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Neutralität kann ins Auge gehen

19. Oktober 2018

Wir waren doch neulich in Dessau gewesen, mit unserem Kriminalmusical ‚Rache! – Ein Kriminalmusical‘ im Schwabehaus (noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Abend allen Beteiligten) und da sollten wir ja eigentlich im Bauhaus (nicht in einer Filiale dieser Heimwerkerbedarfskette sondern im richtigen Bauhaus) schlafen, welches ich meinen Kolleginnen Mareike Hube und Sedlmeir in höchsten Tönen anpries, denn es ist wirklich ein Erlebnis in den original gestalteten Räumlichkeiten schlafen zu dürfen, ich habe dies bereits dreimal genießen können. Alleine die Gemeinschaftsdusche, ein Traum, dieser Riesen-Duschkopf für dreißig Personen (geschätzt), da rückt man automatisch wieder näher zusammen und erkennt Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. Leider war die Beherbergung im Bauhaus bereits ausgebucht, doch nun lese ich in der Presse, dass das Dessauer Bauhaus eine Konzertaufzeichnung des ZDF mit der Gruppe ‚Feine Sahne Fischfilet‘ abgelehnt habe, weil es Auseinandersetzungen mit rechtsradikalen Gegendemonstranten befürchtet. Das Bauhaus! Das Bauhaus gibt dem Druck von Nazis nach! Jenes Bauhaus, welches von den Nazis immer aufs heftigste bekämpft wurde, welches auf Druck der Nazis schließen und die meisten seiner Künstler vor den Nazis fliehen mussten! Wer ist denn da in verantwortliche Positionen gelangt? Haben sich diejenigen mal mit ihrer eigenen Geschichte beschäftigt? Wenn nicht, fangt mal damit an. Noch ist es nicht zu spät!

Heute: Oderaue, Theater am Rand, 19:30 Uhr: ’50 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier

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Traurig

16. Oktober 2018

Sollte die SPD sich immer noch fragen, warum niemand sie mehr ernst nehmen kann, kleiner Tipp, einfach mal einem Mann zuhören, der sich innerparteilich zum stellvertretenden Vorsitzenden hochgeschlafen hat und den Namen Olaf Scholz trägt.  Dieser Typ, wenn man Wikipedia trauen darf zudem noch Vizekanzler und Finanzminister, erklärt in den Tagesthemen: „Das was wir anders machen wollen sind ein paar Dinge, zum Beispiel Konstanz.“ Obwohl, manchen Menschen am Bodensee wird wohl trotzdem noch der Schreck in die Glieder gefahren sein.

Tipp für heute: Verlässlich überraschen.

 

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Sätze seltsamer Schönheit (128)

14. Oktober 2018

„Tote Männer sind die besseren Frauen.“ (Gotti von ‚Tiere streicheln Menschen‘)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott und mir, sowie den besseren Superstargästinnen Lea Streisand (Rakete 2000) und Masha Potempa (schöne Lieder)

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Was würde wohl Freud dazu sagen (43)

13. Oktober 2018

Geträumt, ich säße im Außenbereich einer Gaststätte und bestellte mir ein Steak ‚Rumänisch‘. Als der Kellner wieder kommt, mir eine Schüssel Weißkohleintopf auf den Tisch stellt, schüttele ich den Kopf und sage: „Ich habe das Steak ‚Rumänisch‘ bestellt.“ Dieser zwinkert verschwörerisch und entgegnet: „Glaubten sie wirklich es gäbe ein rumänisches Steak?“

Heute: Dessau, Schwabehaus, 20 Uhr: ‚Rache! – Ein Kriminalmusical‘ von und mit Sedlmeir, Mareike Hube und Ahne

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Nur weil man einen Kackhaufen anders beleuchtet, wird daraus noch kein Erdbeereis

8. Oktober 2018

Kann die hiesige Presse und der hiesige Rundfunk mal bitte damit aufhören den rechtsradikalen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro einen „Populisten“ zu nennen? Mal abgesehen davon, dass ich sowieso nie weiß, was dieser „Populismus“ eigentlich beinhalten soll, aber Bolsonaro verachtet Frauen, hetzt gegen Schwarze, Schwule und politisch Andersdenkende. Mithin also gegen das Volk, zumindest gegen die große Mehrheit des Volkes! Alleine die Frauen bilden in Brasilien, wie im Rest der Welt, bis auf China (dank der vermaledeiten Ein-Kind-Politik), die Mehrheit. Dass es trotzdem, die Wählerinnen und Wähler mögen dies verhindern, zu einem Wahlerfolg des Grinsefaschisten kommen könnte, zeigt mal wieder, dass Frauen nicht unbedingt schlauer sind als Männer, Schwarze nicht unbedingt schlauer als Weiße, Schwule nicht unbedingt schlauer als Heteros. Ein Plädoyer im Prinzip für die Gleichheit des Menschen. Schöner wäre es allerdings, dies geschehe nicht auf dermaßen niedrigem Niveau.

Tipp für heute: Verschleierungsbegriffe in die Tonne treten.

 

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Zwischen den Stühlen (der große Unterschied)

7. Oktober 2018

Letzten Mittwoch sagte der Erzbischof der Katholiken in seiner Predigt zu den Vereinigungsfeierlichkeiten beim Ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom unter anderem, es stünden sich heute die Anhänger einer „wahrheitslosen Zeit“ den Anhängern einer „zeitlosen Wahrheit“ gegenüber. Ehrlich gesagt fühle ich mich ja keiner dieser beiden Gruppen zugehörig. Sicher ist es bescheuert zu argumentieren: „Ja, du glaubst eben daran und ich glaube eben daran, is doch egal.“ Nein, egal ist es nicht. Die Ergebnisse von Wissenschaft, Forschung und den Erfahrungen des menschlichen Zusammenlebens einer einzelnen unbegründeten Meinung gleichzustellen, bedeutete Willkür und Dummheit Tür und Tor zu öffnen. Allerdings gibt es meiner Meinung nach auch keine „zeitlose Wahrheit“. Denn Erkenntnisse können sich irgendwann als falsch herausstellen und dafür sollten wir Menschen offen sein. Ein Lob also dem Zweifel, Vorsicht jedoch vor dem Verzweifeln, ein großer Unterschied, wie ich finde.

Heute: Berlin, Volksbühne, 19 Uhr: ‚Macht zur Frage – 30 Jahre Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot‘ mit derselbigen, sowie ‚Ihr Wichser‘, Peter Wawerzinek, Nino Sandow und mich u.a.

oder

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig und Jürgen Witte, sowie den 1A-schnieken Superstargästen Christoph Theussl (Charmebolzen aus Österreich) und Michael Bittner (Stimme der Vernunft aus Dresden)

 

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Sehenden Auges ins Verderben?

5. Oktober 2018

Wohin sich die Gunst der Wirtschaft neigt, wenn es zwischen einem linken und rechten Kandidaten zu entscheiden gilt, zeigt sich dieser Tage mal wieder in Brasilien. Je mehr die Umfragewerte für den bekennenden Rassisten und Sexisten Bolsonaro, einen Mann, der die frühere Militärdiktatur lediglich dafür kritisiert, dass sie zu wenige Menschen erschossen hat, steigen, desto mehr legen auch die Kurse an der Börse zu. Es ist wie so oft in der Geschichte, der Profit beseitigt sämtliche Bedenken. Nur hinterher wollen sie wieder von allem nichts gewusst haben und offizielle Geschichtsdokumentarfilmer (ich habe Guido Knopp sehr, sehr lieb) rätseln dann erneut, wie es nur dazu kommen konnte. Haben sich die Radikalen etwa gegenseitig hochgeschaukelt? Ist nicht doch die Mutter schuld? Oder die Liebe zu einem Schäferhund?

Heute: Templin, Gemeindehaus Storkow, 20 Uhr: ’50 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt)

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Böhmische Schweiz, dich trag ich in meinem Herzen

3. Oktober 2018

Wunderbar aufgetankt hab ich mich in Tschechien mit Bier und Knödeln mit Gulaschy. Und herrlich gewandert sind wir. Über Stock und Stein, Berg und durch Tal. Es plätscherten die Bächelein (wenn sie nicht ausgetrocknet waren), es rauschten die Fichtenkronen im Wind (oder irgendwelche anderen Kronen, zum Beispiel die Tschechischen Kronen, hihi), wir sahen einen Adler und einen Schmetterling und fuhren Roller. Jawohl, Roller! Und zwar keinen Motorroller, nein, einen richtigen Tretroller, ich war die Nummer 22. Mit diesen Rollern konnte man prima die Bergstraße hinunter runterrollern von Tokani ins Tal und damit man nicht zu schnell wurde, hatten sie kaum Luft auffe Reifen, clever! Ich bin so stolz, dass ich mich getraut habe, weil ich doch ansonsten keinerlei eigene Gefährte steuere, weder Auto noch Fahrrad, halt.., wer lacht ist dumm, ich seh das alles! Na ja. Bedanken möchte ich mich bei der Roma-Familie für den schönen Party-Abend in Horni Chrbska, meinen beiden Mitwanderern und der Crew der Fabrika in Doubice sowie den ganzen sächsischen Bands, durch die ich jetzt weiß, dass es so etwas wie Post-Rock gibt.

Heute: Berlin, Berliner Dom, 10-11 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Feierlichkeiten zum … hab ich vergessen mit u.a. mich und einem Zwiegespräch mit Gott (is leida ausvakooft, man kannit aba kieken inne Leifübatragung uffin ZDF)

und danach

Berlin, Frannz-Club, 20 Uhr: Tiere streicheln Menschen mit Gotti und Sven van Thom sowie mich als Gast (is leida ooch ausvakooft und man kannit nichma leif kieken in ZDF)

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Erst wollte ich mir einen Titel ausdenken, aber dann habe ich mich zu schwach dazu gefühlt

27. September 2018

Gestern habe ich gemerkt, dass ich ganz schön leer bin. Ich wollte, wie es mir Michael Hatzius geraten hat, mit dem Atmen ganz im Hier und Jetzt sein und die Füße fest auf den Boden stemmen, um sich der Erde verbunden zu fühlen, aber dann habe ich das auf der Bühne verwechselt und wollte mit den Füßen im Hier und Jetzt sein und hab den Atem fest auf den Boden gestemmt und dabei auch noch vergessen, dass ich normalerweise ja auch was sagen muss, in das Mikrophon hinein, auf der Bühne. Na ja. Fahre morgen früh erst einmal weg, in die Böhmische Schweiz, nach Tschechien. Batterien auftanken, mit Gulasch und Bier. Pilze gibt es ja nicht, muss man also auch nicht in die Natur. Wir sehen uns, spätestens Sonntag.

Tipp für heute: Sich mit der Erde im Hier und Jetzt fühlen.

Und Sonntag, 30.09. 2018: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den überaus erdverbundenen Superstargästen Bernhard Lassahn (Die Dienstagspropheten) und Lukas Meister (Sänger und Liederschreiber)

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Nicht immer alles so negativ sehen

26. September 2018

Mit der Wahl von diesem Brinkhaus statt des Kauders zum Fraktionsvorsitzenden der CDU hat die Partei wirklich einen guten Griff getan, denn auf Brinkhaus reimt sich viel mehr als auf Kauder. Kauder – Schauder, aber Brinkhaus – Trinkaus, Brinkhaus – Winkklaus, Brinkhaus – Schminkmaus, Brinkhaus – Hinklaus, Brinkhaus – Zinkstaus … ach, Politik kann auch Spaß machen.

Heute: Berlin, Kookaburra, 20 Uhr: Non-Sens, Mixed-Schau mit Michael Sens und Gästen u.a. mich

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