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Der gemeine Lyrikkurzfilm

20. Oktober 2014

Als Dankeschön an alle Magdeburger und solche, die es werden wollen.

Tipp für heute: Dichten statt Löchern.

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Ich ruderte vom Nordpol zum Südpol mit einem Bötchen

19. Oktober 2014

Die Lokführer sollten ruhig öfter streiken, so kann man wunderbare Alternativen austesten. War das eine traumhafte Bootstour. Entspannter Wellengang, gar nicht mal so schlechtes Wetter, man konnte sogar noch baden, sah ja keiner den kleinen Puller, wenn man in der Mitte der Elbe von Bord ging. Enten begleiteten mich, Fischreiher statteten einen Besuch ab, ab und an biss ein Aal. Empfangen wurde ich in meinen Auftrittsorten stets mit großem Hallo. Hatte sich wohl herumgesprochen wie ich reiste. Einige ließen es sich nicht nehmen mein Bötchen höchstpersönlich anzufassen, welches ich ja selber geschnitzt hatte, aus einem einzigen Baum (Tollkirsche). War ich auch ein bisschen stolz drauf. Vielen, vielen Dank nochmal an sämtliche Unterstützer, besonders die nette Dame vom Sleep & Go in Magdeburg und Frau und Herrn Klaus, aus Potsdam, die mich ein Stückchen des Weges mit ihrem Motorboot zogen. Sowas muss erlaubt sein.

Heute: Berlin, Haus Berlin Panorama-Lounge, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie den zu allem entschlossenen Superstargästen Chio Schumacher und Karl Neukauf

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Ich rudere vom Nordpol zum Südpol mit einem Bötchen

17. Oktober 2014

So, das wird spannnend. Nach Kleinmachnow ging das ja gerade noch so. Aber heute muss ich nach Magdeburg laufen und morgen nach Brandenburg an der Havel. Okay, Havel, da könnte ich mir im Prinzip ein Bötchen leihen, Magdeburg liegt an der Elbe und Berlin an der Spree, wenn es die Bahn nicht packt ihren Angestellten vernünftige Arbeitsbedingungen zu bieten, muss man sich eben Alternativen überlegen und warum nicht ein Bötchen? Ich könnte noch schnell eines schnitzen. Muss bloß rasch mal raussuchen, wie ich dann rudere, von der Spree zur Elbe, von der Elbe zur Havel und dann wieder zurück in die Spree. Hui, ein Abenteuer!

Heute: Magdeburg, Moritzhof, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

und morgen Sa. 18.10. 2014

Brandenburg/Havel, Fontane-Klub, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

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Ich geh vom Nordpol zum Südpol zu Fuß

16. Oktober 2014

Da gestern die Deutsche Bahn bereits 8 Stunden vor dem Streik der Lokführer die Züge in den Garagen ließ, vorsichtshalber, werde ich demnächst wohl mal aufbrechen müssen, zu Fuß, nach Kleinmachnow, man kann ja nie wissen, ist außerdem Herbst, vielleicht sieht man unterwegs einen Hirsch oder einen Pilz. Man muss was machen aus diesen Gegebenheiten. Nicht jammern, nicht klagen. Wie lange ich wohl brauchen werde nach Kleinmachnow? 8 Stunden?

Heute: Kleinmachnow, Neue Kammerspiele, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

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Weißrussisch ist eine eigene Sprache

14. Oktober 2014

Heute in der Schwedter Straße einen Hirsch gesehen. Vielleicht war es auch ein Reh oder ein Hund, jedenfalls versuchte ich einen Brunftschrei eines Hirsches zu adaptieren, denn das macht man so im Herbst, wenn die Brunft beginnt bei den Hirschen, damit vielleicht ein männlicher Hirsch sich einem nähert und man ihm seine Jägermütze auf ‘s Geweih werfen kann, wie auf einen Garderobenständer und dann erntet man Applaus, der Umstehenden. Geht natürlich nur wenn der Wind günstig stehen sollte und der Hirsch nicht merkt, dass man ihn veräppelt, was ich aber eigentlich erzählen wollte ist, dass ich mächtig aufgeregt war, gestern, da ich zum ersten Mal aus einem Buch eines weißrussischen, er bevorzugt belorussischen, Schriftstellers vorlesen durfte, in Anwesenheit dessen und ich doch weder russisch noch weißrussisch, er bevorzugt belorussisch, noch englisch beherrsche, er darüberhinaus des Deutschen nicht mächtig war und ich dachte: ‘Ui, ui, ui, wie werden wir uns wohl verständigen?’. Ging aber. Er ist sehr nett und das Buch sehr gut und vielleicht traue ich mich heute sogar ihn zu fragen, ob er mir in mein Romanexemplar seines Buches eine Widmung schreibt.

Heute: Berlin, Club der Polnischen Versager, 20 Uhr: Viktor Martinowitsch, Paranoia (Roman), ich lese ein paar Kapitel aus diesem Buch und Viktor sagt dazu was auf Englisch und spricht mit Ingo und beantwortet Fragen

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Kleinkarierte Anmerkung

13. Oktober 2014

Manchmal macht es ja durchaus Sinn etwas in einer Nachrichtensendung zu erklären, manchmal allerdings sind die Fragen nach solch einer Erklärung größer als zuvor. So geschehen in einer Tagesthemenfolge von letzter Woche, vielleicht war es auch vorletzter Woche, ich bin eher schlecht im Merken von Daten, jedenfalls stellte Caren Miosga ein Spiel dort vor welches Bürgerrechtler in der DDR entwickelt hätten. Dieses Spiel nannte sich Bürokratopoly und soll verbreitet gespielt worden sein, in Dissidentenkreisen, weil, und jetzt kommts, das Spiel Monopoly, an welches sich Bürokratopoly anlehnt, verboten gewesen sei, im Osten. Nun habe ich zu DDR-Zeiten relativ häufig Monopoly gespielt, wahrscheinlich ein Akt des Widerstandes, allerdings wusste ich gar nicht, dass dieses Spiel verboten gewesen wäre, damals, ehrlich gesagt habe ich erst jetzt aus den Tagesthemen von diesem Umstand erfahren. Es war eben ein Westspiel, man konnte es in der DDR nicht kaufen. Wenn es nun aber tatsächlich verboten gewesen wäre, kann ich mir nicht recht vorstellen, dass Bürokratopoly, welches die Zustände im Arbeiter- und Bauernparadies persiflierte und noch dazu im Untergrund konzipiert wurde, nicht verboten gewesen sein soll, dazu fehlt mir schlicht und einfach die Phantasie.

Heute: Potsdam, Wist – der Literaturladen, 20 Uhr: Viktor Martinowitsch: ‘Paranoia’ (Roman), ich lese ein paar Auszüge aus der deutschen Übersetzung des weißrussischen Buches

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Sätze seltsamer Schönheit (94)

12. Oktober 2014

“Ich kann beweisen, dass ich drei Tage lang keinen Menschen gesehen habe.” eine Zuschauerin bei einem künstlerischen Salon in der Fehrbelliner Straße

Heute: Berlin, Haus Berlin Panorama-Bar, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den ausnehmend intelligenten Superstargästen Ulrike Sebert (Stralsund) und Thomas Franz (Franken/Berlin)

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Auf hunderttausendfachen Wunsch (45)

10. Oktober 2014

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines.

1. Schnick Schnack – Vogeldisco

2. Romy Sydow & Heiner Rosch feat. Boris, Frank & Ille – Wir sind prinzipiell dagegen, dass Punker ins Gefängnis müssen

3. Spröde Lippen – Doppelhäuser

4. Refpolk – Risse im Granit

5. Rotfront – Sovietoblaster

6. Fritzi Frou – Berliner sein genügt

7. Thomas Franz – Berlin in den Zeiten der Dinosaurier

8. Ebony Browne – Ugliest girl in the world

9. Hisztory – Freunde bleiben

10. Patrick WEH Weiland – Rärie U. Pi Pa Pu

11. Test A – Nobodys darling

12. Christoph Theussl – Ualaub in Bad Steabm

13. Martin Goldenbaum – Was ich gerade denke

14. Andreas Dorau – Dr. im Fernsehen

Tipp für heute: Aus Müll ein funktionierendes Öko-System basteln.

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Herbstdepression

9. Oktober 2014

Falls jemand zufällig demnächst in den Mittelmeerraum fährt oder nach Südamerika oder Südostasien und noch etwas Platz in seinem Fahrradkörbchen hat, ich würde ihm oder ihr gerne mein Avocadobäumchen anvertrauen. Es guckt schon so traurig. Bitte nur ernstgemeinte Zuschriften!

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 20:30-21:30 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Folge 51

 

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Jugendliche (und junge Erwachsene) aufgepasst! III

8. Oktober 2014

Weiter gehts mit Erklärungen zur Zeit der Wende 1989.

Heute: Unrechtsstaat

Ein Unrechtsstaat ist ein Staat in dem Unrecht herrscht. Die Gesetze werden in so einem Unrechtsstaat folgendermaßen gemacht, dass sie nämlich den Herrschenden zur Zementierung ihrer Macht dienen. Es gibt durchaus Bereiche, wo nachvollziehbar Recht gesprochen wird (Handtaschenraub, Auffahrunfall), oft aber regiert auch in der Justiz eine bestimmte, ideologisch geprägte Rechtsauffassung (eine Rasse ist minderwertiger, verschiedene Weltanschauungen gefährlich, Privateigentum heilig). Beispiele für Unrechtsstaaten sind neben der DDR, das Deutsche Reich unter der Führung der Nationalsozialisten, Russland, China, Indien, Großbritannien, Mali, Ägypten, die USA, Bulgarien und die Bundesrepublik Deutschland. Die Liste ließe sich noch ellenlang fortführen, aber wir müssen ja was schaffen, sonst kommen wir ins Gefängnis oder verlieren zumindest unsere Wohnung.

Tipp für heute: Nicht nachdenken, arbeiten.

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