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Und wenn es damit nicht klappt, dann eben die Commonwealth-Spiele

27. August 2014

Bei der Frage einer Olympia-Bewerbung Berlins bin ich voll dafür, ich meine, hey, Olympia in Berlin, das ist doch voll knorke, 1936 war doch auch gut, also ich kann mich zwar nicht mehr so genau erinnern, aber es gab garantiert spannende Wettkämpfe, rührende Siegerehrungen und eine Herzlichkeit, die mindestens 9 Jahre lang anhielt. Gibt, glaube ich, keinerlei Gründe die dagegen sprechen würden und wenn die Bevölkerung nicht mitzieht, soll sie eben weggehen, Mobilität ist doch ‘ne feine Sache.

Heute: Berlin, Mauersegler, 21 Uhr: Die Surfpoeten (mit u.a. mich als Gast)

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Nachfolgerin steht schon bereit

26. August 2014

Wer kommt nun nach Wowereit? Henkel, Stöß, Saleh verbieten sich ja wohl von selbst. Wie wäre es aber mit Frau Schmöller aus der Bornholmer Straße 176? Die hat gesagt sie würde den Job machen, wenn sie mehr als die 4,50 € Stundenlohn von ihrer Zeitarbeitsfirma kriege. Frau Schmöller ist absolut zuverlässig und trägt das Herz am rechten Fleck. Sie ist ledig, hat drei Kinder und trinkt nur außerhalb der Arbeitszeit. Ich starte hiermit eine Kampagne: Frau Schmöller muss Bürgermeisterin werden!

Tipp für heute: Sich in der Kampagne ‘Frau Schmöller muss Bürgermeisterin werden’ engagieren.

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Manchmal im Leben muss man sich einfach entscheiden

25. August 2014

Heute stand ich im Bäcker vor dem Tresen und konnte mich einfach nicht entscheiden. Streuselschnecke? Spritzkuchen? Schweineohr? Ich überlegte und überlegte. Hinter mir die Schlange wuchs und wuchs, wickelte sich bereits die Zionskirchstraße hinauf, die Kastanienallee herunter, bis zur Schönhauser und da oben bis zum U-Bahnsteig (oben bis zum Untergrundbahn-Bahnsteig, zum Glück muss man nicht alles ausschreiben). Unmut machte sich breit. Ein Murren. Hektisches Von-einem-Fuß-auf-den-anderen-Getrete. Ich musste mich beeilen, soviel schien klar. Sonst würde man mich wahrscheinlich lynchen. Also traf ich schweren Herzens eine Entscheidung. “Ich hätte gerne diesen Keks da” sagte ich laut und deutlich. “Sie meinen einen Marmortaler” entgegnete die Bäckerei-Fachangestellte. “Ich meine diesen Keks” zeigte ich auf den Keks. “Das ist ein Marmortaler.” “Dann nehme ich diesen.” “Den Marmortaler?” “Den Keks, ja.” Die Bäckerei-Fachangestellte erfüllte meinen Wunsch und lächelte sogar ein wenig. Stolz nahm ich meinen Keks, verließ die Bäckerei und aß ihn draußen auf.

Heute: Bedenkenswerte Anekdoten notieren.

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Kasachische Schlafkrankheit überwunden

21. August 2014

Neulich dachte ich schon, dass ich den Rest des Jahres in einer schläfrigen Grundstimmung verbringen werde, ständig gähnte ich, gestern sogar auf der Bühne (ein Unding! schließlich haben die Menschen bezahlt! was bildet der sich eigentlich ein! und dann auch noch in Klammern! und nach den Ausrufungszeichen beginnt er mit Kleinbuchstaben!). Doch plötzlich bin ich wieder aufgeregt. Denn am Sonnabend muss ich ja moderieren und weiß noch nicht, was ich anziehen soll, also untenrum schon, also drunter, aber drüber unten und obenrum? Tja. Eher das Kleinkarierte? Oder doch lieber den kurzen schwarzen? Na, wird schon, bin ja ein alter Hase (hoffentlich regnets Möhrchen). Morgen früh werde ich übrigens erstmal in die Pilze gehen, deshalb meidet bitte alles nordwestlich von Berlin, ihr Körbchenträger C, sonst kann ich sehr ungemütlich werden. Sind nämlich meine Pilze, eigenhändig gesät im Jahre 2013. Weil ich danach nicht noch einmal an den heimatlichen Herd Schreibtisch zurückkehre hier schon mal die Ankündigungen für Sonnabend und Sonntag.

Sonnabend, 23. August, Altenhof, Bootsverleih “Am Breten”, 20 Uhr: 11. Altenhofer Liedersommer mit Konzerten von Hisztory, Friedrich & Wiesenhütter und der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot zwischendurch Moderation + paar Textchen von mich

Sonntag, 24. August, Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jakob Hein und mich sowie den wahnsinnig geilen Superstargästen Acapulco Radio und Mia Pittroff

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Kackinhalt

20. August 2014

Der Ebola-Verdachtsfall in Berlin hat sich als unbegründet erwiesen. Deswegen konnte ich heut also meine Bettdecke wieder zurückschlagen, aufstehen und vorsichtig das Fenster öffnen, hach, frische Luft. Ja, ich bin sogar leibhaftig vor die Tür getreten, habe jemandem einen “Guten Morgen” gewünscht und eine vorwitzige Kürbispflanze gestreichelt, die in der Christinenstraße sich über den Gehweg schlängelte. Neulich las ich übrigens in einer Regionalzeitung, dass Tomatenpflanzen deshalb so häufig in den städtischen Baumscheiben der Bürgersteige zu finden seien, weil deren Samen äußerst robust sind und selbst durch Magensäfte tierischer Tiere, die jene Früchte als Beigaben zu Dönern verspeisen, nicht zerstört werden könnten. Wieder ausgeschieden seien diese in der Lage zu keimen, weswegen ein konsequentes Verpacken von Hundekot die Population innerstädtischer Tomatenpflanzen empfindlich beeinträchtigen würde, was, finde ich, durchaus mal bedacht werden sollte.

Heute: Berlin, Baiz, 20 Uhr: Lesershow/Export (mit u.a. mich als Gast)

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Spätzünder

19. August 2014

Ich muss es zugeben, ich habe erst vor circa zwei Wochen verstanden weshalb es diesen Spruch “Schief ist englisch und englisch ist modern” überhaupt gibt. Vorher habe ich ihn zwar oft benutzt, dessen Sinn jedoch nie kapiert. Dass ich niemals habe Chiefinspector werden wollen, wäre eine schöne Ausrede gewesen, diese lasse ich aber weder vor mir, noch vor anderen gelten, außerdem ist sie gar nicht schön, die Ausrede.

Tipp für heute: Vor der Berufswahl alle Vor- und Nachteile abwägen.

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Bescheidwisser

17. August 2014

Früher sagte man einmal in Deutschland gebe es 80 Millionen (vor 1990 60 Millionen) Bundestrainer (der Fußballnationalmannschaft). Wenn ich derzeit so in die Kommentarspalten diverser Nachrichtenmagazine gucke, könnte man auf die Idee kommen, es gebe mittlerweile in Deutschland 80 Millionen Armeegeneräle, die heiß drauf sind ihre strategischen Fähigkeiten in einem Ernstfall unter Beweis zu stellen. Ist denn das Leben in Friedenszeiten wirklich so langweilig geworden?

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Uli Hannemann und mich, sowie den superduperfriedliebenden Stargästen Daniela Böhle und Hans Rohe

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Sätze seltsamer Schönheit (92)

16. August 2014

“Zum Kapitalismus kann man eine simple oder eine komplexe Meinung haben aber meist finde ich, mit der simplen Meinung kommt man schon ganz schön weit.” Daniela Böhle

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Dan Richter, Jakob Hein, Jochen Schmidt, Georg Weisfeld und mich

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Wie kann IS gestoppt werden

15. August 2014

a) durch STOPP-Schilder?

b) durch Krähenfüße?

c) durch das Vorzeigen blanker Busen?

d) durch Internet-Petitionen?

e) Helene Fischer?

f) durch den Bau einer Mauer?

g) Alkohol?

h) durch Talkshow-Runden im deutschen Fernsehen zum Thema?

i) durch klare Worte (zum Beispiel: “Bis hierhin und nicht weiter!”)?

j) durch flüssigen Klebstoff?

k) durch den Einsatz von Atomwaffen?

l) durch interreligiösen Dialog?

m) durch Schaumstoff-Puffer

n) schlechtes Wetter?

o) die Fußballweltmeisterschaft (also die nächste)?

p) durch das Verbot dieser Organisation?

q) durch konsequentes Wegschauen, Weghören, Wegriechen?

r) indem man sie einfach wieder in ISIS zurück umbenennt?

s) durch das gemeinsame Hüpfen für den Frieden, direkt auf dem Alexanderplatz (müssen aber alle mitmachen)?

t) durch heimliche Rasur ihrer Bärte?

u) durch die Einführung einer Maut?

v) Stinkerkäse?

w) durch Verwirrungstaktik?

x) indem man ihnen ein x für ein u vormacht?

y) Geschenke?

z) solche Listen?

Tipp für heute: Wieder in die harte Realität zurückfinden.

 

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Es sind nun mal nicht alle Menschen gleich

29. Juli 2014

Soso. Lese gerade auf tagesschau.de, dass Griechenland sich zum Tourismusmagneten entwickelt. Besonders aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland kämen sie in Scharen, weil es gute Hotels hier billiger gebe und die Restaurants toll sind, obwohl es nicht viel kostet. Na, da hat es sich ja gelohnt, dass die konservative Regierung dort ihren Einwohnern Sparpaket um Sparpaket aufschulterte, sich dem Diktat der reichen Länder Europas beugte, nun finden sie wieder Jobs, die Griechen, können uns gestresste Mitteleuropäer bedienen, wozu sie doch wie geschaffen sind. Ich verabschiede mich erstmal aus dem Internetz hier, für die nächsten 2 Wochen. Habe mir einen Urlaub redlich verdient. Wo es hingeht? Griechenland. Is billich, da.

Tipp für heute: Jedes Schnäppchen mitnehmen, ick sag nur: Prozente, Prozente, Prozente!

 

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