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Getroffen

23. Juli 2014

Gestern hatte ich ja eigentlich vor in den Garten zu fahren, die Tomaten zu gießen, aber dann wollte niemand mit mir raus kommen und alleine habe ich doch immer so schreckliche Angst, deswegen bin ich abends ins Kino, sah mir einen Film an, einen Film, den ich nur aus jenem Grund sah, um meckern zu können über schlechte Komödien. ‘Wir sind die Neuen’ heißt er und dreht sich um die spießige Jugend von heute und den Konflikt mit der progressiven Eltern- und Großelterngeneration und ich dachte: “Ach du meine Nase, das kann ja nur schiefgehen” doch überraschenderweise konnte ich sogar lachen, vielleicht, weil ich selber bereits ziemlich verblödet bin, egal, jedenfalls frug im Anschluss an die Aufführung ein älterer Mann der schätzungsweise 20 (!) Kinobesucher im hunderttausende fassenden Filmtheater International, ob denn irgendjemandem hier der Streifen gefallen habe und lediglich ich antwortete: “Ja, mir”, woraufhin dieser rief: “Du bist ja auch genau dazwischen”. Dazwischen, da war es wieder. Zwischen den Stühlen, zwischen den Generationen. Auf dem Rückweg weinte ich bitterliche Tränen.

Heute: Berlin-Moabit, Gemeindesaal Moabit (hat eigentlich schon mal jemand zu Moabit Maobeat gesagt oder geschrieben?), 20 Uhr: Fuchs & Söhne mit Kirsten Fuchs, Sebastian Lehmann, Paul Bokowski, Andre Herrmann und mich als Gast

 

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Der Rucksack

22. Juli 2014

Falls jemand einen schwarzen Rucksack mit grauen Schnallen dran entdecken sollte, womöglich noch gefüllt mit Werkzeug und Schlüsselbund, der gehört unserem Glaser, der ihn nur für einen Moment auf unserem Hof abstellte und schwupps, hat er wahrscheinlich Flügel bekommen und ist entfleucht, wohin auch immer. Vielleicht landet er ja mal in einem Park oder einem dunklen Hinterhof, irgendwann muss ja ein jeder mal zurück auf die Erde, selbst Mauersegler, liegt an der Schwerkraft, dann wäre ich hocherfreut von ihm zu hören.

Tipp für heute: Dieben die Hände abhacken Beute wieder abnehmen.

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Poesie zum Träumen (81)

21. Juli 2014

Das Friedensvieh

‘Ne Taube sitzt im Hinterhof,

lässt ab und zu was fallen,

fliegt nicht dorthin wo Kriege führn,

mordlüsterne Vasallen.

Weiß nichts von der Bedeutung, die

gegeben von uns Menschen, ihr.

Sitzt da und guckt

und platsch…

schon wieder.

Tipp für heute: Sich vorsehen.

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Es gibt kein gutes Wetter, nur passende Kleidung

20. Juli 2014

Endlich krasse Hitze. 96°C im Schatten und kein Lüftchen. Gerade richtig um eine Sommeroffensive zu starten, mit unserer Lesebühne im Kaffee Burger. Wir werden uns heute so richtig reinhauen, mit allem was wir haben, Körper, Geist (die Reste) und natürlich auch Gefühl, viel Gefühl. Wir bringen selbstverständlich auch was mit, Sonnenbrand und ungewaschene Füße, nicht zu vergessen Texte und Lieder, frisch geschrieben und komponiert. Die sind richtig toll geworden, soweit man es zumindest beurteilen kann, bei 96°C im Schatten. Wer als erster kommt darf übrigens als erster rein. Krass, oder?

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann und mich sowie den schwerst sympathischen Stargästen Gloop, Andreas Gläser und Peter Reutterer aus Österreich

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Aufruf an alle kriegführenden Parteien weltweit

18. Juli 2014

Hört doch endlich mal auf mit diesem Scheiß! Spielt murmeln oder Ringelpiez mit Anfassen oder noch besser: ab, marsch, ins Bett!

Tipp für heute: Von Kraft träumen.

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Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n

17. Juli 2014

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, unserem Tischler! Thomas, der gerade die Fenster aufarbeitet, im Hof. Thomas hat ja das verdammte Glück am selben Tage Geburtstag haben zu dürfen, wie eine wahre Diva, eine Heldin, die von Millionen Menschen vergöttert wird. Einer unglaublichen Frau mit einer fabelhaften Stimme, einer Versuchung für viele, insbesondere in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren. Thomas hat am selben Tage Geburtstag wie Angela Merkel Milva.

Tipp für heute: Mitsingen.

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Blätter, blätter, blätter .. ach, guck an

15. Juli 2014

Wie lange wird das jetzt eigentlich dauern, dass die ersten 5 Seiten jeder Zeitung und die Hälfte jeder Nachrichtensendung der Berichterstattung über den deutschen Weltmeistertitel im Herrenfußball vorbehalten bleiben. Bis zur nächsten EM? Bis zur nächsten WM? Bis zum Sankt Nimmerleinstag? Dabei geben sich kriegslüsterne Menschenmännchen weltweit so sehr Mühe ihre Schlachten in den Vordergrund jedwedes Interesses zu rücken. Jedoch chancenlos, scheinbar.

Tipp für heute: Hast du Kummer oder Sorgen, Stofftaschentücher borgen.

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Und das von unseren Rundfunkgebühren!

13. Juli 2014

Eine ziemliche Frechheit finde ich es, dass die ARD die aktuelle Folge der ‘Lindenstraße’ heute nicht ausstrahlt. Vor zwei Wochen konnte ich es ja noch halbwegs nachvollziehen, weil da ein Fußballspiel übertragen wurde und Fußballübertragungen sind ja mittlerweile wichtiger als Weltkriege geworden, heute aber wird nicht mal ein Fußballspiel gezeigt um 18:50 Uhr sondern die Vorberichterstattung zu einem Fußballspiel, welches um 21 Uhr beginnt! 2 Stunden und 10 Minuten Vorberichterstattung! Wahrscheinlich sogar noch länger, ich hab da nicht genau hingeguckt. Solche Vorberichterstattungen sind ja normalerweise für die Dummen, also für die, die absolut keine Ahnung haben von dem was sich danach abspielt. Da wird dann erklärt, dass der Ball rund ist und eine Mannschaft sich freut, wenn sie Weltmeister wird und dann lacht man ein bisschen und zeigt Produkte in die Kamera weil man dafür Geld bekommt von irgendwelchen Firmen. Können sie ja von mir aus auch machen, aber bitte nicht um 18:50 Uhr, denn da hat gefälligst die ‘Lindenstraße’ zu laufen. So, damit ihr ‘s wisst!

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt Kurzprogramm mit Jakob Hein, Falko Hennig und mich, anschließend, Punkt 21 Uhr und keine Sekunde früher!, Direktübertragung des Fußballweltmeisterschaftendspiels der Herren Argentinien – BRD (Eintritt (ausnahmsweise) frei!)

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Essen taten sie andere

12. Juli 2014

6:22 Uhr bin ich heute aufgestanden um Pilze zu sammeln. Ja, es gibt welche. Pfifferlinge. Hauptsächlich allerdings ganz kleine Baby-Pfifferlinge. Weiß gar nicht ob das nun schlimm ist wenn man so kleine Pilze bereits erntet. Weiß sowieso relativ wenig über die Vermehrung von Pilzen. Sind ja weder Tiere noch Pflanzen. Als ich so im Wald saß und nachdachte, ob ich die Kinder nun pflücke, kam mir in den Sinn, dass es ja doch recht merkwürdig klingt, wenn wir davon sprechen, dass Tiere, wozu ja auch wir Menschen gehören, sich fortpflanzen. Pflanzen tieren sich schließlich auch nicht fort. Die vielen Baby-Pfifferlinge ließen sich übrigens anschließend einwandfrei in einem halb geöffneten Riesenschirmpilz nach Hause transportieren.

Heute: Berlin, Zukunft am Ostkreuz, ab 16 Uhr: Erich-Mühsam-Fest mit illustren Künstlern zu Ehren des großen Anarchisten auf mehreren Freilichtbühnen und auch überdacht z.B. ab 20 Uhr Lesebühne mit Karsten Krampitz, Markus Liske, Robert Naumann und mich

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Kaufen

10. Juli 2014

Ich weiß, die meisten lesen ja nur noch im Internetz oder auf Facebook, aber wer Lust hat noch einmal ein richtig altes Medium in die Hand zu nehmen könnte eventuell auf Produkte wie dieses zurückgreifen. Vor Kurzem ist nämlich eine Anthologie herausgekommen, welche ‘Die Letzten werden die Ärzte sein’ heißt und wo sich unter anderem auch eine Kurzgeschichte von mir drin befindet. Geht so um medizinische Geschichten, Eiter, Hodenkrebs, Alkoholismus, Ähnliches. Nicht vollständich ohne Humor. Außerdem im Handel derzeit ein Roman meines Freundes und Kollegen Toni Mahoni, den ich wirklich sehr empfehlen kann. “Alles wird gut und zwar morgen” heißt er und ist wirklich spannend, also Abenteuer, Liebe und Kunst und Leben, von alles was dabei. Hab ich gelesen. Rockt!

Tipp für heute: Moschen.

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