Startseite

Sätze seltsamer Schönheit (113)

19. März 2017

„Die, die da ist, nehm ich und die andere hab ich nicht.“ (Christian Streich, Übungsleiter des SC Freiburg auf die Frage „Woher nehmen sie eigentlich ihre Energie?“)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie den sturmerprobten Superstargästen Isabelle Wilck (Schweiz) und Manfred Maurenbrecher (BRD)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Auf hunderttausendfachen Wunsch (69)

18. März 2017

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines

  1. Bernd Neuwerk – Irrtum
  2. Garish – Im Fieber
  3. Björn Beton – Depressionen aus der Hölle
  4. Berlinska Droha – Happy Control
  5. Little Simz – Marilyn Monroe
  6. Jan von Im Ich – Graues Blut
  7. Alexandra – Sag mir, was du denkst
  8. Balbina – Unterm Strich
  9. Christiane Rösinger – Eigentumswohnung
  10. Judith Holofernes – Der Krieg ist vorbei
  11. Gruppa Karl Marx Stadt – Arbeitslos
  12. Sedlmeir – Kriminalität
  13. Eliades Ochoa – All along the watchtower

Heute: Eberswalde, Paul-Wunderlich-Haus, 10:30 Uhr: ‚Guten Morgen Eberswalde‘ Ahne liest, singt und trinkt eine ganze Stunde und unterhält sich dann auch noch und unterschreibt seine Bücher (wenn das jemand will)

und danach

Greifswald, Koeppen-Haus, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Danke heißt bedankt (zumindest auf Niederländisch)

17. März 2017

Es gibt ja Menschen, die behaupten, der Erdogan wäre schuld, dass die Niederlande in der EU bleiben und es der Rassist Geert Wilders nicht schaffte die Regierung zu übernehmen, und zwar dadurch, dass er das Land der Frittierbollen und Eisschnellläuferinnen pauschal als Nazibrut bezeichnete und der dort amtierende Präsident Rutte sich so als harter Hund profilieren konnte, doch weit gefehlt. In Wahrheit nämlich hat unsere Tochter Geert Wilders Chancen dezimiert. Am Dienstag zeigten sie ein Foto des Rechtsaußens in der Kindernachrichtensendung ‚Logo‘  auf dem Kinderfernsehkanal ‚Kika‘ und da musste unsere Kleine so dermaßen lachen, obwohl sie gar nicht wusste wer das war, und steckte zuerst uns, dann Berlin, schließlich Norddeutschland und am Ende sogar mindestens 87 % der niederländischen Bevölkerung an. Bedankt euch also gefälligst bei ihr.

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 21-22 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Ausgabe 74

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Marzahn in Mitte

15. März 2017

Ich weiß, es gibt Wichtigeres, aber ich wohne nun mal in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes und heute morgen musste ich nun sehen, dass dort mein Zeitungskiosk abgerissen worden ist und warum? Das durfte ich in der Berliner Zeitung nachlesen. Der Suhrkamp-Verlag nämlich baut ein neues Verlagsgebäude und wie das dann aussehen wird, war gleich nebenan, auf einer Animation zu erkennen. Funktional und formschön. Jedenfalls könnte man es so bezeichnen, sollte man auf DDR-Plattenbauten aus den siebziger Jahren stehen. Woanders werden sie abgerissen, hier schießen sie neu aus dem Boden. So weit, so schlecht. Lustig aber die Information, dass innerhalb dieses Gebäudes auch ein Spätkauf eröffnen solle, was, laut Aussage des Journalisten, hervorragend in die Gegend passe, da hier viele Hostels residieren und Touristen unterwegs seien. Der gute Mann ist anscheinend nie in der Gegend gewesen, ansonsten wüsste er, dass im Umkreis einiger Katzensprünge bereits etwa 100.000 Spätkäufse existieren, von denen sich die Anwohner verwundert fragen, wie die eigentlich alle überleben können. Doch nun ja, wir kleinen Leute können ja eh nichts ausrichten, die da oben machen ja sowieso was sie wollen. Heul, heul.

Tipp für heute: Sich darüber freuen, dass der Verlag ankündigte, er wolle außerdem noch einen neuen Strauch pflanzen, für jene dort wegfallende Parkanlage, hurra!

Ahne | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Titel der Woche

14. März 2017

‚Elfenbeinturm U-Bahnhof‘ (so könnte man sein neues Album nennen, oder sein neues Buch, oder ein Seminar, kann man natürlich auch irgendwo raufdrucken, oder sprayen, oder was gerade in ist).

Tipp für heute: Lieber doch nicht.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Gefallene Heldin

12. März 2017

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf es mich, als ich letzten Freitag im von mir favorisierten TV-Programm U-Bahnfernsehen lesen musste, dass die herausragende Schauspielerin Karoline Herfurth, unter anderem bekannt aus, was weiß ich, der Intellektuellen-Postille ‚Gala‘ gestanden haben soll, sie hätte mal einen ‚Hello-Kitty-Stift‘ in einem Kaufhaus mitgehen lassen. Man, man, man! Wer ist denn jetzt überhaupt noch ein Vorbild? Karoline Herfurth, ehrlich, so etwas sagt man doch.., ich meine, so etwas macht man doch nicht. Nicht einen einzigen Stift übrigens, nicht einmal einen ‚Hello-Pitti(platsch)-Bleistift‘ hat unser heutiger Stargast bei der Reformbühne Lüül stiebitzt, jedenfalls hat er es bisher niemandem verraten. Verraten kann ich aber, dass er bereits mit Ash Ra Temple, mit Nico, den 17 Hippies, der Kapelle ‚Verlorene Unschuld‘ und auch solo ganz hervorragende Lieder sich aus dem Knie leierte. Bin gespannt wie Bolle und hoffe, ihr lasst euch das nicht entgehen.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jakob Hein, Jürgen Witte und mich, sowie den herzallerliebsten Superstars Franziska Hauser (26) und Lüül (62)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Offizielle Verlautbarung in Richtung Bosporus

9. März 2017

Deniz Yücel muss frei gelassen werden! Das fordere ich hiermit, also mit diesem Beitrag. Nicht nächstes Jahr, nicht nächsten Monat, nicht nächste Woche, auch nicht morgen, sondern heute, unverzüglich! Er hat überhaupt nichts gemacht. Also nichts Schlimmes. Und wenn sie, sehr geehrter Präsident Tayyip Recep Ürgendwas, meiner Aufforderung nicht umgehend nachkommen, werde ich Schritte einleiten, dann nämlich wird es Konsequenzen geben. Welche das sein werden verrate ich noch nicht. Das wird eine Überraschung. Aber keine angenehme, jedenfalls für sie. Und falls sie jetzt denken: „Ha ha ha, bestimmt Juckpulver“, nein, Terrorismus ist meine Sache nicht.

Heute: Berlin-Neukölln, Posh Teckel, 20 Uhr: Voland & Quist Literatursalon mit Nadja Schlüter (sie liest aus ihrer Geschichtensammlung ‚Einer hätte gereicht‘) und mich (Moderation)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Er kann eben nicht anders

8. März 2017

Allen Frauen und allen, die sich dafür halten, wünsche ich heute alles erdenklich Gute zum Internationalen Frauentag. Die vier Zahnarzthelferinnen vorhin in der Praxis waren richtiggehend überrascht, als ich ihnen zu ihrem Ehrentag gratulierte. Ich weiß, gehört sich heutzutage nicht mehr, heutzutage kämpft ja jeder für sich alleine, für seine eigenen ureigenen Rechte, für seine Interessen, die ja mit den Interessen der anderen kollidieren und mit ’ner Blume oder einer Schachtel Pralinen im Knopfloch kann man nicht, oder jedenfalls schlecht nur, kämpfen. Aber ach, seht es mir nach, ich hänge so an alten Traditionen und bin doch ein hoffnungsloser Romantiker. Und manchmal, vor dem Einschlafen, stelle ich mir sogar vor, wie wir alle zusammen über eine Frühlingswiese laufen und das für haargenau denselben Lohn, nämlich keinen.

Tipp für heute: Schon mal mit Zäunen die eigene Frühlingswiese abgrenzen, damit die niemand anders benutzen kann.

Ahne | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Machtfrage vorher klären

6. März 2017

In einer von mir geschätzten Lokalität fragte neulich die Kellnerin eine Gästin, ob es ihr nicht geschmeckt hätte, da die Suppenterrine noch halb voll sei. Die Angesprochene aber schüttelte heftig ihren Kopf und meinte: „Nein, nein, ganz exzellent, die Suppe, sie war nur etwas zu mächtig.“

Tipp für heute: Sich auf die neue Platte von Ostberlin Androgyn freuen, oder gleich das Buch samt angeschlossener Schallplatte von Andreas Gläser und Jan von Im Ich ‚Jans Jukebox trifft Gläsers Globus‘ besorgen (Veröffentlichungsschubidu: 17.03., Jägerklause, 20 Uhr mit u.a. Jan von Im Ich, Andreas Gläser und der Band ‚Zucker aus Konvention‘)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Einbildung is auch ’ne Bildung

5. März 2017

Gestern war ich mit meinem Sohn in der Oper. In der Indie-Oper. Also fast. Ich war in der Pizzeria am Rosenthaler Platz und er gleich in der Nähe, bei der Anti-Nazi-Demo. Und da habe ich mir vorgestellt, was er wohl sagen würde, wenn er mich hier träfe. „Na Papa, wann warst du eigentlich das letzte Mal bei einer Demonstration?“ Und ich dann so: „Na ja, ich hab neulich eine Petition unterschrieben, im Internet. Wale. Gegen das Halten von Walen, in Zoos.“ Und er dann so: „Wale? In Zoos?“ Und ich dann so: „Nee. Wildtiere, meine ich, Wale sind ja Wildtiere.“ Und er dann so: „Papa, du musst dich nicht schämen. Davon wird die Welt nicht besser.“ Und ich dann so: „Sohn, nimm wenigstens mein Geld.“ Und er dann so: „Tschüss Papa.“ Und ich irritiert: „Ja, bis bald.“

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, sowie den unerschrockenen Superstargästen Jochen Reinecke (Text) und Doc Schoko (Musik)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Kategorien