Heraus zum 2. Mai!

2. Mai 2012

Ja, ich weiß, ist nicht gerade eine sehr innovative Überschrift. Habe ich schon im letzten und vorletzten und sicher auch schon im vorvorletzten Jahr und den Jahren zuvor verwendet und auch andere Blogger und Blöker und Blögger und Blüggerinnen starten mit diesem Aufmacher dieses Jahr durch aber na und? Wenn es wichtig und richtig ist und stimmt? Ist nun mal der 8. Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen heute und da geht man  natürlich zur Demonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit und für ein menschenwürdiges Leben hin. Was sollte man sonst tun? Arbeiten? Doch nicht am 2. Mai! Da schreibt man sich selbstverständlich krank. Wäre bei mir auch gerade gar kein Problem, denn vor lauter Arbeit schmerzt mein Rücken absurd. Aber krankschreiben würde bei mir ja nicht mal was bringen, da ich mich ja gepflegt selbst ausbeute. Das habe ich dem System liebenswürdigerweise abgenommen und mich damit sicherlich auch von der Arbeiterklasse entfriendet. Doch nicht nur Künstler, Handwerker, Gewerbetreibende und ‚Was-mit-Medien‘-Leute sind ja heutzutage selbstausbeutend sondern auch immer mehr in den klassischen Arbeiterberufen. Pseudoselbstständige Bauarbeiter, pseudoselbstständige Drucker, Dreher und in den ganzen Büros der ganzen Firmen wimmelt es geradezu von Pseudoselbstständigen. Alle diese stehen vor einem Nichts, wenn es mal nicht mehr so läuft. Für die nämlich gibt es keinen Sozialplan. Deshalb brauchen auch sie ein bedingungsloses Grundeinkommen, ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben auch ohne Lohnarbeit und deshalb wird es immer wichtiger nicht nur am 2. Mai auf die Straße zu gehen.

Heute: Berlin (und weltweit aber da weiß ich die Demonstrationsrouten nicht), Senefelder Platz, 13 Uhr: Machtvolle Großdemonstration zum 8. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

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