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Mit Staus ist zu rechnen

29. August 2016

Achtung! Heute ist der Turkmenbaschi in der Stadt, oder den sein Sohn oder so. Dieser Knilch, der die Wahlen in Turkmenistan mit mehr als 100 % immer gewinnen tut. Bin ich ein wenig neidisch, aber gut, ich will nichts Schlechtes über ihn sagen, ich darf nichts Schlechtes über ihn sagen, sonst verdorrt mir nämlich die Zunge im Hals, wie es in einem alten turkmenischen Volkslied so schön heißt. Das heißt, so alt ist dieses Volkslied noch gar nicht. Genau genommen ist es erst in der Zeit des großen Turkmenbaschi entstanden, der ja alle turkmenischen Lieder selbst verfasst hat, wie auch mehrere Opern, oder war das dieser Wahnsinnige (tut mir leid) in Nordkorea?. Egal. Jedenfalls, so ihr dem ganzen Tohuwabohu aus dem Weg gehen wollt, kommt doch heute nach Charlottenburg, einzige Zone in der Baschi-Bashing erlaubt worden sein soll, ganz offiziell.

Heute: Berlin-Charlottenburg, Mierendorffinsel (Mindener Straße 22), 19 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt gemeinsam mit Jürgen Beer und Lisa Akuah im Rahmen des ‚Lachen statt Fernsehen-Festivals‘ bei Offenem Himmel

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Bühnenkasper leben gefährlich

28. August 2016

Dem größten Punkrockstar des 21. Jahrhunderts Sedlmeir (Mr. 21 Volt) wollte ich nacheifern, der ja mit seiner kurzen Turnhose am Freitagabend die Frankfurt am Mainer begeistern konnte. So trat ich denn am Sonnabendmittag im Unterhemd an, für meine anderthalbstündige Lesung im Rahmen des Caricatura-Komik-Festivals. Jenes konnte man danach auswringen, das Unterhemd meine ich, und die knallige Sonne sorgte auch dafür, dass ich mir zum ersten Mal in meinem Leben an einer Bierflasche die Hand verbrannte. Diese stand dort nämlich auf einem Tisch mit schwarzer Tischdecke, ungeschützt. Dank an meinen persönlichen Betreuer, der danach die Scherben wegkehrte und natürlich an das widerstandsfähige Publikum, welches auf dem Weckmarkt den katastrophalen klimatischen Bedingungen trotzte und selbstverständlich auch an die Organisatoren, denen ein Abbruch nie in den Sinn kam. Zu solch einem wird es auch heute nicht kommen, Ehrensache, egal ob nun die Sonne scheint oder ein Gewitter uns Schrecken einzujagen versucht. Wir ziehen durch!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den unwettererprobten Superstargästen Marion Brasch (Radio-Eins), Roman Israel (Sax Royal) und Jana Berwig (Stimmwunder)

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Friedliche Koexistenz

27. August 2016

Normalerweise gehören U-Bahnkontrolleure ja zu den natürlichen Feinden des freien Menschen, jedoch, wie Michael Stein nicht müde wurde zu betonen, sollte man seine Bündnisfähigkeit sich bewahren und wenn Kontrolleure so agieren, wie gestern in Frankfurt am Main erlebt, würde mir das tatsächlich nicht schwer fallen. Solche Kontrolleure lobe ich mir nämlich, mit denen würde ich sogar das Bett teilen. Sie gingen durch die Bahn und jeder der wollte konnte ihnen sein Ticket zeigen. Musste er aber auch nicht. Wer einfach an ihnen vorbei guckte, wurde ignoriert. Und da redet man immer so abfällig von der kalten Bankenmetropole. 36 Grad, meine Damen und Herren, im Schatten!

Heute: Frankfurt/Main, Weckmarkt, 14-15:30 Uhr: ‚Wir schaffen das schon‘ (Ahne liest, singt und trinkt) im Rahmen des Caricatura-Komik-Festivals umsonst und unter freiem (endlich frei!) Himmel

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Achtung! Wird schon wieder heiß

26. August 2016

Heute kann man sich entscheiden, was man zu feiern gedenkt, entweder 40 Jahre Punk oder 70 Jahre Nordrhein-Westfalen oder 175 Jahre Deutschlandlied oder auch 350 Millionen Jahre Gemeine Silberdistel. Ich persönlich würde ja zu Ersterem tendieren, selbst wenn die ‚Rheinische Post‘ auf die Frage: „Ist das ‚Deutschlandlied‘ durch die Zeitläufte belastet?“ klipp und klar antwortet mit: „Nein, ist es nicht.“ Mir doch egal.

Tipp für heute: In Frankfurt am Main die inoffizielle Punkrockgeburtstagsparty besuchen, auf dem Weckmarkt, mit Oliver Maria Schmitt und Sedlmeir (ja, der Original-Sedlmeir!!!).

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Sonntag gibt es Hackbraten mit Kloppse

25. August 2016

Hat jemand eigentlich die manuelle Heckenschere gesehen, die ich letztes Jahr noch in den Schuppen gelegt habe? Die lag ganz oben, auf der Mistgabel, dem Spaten, diesen Schlauchresten und wo der alte Rasenmäher, der kaputte.., der immer Öl verlor, oder war der überhaupt kaputt? Jedenfalls da oben drauf habe ich den gelegt, ich schwöre, also die meine ich, die, die Heckenschere, die habe ich da hingelegt, oben drauf, auf die Säcke mit Blumendünger und den Werkzeugkasten und die Rollen mit Draht, die übrigens auch weg sind, alle Rollen, einfach alle, weg, dabei wollte ich doch…, den Wein oder was, was wollte ich nochmal? Ach ja, die Hecke, richtig. Ich wollte die Hecke schneiden. Warum? Weiß ich doch nich. Macht man eben. Wegen der Nachbarn oder den Nachbarn der Nachbarn. Die gucken nämlich böse, manchmal, hinter der Gardine. Obwohl, haben die überhaupt Gardinen? Sind da nicht immer die Jalousien runter? Egal. Irgendjemand wird schon gucken.

Heute: Düsseldorf, Futuro Si, 19 Uhr: Hinterhoflesung mit Aylin Celik, Markus Berges und mich bei offenem Himmel (Sonnenschirm nich vagessen!)

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Sätze seltsamer Schönheit (106)

21. August 2016

„Jetzt hat er den goldenen Schuss gesetzt.“ der wie immer unsägliche Sportreporter Steffen Simon beim olympischen Fußballfinale Brasilien gegen BR Deutschland in Rio de Janeiro

Heute: Zinnowitz/Usedom, Blechbüchse, 19:30 Uhr: ‚Wir schaffen das schon‘ (Ahne liest, singt und trinkt)

oder

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig und den sommergestählten Superstargästen Michael Bittner, Stefan Zeisig, Claudia Tothfalussy, Roman Israel, sowie Larissa & Sven van Thom

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Noch genieße ich es nahezu unerkannt durch die Straßen laufen zu können

16. August 2016

Bald bin ich wieder an der Ostsee. Hurra! Nicht etwa, weil ich Urlaub machen dürf, nein, Urlaub kommt für mich nicht inne Tüte, ich bin einer der gerne arbeitet, Arbeit ist mein Lebensinhalt (hi hi). Nein, ich werde dort meinen großen Durchbruch auf der internationalen (es sollen auch Schweden dort sein) Bühne haben. Und zwar trete ich am 21. August in Zinnowitz/Usedom auf, in der dortigen Blechbüchse, die fasst über 300 Plätze und es soll schon fast ausverkauft sein (das fühle ich jedenfalls tief in mir drin). Ich habe extra ein neues Kostüm gekauft, was mit Punkten, mehr verrate ich nicht und vielleicht werde ich auch die Nummer mit dem Grashüpfer bringen oder die mit dem Kamel, was durch ein Nadelöhr springt, brennend, das weiß ich noch nicht so genau, kommt drauf an, wie sie es da mit dem Brandschutz halten. Ansonsten präsentiere ich Hits und befreundete Texte, Lieder und Gespräche aus mehr als 30 Jahrzehnten (fast). Wer nicht an die Ostseeküste kommen mag, demnächst bin ich auch in Düsseldorf, Frankfurt am Main und Aschersleben zu er(ging nich anders)leben. Näheres unter Termine.

Sonntag, 21.08., Zinnowitz/Usedom, Blechbüchse, 20 Uhr: ‚Wir schaffen das schon‘ (Ahne liest, singt und trinkt)

oder

Sonntag, 21.08., Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig und den wunderbaren Gästen Michael Bittner (Sax Royal), Larissa & Sven van Thom, Roman Israel (Sax Royal), Claudia Tothfalussy (Wedding) und Stefan Zeisig (Ex-Chaussee der Enthusiasten)

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Horror pur

13. August 2016

Es ist peinlich das zugeben zu müssen, aber ich bin ein leidenschaftlicher Fan von Katastrophenfilmen. Als solcher macht es mir momentan auch unheimlich viel Spaß die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu verfolgen. Was für ein amüsantes Desaster. Keine Zuschauer, leere Tribünen und wenn dann doch mal welche anwesend sind, verhalten sie sich dermaßen unsportlich, dass sich sämtliche Verfechter des olympischen Gedankens normalerweise die Haare ausraufen müssten. Dazu scheinen die Moderatoren der öffentlich-rechtlichen Sender, die horrende Summen für die Übertragungsrechte geboten haben, nicht zu gehören. Als ständen sie völlig unter Drogen überbieten sie sich in Superlativen. „Phantastisch“, „Unglaublich“, „Beeindruckend“, „Sensationell“, werden 5. und 6. Plätze deutscher Athleten genannt, selbst wenn die Athleten selber vor der Kamera enttäuscht ihre Tränen nicht zurückhalten können. Sie freuen sich auf das Finale im Dressurreiten, weil da die Deutschen gewinnen werden. Alter Schwede, stundenlang Dressurreiten! Ich glaube, da ist selbst ein Testbild interessanter, da kann ich einfach nicht abschalten, tut mir leid. Wahrscheinlich bin ich der Einzige, der vor dem Fernseher aushält, ein televisionärer Katastrophenfan eben. Könnt ihr mir ruhig mal auf die Schulter klopfen.

Tipp für heute: Wusstet ihr, dass es einen Dreistellungskampf gibt? Da haben die Deutschen auch Gold geholt.

Und morgen

Sonntag, 14. August, Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig und mich, sowie den meisterhaften Rekordsuperstargästen Michael Bittner (Sax Royal), Marco Tschirpke (Weltmeister im Kurzchanson), Juston Buße (Schöneberger Hoffnungsträger) und Andreas Kampa (Altmeister der Chaussee der Enthusiasten)

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Jedem das Seine, wäre eine andere Möglichkeit gewesen

7. August 2016

Saalfeld in Thüringen ist eine freundliche Stadt. Immer haben die Einwohner einen lockeren Spruch auf der Lippe. So auch am Bahnhof, den man erreicht, wenn man am Arbeitsamt und der direkt daneben liegenden Spielhölle vorbeischlendert. Die Verkäuferin des Presseshops wünscht mir ein schönes Wochenende, woraufhin ich entgegne: „Na ja, muss arbeiten.“ Sie darauf: „Ach, wissen sie, wie sagt man so schön: Arbeit macht frei.“ Ja, so sagt man wohl, ob nun schön oder nicht so schön, das bleibt bekanntlich Ansichtssache.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt (vierte Woche der Sommeroffensive) mit Falko Hennig und mich, unserem Sommerdauergast und Exil-Dresdner Michael Bittner, sowie den ferienresistenten Superstargästen Meikel Neid (Surfpoeten), Hinark Husen (Frühschoppen) und Liad Shulrufer (Israel)

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Redlich genährt

6. August 2016

Wegen der Terrorgefahr und nicht etwa weil mir das nötige Kleingeld fehlt, verbrachte ich meinen Sommerurlaub dieses Jahr komplett (4 Tage!) in Bad Saarow, in einer Privatunterkunft, wo ich nichts bezahlen musste und die absolut sicher war (Dreifachumzäunung, Selbstschussanlagen, frei laufende Katze), danke nochmal an H. für Bewirtung, Schutz und Pflege, so wie es viele andere auch taten, also nicht in derselben Unterkunft aber im Lande bleiben, meine ich, im sicheren Lande. Am Strand traf ich jedenfalls auf diverse Volksgenossen mit Thor- und Odintätowierungen (muss natürlich nichts heißen, klar, gibt auch linke Germanenfans), die in Thüringer und sächsischem Dialekt ihre Kinder zusammen stauchten. Empfehlenswert übrigens die Spaßanlage ‚Irrlandia‘ ganz in der Nähe, nämlich in Storkow, wo ein Bauer in guter, alter US-amerikanischer Tradition in ein Maisfeld einen Irrgarten hineingefräst hat. Macht wirklich Spaß, da durch die Gänge zu irren, mit Hunderttausenden anderen, und sich ausschließlich von unreifem Mais zu ernähren, selbst wenn am Eingang steht, dass dieses bei Todesstrafe verboten ist. Aber sieht ja keiner (außer den hundertausenden anderen).

Heute: Saalfeld (Saale), Festplatz am Weidig, 19 Uhr: ‚Ab heute fremd‘ (Ahne liest, singt, trinkt und kriegt hoffentlich nich auffe Schnauze in Thüringen) Achtung! Is Open Air, was Englisch is und Offene Luft heißt

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