Die gute Nachricht des Tages
28. November 2024
In der Kaufhalle gibt es Bananen!
Tipp für heute: Alles stehen und liegen lassen.
In der Kaufhalle gibt es Bananen!
Tipp für heute: Alles stehen und liegen lassen.
Ich habe dieses Buch ‚Freiheit‘ mal quergelesen, von ganz weit weg. Das beherrsche ich, weil ich ja aus dem polygraphischen Gewerbe komme und in jüngster Zeit auch wieder Korrektur lesen musste, bei wichtigen Werken der Weltliteratur. Jedenfalls vermisse ich eine Erklärung, warum sie damals in der ersten Reihe sitzend, bei der Lesung eines Zwiegespräches von Gott und mir im Berliner Dom anlässlich eines Feiertages (2. Mai?) kurz mal lächelte, während neben ihr Herr Schäuble, damals auch in irgendeiner Funktion anwesend (Verkleidungsminister?), grimmig vor sich hinstarrte, ab und zu seinen Kopf schüttelte. Hatte sich Frau Merkel etwa an etwas Lustiges aus ihrer Kindheit erinnert? Fiel ihr just in jenem Moment wieder dieser eine Witz ein, den ihr dieser.., hach, wie hieß der noch gleich, mal erzählte? War mein Hosenstall offen? Na, vielleicht schreibt sie ja noch ein anderes Buch.
Tipp für heute: Sich in Geduld üben.
Ihr seid bestimmt alle auf dem Weihnachtsmarkt, beziehungsweise dem Wintermarkt, beziehungsweise im Winterwunderland und lasst euch bei 13 Grad und Nieselregen einen Glühwein nach dem anderen schmecken. Für 7,50 €. Wohl bekomms! Ist ja nich so mein Ding. Also Weihnachtsmarkt schon. Ich mag jedoch eher die klassische Ausgabe, also: Achterbahn, Geisterbahn, Schießbude, Bierchen und dann noch mal Achterbahn. Was mich nervt sind diese unzähligen Handwerksstände, die irgendwelche hässlichen Schnitzereien anbieten. Und so genannte „traditionelle“ Backspezialitäten. Und besinnliche Musik. „Stihille Nacht“, würg. Was hat das noch mit Weihnachtsmarkt zu tun? Egal. Bin nachher in der ‚Schwarzen Pumpe‘. Traditionelle Weihnachtslesung. BFC gegen SGD. Dynamo gegen Dynamo. Lauck gegen Trautmann. ‚Einer von uns‘ gegen ‚In Trümmern‘. Es bleibt friedlich.
Heute: Berlin, Schwarze Pumpe, 16 Uhr: ‚Reinhard Lauck – Einer von uns vs. Andreas Trautmann – In Trümmern, Veit Pätzug und Ahne lesen aus ihren beeindruckenden Werken‘ (und quatschen sich um Kopf und Kragen)
anschließend
Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge und Falko Hennig, sowie dem Superstargast Lukas Meister (Musik!)
Ich weiß jetzt, dass ich keinerlei übernatürliche Fähigkeiten besitze. Zumindest gelang es mir nicht, nachdem ich in der Nacht, schätze, es wird gegen 3 Uhr 30, könnte aber auch 4 Uhr 15 gewesen sein, erwachte und mit der Fernbedienung den Fernseher (zweimal Fern, mystisch!) einschaltete, wo statt Nachrichten, wie ich insgeheim erhoffte, irgendein langweiliger Krimi lief (kommt nur noch Scheiße im Fernsehen!), lediglich Kraft meines Willens, den Fernseher wieder auszuschalten. Mindestens eine Stunde kämpfte ich in meinem Traum, versuchte alle Gedankenenergie auf den roten Knopf der Fernbedienung zu bündeln, umsonst. Als ich erwachte, flimmerte die Mattscheibe nach wie vor. Es gelang mir dann physisch aktiv zu werden. Die Hand ergriff den schwarzen Knochen und der Daumen fand den Ausschaltknopf. Mit Mühe! Hauptsache, ich hab mich dabei nicht überanstrengt.
Heute: Dessau, Schwabehaus, 20 Uhr: ‚Und was machen Sie beruflich? – Ahne liest, singt und trinkt‘ mit integrierter Buchvorstellung von ‚Reinhard Lauck – Einer von uns‘ (aktuelle Texte, mutige Schlager, Bier)
Weil das Kriegeführen ja zunehmend Menschen wieder als Option erscheint, Stichwort „kriegstüchtig werden“, warum ist es immer noch so, dass das Töten von Kindern, Frauen und Alten verwerflicher erscheint, als das Umbringen junger Männer? „Unter den Opfern viele Frauen und Kinder“ liest man immer wieder. Haben wir denn gar nichts dazugelernt? Sollten wir uns nicht wenigstens gleichberechtigt niedermetzeln beziehungsweise niedermetzeln lassen?
Tipp für heute: SoldatInnen sind MörderInnen.
Wie zu erwarten, hat der CDU/SPD-Senat in Berlin alle Hebel Richtung rückwärts gestellt und die finanziellen Mittel besonders beim Öffentlichen Personennahverkehr, der Bildung, dem Umweltschutz, der Kultur, im Sozialbereich und bei der Digitalisierung drastisch gekürzt. Autofahrer und -fahrerinnen hingegen können aufatmen. Neue Autobahnen werden gebaut und die Anwohner-Parkvignette kostet weiter nur 20,40 (für 2 Jahre!). Womit ich für den Rest der Legislaturperiode noch rechne? Nun vielleicht:
Vielleicht ließe sich auch ein Wohnrecht in Berlin an ein bestimmtes Einkommen koppeln? Damit müsste die Stadt doch aus dem Gröbsten raus sein, oder? Billiglohnkräfte könnten ja pendeln, aus dem Umland. Also dem weiteren Umland, Sachsen/Anhalt, Polen.
Tipp für heute: Für 20,40 € bekommst du noch zwei Döner, allerdings mit alles: Kräuter, Knoblauch, scharf!
In den USA wird jetzt ein Mann Gesundheitsminister, dem, laut eigener Aussage, mal ein Arzt diagnostiziert habe, ein Wurm hätte einen Teil seines Gehirns gefressen. Finde ich gut, wenn auch solche Menschen Chancen bekommen. Ob es nun gerade der Posten des Gesundheitsministers sein muss? Nun ja. Gibt bekanntlich immer was zu meckern. Mir geht gerade das Grau auf die Nerven. Habe gestern versucht dagegen anzutanzen. Tanzen hilft, mir zumindest, kann ich nur empfehlen. Wer bei uns heute abend also tanzen möchte, nur zu, wir werden uns bemühen taktvoll vorzulesen.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem betörenden Superstargast Ivo Smolak (slowakischer Schlager trifft uckermärkischen Soul mit einer Prise Berliner Larmoyanz)
Das Amt Seelow-Land, im Landkreis Märkisch-Oderland gelegen, hat rote Warnschilder aufstellen lassen auf denen in weiß steht „Achtung! Wolfsgebiet!“ Darunter in Stichpunkten:
„Hunde anleinen“ verstehe ich ja. „Kinder beaufsichtigen“, gut, nicht unbedingt verkehrt. Nicht wegen des Wolfes, aber allgemein, so ein Kind könnte in einen See plumpsen, sich verlaufen oder einen grünen Pilz roh essen, weil der lustig aussieht. Kommt eben darauf an, wie gut ein Kind vorbereitet wurde, auf das Leben außerhalb der eigenen vier Wände. Aber „Betreten nur in Gruppen“? Wer hat sich das denn ausgedacht? Ist es gestattet so etwas in die Öffentlichkeit zu stellen? Sehe vor meinem inneren Auge eine gesetzestreue Oma, die vor dem Schild steht und nicht weiß, was sie jetzt tun soll. Warten, bis andere Menschen vorbeikommen, die auch in ihre Richtung wollen? Mit denen sie eine Gruppe bilden könnte? Aber wenn die im Wald woandershin abbiegen wollen als sie? Muss sie dann mit denen mitgehen? Oh, oh.
Tipp für heute: In Schilder-Fabriken investieren, läuft.
Ich hab neulich in München gehört, wenn du jetzt als Bühnenmäuschen auf die Bühne möchtest, musst du unbedingt Reels machen, oder Rieels, Rieelle, keine Ahnung, wie man das richtig schreibt. Viele Auftrittsorte stellen dies als Bedingung für einen Auftrittstermin. Rieells, das sind so Filmchen, wurde mir erklärt, kurze Filmchen. Junge Leute machen solche Filmchen gerne zu jeder Zeit, morgens, beim Aufstehen und wenn sie sich die Zähnchen schrubben und beim Po abputzen und beim Hose hochziehen. Es gibt eigentlich keine Zeit, in der sie nicht Filmchen von sich machen und die ins Netz stellen. Doch, es gibt eine Zeit und zwar die Zeit, in der sie sich die Filmchen von den anderen angucken, wie die gerade aufstehen, sich die Zähnchen putzen oder den Po abwischen. Alte Menschen rümpfen ja meist ihre faltige Nase über die modischen Sperenzchen der nichtsnutzigen Nachgeborenen. Ich bin da anders. Ich gehe jetzt los und werde mir eine Kameraausrüstung zulegen. Ich will mit der Zeit gehen. Ich finde die Zeit nämlich mega (so sagt man wohl).
Tipp für heute: Günstige Kameraausrüstungen gibt es bereits ab 5.000 € wurde mir in einem Rieell versprochen.
Bin heute etwas müde. Warum nur? Eigentlich war ich gestern früh im Bett. Also vor 12. Vor 0 Uhr. Wirklich gestern. Na, egal. Hab auch keine Lust auf Rausgehn. Ist mir zu kalt. Und zu grau. Und zu … draußen. Schluss mit dem Gejammer! Ich habe lange gesucht, nun aber doch noch eine positive Nachricht im weltweiten Netz gefunden: Kundinnen und Kunden (im Osten bezeichnete man ja Langhaarige, Penner und Hippies früher als Kunden) der Postbank (ein Geldinstitut, welches sich bisher unwesentlich nur von einem Verbrechersyndikat unterschied) dürfen ab sofort an Kaufhallen-Kassen bis zu 999,99 € abheben und das täglich! Kein Witz. Sie können also im Jahr, warte, das sind 365 x 999,99 €, das sind insgesamt 364.996,35 € einstreichen. Das heißt, in etwas mehr als 3 Jahren könnten sie Millionär oder Millionärin sein. Ohne arbeiten zu gehen! Also, ein wenig musst du sicher auch ausgeben in der Zeit. Brot, Butter, Miete, kostet ja was. Aber sagen wir in vier Jahren? Oder in fünf? Dann bist du sicher Millionärin. Irre! Wie rechnet sich dieses Geschäftsmodell nur? Besser nicht nachfragen. Einfach mitmachen. Wo die nächste Postbank-Filiale ist? Kriege ich raus und sag es heute Abend bei der Reformbühne an.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den phantastischen Superstargästen Frau Rotkohl (das Beste aus 35.000 Jahren Musikgeschichte)
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