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Solidarität mit Lasse Lehmann

30. September 2014

Normalerweise halte ich ja nicht soviel von Unterschriftenpetitionen. Manchmal aber, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, bin auch ich bereit selber zu unterschreiben und sogar andere Menschen aufzufordern es mir gleich zu tun. Dies ist nun der Fall. Lasse Lehmann bekommt definitiv zu wenig Taschengeld. Das sieht jedenfalls er so und hat deshalb in die Choriner Straße, die Christinenstraße, die Lottumstraße, die Angermünder Straße und in die Zehdenicker Straße bunte A4-Blätter geklebt auf denen man nun seine Unterschrift hinterlassen soll. “Bitte unterschreiben sie für Taschengelderhöhung! Danke!” steht drauf und wünscht man weitere Informationen soll man sich an lehmann.lasse@yahoo.de wenden. Ich hab ja keine Ahnung wieviel Taschengeld er bisher bekommt aber es ist die richtige Herangehensweise. Es bringt nichts sich zu bescheiden. In dieser Gesellschaftsordnung muss man mehr fordern. Bekommt Lasse nämlich mehr Taschengeld, protestiert auch Ole irgendwann und bekommt mehr, und schließlich auch Meike, Lars, Inge und Elke. Und irgendwann haben alle Kinder mehr Taschengeld, zumindest im Prenzlauer Berg.

Tipp für heute: Für Lasse Lehmann in den Streik treten.

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Vollmundig

28. September 2014

Der erste Monat ist rum im neuen Domizil und alle von uns leben noch. Hurra! Wollte heute in den Jahn-Sportpark um meinem ersten Heimspiel dieser Saison beizuwohnen. Zum Glück gibt es Menschen mit Internetz-Telefon, die einem rechtzeitig noch sagen, dass es sich beim vermeintlichen Heimspiel in Wirklichkeit um ein Auswärtsspiel handelt, welches ungefähr 800 km entfernt in Plauen stattfindet (bin ich übrigens noch nie aufgetreten, hallo Plauener Klubs, Theater und Mehrzweckhallen, meldet euch mal) und auch bereits seit einer guten Stunde läuft. Na ja. Einmal schaffe ich es noch auf die Gegengerade, versprochen, bevor ich sterbe. Heute werde ich übrigens weder sterben, noch singen, es können also auch Menschen mit schwachen Nerven vorbei kommen.

Heute: Berlin, Haus Berlin Panorama-Lounge, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Heiko Werning, Uli Hannemann, Falko Hennig, Jakob Hein und mich sowie der tipptoppen Debütantin Mandana und den bezaubernden Girls von Zuckerklub (Trashpop!)

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Poesie zum Träumen (82)

27. September 2014

Hauptsache du bist ehrlich

Effter eff iff Leute nach,

monchmol gor ooch Tiere,

üb ünd än kreisch i herumm,

ond krooch uff olle Viere

möff, möff, tack, tack

i bin varrückt,

höpp, höpp, nack, naack,

ja gloobstit?

Am liebsten stell mei hinten voll mit Pfafferl,

und nackel bei die Proben.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kaninchenlegen Kantinenlesen mit Tube, Foxy Freestyle, Paul Bokowski, Dan Richter und mich

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Pflanzenfrage

26. September 2014

Weiß jemand zufällig, wie man es schafft einen Avocado-Baum über den Winter zu bringen? Schon mehrmals hat, aus Avocado-Kernen, welche wir in der Erde verbuddelten, ein Trieb sich ans Tageslicht gewagt, welcher auch weiterwuchs, nachdem wir ihn behutsam ausbuddelten und in einem Blumentopf pflanzten. Nur gingen diese dann stets im Winter ein, egal ob auf dem Balkon oder im warmen Zimmer. Benötigt man vielleicht eine spezielle Lampe, wegen ansonsten auftretender Lichtknappheit?

Tipp für heute: Entsaften.

 

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Klein-Ahne versteht was nicht

24. September 2014

Was ich irgendwie nicht verstehe, warum diese Milizen oder vielmehr die Armee des IS (oder ISIS) ständig, auch in öffentlich-rechtlichen Medien, Terrormiliz genannt wird. Das klingt für mich allzu offensichtlich nach Propaganda. Ich bezweifel überhaupt nicht, dass diese Milizen dort schreckliche Dinge tun, ja, dass es absolut von Vorteil wäre, wenn man ihnen endlich den Garaus machen würde, aber diesen Krieg der Sprache, den will ich einfach nicht mitmachen. Haben denn die Amerikaner damals in Vietnam nicht mit Terror und menschenverachtenden Maßnahmen agiert? Oder die napoleonischen Truppen? Die Milizen im Kongo, in Mali oder in Jugoslawien? Mal ganz zu schweigen von der deutschen Wehrmacht, die man ja nicht immer als Totschlagargument benutzen sollte (warum eigentlich nicht?). Was hebt denn den IS nun besonders heraus, dass er sich den Eigennamen ‘Terrormiliz’ verdient?

Tipp für heute: Schreib doch mal was Lustiges.

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Poesie der Straße

23. September 2014

Am S-Bahnhof Karow an einem Lindenbaume klebte heut ein Zettel auf welchem Menschen euch, mich, uns alle auffordern Ausschau zu halten und zwar nach einem Kater. Dies tun sie mithilfe geradezu umwerfender Poesie, wie ich finde. Doch entscheidet selbst:

“Wer hat unseren Kater Nero gesehen?

Er ist schwarz und hat einen kleinen Hängebauch.

Er hat nur noch 3 Eckzähne.

Der untere ist schön.”

Na? Zu viel versprochen? Leider, wie das bei schusseligen Poeten häufig der Fall ist, haben sie vergessen eine Kontaktadresse, -telefonnummer drunterzuschreiben. Wer Nero also glaubt entdeckt zu haben, müsste wahrscheinlich zum S-Bahnhof Karow persönlich hinfahren und an jenen Lindenbaume ebenfalls einen Zettel heften, poetisch oder auch nicht, jedoch dann bitte mit Kontaktiermöglichkeit, gell?

Tipp für heute: Immer schön die Zähne putzen.

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Ekligste Zeitungsschlagzeile seit … was weiß ich wann

22. September 2014

“Lenin-Kopf wird nun doch ausgegraben” B.Z. 21.09. 2014

Tipp für heute: Sich fragen, was denn da eigentlich in diesem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau ausgestellt wird.

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Wider das Klischee

21. September 2014

Häufig wird ja geschimpft über die Jugend, sie sei zu angepasst, zu oberflächlich, bieder, langweilig, bla, bla, bla. Als ich gestern früh von einer krassen Sause aus Potsdam zurückfuhr, mit der S-Bahn, stiegen Bahnhof Zoo sechs Stricher, Junkies junge Menschen in den Zug und verhielten sich erst einmal so, wie es das Klischee vorgab. Sie trällerten vergnügt Melodien, die Helene Fischer, einer Ikone der heutigen Jugendkultur, zugeschrieben werden und zwei von ihnen unterhielten sich über eine Freundin, die es ekligerweise schon mal mit mehreren Männern getrieben hätte, ob nacheinander oder zeitgleich, weiß ich nicht mehr. So weit, so schlecht. Plötzlich aber wendete sich der Eine von ihnen mir zu und fragte ob er mich stören würde, weil ich ja ein Buch in den Händen halte. Ich antwortete, nein, er könne gerne mit mir kommunizieren, ich sei interessiert am Austausch zwischen den Generationen. Sodann begann er loszulegen, er finde ja, dass viel mehr gelesen werden solle, es viel zu viel Schund gäbe, er gerade sich mit Nietzsche beschäftige und ein großer Fan von Kafka sei, dass er überdies ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviere, beim Deutschen Bundestag und nebenher Französisch erlerne und es doch gar nicht so wichtig wäre ob jemand Abitur habe oder nicht, Hauptsache man täte sich engagieren, er wolle demnächst nach Südamerika und dort mit Jugendlichen gegen …, keine Ahnung mehr. Irgendwann wurde es mir einfach zu viel, ich konnte nicht weiter folgen, war auch ziemlich besoffen und wollte doch eigentlich nur … Spaß.

Heute: Berlin, Haus Berlin-Panorama Lounge, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Uli Hannemann, Falko Hennig, Jürgen Witte und mich, sowie unseren weitgereisten Stargästen Bernd Gieseking (Ostwestfalen/Finnland) und Christian Y. Schmidt (Ostwestfalen/China)

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Kampf gegen den Terror

19. September 2014

Laut Sächsischer Zeitung hat der Verfassungsschutz bisher keinerlei Erkenntnisse über eine islamistische Szene im Osterzgebirge. Beruhigt mich, irgendwie. Hoffe nur, sie haben auch wirklich jedes Dorf gewissenhaft durchkämmt und nicht vielleicht ein Trainingscamp in einem versteckten Winkel eines gottverlassenen Tales (hups, gottverlassen ist in dem Zusammenhang sehr, sehr sicher lästerlich) übersehen. Wenn aber nicht, Applaus, dafür zahle ich gerne Steuern (hihihi Steuern, na, wird schon).

Heute: Potsdam, NIL-Klub, 20:30 Uhr: Texte im Untergrund mit Mira Jones, Jobst, Konrad Endler und mich

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Was würde wohl Freud dazu sagen (19)

18. September 2014

Die Einberufung ist da. Es ist Krieg in Jugoslawien. Wir fahren mit dem Zug hin. Meine Sachen wurden von Mutti hastig in den Rucksack gestopft. Ich selbst habe nur wenig an aber da unten ist es kalt und ich weiß nicht wann ich mich umziehen soll. Ich will nicht in den Krieg. Aber noch mehr Angst habe ich die Kameraden zu verlieren. Ich beschließe den Zug zu verlassen um schnell vorzurennen, damit ich genug Zeit habe mich in Ruhe umzuziehen (Träume besitzen ihre eigene Logik). Jannowitzbrücke klettere ich hinaus und renne über den Alexanderplatz um rechtzeitig am Sammelplatz Ostbahnhof zu sein (sag ich doch). Leider fährt der Zug viel schneller als ich rennen kann (hmm). Ich komme zu spät, alle sind schon weg. Nur ein kleines Mädchen sitzt noch da. Und der Unteroffizier schleicht durch die Gänge, motzt mich aber merkwürdigerweise nicht an, sondern fragt, ob ich schon immer so kurze Haare hatte, er habe in Erfahrung bringen können, dass ich Skinhead sei. Ich weiß nicht was das jetzt zu bedeuten hat, nutze die Zeit aber um mir schnell eine lange Unterhose anzuziehen. Dann ist er weg und ich warte. Vielleicht haben sie mich ja vergessen?

Heute: Dresden, Scheune, 20 Uhr: Nacht der Lesebühnen (im Rahmen des Festivals ‘Literatur jetzt’) zum Thema Zorn mit Liz Penelope Mickwitz, Udo Tiffert, Heiko Werning und mich

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