wahrscheinlich hat die Katze sämtliche Vögel aufgefressen. Oder es liegt daran, dass kein Frühling mehr ist. Ist ja Winter mittlerweile, wie ich am Anfang bereits erwähnte. Abends, bei Kerzenlicht, notiere ich manchmal ein paar Wörter. Zitronen, zum Beispiel. Gestern schrieb ich: Zitronen. Auf einen kleinen Block. Ansonsten ist noch alles da, aber Zitronen muss ich dringend mal einkaufen.

Tipp für heute: Zitronen besitzen ungeheuer viel Vitamin C.

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Liebeserklärung

20. August 2017

Unter einem Hornissennest gestern abend den Altenhofer Liedersommer moderiert, vielen Dank nochmal allen, die daran mitgewirkt haben. Kurze Nacht danach, ca. 5 Uhr bis ca. 8 Uhr auf einem kleinen Motorboot geschlafen (Premiere!). Vom Wellengang erwacht und gekotzt, nein, Blödsinn, gebadet, wollte ich schreiben. Der Werbellinsee ist sehr gut, kann man trinken, das Wasser, was ich allerdings nicht getan habe, da das Wasser ja den Fischen als Lebensraum dient. Dann kam plötzlich der Bus und ich bin spontan eingestiegen. Der Rückweg war ebenfalls wunderschön, Schienenersatzverkehr, mag ich ja immer. In Zepernick fragte eine bayerische Familie den S-Bahnfahrer ob der Zug in die Stadt fahre. Des S-Bahnfahrers Antwort: „Kommt druff an, welche Stadt sie meinen.“ Na bitte! So liebick dir, meen Balin.

Heute: Berlin-Hohenschönhausen, Landladen Kastaven, 16:45 – 17:30 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des 1A-Knorke-Bio-Ladens

und danach

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein und mich, sowie den extrem gebildeten und dabei auf dem Boden des Grundgesetzes der Natur gebliebenen Superstargästen Veso Potarsky (Bulgarien), Karl Neukauf (Barry White von Moabit) und Christian Schmitz (Taxifahrer)

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