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Ich gebe nicht auf

13. Januar 2023

In der gestrigen Nacht stand für mindestens eine halbe Stunde ein Hubschrauber über unserer Gegend in der Luft. Über dem Prenzlauer Berg. In der Nähe des Teutoburger Platzes. Sehr gefährliche Ecke. Von 2:15 Uhr bis 2:45 Uhr. Mindestens! Ein Höllenlärm. Ich schloss das Fenster. Dann machte ich es wieder auf. Wollte schließlich nichts verpassen. Der Hubschrauber war trotz bewölktem Nachthimmel mit bloßem Auge gut zu erkennen. Direkt über unserer Straße stand er. Das heißt, er flog natürlich. Ohne seine Position zu verändern. Oder nur geringfügig. Ein bisschen schwankte er hin und her. Besoffen? Warum befand er sich eigentlich in der Luft? Reichsbürger? Putin? Hatten sich Umweltschützer unter dem Prenzlauer Berg Gänge gegraben, um den Abbau dort vermuteter Kohleflöze zu verhindern? Ich lag wach und machte mir Gedanken. Womöglich war es viel einfacher. Der Hubschrauber stand ja hier, über unserem Haus. Und wer wohnte darin? Ich. Und was tat ich gerade? Ich versuchte ein Buch fertig zu schreiben. Und wie könnte das verhindert werden? Indem man mir meinen Schlaf raubte. Oh nein! Als ich das Rätsel gelöst hatte schlief ich beruhigt wieder ein.

Tipp für heute: Kopfhörer aufsetzen.

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Was tun?

8. Januar 2023

Ich habe mich entschieden vier Wochen Pause bei der Reformbühne einzulegen, um dafür zu sorgen, dass pünktlich zur Buchpremiere am 4.4. im Berliner Pfefferberg-Theater mein erster Roman ‚Wie ich einmal lebte‘ auch gebunden zur Verfügung stehen kann. Derzeit sitze ich an der zweiten Überarbeitung und bin dort beim 38. Kapitel. Von 56. Ich muss, damit das Buch Anfang Februar in den Druck kann, mindestens ein Kapitel pro Tag schaffen. Nicht mit eingepreist sind Tage wie gestern. Wasserschaden im Haus. Drei Wohnungen schwimmen. Alle helfen, ausgerüstet mit Eimern, Lappen, Stirnlampen. Kann ich da vor meinem Rechner sitzen und tippen? Kann ich nicht. Muss heute eben zwei Kapitel schaffen. Und dann trifft die Meldung ein, wir sollten besser die nassen Rigips-Decken und -Wände in den betroffenen Wohnungen raus reißen. Ob jemand große Müllsäcke auf Lager hätte. Oh, oh.

Tipp für heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Spider und Falko Hennig, sowie der Superstargästin Toni Kater (Musik)

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Nach den Auberginen-Röllchen

7. Januar 2023

Falls in dem georgischen Restaurant ‚Tsomi‘ in der Kollwitzstraße gestern eine Doris gewesen sein sollte, dann bitte ich höflichst um Entschuldigung. Ich kenne Sie nicht. Ich fand es nur lustig in dem Moment nach einer Doris zu rufen. Ich weiß, das habe ich nicht nur einmal getan. Ich fand es eben mehrmals lustig. Warum ich es lustig fand? Sie stellen Fragen.

Tipp für heute: Auch mal andere Namen rufen. Vielleicht entwickelt sich daraus ja was. Eine harmonische Beziehung, die ein Leben lang hält, oder so.

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Poesie zum Träumen (139)

5. Januar 2023

Es gibt noch so viel zu tun

Schlimmer als Rassisten,

sind nur jene Mitstreitenden gegen Rassismus,

die noch nicht demaskiert werden konnten.

Eigentlich alle.

Bis auf mich.

Tipp für heute: Immer wachsam bleiben.

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Alter weißer Mann guckt Internet

4. Januar 2023

Ich habe mir gestern You-Tube-Filmchen über die Silvesternacht in Neukölln angesehen und muss sagen, die Bilder erinnerten mich an Rostock-Lichtenhagen 1992. Wie Gruppen von Jugendlichen versuchen Mietshäuser in Brand zu schießen, das auch noch lustig finden, sich dafür feiern. Dutzende mit Schreckschusspistolen (ich hoffe das waren Schreckschusspistolen) gezielt auf Fahrradfahrer und Busse feuern, sich gegenseitig dabei filmen, Feuerwehrleute und Krankenwagen angreifen. Polizisten, die sich vor der Gewalt zurück ziehen. Und ja, leider erinnern mich auch die Reaktionen mancher Politikerinnen an Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda, wenn da von „Berliner Jungs“ oder „Neuköllner Jungs“ gesprochen wird.

Tipp für heute: Falls man sich schon voyeuristisch solche Filmchen anguckt, dann wenigstens den Ton leise stellen, damit nicht die Tochter nachts um eins aus ihrem Zimmer kommt, da sie wegen des Lärms nicht schlafen kann.

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Daumen drücken

1. Januar 2023

So. Es hat es geschafft. Pünktlich zum 1.1. ist das neue Jahr gekommen. Es hört auf den wunderschönen Namen 2023. Na gut, es gibt schönere Namen. Henriette oder Olaf. Gestern habe ich kurz nach Mitternacht in der Christinenstraße eine anrührende Szene miterleben dürfen. Auf der rechten Straßenseite stand ein korpulenter Mann Ende 50 (im Prinzip mein Spiegelbild) in einem Hauseingang. Alleine. Er zündete einen Knaller, warf ihn auf die Straße, zückte das Taschentelefon und filmte, wie der Knaller knallte. Er tat das nicht nur einmal. Er wiederholte das. Drei Mal. Mindestens. Ob es einer dieser Influencer war? Der solche Filmchen ins Netz stellt, dann liken das ganz viele und er wird berühmt und reich? Ich wünsche es ihm von Herzen.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Spider, Gott und mich, sowie den Superstargästen Udo Tiffert (Lausitzer Knalltüte) und Miss Lona Berry (musikalische Rakete)

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Es wird alles immer schlimmer

31. Dezember 2022

Da stehe ich extra früh um (irgendwas einsetzen) Uhr auf, um mich (irgendwas einsetzen) Stunden beim Bäcker anzustellen und dann das! Es gibt keine Pfannkuchen mehr. Also keine Pfannkuchen mit Senf. Machen sie nicht mehr. Weil keiner mehr danach fragt. Weil sie das hier nicht mehr kennen würden, die neuen Bewohner, die Einwandererinnen. Es gibt Pfannkuchen mit Pflaumenmus, Pfannkuchen mit Himbeermarmelade, Pfannkuchen mit Eierlikör, Pfannkuchen mit Polenböller, aber keine Pfannkuchen mit Senf. Unsere guten Traditionen gehen flöten. Ich erkenne meine Heimatstadt nicht wieder. Und niemand tut etwas. Also … dafür bin ich ’89 nicht auf die Straße gegangen. Ick leg mir wieda hin. Feiat doch eua Sülwesta alleene.

Tipp für heute: Pfannkuchen mit Senf selber machen (Rezepte gibts bestimmt bei Telegram-Sam).

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Meine Tochter sagte mal, warum liest du dir denn den ganzen Mist durch?

28. Dezember 2022

Zur Zeit gibt es eine Debatte darüber, ob die ‚Stiftung Preußischer Kulturbesitz‘ umbenannt werden sollte. Mir ist das ziemlich rille. Ich finde es zwar merkwürdig, dass eine staatliche Stiftung nach einem Land benannt ist, das es gar nicht mehr gibt, noch dazu einer Monarchie, aber meine Güte, in der DDR gab es auch die ‚Deutsche Reichsbahn‘, so lange Institutionen nicht im Sinne namensgebender Verbrecher-Staaten handeln, bin ich da eher emotionslos. Anders scheint es „konservativen“ Kräften im Land zu gehen. Ein gewisser „Wossi/Berliner im Umland“ schreibt beispielsweise in einem Kommentar auf rbb-online:

„Es kann nur schlechter werden, wenn man einen genialen historischen Namen, aus was für immer Gründen, die es nicht gibt, opfert. Es ist Dummheit. Preußische Tugenden, im besten und fortschrittlichsten Sinne, sind gut geeignet international zu erklären und damit zu bewerben.

P.S.: Sprachpoeten, falscher Plural, Geschichte der Straßennamen auslöschen usw. Warum bekommen Ungebildete überhaupt eine Bühne?“

Ein, wie ich finde, etwas trauriger und auch verwirrender Kommentar, der nicht unbedingt das allerbeste Licht auf Verteidiger der „Preußischen Tugenden“ wirft. Immerhin aber, im P.S. zumindest, scheint ein Fünkchen Selbstkritik aufzublitzen.

Tipp für heute: Falsche Pluralse bilden.

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Poesie zum Träumen (138)

26. Dezember 2022

Anbiedern in Reimen

Görlitz,

schönstis,

Stadtitz,

vonnis,

Weltlitz,

schwörlitz,

ichlitz.

Heute: Görlitz, BASTA, 20 Uhr: Kantinenlesen Görlitz mit Meikel Neid, Udo Tiffert, Ivo Smolak und mich

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Wer weiß, was noch kommt?

25. Dezember 2022

Hat es so etwas schon mal gegeben auf dieser Erde? Dass sich zwei Menschen zu Weihnachten gegenseitig genau das Gleiche schenkten? Ich hatte mir ja wie immer nur Weltfrieden gewünscht, dann aber durfte ich doch noch etwas auspacken. Und was befand sich im festlichen Papier? Ein Eierschneider! Ich wollte mich schon freuen wie verrückt, doch im selben Moment fiel mir ein, verdammt, genau den gleichen Eierschneider hatte ich selbst kurz vor Toresschluss noch erworben, um ihn eben jener Person zu schenken, von der ich diesen Eierschneider nun geschenkt bekam. Um Gottes Willen! Wir haben beide recht herzlich gelacht. Es war das schönste Weihnachten, was ich je erleben durfte. Bisher!

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Spider, Gott und mich sowie unseren Superstargästen Mali (beste Newcomerin 2022!) und Dodo & The Bitches (beste Boiband vonne Schönhauser Allee!)

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