Falls noch eine Zeitung einen Filmkritiker braucht, ich stehe leider nicht zur Verfügung

16. August 2026

Ein wenig bedauert habe ich den Mann, der gestern den Abend im Freilichtkino Friedrichshain einleitete. Er erklärte, dass er diesen Sommer schon mehr als 100(?), ich weiß es nicht mehr genau, Filme dort gesehen hat, diesen allerdings noch nicht. Wir waren bei ‚Odysseus‘, einem sagenhaften Historienspektakel, auf 3 Stunden aufgeblähtes Herumgeschipper und -gemetzel, beziehungsweise wer auf Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Streifen ohne jeglichen Funken Humor steht hätte vielleicht sogar seinen Spaß daran. Ich schaute immer wieder nach oben, in den Himmel, hoffte eine Sternschnuppe zu sehen, sind ja gerade Perseiden, aber nichts da, keine einzige. Nicht mal zu regnen fing es an, das wäre auch noch interessant gewesen. Was die Zuschauenden wohl getan hätten? Hatten sie Regenklamotten dabei? Weit über 1.000 Menschen saßen im Rund, ich zählte grob durch. ‚Hier sind die also alle‘, dachte ich, ‚hergelockt durch geschickte Reklame, so wie sie uns hergelockt hatten‘. Angeblich sollte im Film eine Botschaft vermittelt werden, hab bereits wieder vergessen welche. Falls ihr euch dem Sog also entziehen könnt, ihr gewinnt wertvolle Lebenszeit.

Heute: Berlin, Freie Internationale Tankstelle, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt – Open Air mit Susanne M. Riedel, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den Superstargästen Uli Hannemann (lustig!), Tilman Birr (lustig!) und Sedlmeir (zartester Punkrocker der Welt!)

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