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Sie sind Menschen wie wir

27. September 2024

Als ich heute morgen im Bettchen erwachte, hab ich mir gedacht, vielleicht sollte ich mal eine Gruppe zusammentrommeln, die gewillt ist, mit mir gemeinsam eine Reise in den Westen zu machen. Einfach nur so. Um Kontakt aufzunehmen. Ich denke, es ist wichtig den Menschen dort auch mal zuzuhören, ihre Lebensgeschichten zu erfahren, ohne gleich zu werten. Wer kommt mit? (Ach so, heute geht ’s noch nicht, heut reise ich ostwärts. Und morgen auch nicht und übermorgen und überübermorgen, ab Dienstag ginge.)

Heute: Görlitz, BASTA, 20 Uhr: Kantinenlesen Görlitz mit Jana Bingemer, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Pan Chimzee und mich

und morgen, Sa. 28.09.

Berlin, Zionskirche, 18 Uhr: Lesebühne zu ’35 Jahre Friedliche Revolution‘ mit Mara Mrusek, Andreas ‚Spider‘ Krenzke und mich (anschließend dürfen Plakate und Transparente gebastelt werden)

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Poesie zum Träumen (151)

25. September 2024

Wenn mal wieder alles hoffnungslos zu sein scheint,

denke daran..,

oder halt, nein!

Denke nicht daran.

Tipp für heute: An was anderes denken.

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Analytisch

23. September 2024

All jene, die den Erfolg rechtsradikaler Parteien im Osten noch immer mit dem Aufwachsen in der DDR verbinden, sollten sich vielleicht mal die aktuellen Wahlergebnisse in Brandenburg anschauen. Hier wählten die Ältesten, die Über-70-jährigen, jene, die am längsten in der DDR lebten, zu 49% die SPD und zu 17% die AfD, die Jüngsten, die 16-bis-24-Jährigen wählten zu 19% die SPD und zu 31% die AfD. Es zieht sich durch alle Altersgruppen, je länger DDR-Erfahrung, desto weniger wurde AfD gewählt.

Tipp für heute: Liegt natürlich daran, dass es in der DDR eine brutale SPD-Diktatur gab und die alten Seilschaften noch immer am Wirken sind.

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Ein Geheimnis wird gelüftet

22. September 2024

Gestern einen Auftritt, heute zwei Auftritte, viele fragen mich, wie machst du das eigentlich, dass du das alles so schaffst und dabei jung, frisch, dynamisch, aufgeweckt, gutgelaunt, indirruhend wirkst. Nun, es gibt da im Prinzip nur einen Grund, ich lebe gesund. Jeden Morgen laufe ich drei große Runden nackt im Wald, schwimme danach durch einen eiskalten See, meditiere, esse anschließend Salat aus rohem Knoblauch, wilder Zitrone und Sauerampfer, trinke Bergquellwasser und Eigenurin vom Mittelstrahl, danach Kneipp-Übungen (Dehnen ist wichtig!), Hanteltraining und abreiben mit frischen Brennnesseln, ich inhaliere heiße Kamillen-Dämpfe, esse ein (auf keinen Fall mehr!) Knäckebrot (Vollkornknäcke!) mit Magerquark (aus streng biologischem Anbau!) und als Krönung noch zwei Stunden lächeln am Stück. Schon kann der Tag beginnen (falls man früh genug aufsteht). Ist wirklich keine Hexerei ein gesundes Leben zu führen.

Heute: Berlin, Kunstfabrik Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit u.a. mich als Gast

und danach

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Mandana Katebian, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den ultraüberzeugenden Superstargästen Captain Zorx (außerirdischer Disco-Metal)

 

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Das liebe Geld

21. September 2024

In Island ist jetzt ein Eisbär, der erste, der seit 8 Jahren, vermutlich per Eisscholle, es schaffte dorthin zu kommen, erschossen worden. Er hätte keinerlei Überlebenschance gehabt, sei eine Gefahr für Mensch und Vieh gewesen, sagten die verantwortlichen Behörden. Ach so, und die Kosten für eine Betäubung und Rückführung nach Ostgrönland, woher das „verhältnismäßig gesunde“ Tier höchstwahrscheinlich stammte, waren „deutlich zu hoch“.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Franziska Hauser, Piet Weber, Falko Hennig, Uli Hannemann und mich

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Filmisch bestimmt interessant

19. September 2024

Diese ganzen Pager-Explosionen (ich habe den Begriff „Pager“ erst seit vorgestern überhaupt in meinem Wortschatz) ließen mich darüber nachdenken, ob wir damit die Schwelle zu einer neuen Form des Terrorismus überschritten haben. Sicher, vereinzelt wird es das schon gegeben haben, aber in der Masse? Werden nun auch andere „Organisationen“ solche „Kampfmethoden“ in Betracht ziehen? Was ließe sich nicht alles während der Produktion bereits mit Sprengstoff versehen und per Fernzündung in Fülle zur Explosion bringen? Autos? Flugzeuge? Kaffeemaschinen? Wie viele Menschen haben momentan ein mulmiges Gefühl, wenn sie sich ihr Handy in die Hosentasche stecken? Können wir lediglich darauf hoffen, dass die „Bösen“ nicht so schlau sind wie die „Guten“, oder? Ansonsten bliebe nur der Weg auf alles Elektronische zu verzichten. Ab in den Wald und Grube buddeln. Zurück zur Natur. Ach was, ich lass es auf mich zukommen.

Tipp für heute: Ein massives Holztelefon ist besser für die Umwelt.

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Zirkus

17. September 2024

Ich bin ja bereits ausgestiegen, als die UEFA den Cup der Landesmeister in „Champions-League“ umbenannte, in welcher plötzlich zwar die Dritten und teilweise sogar die Vierten aus bestimmten reicheren Ländern antreten konnten, dafür aber nicht mehr automatisch die Meister aus vielen anderen ärmeren Nationen. Nun schrauben die Herren Funktionäre ein weiteres Mal an dem Geldverdienkonstrukt herum. Jetzt soll es eine Liga aus 36 Vereinen sein, in der allerdings nicht jeder gegen jeden spielt. Wer Zeit und Lust hat, sich mit dem System zu beschäftigen, kann es von mir aus tun. Ich hab es nicht verstanden und vermutlich geht es auch nicht darum, es zu verstehen. Hauptsache der Rubel (Dollar, Euro) rollt. Aber warum lassen sie dann nicht einfach zwei Mannschaften, die bekanntesten, zum Beispiel Real Madrid und Paris St. Germain, täglich gegeneinander spielen? Wer 183 mal siegt ist Universal-Champion? Und dann geht es wieder von vorne los? Nur ’ne Idee.

Tipp für heute: Hinterhoffußball.

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Poesie zum Träumen (150)

15. September 2024

Der gewöhnliche Kapitalismus

Wer wär nicht gerne Millionär,

du könntest dann den Armen geben,

und trotzdem fröhlich weiter leben,

du könntest konsequenzlos Gründe schmähen,

die dafür sorgten, dass du reich bist,

plädieren für ein bessres Morgen,

ohn Unterschied des Stands, voll fair,

wärst du ein Millionär,

oder ich.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Heiko Werning, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem Supergaststar Martin ‚Gotti‘ Gottschild (Texte zum Schmunzeln)

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Hoffentlich machen sie nicht dieselben Fehler wie wir

13. September 2024

Ein bisschen Zeit hatte ich, als ich vorgestern in Dresden eintrudelte. Mit Absicht nicht den letztmöglichen Zug gewählt, um gewappnet zu sein vor „Störungen im Betriebsablauf“, meiner aktuellen Lieblingsfloskel. Doch wir kamen pünktlich an und bis zum Beginn von ‚Sax Royal‘ waren es noch über 2 Stunden. ‚Geh ich mir die eingestürzte Carolabrücke angucken?‘ dachte ich, verwarf es aber sogleich. Katastrophentourismus, nicht mein Ding. Obwohl es schon zeckt, muss ich zugeben. Das Böse, ebenso faszinierend wie das Gute. Mindestens! Warum sonst gibt es diese Unmengen an Hitler-Dokumentationen? Doch wir besitzen ja ein entwickeltes Gehirn, welches ab und zu interveniert: „Nein, nein, das möchtest du überhaupt nicht.“ Und so lief ich ziellos durch die Neustadt. Das letzte Mal Dresden war bereits ein Jahr her. Mir fiel auf, die Zahl der Obdachlosen hat zugenommen. Viele Bänke sind von ihnen belegt. Ich trank einen Tee beim Vietnamesen, mit Aussicht auf ein gegenüberliegendes Pissoir, wo oben die Köpfe, unten die Füße der Pullernden herausguckten. Davor stolzierten in typischer Manier, sie sind sich, denke ich, ihrer geistigen Überlegenheit bewusst, vier Krähen umher. Zwei von ihnen schwarz, zwei zur Hälfte grau. Zwei Nebel- und zwei Rabenkrähen. Sie schienen sich gut zu verstehen.

Heute: Berlin-Hirschgarten, ABC-Klub, 19 Uhr: Toni Mahoni & Benno machen ’ne Show und ick darf mitmachen

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Alle guten Dinge

11. September 2024

Drei Sachen. Erstens hat nach Wladimir Putin jetzt auch Taylor Swift zur Wahl von Kamala Harris aufgerufen, das TV-Duell hätten sie sich also ruhig schenken können. Zweitens … hab ich vergessen. Und drittens, komme ich heute nach Dresden. Ich sage aber nicht, auf welchem Weg, da sie scheinbar angefangen haben ihre Brücken dort zu sprengen. Zwecklos, werden sie einsehen müssen.

Heute: Dresden, Groove-Station, 19:30 Uhr: Sax Royal mit Gesine Schäfer, Roman Israel, Max Rademann und den Gästen Christian Kreis (Halle) sowie mich (Wolkenkuckucksheim)

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