Corona-Tagebuch 207

14. Januar 2021

Der Schmachtenhagener ‚Gasthof Niegisch‘ ist optimistisch und möchte das kombinierte Paket Lesung & Konzert mit der Tanzkapelle Schmachwanderunk und mir am 20. Februar durchziehen, 2021 wohlgemerkt, und nur, falls das gestattet sein sollte. Ich lasse mich überraschen. Vielleicht passiert ja ein Wunder und plötzlich ist der ganze Spuk vorbei. Putze schon mal die Schuhe, bügel Brillenbügel und stutze vorwitzige Borsten welche aus meinen Augenbrauen ragen. Auch der Freiburger Slow Club hat sich gemeldet, will mich zusammen mit der Postpunkband EÖE auf der Bühne. Bildungslücke. Kannte ich bisher gar nicht. Erregung Öffentlicher Erregung. Gut, bis 17. September ist ja noch Zeit die Refrains zu lernen. Österreich möchte laut Nachrichtenagentur APA am 25.01. die Schulen wieder öffnen. Und auch der Vorsitzende der Vereinigung deutscher Intensiv- und Notfallmediziner, Gernot Marx, äußert sich vorsichtig optimistisch: „Es sieht so aus, als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten.“ Leider sind das die berühmten Nähnadeln, über die man sich freut, sollte man sie im Heuhaufen finden. Japan weitet den Ausnahmezustand auf 7 Präfekturen aus. Er betrifft dann 55% der Bevölkerung und soll vorerst bis zum 7. Februar gelten. Hört sich krass an, allerdings sind mit dem Ausnahmezustand in Japan fast keinerlei Einschränkungen für die Bevölkerung verbunden. Auch Dänemark verlängert seine Maßnahmen bis 7.2.. In der Schweiz müssen ab Montag alle Geschäfte schließen, die keine lebensnotwendigen Dinge anbieten. Offen bleiben Schulen, Skigebiete, Frisöre, Blumenläden und Baumärkte. Ein Gericht in Spanien hat die Einsprüche der Familie einer für nicht voll zurechnungsfähig erklärten Pflegeheimbewohnerin gegen eine Corona-Impfung zurückgewiesen und die Impfung angeordnet. Es war, laut Nachrichtenagentur AP, offenbar der erste Fall dieser Art in Europa. Die Türkei hat den chinesischen Impfstoff von Sinovac zugelassen. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, haben sich in einem Altenheim in Hagen mehrere Bewohner trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin der Stadt erklärte, die Betroffenen hätten nur die erste Dosis erhalten, da sei der Impfschutz noch nicht voll ausgebildet. Auch in Ungarn ist die B.1.1.7.-Variante jetzt nachgewiesen worden. Österreich meldet aktuell 70 Verdachtsfälle dieser Variante, die alpinen Skirennen in Kitzbühel wurden deshalb abgesagt. Laut WHO ist die B.1.1.7.-Variante mittlerweile in 50 Ländern aufgetreten, die in Südafrika verbreitete 502.V2-Variante in 20 Ländern. Einen Rekord an Neuinfektionen meldet Spanien, 38.869 Fälle am Tag. Großbritannien verzeichnet einen neuen Höchststand täglicher Covid-19-Opfer, 1.564, dasselbe in Deutschland, 1.244 Menschen starben allein gestern. Das Krematorium Dresden-Tolkewitz habe in der ersten Woche dieses Jahres so viele Verstorbene aufnehmen müssen wie noch nie zuvor, erklärte Dresdens zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne). Täglich kämen dort weiterhin etwa doppelt so viele Verstorbene an, als zu dieser Jahreszeit üblich. Über 300 Covid-19-Tote meldet Estland, über 500 Norwegen und Sambia, über 900 Lettland, über 4.000 Japan, über 35.000 Südafrika, über 80.000 Italien, über 205.000 Brasilien. Trotz Shutdowns und einer angebotenen Notfallbetreuung nur in dringenden Fällen, seien die Berliner Kindergärten, laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, derzeit gut gefüllt. Die Auslastung bei den Kita-Eigenbetrieben betrage 43%, für kommende Woche würden sogar 63% erwartet.

Tipp für heute: Schließt endlich Fabriken und Großraumbüros!

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