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Schlagzeilen, die aus dem Rahmen fallen (1)

24. Mai 2022

„Ärzte warnen vor übermäßiger Sorge“ (heute auf der Webseite des RBB)

Tipp für heute: Mal auf die Ärzte hören.

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Neun Euro sind immerhin neunhundert Cent

22. Mai 2022

Nun also die Affenpocken. Ich habe heute mal an meinem Körper herunter geschaut. Nö. Bisher noch nüscht zu sehen. Verfolgt man die großen Nachrichtensender, scheint allerdings weder Affenpocken, noch Corona, noch der Krieg in der Ukraine gerade unser vordringlichstes Problem zu sein, sondern der Ansturm auf das 9-Euro-Ticket. Da braut sich was zusammen. Werden die U-Bahnen bersten? Busse auseinanderbrechen? Und was tun unsere teuren Urlaubsgebiete, wenn nun plötzlich der ganze Pöbel anrückt, in den Regionalzügen? Angeblich vernageln sie auf Sylt bereits die Schaufenster der teuren Boutiquen (hab ich mir zumindest gerade vorgestellt). Wird, äh, spannend.

Heute: Berlin, Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit u.a. mich als Gast

und danach

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel, Heiko Werning, Spider, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem wundervollen bajuwarischen Superstargast Titus Waldenfels (Held der Saiteninstrumente!)

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Corona-Tagebuch 628

20. Mai 2022

Schöne Buchvorstellung von Ulrike Sterblichs und Heiko Wernings ‚Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch – Ein prekäres Bestiarium‘ im Mehringhof-Theater. Ich durfte einen Text über die vom Aussterben bedrohte Bayerische Kurzohrmaus vorlesen, den Kathrin Passig geschrieben hat. Mir wie auf den Leib geschneidert, der Text. Machte großen Spaß, ihn zu lesen. Der Saal war gut gefüllt, nicht so leer wie befürchtet. Insgesamt hat die Kulturbranche weiterhin zu kämpfen. Es werden andere Prioritäten gesetzt, verständlich, angesichts des Krieges in der Ukraine und damit verbundener Ängste vor steigenden Lebenshaltungskosten. Festival-Kurator Thomas Kraft fordert in einem Interview mit dem ‚Börsenblatt‘ mehr Stipendien aus Öffentlicher Hand. Befremden tut mich seine Aussage „Autoren sind anspruchsvoll“, „500 €, die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten, gelten als unterste Grenze für einen Abend“, für eine Lesung also, was zum Beispiel Buchhandlungen nicht mehr bezahlen könnten. Ich scheine in einer anderen Welt zu leben. In jener ist die deutsche 7-Tage-Inzidenz mittlerweile unter 400 gesunken, die Impfzentren ICC und Tegel in Berlin schließen und bei den Wahlen in Schleswig/Holstein und Nordrhein/Westfalen gewannen CDU und Grüne, während die Linkspartei nur noch zwischen den Anderen zu finden ist. Der Freude vieler Medien über deren Absturz halte ich mal die Aussage von Userin Toska im RBB entgegen: „Ich habe nichts dagegen, wenn die Linken verschwinden und sollen mal die Grünen gleich mitnehmen. Allerdings ist der Rest auch Schrott.“ Das ständige Hoch und Runter aller Parteien zeigt doch auch, dass die Bindung an Parteien schwindet. Sind wir immun gegen einen künftigen Heilsbringer? In Shanghai dürfen nach wochenlangem Lockdown in vielen Bezirken Einkaufszentren, Restaurants, Schulen und Frisöre wieder öffnen. Nach wie vor fahren keine U-Bahnen. Die Stadt soll bis 1. Juni zur Normalität zurückkehren. Am „Rätselhaften Fieber“ in der KDVR (Nordkorea) sind seit Ende April über 1,2 Millionen Menschen erkrankt. Aktuell befinden sich 564.860 Menschen noch in Quarantäne. Für alle Provinzen und Städte gilt ein „völliger Lockdown“. Nur Apotheken bleiben im Schichtdienst rund um die Uhr geöffnet. Da das Land offiziell erst eine Corona-Infektion meldete, dafür 56 Covid-19-Tote, 35 allein am 17.05., geben internationale Institute für Nordkorea eine Letalitätsrate von 5.600% an. Statistisch ist eben nichts unmöglich. Mittlerweile wurde die Todeszahl allerdings wieder gesenkt, auf 6. Letalitätsrate nur noch 600%. Einen traurigen Höchstwert an Corona-Todesopfern gab Taiwan am 15.05 bekannt, 81. Steigende Inzidenzen melden auch Neuseeland, Australien, die USA und in Europa Portugal (aktuell 1.604,1), wo die BA.4-Variante sich ausbreitet. Über 1.000 Covid-19-Tote (insgesamt) verzeichnet Taiwan, über 3.000 Jamaika, über 8.000 Australien, über 370.000 Russland, über 1 Million die USA. Und Dieter Bohlen (ehemaliger Schlagersänger und Moderator) hat 1,5 Millionen Follower auf Instagram. Herzlichen Glückwunsch!

Tipp für heute: Bei 31°C mal lieber schön die Gardinen zuziehen.

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Auf die Größe kommt es an

18. Mai 2022

Heute präsentieren Ulrike Sterblich und Heiko Werning ihr schönes neues Buch ‚Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch – Ein prekäres Bestiarium‘ im Kreuzberger ‚Mehringhof-Theater‘ der Öffentlichkeit und ich darf einen Text daraus vorlesen. Außerdem werde ich auf der Bühne befragt, welches Tier aus dem Buch ich am liebsten bei mir zu Hause vor dem Aussterben retten würde. Schreibe jetzt natürlich nicht, für wen ich mich entschied, kann aber so viel bereits verraten, das Panzernashorn ist es nicht, selbst wenn es momentan in der Ukraine sicher dringend gebraucht würde (kleiner Scherz). Aber, Panzernashörner, das wäre mir dann doch eine Spur zu gefährlich, in der eigenen Wohnung. Man bräuchte ja mindestens zwei davon. Und falls man es schaffen möchte, die Art vor dem Aussterben zu bewahren, bliebe es ja nicht bei den beiden. So viel Platz gibt es doch gar nicht, in meiner Butze. Panzernashörner sind ja ziemlich groß. Nein, nein. Die Art, für die ich mich entschied, ist deutlich kleiner. So groß wie ein ausgestreckter Mittelfinger? Ach was, noch kleiner. Kommt einfach vorbei, dann seid ihr im Bilde.

Heute: Berlin, Mehringhof-Theater, 20 Uhr: ‚Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch‘ Buchvorstellungs-Show mit Ulrike Sterblich, Heiko Werning, Björn Encke, Marion Brasch, Kirsten Fuchs, Fil, Manfred Maurenbrecher, Sebastian Krämer und mich (und villeicht noch `n paar Fauchschaben aus Heikos Wohnung)

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Poesie zum Träumen (137)

15. Mai 2022

Frage – Antwort

Denk ich an Deutschland in der Nacht?

Selten.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel, Heiko Werning, Spider, Falko Hennig, Frank Sorge, Gott und mich, sowie unserem Superstargast Manfred Maurenbrecher (Musik!)

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Corona-Tagebuch 627

14. Mai 2022

Eher als gedacht schreibe ich eine weitere Folge meines Tagebuchs, nachdem ich vor vier Tagen mich entschloss, das regelmäßige Schreiben zu beenden. Erfuhr inzwischen, dass auch mein Bruder nun an Covid-19 erkrankt ist. Milder Verlauf. Er will sich heute freitesten lassen, war gestern noch positiv. Unsere Tochter liegt mit Fieber im Bett, seit vier Tagen bereits, am zweiten Tag über 39°. Kein Covid, falls man den Tests trauen darf. Begleiterscheinungen: Husten, Heiserkeit, Kopfschmerzen. Aus ihrer Klasse sind einige krank. Symptome unterschiedlich, ein paar ebenfalls mit hohem Fieber. Traf mich gestern in der Kneipe mit zwei Kollegen. Der eine hatte Rücken, der andere Depression. Konnte kluge Tipps geben, was mir nie geholfen hat. Als deutscher PEN-Präsident zurück getreten ist Deniz Yücel, kurz nachdem ein Abwahlantrag gegen ihn gescheitert war, mit 73 zu 75 Stimmen. Yücels Begründung: „Als Aushängeschild einer Bratwurstbude (..) stehe ich nicht zur Verfügung.“ Schade. Einer Studie der Berliner ‚Charite‘ zufolge soll es 40 mal häufiger zu schweren Impf-Nebenwirkungen gekommen sein, als vom ‚Paul-Ehrlich-Institut‘ bekannt gegeben. Der Studie nach, die von mehreren Kollegen als unseriös bezeichnet wird, soll es sich um jeden Achten von tausend Geimpften handeln, 0,8%. Das ‚PEI‘ hatte 0,02% angegeben. Studien-Verantwortlicher Harald Matthes fordert: „Wir müssen zu Therapieangeboten kommen, auf Kongressen und in der Öffentlichkeit offen darüber diskutieren, ohne dass wir als Impfgegner gelten.“ Das chinesische Shanghai verschärft seinen Lockdown und tituliert ihn als „die letzte Schlacht“, in der Hauptstadt Peking sind einige Wohngebiete abgesperrt, der ÖPNV teilweise eingeschränkt. Die Variante BA2.12.1 breitet sich in den USA, die Varianten BA.4 und BA.5 in Südafrika aus, in Australien alle drei Varianten. In Deutschland ist die 7-Tage-Inzidenz unter 500 gesunken. Die Maskenpflicht auf Flughäfen und in Flugzeugen soll in der EU ab 16.05. enden. Ihren ersten Covid-19-Todesfall meldet die KDVR (Nordkorea). Seit Mai starben dort zudem 27 Weitere an einem „Fieber unbekannten Ursprungs“. Dieses Fieber befiel allein in der Hauptstadt Pjöngjang mehr als 350.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit. 188.000 Patienten befinden sich noch immer in Quarantäne-Behandlung. Diktator Kim Jong-un bezeichnete Covid-19 als „große Katastrophe“, sprach von einem „historischen Umbruch“. Offiziell gab es bisher in der KDVR keine Impfungen gegen das Virus. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA zitiert Kim trotzdem optimistisch: „Wenn wir bei der Umsetzung der Seuchenpolitik nicht den Fokus verlieren und auf der Grundlage der Einigkeit von Partei und Volk eine starke Organisationskraft und Kontrolle aufrechterhalten, können wir die Krise überwinden.“ Über 800 Covid-19-Tote verzeichnen die Bahamas, über 900 Taiwan und Neuseeland, über 20.000 die Slowakei, über 30.000 Japan, über 40.000 Kanada, über 105.000 Spanien, über 165.000 Italien, über 665.000 Brasilien. Und den Ukraine-Krieg gibt es noch dazu. Er verschärft weltweit die Lebensmittelknappheit. Indien verbot heute den Export von Weizen. Ein Mischbrot liegt in meinem Schrank.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit u.a. mich

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Wenn ’s weiter nichts ist

13. Mai 2022

Wie web.de berichtet, wurde auf dem Mars die Eingangstür zu einem Felsen gefunden, dies scheinen NASA-Fotos zu beweisen, aufgenommen von einem Roboter, dem von der Mars-Sonde abgesetzten Curiosity-Rover. Allerdings könnte es sein, dass jene Tür nur wenige Zentimeter groß ist. Winzige Aliens? Ha, ha, ha! Mit denen werden wir doch spielend fertig.

Tipp für heute: Kräfte bündeln und alle gemeinsam gegen die Mars-Menschen.

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Corona-Tagebuch 626

10. Mai 2022

Ich habe mich entschlossen das halbwegs regelmäßige Corona-Tagebuch-Schreiben einzustellen. Ob die Pandemie vorbei ist, weiß ich nicht. Vielleicht setze ich in einem Monat meine Arbeit fort? Zur Zeit sieht es jedoch so aus, als ob in fast allen Ländern der Welt (mit Ausnahme von China) Corona nur noch eine unter vielen Krankheiten wäre. Insgesamt starben weltweit 6,25 Millionen Menschen in Zusammenhang mit der Seuche. Bisher. Allein in den USA fast eine Million, in Deutschland knapp 137.000. Heute meldete Taiwan einen Rekord an Neuinfektionen, 128.935 Fälle am Tag (innerhalb von 2 Tagen?). Die Zahl der Neuinfektionen mag da und dort noch hoch sein, die Zahl der Todesfälle jedoch sinkt kontinuierlich und selbst bei diesen ist das Virus oft nicht ursächlich. In Deutschland herrscht weiterhin Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Isolationspflicht bei Ansteckung. Eine allgemeine Impfpflicht wurde nicht beschlossen, die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegewesen ist zwar beschlossen worden, wird bisher aber nicht sanktioniert. In der öffentlichen Wahrnehmung beherrscht der Krieg Russlands gegen die Ukraine alles. Auch die Ängste haben sich auf den Konflikt und seine mögliche Ausweitung zu einem (nuklear geführten?) Weltkrieg fokussiert. Ab und an werde ich sicher einen Corona-Tagebuch-Beitrag schreiben. Einmal im Monat? Nächsten Herbst? 2047? Lasse mich von mir selbst überraschen. Aufzuarbeiten gibt es sicher `ne Menge. Waren die Lockdowns hilfreich? Welcher Weg ist der Bessere gewesen? Der Schwedische? Der, der meisten europäischen Länder? Der Chinesische? Wie viel haben die Impfungen gebracht? Wie wirkt sich die Pandemie langfristig aus, wirtschaftlich, sozial, bezüglich der Spaltung der Gesellschaft? Beschäftigt uns Long Covid in ein paar Jahren noch? All dies kann natürlich nur aufgearbeitet werden, bereiten wir uns nicht selbst ein Ende. Da drücke ich mal beide Daumen, nicht nur für mich und euch, vor allem für unsere Kinder. Und sonst so? Will am 25. Mai endlich mal wieder auf die Kacke hauen. ‚Team Scheiße‘ im Schokoladen. Passt.

Tipp für heute: Habt euch lieb.

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Corona-Tagebuch 625

8. Mai 2022

Es muss ein paar Tropfen geregnet haben, am frühen Morgen. Dachte erst, jemand hätte den Bürgersteig gegossen, weil kleine Lachen zu sehen gewesen waren. Wenn, dann hätte derjenige (diejenige?) allerdings den gesamten Fußweg bis hin zum Brötchen-Aufback-Laden gewässert haben müssen. 8. Mai, Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. In Berlin hat die Stadtverwaltung das Zeigen russischer oder ukrainischer Fahnen an Gedenkorten zu jenem Tag verboten, um Provokationen zu vermeiden. Der ukrainische Botschafter nennt das einen Schlag ins Gesicht der Ukraine. Ich nenne es: nachvollziehbar. Für Proteste gegen den russischen Angriffskrieg sind andere Orte besser geeignet. Außerdem könnte zumindest ich ganz gut damit leben, wenn niemand mehr irgendwelche Nationalfahnen zeigt. In Sachen Pandemie stellte ich gestern fest, es tragen bei uns in der Kaufhalle weniger als 50% noch Maske. Auch ich verzichte nun darauf. In der U-Bahn sind es hingegen immer noch über 90% die Maske tragen, aber gut, da besteht ja nach wie vor Maskenpflicht. Im Freien sieht man ab und zu Maskenträgerinnen. Ab Montag entfällt in Berliner Kindergärten die Corona-Testpflicht. International sinken die Infektionszahlen fast überall, auch in Japan, Südkorea, Hongkong. In Australien, Neuseeland, Taiwan und China bleibt die Lage zu beobachten. Doch auch dort gibt es momentan sicher gefährlichere Infektionskrankheiten. Ein Dokument der Verzweiflung erblickte ich heute morgen bei uns in der Straße. Dort klebte jemand an die Eingangstür einen Zettel, wo drauf steht: „Mit Homeoffice ist leider Schluss. Und wer nimmt nun meine Pakete in Empfang?“ Darunter Schnipsel mit der Telefonnummer der Bedürftigen. Oh je, Sorgen über Sorgen.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel, Falko Hennig, Spider, Frank Sorge, Gott und mich, sowie dem fabelhaften Superstargast Karel Ott (Kiffermucke!)

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Corona-Tagebuch 624

7. Mai 2022

Sollte ich das Corona aus der Überschrift streichen? Gestern verzweifelt. Keiner wollte mit mir saufen. Alleine saufen gegangen. Unterwegs fiel mir ein Plakat der Gutmenschen-Partei auf. Hatte noch nichts von denen gehört. Sah mir heute mal deren Webseite im Internet an. Sie treten für das Bedingungslose Grundeinkommen und für mehr Automatisierung ein. Klingt erst mal knorke, doch zumindest der deutsche Ableger der auch in Österreich und Südtirol vorhandenen Partei, scheint eine sadistische Ader zu haben. Machten einige der Initiatoren Erfahrungen mit Missbrauch durch katholische Geistliche? Auf jeden Fall schwelgen sie in Folter-Fantasien für katholische Würdenträger mit Päderasten-Vergangenheit. Unappetitlich. Außerdem möchten sie den Kommunismus und allen Regimen, die gegen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind, als Beispiel nennen sie Saudi-Arabien, den Krieg erklären, vertreten insgesamt aber „eine Politik der Liebe“. Na, auf diese „Liebe“ kann ich verzichten. War dann im ‚Willy Bresch‘. Guckte mir dort das Spiel Bochum gegen Bielefeld an. 2:1. Im ‚Willy Bresch‘ ist es sehr angenehm. Man kann sich alleine zuschütten, ohne schief angeguckt zu werden. Ein alter Mann saß die ganze Zeit an seinem Tisch und blickte zu Boden. Das bin ich in 20 Jahren, dachte ich. Oder in 5 Jahren. Morgen? Lernte dann noch den besten Pasta-Koch der Welt kennen. Er stammt aus Sardinien und bereitet seine Nudeln am Antonplatz in Weißensee zu. Geh ich demnächst mal hin. Alberto hat mich eingeladen. Über 400 Covid-19-Tote verzeichnet Barbados, über 800 Neuseeland, über 4.000 Finnland. Und das Wetter? Sonnig, trocken, warm.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Dan Richter, Konrad Endler, Maik Martschinkowsky, Heiko Werning und mich

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