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Auf los, geht ’s los

23. Juli 2017

Einen Rekordversuch will ich heute wagen. Nein, es geht nicht darum, den Stillen Ozean zu durchschwimmen, als erster Mensch ohne Badehose, oder so langsam wie möglich die 100 m zu rennen, ich werde heute versuchen viermal an einem einzigen Tage aufzutreten. Ich weiß, das haben der Zauberer Luigi Fontanelli und die Striptease-Ikone Eva Müller-Grothenbach auch schon geschafft, is mir aber egal. Ich breche heute meinen persönlichen Rekord. Dreimal hatte ich ja bereits, auf der Leipziger Buchmesse, nun jedoch.., man, ich bin dermaßen aufgeregt, drückt mir mal die Daumen. Bitte!

Heute: Berlin, IGA (Blumentheater), 11 Uhr und 13 Uhr und 15 Uhr: ‚Unkraut versteht sich‘ (Ahne liest, singt und trinkt dreimal eine halbe Stunde)

und danach

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den an Körper und Geist nahezu ebenbürtigen Superstargästen Insa Kohler (Rakete 2000), Roman Israel (Sax Royal) und Doc Schoko (Rock ’n Roll)

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Rheinsberger Tagebuch (4)

19. Juli 2017

Es ist so gemein, was sie den armen Elefanten antun! Die müssen da schwere Stämme aus dem Regenwald ziehen, gehen dazu in die Knie, stützen sich mit ihrem Rüssel vorne ab, so dass sie anschließend gar keine Kraft zur Fortpflanzung mehr haben. Ich bin richtig wütend. Wenn ich jetzt in Laos wäre, ja, …, ach, das schreibe ich hier lieber nicht, sonst wird das noch zensiert, oder ich gerate ins Visier der NSA. Statt Laos befinde ich mich bekanntermaßen in Rheinsberg. Hier gibt es keine Elefanten, zumindest zeigen sie sich nicht. Nur Elefanten-Dokus, die gibt es, im Fernsehen. Und deshalb bleibt der Fernseher ab jetzt aus, basta! Und damit ich mich auch dran halte, habe ich in ihn Senfsauce (von Eier mit Senfsauce) gekippt, so lange, bis es drinnen brizzelte und bruzzelte und kleine Blitzchen hinaus zuckten. Ach so, interne Mitteilung für den Verlag: Habe noch mal hin und her überlegt und bin mir doch wieder unsicher. Vielleicht schreibe ich jetzt doch diesen Science-Fiction-Roman.

Tipp für heute: Eier mit Senfsauce.

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Rheinsberger Tagebuch (3)

18. Juli 2017

Die dritte Woche meiner Stadtschreibertätigkeit ist angebrochen. Die Arbeit geht zügig voran. Gestern Waldmeister im Stadtforst gepflückt, der Stadtschreiber ist dazu mehr als berechtigt, und daheim Waldmeistersekt zubereitet. Danach Pediküre und Konversation. Heute die kleinen Vögelchen im Park beobachtet. Sie sind so süß! Vielleicht schreibe ich mal eine Trilogie über kleine Vögelchen, oder gar eine Tirilogie? Hihi, bin schon wieder so lustig. Waldmeistersekt sehr gut. Morgen will ich mir mal die Sparkasse ankucken. Die sollen einen neuen Geldautomaten da haben. Ich liebe neue Geldautomaten! „Wer hat uns nie verraten? Neue Geldautomaten!“ Und jetzt noch eine Nachricht speziell für meinen Verlag: Ich habe mich entschieden die begonnenen Romanprojekte zu stoppen und stattdessen eine Bedienungsanleitung für Geldautomaten zu verfassen. Wie gesagt, diese Nachricht ist ausschließlich für meinen Verlag bestimmt.

Tipp für heute: Sein Geld mal richtig anlegen und sich einen Geldautomaten zulegen.

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Angeber

16. Juli 2017

Heute fünf Würfel übereinander auf einem platten Stäbchen, welches man im Mund halten musste, circa 10 m weit durch die Gegend bugsiert. Na bitte, wer sagt ’s denn? Irgend etwas kann jeder.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den begabtesten Superstargästen des mittleren Ostens Andreas ‚Spider‘ Krenzke (L.S.D. – Liebe statt Drogen), Roman Israel (Sax Royal) und Manfred Maurenbrecher (musikalischer Herzensbrecher)

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Rheinsberger Tagebuch (2)

12. Juli 2017

Gestern einen Erkundungsrundgang durch die Stadt gemacht. Es gibt einen Eisladen, der ‚EIZ‘ geschrieben wird und laut Eigenwerbung über 365 Eissorten verfügt. Als ich nach Vanille frage, müssen sie aber passen. Man solle zwei Basics bestellen, die dann verrührt werden mit allerhand Schnickschnack, welchen man sich extra auswählt. Kugeln oder so was seien gestern. Die kleinste Probierportion kostet 1,50 €. Ich will gar nicht wissen, wieviel man dafür bekommt, sage aber, dass wir bestimmt an einem anderen Tage noch mal wiederkehren werden. Reingelegt! Ziegenreiseis mit Knoblauch und Marihuana, ist das überhaupt erlaubt? Beim Aldi dann eine Gymnastikmatte gekauft. Macht einen guten Eindruck. In der Wohnung bisher kaputt gegangen: ’ne Glühbirne und die Halterung für die Brause in der Dusche. Würde sagen, es hält sich im Rahmen.

Heute: Rostock, Klostergarten, 20 Uhr: Tiere streicheln Menschen mit Gotti und Sven van Thom sowie mich in der Rolle des Gastes

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Rheinsberger Tagebuch (1)

11. Juli 2017

So. Da bin ich nun. Residiere als Stadtschreiber von und zu in Rheinsberg. Der erste Roman ist auch bereits fertig, also gelesen. Damit hatte ich allerdings vor über 35 Jahren schon angefangen. ‚Die geheimnisvolle Insel‘ von Jules Verne. Keine Sorge, ich verrate hier nicht das Ende, um euch die Spannung nicht zu nehmen. Die Menschen in Rheinsberg sind alle sehr freundlich. Oft weiß ich aber nicht genau, ob sie überhaupt mit mir reden, denn wenn ich etwas antworte, fahren sie in ihren Rollatoren schnell weiter. Vielleicht sind das auch Touristen? Gestern mehrere Pilze gefunden. Scheinen essbar zu sein, jedenfalls leben wir noch. Das Bier, welches ich im ersten Rheinsberger Spätkauf erworben habe, steht ungeöffnet im Kühlschrank. Werde ich etwa krank?

Tipp für heute: HSV gegen Sportfreunde Bumsbach 3:0.

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Sätze seltsamer Schönheit (116)

9. Juli 2017

„Ich gucke mal, was es gibt.“ ((eine Frau hinter mir in der Schlange vom Currywurst-Stand bei Konnopke an der Eberswalder Straße (früher Dimitroffstraße!) zu ihrem Begleiter))

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den intergalaktisch famosen Superstargästen Roman Israel (Julisonderdauergast), ichbinsoso (Pop) und HP Daniels (Kolumnistenlegende)

 

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Runter kommt man immer

6. Juli 2017

Im 14. Stock bin ich gestern aufgetreten, noch höher sogar als wir damals mit unserer „Höchsten Lesebühne der Welt“. Klar, dass dort das Bier dann teurer ist als normalerweise. Das muss ja immer da hoch geschleppt werden von Kulis und die wollen logischerweise auch was verdienen, ich sage nur Mindestlohn, aber keine Ahnung, vielleicht wird das auch von Hubschraubern.., kompliziert, na, jedenfalls 4,50 € für ein (jawohl!) kleines Bier (0,33 l). Ha ha, hab ich trotzdem getrunken, weil ich ja nichts zahlen musste, aber sonst? Cooler Ausblick auf jeden Fall. Habe zum ersten Mal mitbekommen, dass es nicht nur ein sondern gleich zwei Kernkraftwerke im Berliner Stadtgebiet gibt. Und der Rest der Bevölkerung weiß nichts davon, weil er nicht über den Luxus verfügt, mal eben aus dem 14. Stock gucken zu können. Skandal! Ach, bedanken möchte ich mich bei Lea Streisand, Radio Eins, Anne, meiner Mutti, den Mitarbeitern des Krankenhauses Berlin-Buch, die 1968 dort gearbeitet haben, meiner Klassenlehrerin Frau Schmidt, bei den Tieren des Waldes, der NSA, den fleißigen Menschen auf den Feldern der Welt, bei der Serie ‚Lindenstraße‘, bei den lustigen Trickfilmfiguren, dem Typen mit der Tröte, dem Frosch und der Kröte…

Heute: Berlin-Wedding, Nussbreite, 20 Uhr: Brauseboys mit Volker Surmann, Robert Rescue, Thilo Bock und Frank Sorge, mich als Heiko-Werning-Ersatz und Paul Bokowski

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Den lateinischen Namen gebe ich später durch

5. Juli 2017

Einen sensationellen Fund gibt es zu vermelden. Und zwar glaube ich, dass ich heute eine neue Raupenart entdeckt habe. Ich nenne sie mal provisorisch ‚Perserkatzenraupe‘. Weiß zwar nicht genau, wie eine Perserkatze überhaupt aussieht, aber so zumindest stelle ich sie mir vor. Die Raupe krabbelte vor meinem Haus herum, nicht in Rheinsberg, die Stadtschreibertätigkeit muss noch ein wenig warten, nein, in Berlin. Auf dem Fußweg kroch sie von einer Kastalanie (kastanienähnlicher Baum!) zur Hauswand hin. Sie hatte goldrotbräunliches Haar, ziemlich lang und sehr schön und trug ein großes schwarzes Auge. Also, vielleicht war es auch kein Auge, sondern eine Nase, aber auf jeden Fall dort, wo man normalerweise Augen so verortet, bei Lebewesen. Ungefähr 5 cm war sie groß oder lang, was für Raupen im mitteleuropäischen Raum schon sehr, sehr groß ist, meiner Auffassung nach. Ein Foto konnte ich leider nicht knipsen, meine Knipse ist zur Zeit…, ich besitze gar keine Knipse. Ich könnte diese Raupe allerdings aufmalen, falls da Interesse besteht, von wissenschaftlichen Professorinnen, zum Beispiel.

Heute: Berlin, Sendesaal in der Masurenallee, 20:05 Uhr: ‚Eine Stunde Glück‘ mit Lea Streisand und mich auf Radio Eins auch zu hören

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Poesie zum Träumen (112)

2. Juli 2017

Lokalpatriot

Toastbrot schmeckt nach Wellblechkruste

Kaffe nach Benzin

Luft nach alten Pups mit Mayo

ick komme aus Berlin

 

Manchma fahrick raus zun Baden

mit S-Bahn oda Zuch

dort holick mir denn Sonnenbrand

und sammil Flaschen wejens Pfand

 

München hat die Cote d‘ Azur

Hamburg seinen Eiffelturm

um Rio wachsen Appilbäume

in Berlin, da steckt der Wurm

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig, Jakob Hein und mich, unserem Julisommersonderdauergast Roman Israel sowie den beiden aus der Masse herausragenden Superstargästen Ruth Herzberg (Surfpoeten) und Lüül (Westberlin)

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