{"id":1751,"date":"2012-02-11T13:10:22","date_gmt":"2012-02-11T12:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahne-international.de\/?p=1751"},"modified":"2012-02-20T15:00:47","modified_gmt":"2012-02-20T14:00:47","slug":"satze-seltsamer-schonheit-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ahne-international.de\/?p=1751","title":{"rendered":"Erkl\u00e4rung der Berliner Leseb\u00fchnen"},"content":{"rendered":"<p>Berliner Leseb\u00fchnen fordern:<br \/>\nSchokoladen schlie\u00dfen!<br \/>\nKlappt die B\u00fcrgersteige hoch!<br \/>\nDer Letzte macht das Licht aus!<\/p>\n<p>Seit 1989 sind in Berlin Dutzende von Leseb\u00fchnen entstanden: Ensembles von Autorinnen und Autoren, die in Kneipen und Clubs ihre neuen Geschichten vorlesen.<\/p>\n<p>Berlin schm\u00fcckt sich gern mit diesen Veranstaltungen, die jedes Jahr von Tausenden von Berlinern und Touristen besucht werden und die inzwischen etliche namhafte Kabarettisten und Schriftsteller hervorgebracht haben.<\/p>\n<p>Leider interessiert sich die Berliner Politik nicht daf\u00fcr, was f\u00fcr die Entstehung einer solchen lebendigen Szene notwendig ist: Caf\u00e9s, in denen die Getr\u00e4nkepreise so niedrig sein k\u00f6nnen wie der Eintritt. Kneipen, in denen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler einfach etwas ausprobieren k\u00f6nnen, ohne dass es Geld abwerfen muss. Clubs, deren Betreiber sich nicht st\u00e4ndig sorgen m\u00fcssen, wie sie die grotesken Renditen f\u00fcr die Hausbesitzer erwirtschaften k\u00f6nnen.<br \/>\nNun soll auch der Schokoladen schlie\u00dfen und von der Polizei ger\u00e4umt werden.<\/p>\n<p>Ohne Orte wie den Schokoladen w\u00e4ren die Berliner Leseb\u00fchnen nie entstanden!<\/p>\n<p>Bis vor wenigen Jahren konnten wir uns leicht tr\u00f6sten, wenn wieder einer dieser Orte schlie\u00dfen musste. Es gab ja noch andere. Das war einmal. Heute gibt es praktisch keine Orte mehr, an denen noch etwas entstehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die \u00f6stliche Innenstadt n\u00e4hert sich einem Zustand der Stagnation.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen an dieser Stelle nicht ausf\u00fchrlich auf den Prozess der Gentrifizierung eingehen, den wir ohne es zu wollen selbst mit angesto\u00dfen haben. Dazu haben sich andere bereits fundierter ge\u00e4u\u00dfert, als wir es k\u00f6nnten. Doch wir sehen mit Wut, wie das allgemeine und f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsschichten geltende &#8222;Recht auf Stadt&#8220; immer mehr zum Privileg der Gut- und Besser- und Bestverdiener zu werden droht.<\/p>\n<p>Die Berliner Leseb\u00fchnen und ihre Freunde beteiligen sich an den Aktionen zur Rettung des Schokoladens. Und wir bitten alle, die uns kennen, uns dabei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>-&gt; Kommt zur Demo gegen die R\u00e4umung des Schokoladens:<br \/>\nDienstag 21. Februar, 17.30 Uhr<br \/>\nKlub der Republik, Pappelallee 81<br \/>\n(U-Bhf. Eberswalder Str.)<\/p>\n<p>-&gt; Stellt euch der R\u00e4umung in den Weg:<br \/>\nMittwoch 22. Februar, 8 Uhr<br \/>\nSchokoladen, Ackerstrasse 169<br \/>\n(U-Bhf. Rosenthaler Platz)<\/p>\n<p>EINZELPERSONEN:<br \/>\nAhne<br \/>\nAndreas Gl\u00e4ser<br \/>\nAndreas Jeromin<br \/>\nAndreas Scheffler<br \/>\nAnselm Neft<br \/>\nClint Lukas<br \/>\nDan Richter<br \/>\nDaniela B\u00f6hle<br \/>\nElis<br \/>\nFalko Hennig<br \/>\nFelix Jentsch<br \/>\nFrank Sorge<br \/>\nFr\u00e9d\u00e9ric Valin<br \/>\nHans Duschke<br \/>\nHeiko Werning<\/p>\n<p>Helene &#8218;Atta&#8216; Hecke<br \/>\nHorst Evers<br \/>\nIngolf Penderak<br \/>\nIvo Smolak aka Ivo Lotion<br \/>\nJacinta Nandi<br \/>\nJochen Schmidt<\/p>\n<p>Judith Herrmann<br \/>\nJ\u00fcrgen Witte<br \/>\nKarsten Krampitz<br \/>\nKonrad Endler<br \/>\nLea Streisand<\/p>\n<p>Maik Martschinkowsky<br \/>\nManfred Maurenbrecher<\/p>\n<p>Marc-Uwe Kling<br \/>\nMicha Ebeling<br \/>\nRobert Naumann<br \/>\nRobert Rescue<\/p>\n<p>Robert Weber<br \/>\nSarah Bosetti<br \/>\nSarah Schmidt<br \/>\nSebastian Kr\u00e4mer<\/p>\n<p>Stephan Serin<br \/>\nThilo Bock<br \/>\nTilman Birr<br \/>\nTobias &#8222;Tube&#8220; Herre<br \/>\nUdo Tiffert<br \/>\nUrsus Meier<br \/>\nVolker Surmann<\/p>\n<p>Volker Str\u00fcbing<\/p>\n<p>Wladimir Kaminer<\/p>\n<p>LESEB\u00dcHNEN:<br \/>\nDer Fr\u00fchschoppen<br \/>\nBrauseboys<br \/>\nReformb\u00fchne Heim &amp; Welt<br \/>\nLiebe statt Drogen<br \/>\nChaussee der Enthusiasten<br \/>\nSurfpoeten<br \/>\nRadio Hochsee<br \/>\nKantinenlesen<\/p>\n<p>Lesershow Wedding<\/p>\n<p>Lesed\u00fcne<\/p>\n<p>Lokalrunde-Die Show mit Weltniveau<\/p>\n<p>Vision &amp; Wahn<\/p>\n<p>Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: <a href=\"http:\/\/www.kantinenlesen.de\" target=\"_blank\">Kantinenlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berliner Leseb\u00fchnen fordern: Schokoladen schlie\u00dfen! 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