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Da sollte man mal drüber nachdenken

24. Mai 2017

„Was glauben Sie denn?“ fragte die Berliner Zeitung anlässlich irgendeines Kirchentages verschiedene bedeutende Persönlichkeiten und erhielt darauf so kluge Antworten wie die von Sigrid Evelyn Nikutta, ihres Zeichens Vorstandvorsitzende der BVG: „Ich glaube an das Gute im Menschen“, oder von Sawsan Chebli, SPD, Berlins Bevollmächtigte beim Bund, Staatssekräterin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales: „Ich glaube an das Gute im Menschen“ oder auch von Chris Dercon, neuer Zampano an der Volksbühne: „Ich glaube, nicht zu glauben, ist eine absolute Lebenszeit-Verschwendung“. Mich hat die Zeitung leider vergessen zu fragen, oder vielleicht war ich gerade nicht da, als sie klingelten, aber auch ich habe mir selbstverständlich eine Antwort überlegt und zwar: „Ich glaube Lebenszeit-Verschwendung, das ist gut“.

Heute: Region Berlin-Brandenburg und Internetz, Radio Eins, zwischen 20 und 21 Uhr: Zwiegespräch mit Gott über etwas, was noch nicht verraten wird, mit, natürlich, Gott und mit mich

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Hätte es natürlich auch twittern können

23. Mai 2017

Ich weiß, was Donald Trump gestern gedacht hat, als er in Jerusalem zur Klagemauer schritt, nämlich: „Ich zähle jetzt ganz langsam bis 60, dann vergeht die Zeit schneller.“

Heute: Berlin, Schokoladen, 21:30 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen mit u.a. mich als Gast

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Was würde wohl Freud dazu sagen (34)

21. Mai 2017

Geträumt, ich wäre in Frankfurt/Oder, würde dort studieren, müsse aber nach Potsdam, weil ich da wohne. Mit mir wollen auch ein paar Westberliner Freunde fahren, aber die sitzen zu lange am Frühstückstisch, so dass ich alleine aufbreche. Ich muss über Autodächer laufen, denn es herrscht entsetzlicher Stau. In Polen ist Fußball-Weltmeisterschaft und alle strömen dort hin. Am Bahnhof ist der Zug nach Potsdam bereits eingefahren, ich versuche zwei Stufen auf einmal zu nehmen, gelingt mir aber nicht. So trippel ich hektisch, Stufe für Stufe, nach oben. Man gelangt über Brücken in den Zug und Massen stehen an, aber in der Mitte, da ist eine Brücke, da stehen nicht ganz so viele Leute. Ich drängel mich an ihnen vorbei und es gelingt mir tatsächlich rein zu gelangen. Einige Wagen sind total überfüllt, andere dagegen leer. Mir fällt ein, dass ich gar keine Fahrkarte habe und dies ja ein Regionalexpress ist, wo man beim Schaffner nicht bezahlen kann. In meinem Portemonnaie befinden sich lediglich Kassenzettel. Vielleicht habe ich ja Glück? Vor mir ist die Lok, dann also wieder zurück. In einem leeren Wagen sitzt als einziger Mensch eine Frau mit schwarzem Spitzenhäubchen. Agatha Christie, denke ich. Initialen AC. Wenn jetzt Andreas Bader neben ihr sitzen würde, ergäbe das eine Anfangsbuchstabenkombination, die in Zahlen ausgedrückt einer beliebten Biermarke in Ostberliner Institutionen wie dem Schokoladen oder der Baiz entspräche.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Falko Hennig und mich, sowie den unwahrscheinlich interessanten Supergaststars Rigoletti (Oscar-Preisträgerin-der-Herzen), Ella Carina Werner (Hamburg/TITANIC) und Wraiths (Michigan/USA)

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Was uns Wikipedia lehrt

14. Mai 2017

Es war nicht alles schlecht, werden heute wieder viele sagen, und auf die Einführung des Muttertages als gesetzlichen Feiertag durch Adolf Hitler verweisen, dabei haben ihn natürlich die Nationalsozialisten nicht erfunden, sondern so ’ne Methodistin in den USA, die dies später zwar wieder bereute und auf die Abschaffung ihres Feiertages drängte, weil er zu einem Kommerztralala umfunktioniert worden ist, aber nun: „Mutti, allit Jute“. So, hätten wir geschafft. Mutti besitzt zwar gar keinen Computer, mit dem sie dies lesen könnte, aber kann ihr ja vielleicht jemand mitteilen. Bitte! So, und wo wir schon dabei sind, kann ich gleich noch erzählen, dass ich gestern angebadet habe, also nicht ich, aber ich habe es zumindest gesehen, mit eigenen Augen, wie jemand gebadet hat, eine ältere Frau, vielleicht sogar Mutter, im Weißen See,  in Weißensee, Wassertemperatur 12 Grad (vorsichtig geschätzt). Respekt!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den hervorragend weiblichen Superstargästen Kirsten Fuchs (!) und Zuckerklub(!)

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Auf hunderttausendfachen Wunsch (71)

13. Mai 2017

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines.

1. Hostel Goldmarie – Wenn der Sommer kommt

2. Mine – Essig auf Zucker

3. Tom Schilling & The Jazz Kids – Ein Junge

4. Katrin Freiburghaus – Robert Lewandowski

5. Enno Burger – Klumpen

6. Falk – Spiegel

7. Sookee feat. Charlotte Brandi – Who cares

8. Schnipo Schranke – Murmelbahn

9. Der Nino aus Wien – Deine Boheme

10. Albrecht Schrader – Ohnmacht als Chance

11. Mittekill feat. Yusef – Yusef

12. Parkwächter Harlekin – Zum Fleiß

13. Ostberlin Androgyn – Take over

14. Zuckerklub – Herz auf Papier

Heute: Berlin, Schokoladen und Klub der Polnischen Versager, ab 19 Uhr: Große Pi-Radio-Solidaritätsgala mit den Bands Mongoloid Webber und Pie in the Sky, den DJanes Niki Makita und Eklig, im Versagerklub Jero, Nordpolzigeuner und icke mit Sitzdisko und Stullen

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Schwein gehabt

12. Mai 2017

Häufig wird ja von merkwürdigen Existenzen, um nicht zu sagen Rechtsradikalen, behauptet, wir, in der Bundesrepublik, lebten mittlerweile in einer Art DDR 2.0. Dem würde ich nicht beipflichten. Ich stelle nämlich gewaltige Unterschiede fest. Zum Beispiel riecht die U-Bahn ganz anders, es gibt Zeitschriften mit Nackige drin, mein Lieblingsverein hat keine Chance mehr Landesmeister zu werden, man darf Tüten mit Werbeaufdrucken in die Schule mitnehmen, es gibt Haschisch im Park, Demonstrationen, die geduldet werden, obwohl sie nicht vom Staat organisiert worden sind und so weiter und so fort. Heute allerdings geriet ich für einen kurzen Moment lang ins Zweifeln, sah ich doch am unteren Ende der Schönhauser Allee (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz) eine riesige Schlange Jugendlicher anstehen, nach Turnschuhen. Ja, sie standen wirklich nach Turnschuhen an! Bei einem Laden, der, nun ja, Turnschuhe verkauft, oder jedenfalls Schuhe, die aussehen wie Turnschuhe. Da habe ich kurz gedacht, oh nein, jetzt ist es wieder so weit! Jetzt ist sie wieder da! Schnell noch Tomatenketchup hamstern, dachte ich, Bananen, Fliesen, Autoersatzteile, West-Schallplatten. Doch dann klärte mich jemand auf, der sich auskannte, der mit unserer Jugend auf du und du stand, sozusagen. Dieser Jemand nämlich meinte, viele Jugendliche würden gewisse Schuhmarken verehren und wenn von diesen Schuhmarken ein neues Modell herauskäme, stünden sie sich eben ihre Beine in den Bauch. Aha! Produkte also. Einkaufen als neue Jugendkultur. Das mag man bedauern, ist sicher etwas traurig für die Jugendlichen selber, ein wenig erleichtert war ich aber, ehrlich gesagt, auch.

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 21-22 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Ausgabe 76

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„Versuchen sie es nebenan“ wäre ebenfalls eine schöne Möglichkeit

11. Mai 2017

In dem Roman ‚Abschlussball‘ bringt der Autor Jess Jochimsen dem geneigten Leser unter anderem auch den rumänischen Philosophen Emil Cioran nahe. Dieser schrieb in seinen Tagebüchern, dass er die Idee hatte Warntafeln an seiner Wohnungstür zu befestigen, wahlweise beschriftet mit: „Ich bin nie zuhause“, „Verdammt sei, wer klingelt“ oder „Ich kenne niemanden“. An der Stelle dieses Buches las meine Tochter zufällig mit und musste lachen. Ich überlegte gemeinsam mit ihr, dass es doch etwas unheimlicher noch wäre, wenn man einem Klingler ein Blatt unter der Tür hindurch schöbe, wo drauf stünde „Ich bin nicht da“.

Heute: Berlin-Neukölln, Posh Teckel, 20 Uhr: Voland & Quist Literatursalon mit Jess Jochimsen (liest aus seinem Roman ‚Abschlussball‘) und mich (Moderation)

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Und am 31. Mai ist dann Weltgeburtstag

10. Mai 2017

Wer sich heute auf den großartigen Roman ‚Abschlussball‘ und seine Live-Präsentation durch Jess Jochimsen im Posh Teckel gefreut hat, den muss ich leider auf morgen vertrösten. Lag nicht an den Feierlichkeiten zum gestrigen ‚Tag der Befreiung‘, nein, ich hatte diesen Termin einfach so, ohne Grund, falsch in meinem Terminkalender eingetragen, bekloppt eben. Tschuldigung.

Tipp für heute: Den gebügelten Anzug noch mal in den Schrank hängen.

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Das kleinere Übel

7. Mai 2017

Manchmal ist es ja kontraproduktiv, das weiß ich selbstverständlich, wenn ausgerechnet eine Berliner Großfresse zu etwas auffordert, trotzdem, liebe Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, bitte wählen sie nicht Marine Le Pen!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, sowie den antireaktionären Superstargästen Lea Streisand (eine Person) und Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot (16 Personen)

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Vielleicht konnten ja die Anderen alle nicht

6. Mai 2017

Finde eigentlich nur ich es merkwürdig, wenn öffentlich-rechtliche Fernsehsender zu Polit-Talkshows einen Vertreter der CDU und einen der SPD antreten lassen, die dann gegeneinander argumentieren und Fragen aus dem Volke beantworten, wie unlängst bei Frau Maischberger geschehen? Immerhin sind das zwei Politiker der Regierungsparteien, die dort als Alternativen angeboten wurden. Ziehen allmählich russische Verhältnisse ein?

Tipp für heute: Man könnte doch auch mal die FDP einladen, zum Beispiel. Nein, war ’n Witz.

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