Mein Paralleluniversum
17. Mai 2026
Ich möchte mich entschuldigen bei dem Mann, der neben mir stand, auf dem Bahnhof Alexanderplatz, dafür, dass ich ihn erschreckte, weil ich laut „Krass!“ oder „Boh!“ oder „Das gibt’s doch nicht!“ ausrief. Weiß nicht mehr genau, was ich ausrief, weiß nur noch, dass ich laut gewesen sein muss, als ich hoch über mir unter dem Kuppeldach des Bahnhofs einen Fuchs entlangstolzieren sah, der dort ruhig eine Strebe entlang lief, auf der Suche nach Taubeneiern oder -jungen, schätze ich. Die erwachsenen Tauben stoben jedenfalls aufgeregt von dannen, so bald der Fuchs sie erreichte. Ich schien der einzige auf unserem Bahnsteig zu sein, der dieses Schauspiel betrachtete, alle anderen starrten gebannt auf die Displays ihrer Taschentelefone. Auch mein Nachbar, den ich erschreckte, sah direkt darauf wieder nach unten. Nun ja, vielleicht bin ich es auch, der die wirklich spannenden Sachen verpasst, die am laufenden Band abgehen, im weltweiten Netz.
Heute: Berlin, Kunstfabrik Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit Jürgen Witte, Andreas Scheffler, Susanne M. Riedel sowie ihren Gästen Frank Sorge und mich
und danach
Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Frank Sorge, Gott und mich, sowie der phantastischen Superstargästin Jana Berwig (Musik!)
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