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Papier ist geduldig (zum Glück)

24. Oktober 2014

Juchhu! 38 Menschen haben gestern meinen Aufruf in Potsdam unterzeichnet. Darüber kann die Weltöffentlichkeit nicht hinwegsehen, nein, das kann sie nicht und das ist auch gut so. Denn sie soll ja besser werden, die Welt. Und das geht nur in dem man Aufrufe startet. Heute in Leipzig und morgen in Dresden habt ihr selbstverständlich ebenfalls die Möglichkeit euren Namen in die Liste einzutragen. Übermorgen dann in Berlin und in zwei Wochen oder so fahre ich nach New York (angefragt) und übergebe unsere Unterschriften dem Weltsicherheitsrat.

Heute: Leipzig, Moritzbastei, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

und morgen

Dresden, Scheune, 21:30 Uhr: 10 Jahre Voland & Quist-Party (u.a. werde ich Oppositionellen-Pop auflegen)

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Mach ‘s mit, mach ‘s nach, mach ‘s besser

23. Oktober 2014

Wie ich heute der Lausitzer Rundschau entnehmen durfte, haben weltberühmte Künstler, um nicht zu sagen Weltstars, unter ihnen Anna Netrebko, Anne-Sophie Mutter und der Cellist Jan Vogler, das Publikum und Politiker in aller Welt zu Toleranz und Freiheit aufgerufen. Anlässlich der Verleihung des diesjährigen ‘Echo-Klassik’ in München, beklagten die Unterzeichner des Aufrufs, dass angesichts von Gewalt, Kriegen und Hass, der Verlust von Grundwerten wie Toleranz und Verständigung in der Welt mit erschreckendem Tempo voranschreitet. Ich unterstütze diesen Aufruf ausdrücklich! Bin aber leider nicht gefragt worden, ob ich ebenfalls unterzeichne. Deshalb starte ich an dieser Stelle einfach einen eigenen Aufruf. Und zwar rufe ich Publikum sowie Politiker und sämtliche anderen Menschen auf der ganzen Erde neben Toleranz, Freiheit und Verständigung auch noch zu Mitmenschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Mut, Charakterstärke, Freundlichkeit, Höflichkeit, Friedfertichkeit, Rücksicht und Liebe auf. Ach, Humor, nicht zu vergessen. So! Ein Paukenschlag, wahrscheinlich. Ist jemand dagegen? Wie ‘s aussieht, nicht.

Heute: Potsdam, Waschhaus, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Lieder, alte Schlager, Bier) und selbstverständlich kann jeder persönlich an der Kasse meinen Aufruf unterzeichnen

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Sorge dich nicht, lebe

22. Oktober 2014

So, da issa endlich, der Wintereinbruch. Jedenfalls soll auf dem Fichtelberg schon eine dünne Schneedecke liegen und ich sorge mich natürlich ein wenig um meinen Avocadobaum, gut, sagen wir eher mein Avocadobäumchen. Das will ich morgen ja live on stage in Potsdam einem Zuschauer übergeben, der sich angeboten hat, es behutsam nach Süditalien zu bringen um es dort dann einzupflanzen. Hoffe nur, es überlebt bis dahin. Nehm ich es nun lieber herein, um es vor den kalten Temperaturen zu schützen und setze es damit der trockenen Zimmerluft aus, oder gönne ich ihm weiter Frischluft und riskiere den Kältetod? Ach, ich fahr erstmal nach Cottbus.

Heute: Cottbus, Bebel-Club, 19:30 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt

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Der gemeine Lyrikkurzfilm

20. Oktober 2014

Als Dankeschön an alle Magdeburger und solche, die es werden wollen.

Tipp für heute: Dichten statt Löchern.

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Ich ruderte vom Nordpol zum Südpol mit einem Bötchen

19. Oktober 2014

Die Lokführer sollten ruhig öfter streiken, so kann man wunderbare Alternativen austesten. War das eine traumhafte Bootstour. Entspannter Wellengang, gar nicht mal so schlechtes Wetter, man konnte sogar noch baden, sah ja keiner den kleinen Puller, wenn man in der Mitte der Elbe von Bord ging. Enten begleiteten mich, Fischreiher statteten einen Besuch ab, ab und an biss ein Aal. Empfangen wurde ich in meinen Auftrittsorten stets mit großem Hallo. Hatte sich wohl herumgesprochen wie ich reiste. Einige ließen es sich nicht nehmen mein Bötchen höchstpersönlich anzufassen, welches ich ja selber geschnitzt hatte, aus einem einzigen Baum (Tollkirsche). War ich auch ein bisschen stolz drauf. Vielen, vielen Dank nochmal an sämtliche Unterstützer, besonders die nette Dame vom Sleep & Go in Magdeburg und Frau und Herrn Klaus, aus Potsdam, die mich ein Stückchen des Weges mit ihrem Motorboot zogen. Sowas muss erlaubt sein.

Heute: Berlin, Haus Berlin Panorama-Lounge, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie den zu allem entschlossenen Superstargästen Chio Schumacher und Karl Neukauf

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Ich rudere vom Nordpol zum Südpol mit einem Bötchen

17. Oktober 2014

So, das wird spannnend. Nach Kleinmachnow ging das ja gerade noch so. Aber heute muss ich nach Magdeburg laufen und morgen nach Brandenburg an der Havel. Okay, Havel, da könnte ich mir im Prinzip ein Bötchen leihen, Magdeburg liegt an der Elbe und Berlin an der Spree, wenn es die Bahn nicht packt ihren Angestellten vernünftige Arbeitsbedingungen zu bieten, muss man sich eben Alternativen überlegen und warum nicht ein Bötchen? Ich könnte noch schnell eines schnitzen. Muss bloß rasch mal raussuchen, wie ich dann rudere, von der Spree zur Elbe, von der Elbe zur Havel und dann wieder zurück in die Spree. Hui, ein Abenteuer!

Heute: Magdeburg, Moritzhof, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

und morgen Sa. 18.10. 2014

Brandenburg/Havel, Fontane-Klub, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

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Ich geh vom Nordpol zum Südpol zu Fuß

16. Oktober 2014

Da gestern die Deutsche Bahn bereits 8 Stunden vor dem Streik der Lokführer die Züge in den Garagen ließ, vorsichtshalber, werde ich demnächst wohl mal aufbrechen müssen, zu Fuß, nach Kleinmachnow, man kann ja nie wissen, ist außerdem Herbst, vielleicht sieht man unterwegs einen Hirsch oder einen Pilz. Man muss was machen aus diesen Gegebenheiten. Nicht jammern, nicht klagen. Wie lange ich wohl brauchen werde nach Kleinmachnow? 8 Stunden?

Heute: Kleinmachnow, Neue Kammerspiele, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

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Weißrussisch ist eine eigene Sprache

14. Oktober 2014

Heute in der Schwedter Straße einen Hirsch gesehen. Vielleicht war es auch ein Reh oder ein Hund, jedenfalls versuchte ich einen Brunftschrei eines Hirsches zu adaptieren, denn das macht man so im Herbst, wenn die Brunft beginnt bei den Hirschen, damit vielleicht ein männlicher Hirsch sich einem nähert und man ihm seine Jägermütze auf ‘s Geweih werfen kann, wie auf einen Garderobenständer und dann erntet man Applaus, der Umstehenden. Geht natürlich nur wenn der Wind günstig stehen sollte und der Hirsch nicht merkt, dass man ihn veräppelt, was ich aber eigentlich erzählen wollte ist, dass ich mächtig aufgeregt war, gestern, da ich zum ersten Mal aus einem Buch eines weißrussischen, er bevorzugt belorussischen, Schriftstellers vorlesen durfte, in Anwesenheit dessen und ich doch weder russisch noch weißrussisch, er bevorzugt belorussisch, noch englisch beherrsche, er darüberhinaus des Deutschen nicht mächtig war und ich dachte: ‘Ui, ui, ui, wie werden wir uns wohl verständigen?’. Ging aber. Er ist sehr nett und das Buch sehr gut und vielleicht traue ich mich heute sogar ihn zu fragen, ob er mir in mein Romanexemplar seines Buches eine Widmung schreibt.

Heute: Berlin, Club der Polnischen Versager, 20 Uhr: Viktor Martinowitsch, Paranoia (Roman), ich lese ein paar Kapitel aus diesem Buch und Viktor sagt dazu was auf Englisch und spricht mit Ingo und beantwortet Fragen

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Kleinkarierte Anmerkung

13. Oktober 2014

Manchmal macht es ja durchaus Sinn etwas in einer Nachrichtensendung zu erklären, manchmal allerdings sind die Fragen nach solch einer Erklärung größer als zuvor. So geschehen in einer Tagesthemenfolge von letzter Woche, vielleicht war es auch vorletzter Woche, ich bin eher schlecht im Merken von Daten, jedenfalls stellte Caren Miosga ein Spiel dort vor welches Bürgerrechtler in der DDR entwickelt hätten. Dieses Spiel nannte sich Bürokratopoly und soll verbreitet gespielt worden sein, in Dissidentenkreisen, weil, und jetzt kommts, das Spiel Monopoly, an welches sich Bürokratopoly anlehnt, verboten gewesen sei, im Osten. Nun habe ich zu DDR-Zeiten relativ häufig Monopoly gespielt, wahrscheinlich ein Akt des Widerstandes, allerdings wusste ich gar nicht, dass dieses Spiel verboten gewesen wäre, damals, ehrlich gesagt habe ich erst jetzt aus den Tagesthemen von diesem Umstand erfahren. Es war eben ein Westspiel, man konnte es in der DDR nicht kaufen. Wenn es nun aber tatsächlich verboten gewesen wäre, kann ich mir nicht recht vorstellen, dass Bürokratopoly, welches die Zustände im Arbeiter- und Bauernparadies persiflierte und noch dazu im Untergrund konzipiert wurde, nicht verboten gewesen sein soll, dazu fehlt mir schlicht und einfach die Phantasie.

Heute: Potsdam, Wist – der Literaturladen, 20 Uhr: Viktor Martinowitsch: ‘Paranoia’ (Roman), ich lese ein paar Auszüge aus der deutschen Übersetzung des weißrussischen Buches

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Sätze seltsamer Schönheit (94)

12. Oktober 2014

“Ich kann beweisen, dass ich drei Tage lang keinen Menschen gesehen habe.” eine Zuschauerin bei einem künstlerischen Salon in der Fehrbelliner Straße

Heute: Berlin, Haus Berlin Panorama-Bar, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den ausnehmend intelligenten Superstargästen Ulrike Sebert (Stralsund) und Thomas Franz (Franken/Berlin)

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