Was ist eigentlich überhaupt noch erlaubt?

14. Oktober 2022

Schön war es gewesen, in Dresden. Die Zugfahrt hinzu sogar besonders. Wie, das darf ich noch nicht verraten, dazu gibt es einen Text, am Sonntag, bei der Reformbühne. Aber ansonsten? Ich bin ja ein Fan skurriler Aufkleber und Graffiti-Sprüche. In der Katharinenstraße, in der Dresdner Neustadt, entdeckte ich auf einem Werkstor eine gelungene Kombination aus beidem. In Augenhöhe stand zu lesen „Dresden bleibt brutal“ und darunter hatte jemand einen Aufkleber drapiert „Nazis wegflauschen“. Hach ja! Die Sax-Royal-Show abends in der Groovestation war dann gut besucht und die Texte der Kolleginnen und Kollegen hatten wirklich Top-Niveau, muss ich mal sagen. Prima Lesebühne. Keine Ahnung, warum es so was immer noch nicht im Fernsehen gibt. Wahrscheinlich ist Putin schuld. Oder der Klimawandel. Das Alt-Parteien-Kartell? Ich habe endlich mein erstes Coschützer getrunken. Sang früher ja öfter betrunken auf der Straße den Punker-Hit, weiß gar nicht, von welcher Band der ist: „Coschützer, Coschützer, bestes Bier der Welt, Coschützer, Coschützer, so lang die Leber hält“. Mein Urteil, „bestes Bier der Welt“ ist vielleicht ein wenig übertrieben. Kann aber auch sein, die Band meinte das gar nicht ernst. So etwas soll unter Punker-Kapellen ja vorgekommen sein. Warnen muss ich vor dem angeblich ‚Wiener Bäcker‘ in der Alaunstraße, bei dem ich mir Donnerstagmorgen zwei belegte Schrippen reinwürgte, darunter ein mit Ei belegtes Käsebrötchen. Nicht belegt mit Ei und Schnittkäse, das Brötchen war mit Käse gebacken worden. Ekelhaft. Mir wird sofort wieder übel, wenn ich das hier aufschreibe. Und ich kann doch immer nichts liegen lassen. Zum Schluss lieber noch was Schönes. Wahrscheinlich handelt es sich sogar um die Dresdner Attraktion schlechthin. Ein Schild am Bahnhof Dresden-Neustadt: „Das Abkoten ist hier verboten“. Davor bilden sich allerdings recht schnell Trauben fotografierender Touristen. Besser früh morgens schon hingehen.

Tipp für heute: Tüte nicht vergessen.

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