{"id":935,"date":"2010-10-07T13:57:38","date_gmt":"2010-10-07T12:57:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahne-international.de\/?p=935"},"modified":"2010-10-07T14:04:39","modified_gmt":"2010-10-07T13:04:39","slug":"gibt-es-dafur-eigentlich-auch-schon-einen-fachbegriff-antworten-auf-fragen-die-eigentlich-einem-anderen-gestellt-worden-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ahne-international.de\/?p=935","title":{"rendered":"Gibt es daf\u00fcr eigentlich auch schon einen Fachbegriff: Antworten auf Fragen, die eigentlich einem Anderen gestellt worden sind?"},"content":{"rendered":"<p>Mal ein paar Gedanken zu einer Jakob Hein gestellten Interviewfrage, anl\u00e4sslich des 15-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der <a href=\"http:\/\/www.reformbuehne.de\" target=\"_blank\">Reformb\u00fchne Heim &amp; Welt<\/a>, vom <em>Berliner Zeitung<\/em>-Autor Ulrich Seidler. Dieser stellte erst fest und fragte anschlie\u00dfend: &#8222;Darf ich offen sprechen: Das Vorlesen verlangt ja immer auch Unterhaltungsqualit\u00e4ten. Dieser ewige Unernst, diese ironisch-flapsige Grundhaltung zur Weltlage und diese Koketterie mit dem Dilettantismus. Ist man daf\u00fcr nicht irgendwann zu erwachsen?&#8220;<\/p>\n<p>Lieber Herr Seidler, erstens, ja, das Vorlesen verlangt Unterhaltungsqualit\u00e4ten, so wie auch jede andere Kunstform unterhalten sollte, damit man sich nicht zu Tode langweilt. Dann sprechen sie, zweitens, den &#8218;ewigen Unernst&#8216; an. Also, ewig ist ja schon mal ein gro\u00dfes Wort aber Unernst? Meinen sie Quatsch? Humor? Spa\u00df? Sind sie mittlerweile zu erwachsen dazu? Dann tun sie mir leid. Ganz im Ernst! Des Weiteren, drittens, &#8222;diese ironisch-flapsige Grundhaltung zur Weltlage&#8220;. Hmm. Also zum Einen gibt es ja, wie dies auch Jakob Hein in seiner Antwort schon anmerkte, durchaus nichtironische Texte bei der Reformb\u00fchne, auch zur Weltlage, und zum Anderen ist mir eine ironisch-flapsige Grundhaltung immer noch sehr viel lieber als dieses dumpfmuffige Pseudointellektuellengetue von der neuen Ernsthaftigkeit, welches seit geraumer Zeit hier in unserer Langweilerrepublik Fu\u00df fasst. Und &#8222;Koketterie mit dem Dilettantismus&#8220;, ach du meine Nase, das schreiben ja bald schon Generationen von Feuilleton-Schreibern voneinander ab. Wenn Dilettant im urspr\u00fcnglichen Sinne, also als &#8217;nicht geschult&#8216;, verstanden werden darf, so braucht da keiner von uns mit kokettieren, das ist einfach so. Wenn aber abwertend das St\u00fcmperhafte gemeint ist, sei ihnen versichert, damit kokettiert in der Reformb\u00fchne niemand. Ab und zu st\u00fcmpert man eben. Von mir aus auch meistens oder immer, das kommt ganz auf den Betrachter an.<\/p>\n<p>Heute: Berlin, <a href=\"http:\/\/www.volksbuehne-berlin.de\/\" target=\"_blank\">Roter Salon der Volksb\u00fchne<\/a>, 20 Uhr: 15 Jahre Reformb\u00fchne Heim &amp; Welt, Buchpremiere von <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Am-besten-was-Neues-Reformb%C3%BChne\/dp\/3938424540\" target=\"_blank\">&#8218;Am besten was Neues&#8216;<\/a> mit Uli Hannemann, Jakob Hein, Heiko Werning, J\u00fcrgen Witte, Falko Hennig und mich, den ehemaligen Mitgliedern Daniela B\u00f6hle, Manfred Maurenbrecher und Bov Bjerg sowie der Gypsyswingband: Django Lassi.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal ein paar Gedanken zu einer Jakob Hein gestellten Interviewfrage, anl\u00e4sslich des 15-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Reformb\u00fchne Heim &amp; Welt, vom Berliner Zeitung-Autor Ulrich Seidler. 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