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“Gesundheit” sagt auch nicht mehr jeder

15. April 2014

Aus München eine wunderschöne Erkältung mitgebracht. Das heißt wahrscheinlich habe ich sie mir schon auf der Hinfahrt von Berlin nach München eingefangen. Meiner Wenigkeit schräg gegenüber im Zug nämlich saß eine junge Frau die unablässig hustete und ihre Mutter neben mir nieste ständig. So oft konnte ich gar nicht “Gesundheit” sagen wie man es normalerweise hätte tun müssen. Aber nutzt sich ja auch ab, irgendwann, bei einer sechsstündigen Fahrt, wenn man da alle 3 Minuten “Gesundheit” sagt. Ich wollte ja genauso nicht, dass sie dächten ich würde mich über sie lustig machen. Rache is Blutwurscht, dächten sie jetzt bestimmt, wenn sie wüssten wie es mir gerade geht. Apropos Blutwurscht, im berüchtigten Bordrestaurant empfiehlt der vollkommen wahnsinnige Chefkoch der Deutschen Bahn Horst Lichter Spezialitäten aus dem Osten unter anderem Kasseler, was die Kasseler sicherlich freuen dürfte, die sich ja schon immer als Ostler fühlten aber noch lustiger finde ich den berühmten Linseneintopf “Thüringer Art” mit Wiener Würstchen. Wien, garantiert die mit Abstand südlichste Stadt Thüringens noch viel, viel südlicher gelegen als Sonneberg oder Suhl. Ach und Zwiebelgulasch mit Thüringer Klößen ist mir in Thüringen übrigens auch noch nicht untergekommen.

Tipp für heute: Weitermachen.

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Meinen Rekorder darf ich leider nicht mitnehmen, weil der nicht in den Rucksack passt

13. April 2014

Heute fahre ich nach München. Ick weeß, Berlin is ooch schön, Brandenburger Tor und die Gänseblümchen blühen aber ich dachte warum nicht mal andere Länder, andere Sitten und Gebräuche kennen lernen, sich neuen Wind um die Augen wehen lassen, fremde Gerüche ertasten, die bunte Vielfältigkeit dieser Welt mit beiden Händen fassen und ganz selbstlos dann wieder verteilen, unter Bedürftigen. Ich werde einer Stadtrundführung beiwohnen, mit dem Bus, da habe ich bei einer Nummer angerufen auf dem Telefon und schon bin ich verbunden worden und das war alles gar kein Problem. Vielleicht mache ich sogar ein Foto. Wenn es da einen Fotoapperateladen gibt, wo ich einen Fotoapperat erwerben kann? Ich bin schon ganz aufgeregt. Der Zoo soll ja auch schön sein in München. Und einen englischen Garten gibt es, aber ich kann leider kein Englisch.

Heute: München, Vereinsheim, 20:15 Uhr: Schwabinger Schaumschläger Show mit Michi Sailer, Moses Wolf und Christoph Theussl sowie den Gästen Thomas Franz, Moritz Gruber, Heiner Lange und mich

oder

Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Jürgen Witte, Falko Hennig und Jakob Hein sowie den gut gelaunten Stargästen Chio Schuhmacher und Sven van Thom

und am Montag

München, Vereinsheim, 20 Uhr: Blickpunkt Spot mit Julia von Miller, Vinzent Binder, Thomas Franz, Fei Scho, Gregor Schäfer und mit mich

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Der kleine Junge

11. April 2014

Der kleine Junge freut sich nicht auf die Osterferien, er würde lieber weiter zur Schule gehen. Im Zeitlupentempo bewegt er sich Richtung Saarbrücker Straße. Ein wirkliches Zuhause hat er nicht, ist eben irgendwo untergebracht. Ein Dach über dem Kopf. Ein Bett. Ich wünsche ihm ein schönes Wochenende. Er schaut wortlos weg.

Tipp für heute: Sich hilflos fühlen.

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Der eine Bärtige sagte: “Mitte ist nicht mehr das was es mal war, seit das Tacheles weg ist”

10. April 2014

Muss mich gestern irgendwie verlaufen haben, jedenfalls landete ich nicht im Tempodrom bei Hansi Hinterseer sondern im Kreuzberger Lido und da dachte ich, wenn ich schon vor Ort bin, gucke ich doch mal, was die hier so für Musik zu bieten haben. Eine kanadische Combo lud zum Tanz, Timber Timbre und der Saal war genauso voll wie bei Hansi Hinterseer normalerweise. Allerdings gab es kaum Sitzplätze und ich wurde skeptisch betrachtet auf Grund meines Schlipses und der Fönfrisur. Vorherrschend bei den Fans: dunkle Klamotten, Englischkenntnisse und Brillen. Viele junge Männer trugen die Figur von Stan Laurel und dazu den Bart von Karl Marx spazieren. Also dünner Körper mit dickem Fell im Gesicht. Hipster? Jedoch nicht annähernd so schlimm als wenn sie Stan Laurels Figur mit dem Bart von Oliver Hardy kombiniert hätten. Besser Hipster als Hitler. Getanzt hat aber kaum jemand. Ging irgendwie nicht so. Rezitierte Gedichte mit Shanty-Untermalung. Sehr schlau. Hat mir gefallen.

Heute: Berlin, Max & Marek, 20 Uhr: FUK (Fußball & Kultur) mit Konrad Endler, der Band ohne Namen und mich

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Ausgehfertig

9. April 2014

Heute gehe ich ins Konzert. Hansi Hinterseer spielt im Tempodrom. Will ich mir mal angucken. Finde seine Musik zwar jetzt gar nicht mal so besonders, bin nicht gerade Fan von ihm, aber langsam komme ich ja in dieses Alter und ich finde es auch albern irgendwie sich ständig so rebellisch zu gerieren, was soll das, ewig mit einem Ramones-T-Shirt rumrennen und so alten Boots und Iro, wo mittendrin schon was fehlt, weil man da eben Platte hat, jetzt. Nee. Gib gefälligst auch der leichten Muse eine Chance. Operette, Karnevalsabend, Hansi Hinterseer. Lässig mitwippen zu schmissigen Schlagern. Seit vorgestern habe ich sogar begonnen mich nach dem Rasieren mit Parföng einzunebeln und mal sehen, vielleicht binde ich mir auch einen Schlips um. Meine Tochter würde sich freuen.

Tipp für heute: Die Pflastersteine in der Handtasche nicht vergessen.

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Frech aber süß

8. April 2014

In der Linienstraße in einem Blumenbeet ein kleines Verbotsschild für kackende Hunde, direkt daneben fein säuberlich drapiert drei unterschiedlich braune Häuflein. Dit is Berlin!

Tipp für heute: Sich ein Beispiel nehmen.

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Gemeine Pflanzen (Der Giersch)

6. April 2014

Zu den gemeinsten Pflanzen dieser Welt zählt für mich eindeutig der Giersch. Jahrelang hatten seine weitverzweigten Wurzeln mich regelrecht zur Weißglut getrieben. Jahr für Jahr wieder versuchte ich die Ausläufer des Giersches aus unserem Kräuterbeet zu verbannen und nun, als mir meine Freundin jüngst erzählte, Giersch gehöre neben Gurkenlimonade und Coworken zu den Trends des Jahres 2014, der schmecke einfach supersuperlecker, njam, njam, seitdem natürlich, klar, lässt sich kein Blättchen dieses UNKRAUTES mehr sehen. EINFACH GEMEIN! Genauso gemein übrigens, dass gemein einfach nur einfach bedeutet.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning, Uli Hannemann, Falko Hennig und mich sowie den außerordentlich überragenden Superstargästen Christoph Theussl (ja, der Christoph Theussl!) und Marlen Pelny (ja, die Marlen Pelny!)

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Früher hätte es das nicht gegeben

5. April 2014

Gestern auf dem Rückweg vom Haus Berlin an der ehemaligen Mokka-Milch-Eisbar vorbeigelaufen, die jetzt irgendwie anders heißt und vor ihr ein Schild gesehen, welches das neue Getränk der Saison anpries: Gurkenlimonade. Von da bis zur Kartoffelsaftschorle ist es auch nicht mehr weit, habe ich bei mir gedacht und den Kopf geschüttelt wie ein Rentner, der noch den Krieg miterlebt hat.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen (mit Dan Richter, Spider, Heiko Werning, Jakob Hein und mich)

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Poesie zum Träumen (76)

4. April 2014

Zeit wohl menschgemacht

Nieselregen,

Grummeln im Bauch,

Nieselregen,

Kirschbäume blühen,

Nieselregen,

die Postfrau schiebt ihr Rad,

Nieselregen,

sie hat keine Kapuze auf,

Nieselregen,

in der Zeitung stand noch Sonne,

Nieselregen,

neue Fenster stehn im Flur,

Nieselregen,

die Krim gehört jetzt Russland,

Nieselregen,

Zeiger fehln der Uhr.

Heute: Berlin, Haus Berlin, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt

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Sätze seltsamer Schönheit (88)

3. April 2014

“Aber wie ich immer sage: Berlin ist wie Elisabeth Taylor, die Stadt überlebt einfach alles.” die Schlagersängerin Gayle Tufts in einem Gespräch mit Jens Balzer ‘Berliner Zeitung’

P.S.: Elisabeth Taylor verstarb am 23. März 2011 in Los Angeles (USA)

Heute: Berlin, Szimpla Badehaus, 20:30 Uhr: Chaussee der Enthusiasten (mit Stephan Serin, Andreas Kampa, Robert Naumann, Jochen Schmidt und den Gästen Ivo Lotion, Uli Hannemann sowie mich)

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