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Poesie zum Träumen (92)

30. Juli 2015

Das schöne Gedicht (II)

Macht 35 Euro und 80 Cent genau.

Sie zahlen? Oder ihre Frau?

Ach, keiner von beiden?

Na, schönen Abend noch.

Heute: Berlin-Wedding, La Luz, 20:30 Uhr: Brauseboys (mit u.a. mich als Gast)

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Phantasienah

29. Juli 2015

In der Berliner Zeitung, in welcher auch ich ab und zu etwas unterbringen darf, äußerte sich am Dienstag der ehemalige Polizeireporter der Münchner Abendzeitung zu einem Kandidaten um den Vorsitz der britischen Labour-Party. Der „Sozialist“ Corbyn wolle Chef der „einstigen britischen Arbeiterpartei“ werden, „Damit dürften Wahlsiege unwahrscheinlich werden“, so Borger schon in der Überschrift. Warum? Na klar, „der Vegetarier“ mit der „stets etwas leidenden Miene“ macht ja auch „die meisten Wege in seinem Bezirk mit dem Fahrrad“. Vor allem aber will er die Monarchie abschaffen, die britischen Atomwaffen abrüsten, außerdem die Eisenbahn, die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke verstaatlichen und er sehnt sich nach einem System „wo das Privatleben von Politikern noch respektiert wird“. Woraus Herr Borger messerscharf folgert: „Dass ein Politiker von derartiger Realitätsferne sich überhaupt im Rennen um den Chefsessel der wichtigsten Oppositionspartei in der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt wiederfindet, ist der Sentimentalität von Fraktionskollegen geschuldet.“ Logisch. Stattdessen sollte man lieber das tun, was man als Sozialdemokrat gefälligst tun muss, nämlich Sozialleistungen kürzen, aufrüsten, der Königin die Füße küssen und sich mit früheren Parteiprogrammen den Arsch abwischen, könnte sein, dass es dann auch mit ‚nem guten Pöstchen was wird, zumindest gilt man der bürgerlichen Presse nicht länger als „realitätsfern“.

Heute: Berlin, Mauersegler, 21 Uhr: Die Surfpoeten (Literatur und Konzeptdisko) mit u.a. mich als Gast

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Die Leiden des alten A.

28. Juli 2015

Die Stimmbänder sind wieder okay. Dafür schmerzt jetzt mein Hacken. Das liegt daran, dass ich wohl auf einen Kiesel getreten sein muss, ohne es zu merken. Ich bin ja gestern zu Fuß von einem Bahnhof in Brandenburg zu unserem Garten gelaufen, 15 km (geschätzt), lediglich bewaffnet mit einer Trinkflasche (0,5 l) und absolut reinem Gewissen. Gesungen habe ich auf dem Weg, unter anderem „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „I hate you all“ von den Warriors of Fucking Cock Shit, ich winkte den Menschen zu, die am Straßenrand Spalier standen und mir Applaus spendeten. Nur einmal bin ich ausgerastet, als jemand einen vollen Urin-Beutel auf mich schmiss. Da habe ich den echt an der Gurgel genommen und seinen Kopf immerzu gegen so einen Baumstamm geschlagen (spätblühende Traubenkirsche), das war aber die absolute Ausnahme gewesen, ansonsten waren alle voll nett. Und mit dem Werfer habe ich mich später sogar wieder versöhnt. Ich habe ihm das Du angeboten, dann hat er mich zu einem Aperol Spritz eingeladen und mich anschließend noch nach Hause getragen, wegen dieses vermaledeiten Hackens. Hier liege ich nun und denke mir Witze aus, die ich sofort wieder vergesse. Im Herbst will ich ein besserer Mensch werden.

Tipp für heute: Warum eigentlich erst im Herbst?

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Nicht im Training

26. Juli 2015

Leider haben wir nicht nur 0:3 verloren sondern auch noch meine Stimme, also ich, also die war weg, meine Stimme, nach dem Fußball und nachdem wir vor der Empor-Sportsklause noch ein wenig für Stimmung gesorgt hatten, im Auftrag des Berliner Senats, um den Touristen etwas bieten zu können, original Berliner Atmosphäre, wie man sie so nur in Berlin zu hören bekommt. Seit zwei Tagen lutsche ich nun Pfefferminztee, um die Bänder zu dehnen, die Stimmbänder und langsam wird es auch wieder, muss schließlich heute ebenfalls Atmosphäre machen, in luftiger Höhe, in der Stalin-Allee, die heute irgendwie anders heißt. Als Zugabe noch meine Lieblingsschlagzeile der letzten Woche, entnommen einer Internet-Boulevard-Schmonzette: „Fast unmöglich und doch passiert: Blitzschlagopfer gewinnt im Lotto!“

Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jakob Hein und mich sowie den extrem gut frisierten Superstargästen Eine Tochter (Berlin-Pop mit hohem Östrogen-Anteil) und Meikel Neid (Berlin-Rock ohne Musik)

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Lieber Max Riemel und ähnlich Berufene

24. Juli 2015

Könntet ihr bitte, wenn ihr in Zukunft etwas nicht versteht, darauf verzichten zu behaupten: „Es gibt Dinge im Leben, die wir nicht erklären können“ und stattdessen über Agenturen verbreiten lassen: „Es gibt Dinge im Leben, die ich nicht erklären kann“? Das würde der Wahrheit sicher näher kommen.

Tipp für heute: Endlich, die Saison geht los, 19 Uhr Jahn-Sportpark, BFC Dynamo gegen FSV Zwickau.

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Yesterday

23. Juli 2015

Gestern lief die letzte Folge von ‚Zwiegespräche mit Gott‘ auf Radio Eins. Vielen Dank nochmal an Tommy Wosch für die schöne An- oder besser Absage. Zum „Warum?“ kann ich hier nicht wirklich was sagen, da mir persönlich nichts mitgeteilt worden ist. Wahrscheinlich ist Gott einfach zu alt geworden für den Sender oder ich bin es oder es gab Beschwerden, kann sein. Die ‚Zwiegespräche‘ wird es natürlich weiterhin geben, bei der Reformbühne Heim & Welt jeden Sonntag live, und vielleicht hier oder da, mal sehen. Für alle Radio Eins-Hörer: Ab September wird Sarah Bosetti den Sendeplatz übernehmen. Die ist sehr gut.

Tipp für heute: Die Zukunft entfalten.

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Zum Abgeben

22. Juli 2015

Ich muss so viel machen, dass ich total blockiert bin. Aber wenn man total blockiert ist, fällt einem bekanntermaßen immer das Beste ein. Titel zum Beispiel, für alles Mögliche, zum Abgeben:

Kommste heut nich, kommste morgen

In Amerika wird auch nur mit Wasser geduscht

Ganz interessant

Der Penner mit dem großen Herz

Im Prinzip gut

Schwanger, das letzte Tabu

Du stehst im Licht

Dumm durch Stroh

Punk für Anfänger

Stasi-Rezepte zum Nachkochen

Ab heute fremd

Schwungvoll nachsitzen

Tipp für heute: In der Pause liegt die Kraft.

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Vorwärts in die Vergangenheit!

19. Juli 2015

Eine richtig gute Idee finde ich es, dass die Griechen jetzt ihre Mehrwertsteuer erhöhen müssen und zwar um 10 %, das spült ordentlich Geld in die Kassen, denn Lebensmittel braucht nun mal jeder. Okay, es trifft zwar in erster Linie die armen Menschen, aber hey, dafür dürfen sie jetzt im Ausland wieder ihre Kreditkarten benutzen, wer sich da noch beschwert, kann nur in höchstem Maße dreist oder linksradikal sein. Ich sage: Gut gemacht, Europa! Und jetzt als Nächstes bitte das Rentenalter hinauf setzen. Auf 80? Aber wozu überhaupt solch sozialistische Beschränkung? Behindern nicht feststehende Regeln nur den Wettbewerb, den freien? Sollte nicht, wer Rente will, selbst dafür sorgen, dass er eine bekommt? Und wollen nicht viele Kinder auch bereits arbeiten? Dass der Manchester-Kapitalismus schlecht gewesen sei, ist doch nur eine weitere dieser links-alternativen Propaganda-Lügen.

Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jakob Hein und mich sowie den extrem flexiblen Superstargästen Schnaps im Silbersee (lustige Lieder zu nachdenklicher Musik) und Benjamin Kindervatter (nachdenkliche Texte zum Lachen)

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Was würde wohl Freud dazu sagen (23)

18. Juli 2015

Wir haben die Spur endlich aufgenommen. Es ist ganz klar, es können nur die Diebe sein. Wir wissen nicht genau was sie geklaut haben aber das werden wir schon auch noch heraus bekommen. Die Spur führt zu einem steinernen Iglu auf einem Berg. Jetzt ganz vorsichtig sein, ganz leise, sie sitzen drin, die Verbrecher, das ist gar nicht anders möglich. Wir umstellen das Iglu, die Diebe sind absolut ahnungslos. Mit einem Ruck öffnen wir die hölzerne Tür und erstarren. Drinnen sitzen auch wir. (Traum geklaut von jemand anderem)

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Robert Rescue, Tube, Thilo Bock, Lea Streisand und mich

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Auch alte Menschen bekommen manchmal noch was mit

16. Juli 2015

Wie ich heute im Falafel-Imbiss meines Vertrauens, langsam verfestigt sich hier wahrscheinlich der Eindruck, dass ich nichts Anderes tue als essen zu gehen, erfuhr, soll heute am Bahnhof Zoo, in der Nähe da, ein Fest stattfinden. Irgendein Fest. Die Frau, die das wusste, wusste nichts Genaueres, außer, dass es ziemlich geil sein solle, das Fest. Also da wäre ziemlich was los. Kann ich mir gut vorstellen. Ein geiles Fest. Vielleicht sogar mit einem Karussell, einem Kettenkarussell. Und dann so ein Stand, mit Zuckerwatte und ein alter Mann singt Lieder und begleitet sich auf dem Akkordeon. Hach, das waren noch Zeiten, wo ich höchstpersönlich zu solchen Festen hingegangen bin. Oder manchmal auch gefahren, mit der Pferdebahn, oder später mit der Elektrischen. Heute ist mir das zu gefährlich. Man liest ja so viel, in den Gazetten. Betrüger und Gauner, na, ich gönn aber der Jugend ihren Spaß.

Tipp für heute: An dieser einen Tankstelle, dieser alten, außerbetrieblichen findet ein Konzert statt, um 19 Uhr.

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