Das Bashing geht weiter
19. September 2015
Es ist sicherlich nicht einfach für Journalisten. Ständig hängt einem die lynchlustige Meute am Hacken und wartet gierig auf jeden klitzekleinsten Fehler. Manchmal allerdings fragt man sich auch, ob gewisse Herr- oder Frauschaften der schreibenden Zunft noch nichts von der Existenz des Internets gehört haben. So las ich heute in der Berliner Zeitung, dass es in den Berliner und Brandenburger Wäldern 40 essbare und 60 giftige Pilzarten gäbe. Nanu, dachte ich, das scheint mir aber arg wenig. Und so gab ich einfach mal ‚Pilze Berlin-Brandenburg‘ ein, und siehe, beim NABU erschien die Zahl von circa 1.500 großhütigen Pilzarten in diesem Gebiet. Noch peinlicher allerdings, dass die Berliner Zeitung selber vor zwei Jahren einen Seminare anbietenden Sammler begleitete, der alleine an diesem Tag (!) 200 Pilzarten im Körbchen (nun ja, Körbchen mag etwas untertrieben sein) präsentierte. Ich übrigens, habe gestern lediglich zwei Pilzarten ins Körbchen befördert, Steinpilze und Krause Glucke, die allerdings haben gereicht für einen vollen Magen bei mir und bei einer anderen Person.
P.S.: Natürlich gibt es auch jede Menge Pilze, die bisher nicht bestimmt worden sind oder aber nicht genau einer der beiden Kategorien zugeordnet werden können, aber 1.400?
Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Dan Richter, Micha Ebeling, Andreas Gläser, Paul Bokowski und mich
3 Kommentare zu “Das Bashing geht weiter”
01
Und Du wirst Dich sicherlich hüten, mitzuteilen wo Du die gefunden hast!
02
Ach, Quatsch, da bin ich doch gar nicht so. Ich habe sie in der Gegend um Berlin gefunden.
03
Danke für den Tipp! Ich war jetzt auch mal da und wenn Du Dich jetzt über die abgeschnittenen Schirmpilze ärgerst, dann gräm Dich nicht allzu sehr, die waren zum Teil ziemlich madig. Dir ein schönes Wochenende!
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