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11. März 2013
Frühlingsgefühle
Herrlicher Schnee,
wundervolles Eis,
werfen wir den Ball,
schlittern auf der Bahn,
kugeln uns und lachen,
Flocken schnappen mit ‚m Mund,
unsre Bommelmützen,
die sind bunt!
Tipp für heute: Lange Unterhosen anziehn.
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10. März 2013
„Also ich finde ja, für einen Künstler ist es die allergrößte Herausforderung sich der Frage zu stellen ob Debatte und Kunst, ob das miteinander vereinbar sein kann.“ ein, so vermute ich wenigstens, Künstler auf dem Flug von Graz nach Berlin
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Heiko Werning, Jürgen Witte, Falko Hennig, Jakob Hein und mich sowie den absolut phantastischen Superstargästen Karsten Krampitz und Toni Mahoni
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9. März 2013
„Die Muße der Frauen ist ein Muss!“ so lautete das Motto der diesjährigen Frauentagsfeier in Graz. Ein sehr schönes Motto, wie ich finde und im Zuge der Gleichberechtigung der Geschlechter möchte ich behaupten, die Muße ist nicht nur ein Muss für die Frauen, sondern, Überraschung, auch für Männer und natürlich für die dazwischen und das ist auch ein guter Übergang um auf den 2. Mai hinzuweisen, wenn, wie in jedem Jahr, der Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen begangen wird. Selbstverständlich gibt es auch 2013 dazu wieder eine machtvolle Großdemonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit, welche traditionell am Senefelder Platz startet, um Punkt 13 Uhr (oder ein paar Minütchen später). Leider kann ich diesmal nicht mit vor Ort sein, weil ich die Großdemonstration in der Steiermark unterstütze arbeiten muss. Ja, so traurig das ist, aber die Lohnarbeit zwingt mich leider an diesem Tage im Schauspielhaus Graz auf der Bühne zu stehen. Werde aber im Geiste mit euch sein und natürlich agitieren, klar.
Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen (mit Dan Richter, Manfred Maurenbrecher, Falko Hennig, Jochen Schmidt und mich) auf Grund von Krankheit vertritt Robert Naumann Dan Richter
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8. März 2013
Gauck, alter Blitzmerker, hach, schön, dass man diesen fast vergessenen Begriff mal wieder verwenden kann, Blitzmerker, aber gut, hatta ma wieda einen rausjehauen. „In unserer Gesellschaft, die uns allen so entwickelt und reif erscheint, gibt es noch Benachteiligung, auch Diskriminierung und alltäglichen Sexismus.“ Das sagte unsere hoch verehrte Bundespräsidentine nicht etwa vor 30 Jahren, als die Grünen das Parlament stürmten oder kurz nach dem Laura Himmelreich-Artikel sondern das fiel ihm gestern ein, nachdem mindestens einen Monat lang über fast nichts anderes mehr gesprochen worden ist, in diesem Land. Toll! Vielleicht bemerkt er ja übermorgen mal, dass es „in unserer Gesellschaft, die uns allen so entwickelt und reif erscheint“ auch Menschen gibt, die in schrecklicher Armut leben.
P.S.: Huch, hab ich doch wohl voll vergessen allen Frauen zum heutigen Internationalen Frauentag zu gratulieren. Und meiner Liebsten, ihr heute eine Freude zu bereiten. Ich Dussel! Soll nicht wieder vorkommen.
Heute: Graz/A, Schauspielhaus Graz, 19 Uhr: Faust
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7. März 2013
In diversen anderen elektronischen Medien, von denen ich mich weit entfernt halte, ist ja schon darauf verwiesen worden, die ‚Reformbühne Heim & Welt‘ sucht nach einem neuen Untertitel. Marktforschungsinstitute haben uns nämlich mitgeteilt, dass der bisherige Untertitel ‚Die älteste Lesebühne der Welt‘ in der werberelevanten Hauptzielgruppe der 5-8 jährigen keine ideale Zugnummer darstellt. Die fühlten sich dadurch wohl voll angeekelt und das wollen wir ja nicht, vor allem, weil wir doch mit großen Unternehmen am Verhandeln sind, derzeit, ich sag nur Scheich Schubu & Company, is ’ne Erdöl GmbH, da müssen wir uns natürlich Mühe geben, die wollen schließlich nicht nur Omas und Opas von ihren Produkten überzeugen, dem Erdölmixgetränk ‚Flotte Öke‘ und dem Staubsaugerbeutel ‚Sack‘ zum Beispiel, sondern auch kommende Generationen verderben. Na ja. Kurz und gut, habt ihr vielleicht ’ne gute Idee für einen neuen Untertitel? Er sollte dynamisch, interessant und prägnant rüberkommen. Vielleicht gefällt euch ja auch schon eine der bisherigen Ideen, als da wären:
– Die hippe Lesebühne Berlins
– Die knorke Lesebühne Berlins
– Mutter aller Slams
– Slam ohne Gewinner
– Slam für Gewinner
– Texte und Lieder aus Berlin
– ohne Jury, mit Diskokugel
– erfahrene Männer geben sich Mühe
– Die coole Promilesebühne
– des Tatorts schlimmster Feind
– alternativlos schön
– Die Promilesung
– Original Berliner Worte
– politisch korrekt, menschlich perfekt
– Literatur Live – Immer neu seit 1995
– Die geilste Lesebühne aller Zeiten
– Lesen und Lesen lassen
– Die Vorleser
– Sexy Slamcatchen
– Dufte Textexperten
Heute: Berlin, Bumerang (is die Pankakneipe inne Stubbenkamma), 21 Uhr: Stuben-Literatur mit Konrad Endler, Frederic Valin, Ritschie und mich
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6. März 2013
Die sechs deutschen Kardinäle, welche in Rom zur Zeit dabei sind den neuen Papst zu küren, neben anderen glücklicherweise, haben sich wohl zu einer Art Front zusammen geschlossen. Sie fordern und jetzt haltet euch fest, dass der neue Papst „in der Welt zu Haus ist“. Das muss man sich mal vorstellen! Das wäre ja was ganz Neues! „In der Welt zu Haus.“ Soll er vielleicht auch noch verheiratet sein, ja? Und evangelisch? Und nur noch zu Weihnachten in die Kirche gehen? Im Stillen sich vielleicht sogar lustig machen, über die Trottel, die immer noch an diesen ganzen Unsinn glauben? Also ich finde, das geht eindeutig zu weit! Das geht ja wohl gar nicht! Das darf nicht sein! Wenigstens der Papst muss verlässlich in Wolkenkuckucksheim unterwegs sein dürfen, das gerade macht ihn doch, nun ja, nicht sympathisch aber immerhin skurril, so, in einer ganz besonderen Art und Weise. Ich finde, diese deutschen Kardinäle, die da jetzt diese atheistische Revolution im Vatikanstaat anzetteln, die sollte man sofort, äh, exmatrikuliern, jawohl, exmatrikuliern, dann können sie nämlich sehen wo sie bleiben! Können ja ’ne eigene Kirche gründen. ‚Ne deutsche Atheistenkirche oder so, ohne Gott und Glauben aber mit Wein, Weib und Gesang. Unfassbar!
Tipp für heute: Das Kreuz schlagen.
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5. März 2013
Der freundliche Herr mit den längeren Haaren, der im Hinterhaus bei uns sich eine schöne Wohnung gekauft hat, steht auf der Straße und telefoniert. Das wäre jetzt nichts Besonderes, nicht weiter erwähnenswert, es gibt heutzutage viele Menschen, die auf der Straße stehen und telefonieren, manchmal laufen sie auch oder fahren Rad dabei oder streicheln während des Telefonierens die Geschlechtsteile ihrer Liebsten, okay, vielleicht seltener, obwohl, bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher, der freundliche Herr jedenfalls hat auf der gegenüberliegenden Seite der Straße sein Motorrad zu stehen, auf dem Fußweg und dieses Motorrad tuckert so vor sich hin, der Motor des Motorrades, eine Minute, zwei Minuten, zehn Minuten, zwanzig Minuten, man hat sich schließlich viel zu erzählen, ist schließlich fast Frühling, die Sonne scheint, da dauert das Telefonieren natürlich etwas länger und der süße Duft der Motorradabgase weht derweil in mein Schlafzimmerchen hinein, mein kleines Schlafzimmerchen, dessen Fensterchen auf Grund temporär günstiger Temperaturverhältnisse geöffnet ist. Frohgemut kleide ich mich also an, verlasse die Wohnung, versetze dem tuckernden Vehikel auf dem Bürgersteig einen freundlichen Klaps, was dieses nutzt, um hinzufallen, sodann ergieße ich einen Benzinkanister über es, entzünde die Flüssigkeit mit einem gewöhnlichen Streichholz und verabschiede so, mit diesem zünftigen Vorosterfeuerchen, den Winter. Stinkt allerdings auch ganz schön.
Tipp für heute: Tolerant sein.
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4. März 2013
Auf der Karl Marx-Allee blühen zwischen Kackhaufen die ersten Krokusse. Schön. Es ist Frühling in Berlin.
Heute: Berlin, King Kong-Klub, 21 Uhr: Couchpoetos (mit mich als Gastblume)
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3. März 2013
Bald gibt es mehr Handys als Menschen, titelte die in Graz erscheinende ‚Kleine Zeitung‘ gestern auf ihrer ersten Seite. Oh, oh, schlimm! Ist das nun unser Untergang? Obwohl, hatten dies nicht auch schon welche prophezeit, als es plötzlich mehr Streichhölzer gab als Menschen, oder als mehr Kronkorken da waren als Angehörige der Spezies Homo Sapiens oder mehr Dachziegel oder mehr Münzen oder mehr Hausschuhe, obwohl, Hausschuhe, glaub ich eigentlich nicht, müsste ich nochmal genauer recherchieren, kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es wirklich mehr Hausschuhe gibt. Aber Handys sind natürlich auch schlimmer. Die strahlen ja. Das sind ja im Prinzip kleine Atomkraftwerke, wenn man es mal grob betrachtet. Und die werden ja auch immer intelligenter, die können ja immer mehr. Die werden bestimmt irgendwann die Macht übernehmen. Bis dahin aber fließt noch ein wenig Milch und Honig den Bach hinunter, hoffe ich zumindest. Ich geh erstmal duschen.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning und unseren superguten Superstargästen Marlen Pelny sowie Volker Surmann
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2. März 2013
1. Es könnte sein, dass die Sonne scheint.
2. Es kann geschehen, dass die Sonne nicht scheint.
3. Es könnte möglicherweise eine Ente mit dem Kopf unter Wasser tauchen (gründeln?).
4. Das Frühstücksei könnte hart sein.
5. Es kann passieren, dass auf Kosten der nachfolgenden Generationen noch mehr Schulden gemacht werden, oh, oh.
6. Der neue Film hier, der hier mit dieser, die neulich im Fernsehen war, hier, wie hieß die nochmal, der könnte gar nicht mal so gut sein, wie wir gedacht hatten.
7. Vielleicht kommt der Messias und wer begrüßt ihn dann angemessen, etwa die Merkel?
8. Es könnte sein, dass die Sonne scheint, ich mein jetz nochmal.
9. Ein Atomkraftwerk könnte explodieren.
10. Zwei Menschen könnten sich finden, sich ineinander verlieben und für den Rest ihrer Tage glücklich miteinander sein.
11. Eventuell wäre es möglich, dass da einer kommt und dich Arsch nennt oder ein anderes Wort, was man nicht sagt.
Heute: Graz/A, Schauspielhaus Graz, 19 Uhr: Faust
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