Ein Gehen und Kommen
8. September 2008
Ist es Zufall, dass ausgerechnet heute am Tage des verstörenden Rücktritts Kurt Becks vom SPD-Parteivorsitz auf dem Abreißkalenderblatt meines Abreißkalenders folgendes Gedicht von Theodor Fontane zu finden war?
Mein Leben
Mein Leben,
ein Leben ist es kaum,
Ich gehe dahin als wie im Traum.
Wie Schatten huschen
die Menschen hin.
Ein Schatten dazwischen
ich selber bin.
Und im Herzen tiefe Müdigkeit-
Alles sagt mir: Es ist Zeit…
Ach. Der arme Kurt Beck. Wir werden ihn alle vermissen. An seiner Stelle nun also Franz Müntefering, ein Mann, der immer einen roten Schal umhat und der deswegen ungeheuer populär ist (in der SPD) sowie als Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, Brillenträger mit Stasi BND-Vergangenheit und als Außenminister beliebt, weil Außenminister eben beliebt sind. Bestimmt werden bald wieder ganz viele Menschen in die SPD eintreten, da bin ich mir ganz sicher.
2 Kommentare zu “Ein Gehen und Kommen”
01
Echte ultramega Heuchelei da, dadrüben bei der SPD.
Also wirklich,da wird das rote Herz ganz müde.
02
Gibt keine Kalender-Zufälle. „Setze dich an das Ufer des Wadi und du wirst die Leiche deines Feindes vorüberschwimmen sehen.“
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