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Schlimmer geht immer

24. September 2017

Dieses Jahr ist es schon krass. Berlin-Marathon, Bundestagswahl, Heiligabend, Silvester, alles fällt auf einen Sonntag. Kein Vergleich allerdings zum nächsten Jahr, da fällt sogar Gründonnerstag und Karfreitag auf einen Sonntag. Das gab es noch nie!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie zwei, der zweifellos wichtigsten Stargäste, die wir je hatten: Johanna Zeul (Bühnentornado) und Klaus Ungerer (Gerichtsreporter) jedes einzelne Wahlergebnis, aus jedem einzelnen Wahlkreis, was eintrudelt, wird natürlich umgehend von uns bekannt gegeben

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Sätze seltsamer Schönheit (118)

22. September 2017

„Die Lebenserwartung in Deutschland steigt jeden Tag um circa 6 Stunden!“ (Jens Spahn, CDU, weiß, warum am Sonntag seine Partei wieder gewählt werden muss)

Heute: Berlin-Neukölln, Buchhandlung Stadtlichter, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, neue Schlager, Bier aus Flaschen)

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Rheinsberger Tagebuch (14)

20. September 2017

Auf dem Marktplatz habe ich Freke Over getroffen, den Direktkandidaten der Linken für Rheinsberg. Er saß hinter seinem Wahlkampfstand und erkannte mich nicht. Wie auch, wir haben uns höchstens zufällig mal getroffen, in alten Hausbesetzertagen. Das waren noch Zeiten, herrje! Freke muss dringend mal zum Zahnarzt, habe ich ihm aber nicht gesagt, hab mich nicht getraut. Ich muss morgen ja auch zum Zahnarzt, fahre dazu allerdings nach Berlin. Nicht, weil ich den Rheinsberger Zahnärzten misstraue, sie gelten als die besten Eurasiens, nein, ist nur so, dass mein langjähriger Zahnarzt, Dr. Schneider oder Dr. Schwarz, weiß immer nicht wie er heißt, dass der mir doch jedes Mal von seinen Urlauben in Griechenland erzählt und da bin ich voll gespannt drauf, seine Erlebnisse 2017. Außerdem ist ein Stück von meinem Backenzahn beim Tiefgekühlte-Schokolade-Essen abgebrochen und ich hege die trügerische Hoffnung, er habe das passende Gegenstück dazu in irgendeiner Schublade zu liegen. Warum? Keine Ahnung. Ich bin schon so lange bei ihm Patient! Freke erzählte mir, dass das Stadtschreiberfahrrad auf eine Initiative von Wiglaf Droste zurück gehe, der mit diesem immer die Parkwächter ärgerte, die ihm das Fahren dort verbieten wollten. Ich habe bisher ja lediglich Ball gespielt im Park, was zwar auch verboten ist, aber da kam niemand. Verboten sind außerdem: Musik machen, Lagern, Pflanzen oder Teile von Pflanzen abreißen, Demonstrieren, Baden, Grillen, Handel treiben, die Wege verlassen, auf irgendetwas raufklettern und, na ja, atmen ist, glaube ich, nicht verboten. Zu meiner Arbeit: Ach, das wollt ihr gar nicht wissen.

Tipp für heute: Als Handel treibender Demonstrant auf einem Fahrrad mit Bällen jonglierend zum Grillen abgerissener Pflanzenteile in den Rheinsberger Schlosspark fahren, abseits der Wege natürlich.

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Wort der Woche

19. September 2017

Hefeknochen (gehört von einem geistig behinderten Mann, als er einen geschlossenen Schirmpilz in meiner Hand erblickte)

Tipp für heute: Vielleicht mal wieder Hefeklöße?

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Kampagne wider die allerortens anzutreffende, durch nichts zu entschuldigende und zu allem Überfluss mit Geldgeilheit innigst gepaarte Inferiorität (3)

17. September 2017

Die Freak-Show ist ein Punkerladen, eine Punkerkneipe, eine Punkerdisco, kurz gesagt ein Punkerschuppen. Hätte nicht gedacht, dass es so was überhaupt noch gibt, aber vom allerfeinsten. Weder aufgesetzt, noch heruntergekommen, weder Kunst, noch polit, einfach nur Punk. Mit richtigen Punkern, die anders aussehen, als jene, die immer Geld schnorren. Mit Punkmusik von gestern und von heute, aufgelegt von Schallplatte. The Jam, The Shocks, KFC, was das Herz begehrt. Ich trink ja nur Bier, aber wer Schnaps mag, sollte Wurstwasser probieren, ein Klarer mit Fleischwurst & Speck an Senf, für 2 €. Zu finden ist das Ganze in Essen-Steele (lohnt sich sowieso, da mal hinzufahren) am Grendplatz 2a, mit der S-Bahn eine Station von Essen Hbf. nach Essen-Steele und dann circa 10 min. zu Fuß. Am 28.10. spielt dort übrigens Tomas Tulpe, die singende Bühnenwurst!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den krassesten Superstargästen seit der Erfindung der Bindehautentzündung Uli Hannemann (Neukölln) und Doctorella (kein Schlager)

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Nach getaner Arbeit

15. September 2017

In meinem Berliner Zimmer, auf dem Fensterbrett, hat sich eine Biene zum Schlafen hingelegt. Jedenfalls sieht es so aus. Ich will sie lieber nicht wecken.

Heute: Essen, Kulturzentrum Grend, 20 Uhr: Grend Slam mit Volker Surmann, Sebastian Lehmann, Frank Klötgen und mich

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Rheinsberger Tagebuch (13)

14. September 2017

Auf meiner allmontäglichen Rückreise von der Reformbühne in die Ruppiner Schweiz einen unleidlichen Schaffner erwischt, der mir 60 € abknöpfen wollte, weil es am Bahnhof Lichtenberg doch Automaten gebe, die ich doch wohl bedienen könne. Auch meine sorgsam studierte Ausrede, ich sei in der DDR aufgewachsen und hätte es nie gelernt Automaten zu bedienen, konnte ihn nicht erweichen. Erst meine Bitte die Polizei zu holen oder doch gleich Blauhelme anzufordern, ließ ihn davon abrücken, die Unsumme einzutreiben. So blieb es bei den üblichen 7 Euro 50 und einem Gratiskaffee, da mein Rabattzettelchen voll war. Nach zehn Stempelchen erhält man nämlich einen Türkentrunk umsonst bei der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft. „Ja, Milch.“ „Nein, zwei Näpfchen wäre nett.“ „Und einen schönen Feierabend, bei Gelegenheit.“ Ach ja, die Arbeit. Bei meinem einen Kugelschreiber, mit dem ich immer am liebsten schreibe, bei dem ist mir nämlich neulich die Mine abgebrochen. Und den Ersatzkugelschreiber hat wahrscheinlich die Katze gefressen. So wird das dann doch wohl nichts werden, mit meinem Jahrhundertroman. So kann ich einfach nicht.., na, ihr wisst schon.

Tipp für heute: Einen zweiten Ersatzkugelschreiber beschaffen.

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Was würde wohl Freud dazu sagen (36)

11. September 2017

Geträumt, mir sitze Wilson Gonzales Ochsenknecht gegenüber. Der Schauspieler oder Schauspielersohn. Er starrt mich die ganze Zeit so komisch an. Plötzlich öffnet er seinen Mund und lässt aus diesem flüssiges Eigelb heraus laufen. Das Eigelb fließt über sein Kinn, an seiner Haut hinunter, unter seine Sachen. Ein Betreuer kommt und sagt: „So geht das nicht, mach das mal weg.“ Wilson erhebt sich und schlurft zu einer Schule, an welcher gerade Hofpause ist. Im dortigen Eingangsbereich fängt er an, sich zu entkleiden um mit Klopapier das Eigelb von seinem Körper zu wischen. Ich sehe, dass er eine Windel trägt. Das ist mir alles sehr, sehr peinlich.

Tipp für heute: Auch mal etwas für sich behalten können.

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Machomäßig

10. September 2017

Nein, SPD. Nein, nein, nein, nein, nein, nein! So macht man das einfach nicht. So wird das nichts werden. Gut, ich meine, vielleicht soll das ja auch nichts werden. Vielleicht wollt ihr ja den zweiten Platz diesmal überhaupt nicht erringen. Wenn, dann macht ihr im Moment natürlich alles richtig. Zum Beispiel mit dem Plakat, welches ich gestern im Berliner Bezirk Pankow erblickte. In weißer Schrift auf rotem Grund stand dort untereinander geschrieben:

Frauen

gleich

stellen

Als wären Frauen Wild, die es zu jagen gilt. Und das heutzutage! Guckt denn da gar keiner noch mal drauf, bevor ihr die Plakate an die Laternen hängt? Na ja. Mir eigentlich auch egal.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den phantastischen Stargästen Doc Schoko und Ulrike Helms

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Die 100 schlimmsten Probleme der Welt

9. September 2017

Zum Beispiel: Du hast zum Ende des Frühstücks hin noch Appetit auf ein halbes Brötchen mit Erdbeermarmelade und Bananenscheiben drauf und auf ein halbes Brötchen mit Salami. Du schaffst allerdings insgesamt nur noch ein halbes Brötchen. Nun könntest du dieses halbe Brötchen in zwei Viertelbrötchen teilen, eines mit Salami belegen und eines mit Erdbeermarmelade bestreichen und dann Bananenscheiben darauf drapieren. Dies aber wiederum ist dir zu viel Aufwand, für zu wenig Genuss. Was nun? (mit herzlichem Dank an meine Tochter J.B. für die Zurverfügungstellung dieses Problemes)

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Micha Ebeling, Andreas Scheffler, Jochen Reinecke, Dan Richter und mich

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