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Peace, Bro!

29. Juni 2022

Während woanders richtiger Krieg geführt wird, toben sich Berliner Jugendliche in Freibädern aus. Es kam bereits zu mehreren handgreiflichen Auseinandersetzungen mit Verletzten. Die Polizei musste anrücken, Bäder wurden geschlossen. Die Tumulte begannen meist nach dem Einsatz von Wasserpistolen, wenn man die noch Pistolen nennen kann. Interessant finde ich einige Kommentare zu den Pressemeldungen, von Frauen, die sich wahrscheinlich noch (?) im linken Spektrum wähnen. So schreibt ‚Mamatier‘ auf der RBB-Seite: „Danke, dass zumindest in diesem Text nichts über die sogenannte „Herkunft“ der Täter:*Innen gesagt wurde. Der Alltagsrassismus ist unerträglich. Ich finde es selbst übrigens ekelhaft, dass erwähnen zu müssen. Da bin ich bei Bosetti. Aber andere tun es – leider. Erwähnenswert wäre vielleicht das Geschlecht der Täter:*Innen.“ Weil das, anders als die Herkunft, Rückschlüsse auf „Geschlechtsgenoss:*Innen“ zulässt? ‚Sinja‘ aus Neukölln schreibt kurze Zeit später zum selben Artikel: „Am besten fand ich den Vorschlag Schwimmbäder nur noch für Frauen und kleine Kinder. Ein Traum wäre das.“ Nur etwas schwammig formuliert, oder? „Kleine Kinder“. Ab welchem Alter sollte Jungs denn verboten werden ins Schwimmbad zu gehen? Ab 12? Oder müssen sie am Eingang ihr Geschlechtsteil entblößen, ob sie schon Haare am Sack haben?

Tipp für heute: Spritzpistolen Nelken in die Läufe stecken.

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Corona-Tagebuch 631

27. Juni 2022

Eigentlich dürfte ich das hier gar nicht mehr Tagebuch nennen. Fast zwei Wochen sind seit dem letzten Eintrag vergangen. Hitze und Waldbrände bestimmten den Alltag in Berlin und Brandenburg. In der Ostukraine kommen russische Angriffstruppen langsam voran. Die Bundesregierung hat mittlerweile die Alarmstufe beim Notfallplan Gas für Deutschland ausgerufen, was bedeutet, die Preise könnten exorbitant steigen, falls ich das richtig verstehe. Wir werden darauf vorbereitet den Gürtel mal wieder enger zu schnallen. Was heißt wir? Diejenigen, die ohnehin schon wenig haben. Persönlich hadere ich mit meiner Schreibleistung. Das lange Werk hängt mir zum Halse raus. Könnte kotzen. Die Hitze? Will wieder zurück zu den kurzen Texten, Spannungsbogen, fuck off! Habe Harald Juhnkes „Autobiographie“ ‚Meine sieben Leben‘ gelesen und danach weggeschmissen. Selbstverliebter Schrott. Corona-technisch grassiert gerade eine Sommerwelle, besonders unter Jugendlichen. Auch mein Sohn hatte Covid, zum zweiten Mal, aktuell liegt die Tochter schlapp im Bett, Test noch negativ. Denke allerdings, ohne pandemische Vorgeschichte würde niemand was von der BA.5-Variante mitbekommen. Bisschen Fieber, Kopfschmerzen, Schnupfen und/oder Husten. Leichte Sommergrippe hätte man früher gesagt. Weltweit gibt es nur in Taiwan noch erhöhte Todeszahlen. In vielen Ländern werden Daten zur Pandemie jetzt wöchentlich, in einigen zweiwöchentlich gemeldet. Weißrussland meldet gar keine Infektionen mehr. Ab 30. Juni sollen Covid-Schnelltests in Deutschland 3 € kosten. Dann wird die Zahl der Infektionen auch hier zurückgehen, zumindest statistisch. Mit einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen rechnet Charite-Chefvirologe Christian Drosten für den September. Die Maskenpflicht in Zügen wird außerhalb Berlins nach meinen Beobachtungen noch von etwa der Hälfte der Leute eingehalten, im Berliner Innenstadt-Nahverkehr circa 80%. Auf der Fahrt von Wittenberg nach Dessau war ich der Einzige im Bus, der Maske trug. Höflich erkundigte sich ein Jugendlicher beim Busfahrer: „Muss bei ihnen Maske getragen werden?“ Antwort: „Nein.“ 300 Covid-19-Tote verzeichnen die Malediven (insgesamt), über 800 die Elfenbeinküste, über 4.000 Sambia sowie Trinidad und Tobago, über 6.000 Taiwan, über 20.000 Österreich, über 180.000 Großbritannien, über 525.000 Indien, über 670.000 Brasilien, über 1.015.000 die USA. Beim momentan stattfindenden G7-Treffen der 7 nichtautokratisch-stärksten Wirtschaftsnationen der Erde (so im Internet gelesen), im oberbayrischen Elmau, animierte Deutschlands Kanzlergattin, Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst, die Frauen der G7-Staatschefs zum Nordic-Walking rund um den Felchensee. Hat sicher Spaß gemacht. Leider konnte Frau Biden nicht kommen. Migräne?

Tipp für heute: Falls man Bäckerin oder Bäcker aus Templin sein sollte und letzten Donnerstag oder Freitag keine Urkunde vom ‚Deutschen Brotinstitut‘ für das selbst gebackene Brot erhielt, sich nicht darüber ärgern. Demnächst trudelt ein Brieflein ein, mit Verbesserungsvorschlägen für das minderwertige Produkt. Dann klappt es sicher beim nächsten Mal. Gibt es eigentlich auch eine ‚Kuchen-Akademie‘?

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Wer nicht fragt, bleibt dumm

26. Juni 2022

„“Schwarz“ wird als politische Bezeichnung Schwarzer Menchen groß geschrieben, „weiß“ gilt als eine Beschreibung sozialer Positionierung und wird daher klein geschrieben.“ So erklärt Sabine Priess auf der RBB-Webseite die neuen Schreibweisen. Vorsichtig möchte ich mal nachfragen, ob Menschen mittlerweile wirklich „Menchen“ geschrieben werden und wenn ja, warum?

Tipp für heute: FIT-Tankstelle, Reformbühne Heim & Welt, 19 Uhr, mit Susanne Riedel, Heiko Werning, Spider, Frank Sorge, Falko Hennig und Dr. Bajan (Musik)

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Träume sind zum Träumen da

22. Juni 2022

Weil ich ein fleißiges Bienchen bin, ließ ich mich auch vom gestrigen längsten Tag des Jahres und der dazu gehörigen ‚Fete de la musique‘ nicht ins Freie locken. Oder nur ein kleines bisschen. ‚Zerfall‘ spielten im Friedrichshain, doch ich ging bloß kurz um den Block, traf auf dem Teutoburger Platz, wo ebenfalls ein paar Punk-Combos rumpelten, Oska, der mit ‚Chuckamuck‘ einst unseren Surfpoeten-Partyclub bereicherte und danach einen fetten Plattenvertrag unterschrieb. Heute arbeitet er wieder an der Garderobe im Theater. Sympatisch. Er meinte, dort seien noch ein paar Mindestlohnarbeitsplätzchen frei, für solche wie mich. Als ich einwendete, ach, Garderobe, das ist doch bestimmt anstrengend, wies er mich auf die Alternative hin, an der Tür zu stehen, nicht wie ein Türsteher im Club, da brauchst du ja Muskeln, sondern im Theater, drinnen, einfach Menschen die Tür aufhalten. Denke, das könnte ich schaffen. Wäre mir auch dies zu schwer, so Oska, gäbe es noch jene, die einfach nur rumstehen, als stille Reserve sozusagen. Äußerst interessant. Rumstehen für Geld, habe ich davon nicht schon immer geträumt?

Heute: Dessau, Bühne am Bauhaus (Open Air!), 19:30 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt bei ’10 Jahre Bibliotheken am Bauhaus‘

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Mit dem richtigen Equipment kannst du es schaffen

18. Juni 2022

Weil es ja warm ist und noch wärmer wird, werden einige sicherlich Abkühlung suchen, unter anderem in den Seen von Berlin und Brandenburg. Dabei jedoch sollte, dem RBB zufolge, beachtet werden, dass an den Ufern vieler Seen gerade Saugwurmlarven (Zerkarien) anzutreffen seien, die auf unserer Haut Entzündungen verursachen können (gerötete Flecken, Juckreiz, Quaddeln). Der RBB empfiehlt deshalb Personen, die auf Nummer sicher gehen wollen, beim Baden einen „Ganzkörpertaucheranzug“ zu tragen. Gute Idee. Hinzufügen möchte ich, dass in Berlin und Brandenburg auch Mücken bereits umherfliegen, deren Stiche ebenfalls Entzündungen auf der Haut verursachen können (gerötete Flecken, Juckreiz, Quaddeln). Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Schlafen vielleicht eine Ritterrüstung tragen.

Tipp für heute: Kratzt man Quaddeln so richtig doll auf, dann juckt es irgendwann nicht mehr, dann tut es nur noch weh.

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Naiv

17. Juni 2022

Britischen Angaben zufolge gibt es, wie tagesschau.de berichtet, einen „Millionärs-Exodus“ aus Russland. 15.000 russische Millionäre sollen bereits versucht haben, das Land zu verlassen. Überlege gerade wie viel Prozent der russischen Millionäre das wohl sein mögen. 1%? 10%? 100%? Insgesamt hat das Land ja 144 Millionen Einwohner. Sind aber natürlich nicht alles Millionäre. Ha, ha, das war vielleicht in der Sowjetunion mal so, als noch Sozialismus herrschte, alle gleich waren, nein, heute regiert auch in Russland die Schere zwischen arm und reich. Und die schneidet bekanntlich in ungleich große Stücke. Verließen nun aber sämtliche Reichen das Land, wäre dann eigentlich auch die Ausbeutung dort beendet? So hätten ja unsere Sanktionen doch noch zu einem Erfolg geführt.

Tipp für heute: Hast du Milliarden, sind selbst Millionäre nur arme Schlucker.

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Corona-Tagebuch 630

15. Juni 2022

Habe den letzten Zipfel einer Chance ergriffen und zwei Corona-Hilfen beantragt. Die Frist dafür läuft am heutigen 15. Juni aus. Danach gibt es kein Geld mehr vom Staat. Überzeugen tat mich meine Steuerberaterin. Sollte im Antrag erklären, von welchen Corona-Maßnahmen ich 2022 noch betroffen sei. Da seit April für kulturelle Veranstaltungen keine Einschränkungen mehr gelten, schrieb ich, für gewöhnlich werden Auftritte ein halbes bis ein Jahr vorher vereinbart und damals sei ein Ende der Maßnahmen nicht absehbar gewesen. Hoffe, das reicht. Falls ja erhalte ich für die ersten beiden Quartale über 3.000 €, wäre also bis September abgesichert. Juchhu! Das letzte Kapitel meiner Autobiographie ist fertig. Nun beginnt das Handwerkliche. Das Verbessern. Keine Ahnung, ob den Dreck überhaupt jemand lesen will. Meine Mutter? Der Krieg in der Ukraine ist zu einem Stellungskrieg mutiert. Russische Truppen gewinnen im Donbass nur wenig an Boden. Das Leid der verbliebenen Bevölkerung muss furchtbar sein. Hierzulande gewöhnt man sich an Schreckensmeldungen von da. Noch dominieren die Kriegsberichte unsere Nachrichtensendungen, doch der Alltag gewinnt an Raum. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach findet sich bei den Schlagzeilen nicht mehr auf den Titelseiten wieder, mit der Aussage: „Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden.“ Auf 472,4 stieg heute die deutsche 7-Tage-Inzidenz. Schuld ist BA.5, die Omikron-Subvariante, die sich vor allem in Portugal ausbreitet. Als wirklich besorgniserregend wird sie jedoch nicht eingestuft. Die meisten Länder der Welt verzeichnen kaum noch Covid-19-Todesopfer. Taiwan, Deutschland und Australien gehören zu den wenigen Ausnahmen. In Deutschland starben gestern 112 Menschen an oder mit dem Virus. Einen traurigen Höchstwert täglicher Corona-Todesopfer meldete Taiwan am 12.06., 211. 1.000 Covid-19-Tote (insgesamt) verzeichnet Mauritius, über 4.000 Taiwan, über 9.000 Australien, über 30.000 Griechenland, über 140.000 Deutschland, über 325.000 Mexiko, über 1.010.000 die USA. Gestorben ist auch der Puhdys-Schlagzeuger Klaus Scharfschwerdt, an Krebs. Überraschenderweise verzichtete der RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) bei Bekanntgabe seines Ablebens, auf die gefürchteten Vergleiche mit West-Prominenten. Klaus Scharfschwerdt galt ihnen weder als Keith Moon, noch als Charlie Watts oder Ringo Starr des Ostens. Hat er dann überhaupt gelebt? Der kürzlich verstorbene Schauspieler Peter Reusse war vom RBB noch mit dem Ehrentitel „James Dean des Ostens“ versehen worden. Traurig.

Tipp für heute: Das Corona-Medikament ‚Baricitinib‘ soll nicht nur gegen Corona helfen, sondern auch gegen Haarausfall. Jawohl.

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Die Slogans zu 800 Jahre Berlin sind da

13. Juni 2022

‚Berlin, Kackstadt mit Herz‘

‚Warum nich Hannover?‘

‚800 Jahre schlechtit Essen‘

‚Na wat denn, wat denn, wat denn!‘

‚800 Jahre sind jenuch‘

‚Hauptsache besoffen‘

‚Ick hab nich mitjezählt.‘

‚Berlin – Würd schon schief jehn‘

‚Früher war mehr nackich‘

‚Marzahn is älter‘

‚800 Jahre ejal‘

Tipp für heute: Berliner Scheiße mit Schuss.

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Wasserstandsmeldung

11. Juni 2022

Von Heinz Strunk soll es schon wieder einen neuen Roman geben. Muss ich haben. Mit meinem eigenen längeren Werk geht es auch ganz gut voran. Bin bereits beim letzten Kapitel, nach 20 Jahren Daranherumfrickelei. Jetzt muss ich nur noch sämtliche Namen verändern, ein paar interessante Dinge hinzudichten, alles durcheinander quirlen und vielleicht noch das Zeug komplett in die Tonne kloppen und neu schreiben. Ich denke, 2042 spätestens wird es fertig sein, pünktlich zu meinem hundertsten Geburtstag, oder wie alt ich dann bin. Selbstverständlich gibt es dann auch eine riesengroße Party, im ‚Palast der Republik,‘ mit Livemusik von ‚Hot Chocolate‘ und Suppe und Senf und Creme de la Creme, zum Nachtisch. Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Dan Richter, Eva Mirasol, Micha Ebeling, Sebastian Krämer und mich

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Informationen, die keinen Zweifel aufkommen lassen

10. Juni 2022

„Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Fahrer um einen Mann.“ (Nachrichtenseite von web.de)

Tipp für heute: Bei den Fakten bleiben.

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