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Corona-Tagebuch 175

10. September 2020

Ich schaffe es nicht oft, einen Spielfilm, den ich bewusst angefangen habe zu gucken, vor dem Ende auszuschalten, meistens halte ich durch, weil ich hoffe, da käme schon noch irgend etwas, was interessant wäre und wenn es so wäre, würde ich mich ja ärgern, wobei ich dann natürlich gar nicht wüsste, dass noch etwas Interessantes gekommen ist, es sei denn, auf dem Schulhof, in der Hofpause, verriete mir das dieser Eine, der immer alles guckt. Puh! Wie der Film hieß? Muss ich das schreiben? Vielleicht möchte ich ja lieber die Schadenfreude genießen? Nein, ich will mal nicht so sein, er heißt: ‚Ich liebe alles, was ich an dir hasse‘, soll eine freie Interpretation von Shakespeares ‚Sommernachtstraum‘ sein, ist aber lediglich langweiliger Klamauk, ohne Witz und Spannung, der momentan die ARD-Mediathek vermüllt. Angeblich 11 Uhr sollte heute ein bundesweiter Warntag stattfinden, wo verschiedenste Sirenen heulen. Hier war nichts zu hören. Sirene kaputt? Nach Corona könnte jetzt die Afrikanische Schweinepest zu uns kommen, vor der bereits seit Jahren (gefühlt) gewarnt wird. Ein verdächtiger Wildschweinkadaver wurde nahe der deutsch-polnischen Grenze gefunden und wird nun im Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald untersucht. München verhängt erneut ein zeitlich begrenztes Alkoholverbot am Wochenende für „beliebte Orte“ im Freien. Unter anderem darf in den Isarauen und am Gärtnerplatz zwischen 23 und 6 Uhr weder Alkohol verkauft noch konsumiert werden. Neuseeland beendet seine strikte Einreisesperre. Ab Oktober dürfen Lebenspartner von neuseeländischen Bürgern und Menschen mit gültigem Arbeitsvisum wieder ins Land. Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis kündigte an, die obdachlosen Flüchtlinge des abgebrannten Lagers in Moria vorerst auf Marineschiffen und in Zelten unterzubringen, 27 positiv Getestete allerdings seien verschwunden, was Ängste in der Bevölkerung der Insel vor einer Ausbreitung des Virus schürt. Das deutsche Auswärtige Amt stuft neben den Schweizer Kantonen Genf und Waadt, der Insel Korsika, Dubrovnik und weiteren kroatischen Gebieten, nun auch Prag als Corona-Risikogebiet ein. Morgen will ich los nach Tschechien, mit Freunden in die böhmische Schweiz, wandern. Ein Abenteuer? Großbritannien verbietet wegen gestiegener Infektionszahlen Treffen von mehr als 6 Personen, Ausnahmen: Schulen, Arbeitsplätze, Hochzeiten, Beerdigungen, Mannschaftssport. Sport ja, Kultur nein. Da haben wir es wieder. Etwa 6.500 Menschen der Veranstaltungsbranche demonstrierten gestern in Berlin, forderten unter anderem ein staatliches Überbrückungsprogramm. Eine ähnliche Protestaktion fand auch in Spanien statt. Rekorde an Neuinfektionen melden Tschechien, 1.164 Fälle am Tag, Israel, 3.904 Fälle am Tag und Indien, 95.735 Fälle am Tag. Über 300 Covid-19-Tote in Sambia, über 600 in Kenia, über 700 in Bulgarien, über 30.000 in Peru, über 75.000 in Indien, über 190.000 in den USA, über 900.000 weltweit. Das private katholische Mediennetzwerk ‚ACI Stampa‘ hat via Twitter zum ersten Mal ein Foto gezeigt, worauf Papst Franziskus Maske trägt. Zuvor begrüßte er seine Gäste immer ohne Mund-und-Nasen-Schutz. In der Baiz braucht er ihn auf jeden Fall. Warum? Siehe unten.

Tipp für heute: Sich schon mal andere Beschäftigungen suchen, denn bis Sonntag wird hier nichts Neues zu lesen sein, sofern Corona uns nicht einen Strich durch die Reiseplanung macht.

Und Sonntag, 13.09.: Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel, Heiko Werning, Spider, Falko Hennig, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den weitgereisten Superstargästen Ruth Herzberg (krasse Schriftstellerin) und Hans, der Papst, seine Frau und sein Porsche (Gott und Papst auf einer Bühne und dann auch noch singend!) Anmeldung: reservierung-reformbuehne@web.de

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Corona-Tagebuch 174

9. September 2020

Nachdem ich heute bei meiner Meisenärztin in Neukölln gewesen war, keine Corona-Störung, ich bin ganz normal bekloppt, hatte ich Hunger und betrat zu dessen Stillung einen Nudel-Imbiss in welchem Selbstbedienung herrschte. An der Kasse wurde ich, nach meiner Bestellung, dazu aufgefordert mich zu identifizieren, über so einem, ja, wie nennt sich das? Ein Code? Keine Ahnung wie das heißt. Woran man bereits merkt, ich besitze kein Smartphone, nicht mal ein anderes altertümliches Taschentelefon nenne ich mein eigen. Ich hinke hoffnungslos der Zeit hinterher. Der Mann hinter der Kasse schaute mitleidig, als ich mit dem Finger auf das Zeichen tippte und „Geht nicht“ rief. Er zuckte mit seinen Schultern: „So sind die Bestimmungen, Corona.“ Ich verriet ihm, dass ich kein Handy hätte. „Kaputt?“ „Hmm, so ähnlich.“ „Dann komme ich gleich mit Zettel und Stift und du schreibst mir mal Name und Adresse auf“, so der freundliche Mensch. Die Nudeln schmeckten und der freundliche Mensch hatte zu tun. Viel zu tun. Wahrscheinlich zu viel zu tun, um Zeit zu finden, mit Stift und Papier zu mir zu kommen. Um welchen Imbiss es sich handelte, verrate ich aber nicht, will ja niemanden ans Messer liefern. In Weißrussland verhaften sie zur Zeit am laufenden Band Oppositionelle, die gegen Diktator Lukaschenko protestieren. Manche werden auf offener Straße gekidnappt, in Lieferwagen zur Grenze gefahren, damit man sie endlich los ist. Trotzdem demonstrieren Zehntausende, manchmal Hunderttausend, gegen den schnauzbärtigen Irren, der sich abwechselnd als liebevolles Väterchen und waffenwütiger Raufbold präsentiert. Nebenbei leugnet er natürlich die Gefährlichkeit der Pandemie, klar, wobei man sagen muss, trotz ausgebliebener Maßnahmen, schlimm erwischt hat es Weißrussland bisher nicht, mit Corona zumindest, im Vergleich zur Ukraine beispielsweise. Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist nieder gebrannt, nachdem es unter Quarantäne gestellt worden war, da mittlerweile 35 Flüchtlinge dort positiv getestet wurden. Ob nun die Insassen selber das Feuer entzündeten, scheint mir unerheblich, das Lager an sich ist, ausgelegt für 2.800, vollgestopft mit über 12.600 Menschen, eine einzige Schande für die Europäische Union. Aktuell überwacht die griechische Polizei rund 12.000 Flüchtlinge auf einem Autobahnabschnitt. Wohin mit ihnen? Wegen steigender Infektionszahlen verhängt Ungarn ein Besuchs- und Ausgehverbot über alle Alten- und Pflegeheime im Land. Rekord an Neuinfektionen melden Tschechien, 1.164 Fälle am Tag und Israel, 3.496 Fälle am Tag. Über 300 Covid-19-Tote in Libyen, über 3.000 in der Ukraine, über 4.000 in Rumänien. In Potsdam durfte ich gestern noch mal zu einer Hybrid-Lesung ran, Lesung und Gespräch vor Publikum plus Livestream, danke an die Bürgerstiftung, die das ermöglichte. Beeindruckender als die Lesung jedoch war, dass ich einen Bekannten, den ich mindestens 20 Jahre nicht gesehen hatte, auf dem Hinweg zum Klosterkeller in der Straßenbahn traf und auf dem Rückweg noch einmal, eben dort, in der Straßenbahn. Wir quatschten, bis wir merkten, Hauptbahnhof? Sind wir jetzt glatt vorbei gefahren. Machte nichts, gab Schlimmeres.

Tipp für heute: Der Weg ist das Ziel.

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Corona-Tagebuch 173

8. September 2020

Leichter Niesreiz in der Nase. Klar, wo sonst? Muss ich jetzt zuhause bleiben? Oder versuche ich den zu unterdrücken und sage es niemandem? Etwas kontraproduktiv, wenn ich es hier hinschreibe. In Wirklichkeit habe ich ja gar keinen Niesreiz, spiele nur ein wenig mit dem Gedanken. Die Bauarbeiter, die seit Monaten bereits ein Haus in unserer Straße abreißen, wie lange kann man eigentlich etwas abreißen, da dürfte doch schon längst gar nichts mehr stehen, bauen die zwischendurch immer mal wieder heimlich was auf, was sie dann wieder abreißen, damit sie weiter für ’s Abreißen bezahlt werden, Stundenlohn, bin ich da einer ganz großen Verschwörung auf die Spur gekommen, der Abreißmafia und wo sind eigentlich die ganzen Fragezeichen geblieben, alle aufgebraucht, na, jedenfalls haben die heute schon wieder seit 7 Uhr früh Steine durch den Schuttrüssel geschmissen. Bin echt genervt. Darum der Niesreiz? Nervschnupfen? Die Deutsche Stiftung Patientenschutz spricht sich gegen eine staatliche Gedenkstunde für die Corona-Opfer zum jetzigen Zeitpunkt aus, wie sie unter anderem von Bundespräsident Steinmeier vorgeschlagen worden war. Vorstandsmitglied Eugen Brysch: „Schließlich ist Deutschland noch mitten in der Krise.“ Erst wenn die Menschen ausreichend durch einen Impfstoff geschützt seien, sollte ein Staatsakt durchgeführt werden. In der Slowakei hat sich die gesamte Corona-Kommission der Regierung in Quarantäne begeben, nach positiver Testung eines der Ihren. Hanau lockert die am 24. August verhängten Maßnahmen, nach deutlichem Rückgang der Infektionen. Dänemark dagegen hat in 17 Gemeinden im Großraum Kopenhagen und Odense wegen steigender Infektionszahlen die Versammlungsobergrenze wieder gesenkt. Statt 100 dürfen nur noch 50 Personen an Veranstaltungen teilnehmen. Gastronomische Einrichtungen müssen 0 Uhr schließen. Rekord an Neuinfektionen in Libyen, 1.014 Fälle am Tag und in Israel, 3.392 Fälle am Tag. Dort wurde der Lockdown in 40 Städten auf Druck ultraorthodoxer Parteien wieder zurück genommen und in eine nächtliche Ausgangssperre umgewandelt. Über 200 Covid-19-Tote meldet der Libanon, über 200 auch Kroatien, über 300 Nepal, über 500 Costa Rica, über 7.000 Bolivien, über 10.000 Argentinien, über 15.000 Südafrika. Mehr als 100 Österreicher haben von US-Präsident Trump unterzeichnete Schecks in Höhe von 1.200 US-Dollar (ca. 1.000 €) wegen der Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise erhalten, zumindest wurden laut ORF bereits mehr als 100 solcher Schecks von Österreichern bei Banken eingelöst. Grund könnte eine Datenpanne bei den US-Behörden sein. Ein Linzer Rentner, der mal für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte, schilderte dem Fernsehsender, die Bank habe die Echtheit des Schecks geprüft und kurze Zeit später sei das Geld auf seinem Konto gewesen. Ich hab ja auch mal für kurze Zeit in den USA gearbeitet. Direkt mal runter gehen, im Briefkasten gucken, vielleicht habe ich ja Post.

Heute: Potsdam, Klosterkeller, 19 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt für die Bürgerstiftung Potsdam (mit anschließendem Gespräch)

 

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Corona-Tagebuch 172

7. September 2020

Eine der Negativauswirkungen der Corona-Maßnahmen bekamen wir gestern zu spüren. In den Veranstaltungsraum unserer Lesebühne dürfen ja nur 25 Gäste hinein, die sich zuvor elektronisch anmelden müssen. Wenn sich 25 Gäste angemeldet haben, muss allen weiteren Anfragenden natürlich geantwortet werden, die Gefahr bestünde, dass sie am Abend selbst nicht hinein könnten. Falls aber kurzfristig, wie gestern geschehen, größere Gruppen angemeldeter Gäste doch nicht kommen, liest man, trotz allgemein großen Interesses, vor leeren Stühlen. Na gut, leer war es ja nicht, aber ein paar mehr hätten bei Susanne Riedels Reformbühnen-Debüt schon noch hinein gedurft. Vor Kurzem unterhielt ich mich mit dem Betreiber eines kleinen Theaters, der meinte, durch Corona könne sich auch langfristig das gesamte Ausgehverhalten, der Kulturkonsum der Menschen, verändern. Während einige lautstark verkündeten, wie sehr sie Konzerte, Lesungen, Theaterstücke etc. vermissen, hätten größere Gruppen der Bevölkerung sich an den Verzicht gewöhnt, Alternativen gefunden bei der Unterhaltungselektronik, bequem und risikoarm im heimischen Sofa genießen. Düstere Aussichten? Laut Techniker-Krankenkasse gibt es im ersten Halbjahr 2020 bei den Versicherten keine signifikante Erhöhung der Krankschreibungen. Der Anteil krankheitsbedingter Fehltage an allen Arbeitstagen lag bei 4,4%, 2019 4,3%, 2018 4,5%. Nordrhein/Westfalen will in der kälteren Jahreszeit mehr Heizpilze erlauben. Yippie! Melbourne verlängert seinen Lockdown bis zum 28. September, Italien seine Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 30. September. Busse dürfen dort jetzt zu 80% besetzt sein. 80%. Auf was für Ideen die Leute kommen? Gibt es da jemanden, der die Leute durchzählt? Einen, der sagt: „Du musst jetzt wieder aussteigen, du bist zu viel“? Zumindest im Nahverkehr ist das ja wohl ein absoluter Quatschbeschluss. Steht auf dem Papier. Wir haben etwas getan. Bravo. In Großbritannien ist mit 2.988 Neuinfektionen am Tag der höchste Anstieg seit Mai registriert worden. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle bleibt allerdings auf sehr geringem Niveau. Rekord an Neuinfektionen meldet Indien, 90.632 am Tag. Über 200 Covid-19-Tote in Bahrain und Madagaskar, über 400 in Paraguay, über 900 in Armenien und Äthiopien, über 8.000 in Indonesien. Papst Franziskus verkündete gestern während einer Ansprache aus dem Fenster seines Vatikan-Palastes über dem Petersplatz in Rom: „Klatsch ist eine schlimmere Plage als Covid.“ Du lieber Herrgott. Was für eine Autorität.

Tipp für heute: Quatsch ist eine lustigere Klage als Prosit.

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Corona-Tagebuch 171

6. September 2020

Der Waldkauz schreit sich die Seele aus dem Leib. Nacht für Nacht. Weiß er nicht, dass hier kein Wald ist, dass er kaum eine Waldkäuzin finden wird? Er tut mir leid. Tschechien stellt nun doch eine Ersatzmannschaft auf, für das Fußball-Nationalmannschafts-Nations-League-Spiel gegen Schottland, was Montag stattfinden soll und welches man eigentlich wegen zweier Corona-Fälle im Betreuerstab bereits abgesagt hatte. Man sucht nun in den Klubs nach geeigneten Spielern für das Ersatz-Team. Scheint um viel Geld zu gehen. Nations-League. Hat mir bisher gar nichts gesagt. Eine Farce. Mehrere hundert Menschen haben in Italien gegen die Corona-Politik ihrer Regierung demonstriert. Es sprachen unter anderem ein Impfgegner, ein ultrarechter Politiker der Partei ‚Forza Nuova‘ und Elternvertreter. Sie kritisierten eine „Gesundheitsdiktatur“. Die Kinder müssten vor Maskenpflicht und Impfungen bewahrt werden. Wie man auf einem Foto sehen konnte, hing an einer Wand ein großes Transparent, auf dem in deutsch geschrieben stand: „Für die Freiheit der Welt. Italien ist mit Berlin.“ Muss jetzt bloß in Tokio noch so eine Demo stattfinden, dann steht die Achse wieder. Stattdessen fand eine im kroatischen Zagreb statt. 3.000 Menschen führten Banner mit Aufschriften wie „Freiheit ist unsere Macht“ und „Eltern und Kinder sind unzufrieden“ mit sich. Unter ihnen Impfgegner und Verleger und Politiker vom rechten Rand des Parteienspektrums, klar. Über 1.000 Covid-19-Tote meldet Israel, über 2.000 Honduras, über 70.000 Indien. Der deutsche Finanzminister Scholz zur ‚Neuen Osnabrücker Zeitung‘: „Im Augenblick spricht vieles dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben und dass es allmählich wirtschaftlich aufwärts geht.“ Mal sehen.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel (ihr Debüt als Stammmitglied!), Heiko Werning, Falko Hennig, Spider, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie dem unvergleichlichen Superstargast Geigerzähler (Geigenpunk mit sorbischem Hintergrund) wer kommen möchte, Anmeldung unter: reservierung-reformbuehne@web.de

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Corona-Tagebuch 170

5. September 2020

Deutlich angenehmer als bei meinem ersten Auftritt im Juni in Werneuchen waren diesmal sowohl Wetter wie auch Hin-und Rückfahrt. Vielen Dank den beiden Gästen, die mich im Anschluss noch nachts mit dem Auto nach Hohenschönhausen brachten. Hinzu tuckelte ich gemütlich mit einer Regionalbahn von Ostkreuz, in der gar nicht kontrolliert wurde. Ich fuhr die komplette Strecke. Nix müsse Fahrschein zeigen. Den Organisatoren der ‚Alten Schmiede‘ spreche ich hiermit noch mal meinen allergrößten Respekt aus. Gerade in dieser Zeit sich auf solche Lesungen einzulassen, mit der ganzen Ungewissheit und den Scherereien zwecks Auflagen und pipapo, Applaus, Applaus! Da komme ich gerne wieder, selbst ohne Pandemie und dann funktioniert bestimmt auch das Mikrophon. Wegen eines technischen Fehlers bei der Datenübertragung musste das Robert-Koch-Institut gestern die Zahl für die Neuinfektionen in Deutschland deutlich nach oben korrigieren, statt 782 waren es über 1.400. Heute wurden 1.378 gemeldet (ohne Gewähr). Rekorde bei Neuinfektionen gibt es in Ungarn, 459 Fälle am Tag, der Ukraine, 2.836 Fälle am Tag und in Frankreich, 8.975 Fälle am Tag. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Zahl der schweren Krankheitsverläufe prozentual deutlich geringer ist als noch zu Beginn der Pandemie. Ob das am niedrigeren Durchschnittsalter der Erkrankten, besseren Behandlungsmethoden oder einer Mutation im Erbgut des Virus liegt, wird sich zeigen. Vielleicht ja alles gemeinsam? In Kanada sind zwei Flugpassagiere, die sich weigerten eine Maske aufzusetzen, erstmals mit Geldstrafen von je 1.000 kanadischen Dollar (650 €) belegt worden. Tschechien sagt wegen zweier Infektionsfälle im Betreuerstab das Fußball-Nations-League-Spiel gegen Schottland ab und führt in seiner Hauptstadt Prag die Maskenpflicht in Geschäften ein. Letzteres nicht wegen der Betreuer, sondern weil der Präsident schlechte Laune hat, hi, hi, kleiner Spaß. Nach einem Infektionsfall im Flüchtlingslager Moria (Lesbos) hat die griechische Regierung das Lager unter Quarantäne stellen lassen. Seit Monaten fordert ‚Ärzte ohne Grenzen‘ die Evakuierung von 200 besonders gefährdeten Personen aus dem Lager, in dem katastrophale Bedingungen herrschen. Kümmern tut es fast niemanden, von den Verantwortlichen zumindest. Die EU übt sich in vornehmer Zurückhaltung. Über 700 Covid-19-Tote in Weißrussland, über 4.000 in Saudi-Arabien, über 125.000 in Brasilien. Michael Ballweg, Organisator der Querdenker-Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen am vergangenen Sonnabend, teilte dem Rundfunk-Berlin-Brandenburg (RBB) mit: „Ich habe keine Rechtsextremisten gesehen.“

Tipp für heute: Sind ’s die Augen, geh zu Fielmann.

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Corona-Tagebuch 169

4. September 2020

Geträumt, ich sei bei einer Fernsehtalkshow einem Kreuzverhör ausgesetzt, in welchem ich mich erklären muss, warum ich so gerne Fußböden aufwische, je dreckiger desto besser. Verwirrender Traum. Vor allem, weil es ja wirklich nicht stimmt. Ich wische überhaupt nicht gerne Fußböden auf! Oder versuche ich da etwas zu verdrängen? Gönne ich mir eine heimliche Leidenschaft nicht? Sollte ich mich mal überwinden? Nein. Ich stehe zu meinen Verdrängungsmechanismen. Psychische Erkrankungen haben, laut einer Studie des Institutes für seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, infolge des Lockdowns bei der Corona-Krise nicht zugenommen. Medienberichte, die eine globale und dramatische Zunahme durch Lockdown-Maßnahmen beschreiben, hätten sich nicht bestätigt. Es gäbe keine signifikante Zunahme bei Depressionen, Angst- und Essstörungen, sowie Alkoholmissbrauch. Allerdings sei die Studie nur repräsentiv für die Stadt Mannheim, schränken die Wissenschaftler ein. Deutschland meldet sinkende Fallzahlen bei den Neuinfektionen. Frankfurt am Main schafft die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen ab. In Sachsen/Anhalt dürfen Prostitutionsstätten wieder öffnen. Im Konzerthaus Dortmund fand das bundesweit erste, große Chorkonzert seit dem Lockdown statt. Knapp 90 Musiker und 700 Zuschauer befanden sich im Saal. Gespielt und gesungen wurde das Oratorium ‚Die Schöpfung‘ von Joseph Haydn. Dänemark möchte alle Grenzübergänge zu Deutschland und Schweden so schnell es geht wieder öffnen. Einen Rekord an Neuinfektionen meldet hingegen Tschechien, 650 Fälle am Tag. Gesundheitsminister Adam Vojtech, der sich wegen eines Corona-Falls im eigenen Umfeld selbst in Quarantäne befindet, kündigte „weitere Schutzmaßnahmen“ an. Oh nein, wir wollen übernächstes Wochenende doch in die Böhmische Schweiz. Hoffentlich schließen sie nicht die Berge. Und hoffentlich habe ich es nicht herbei geunkt, denn gestern verkündete ich hier noch fröhlich die 100 Tage, in denen es in Thailand keinen lokalen Corona-Ansteckungsfall gegeben hätte und prompt melden heute die Agenturen den ersten lokalen Ansteckungsfall seit 100 Tagen. Den ersten Corona-Todesfall seit dem 24. Mai meldet Neuseeland. Australien verlängert die Einreisesperre für Ausländer bis zum 17. Dezember. Israel beschließt einen Lockdown für 30 Orte um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Türkei untersagt Straßen- und Dorfhochzeiten, Verlobungs- und Beschneidungsfeiern im Freien. Trauungen können weiter auf dem Standesamt vorgenommen werden, allerdings sind Tanzen, Speisen und Getränke dort verboten, bis auf abgepacktes Wasser. In einem Hamburger Regionalzug hat ein Mann die Schaffnerin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, nachdem sie ihn auf die Maskenpflicht hinwies. In Indonesien müssen erwischte Maskenverweigerer entweder umgerechnet 14 € zahlen, gemeinnützige Arbeit leisten oder sich eine Minute lang in einen Sarg legen. Die Behörden hoffen so, ihnen die möglicherweise tödlichen Folgen einer Infektion bewusst zu machen. Über 100 Covid-19-Tote meldet Kuba, über 200 Katar, über 300 Albanien, über 400 Venezuela, über 700 der Oman. Ein Elternpaar aus Jönköping/Schweden hat seine drei Kinder aus Angst vor der Corona-Pandemie vier Monate lang in der Wohnung eingesperrt. Die Kinder mussten in ihren Zimmern bleiben und durften auch untereinander keinen Kontakt haben. Laut Anwalt Mikael Svegfors wurden die zwischen 10 und 17-jährigen nun aus der Familie genommen. Dass sie auch ihre Wohnungstür zunagelten, bestreiten die Eltern jedoch.

Heute: Werneuchen, Alte Schmiede, 19:30 Uhr: ’52 Jahre Apfelsinenkisten‘ (Ahne liest, singt und trinkt) Zusatzauftritt nach dem ausverkauften vom 13. Juni, gibt wohl noch ein paar Karten, Open Air!

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Corona-Tagebuch 168

3. September 2020

Ich schwanke noch, zwischen zwei Titeln für meine Auftritte im Jahre 2021. „53 Jahre Vollmond“ oder „53 Jahre Bügelfalte“? Beides hätte was, finde ich. Forscher aus Singapur haben eine Variante von SARS-Cov-2 identifiziert, der 382 RNA-Basen im Erbgut fehlen, wodurch mildere Verläufe von Covid-19 verursacht werden könnten. Die soll sich mal schön vermehren, die Variante. Seit 6 Monaten hat der Papst in Rom zum ersten Mal wieder eine Generalaudienz abgehalten, vor 500 Gläubigen. Diese mussten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der Papst nicht. Allerdings sieht man auf Fotos, dass vor allem ältere Frauen unter den Gläubigen nicht recht wussten, wie man einen solchen Mund-Nasen-Schutz korrekt trägt. Zwischen den Lippen? Unter dem Kinn? Thailand meldet 100 Tage ohne Ansteckung im Inland. Deutschland stuft die belgische Provinz Antwerpen nicht mehr als Risikogebiet ein, dafür jetzt die Kanarischen Inseln. Die Schweiz gestattet ab 1. Oktober wieder Publikum bei Fußball und Eishockey. Es sind nur Sitzplätze erlaubt, die zu zwei Dritteln besetzt werden dürfen und es muss Maske getragen werden. In Deutschland wird das von Stadion zu Stadion anders gehandhabt. Stattfinden kann das Philosophie-Festival ‚Phil.Cologne‘ vom 13. – 17.09. in Köln, die Leipziger Buchmesse wird allerdings vorsorglich schon mal vom März 2021 auf Mai verschoben. Dann soll das Wetter schöner sein, heißt es, wodurch man die Außenbereiche besser nutzen könne. Von Mai 2021 auf 2022 wird die deutsche Volkszählung verschoben. Prognostizieren die Meteorologen 2022 etwa noch besseres Wetter? In Düsseldorf soll der Karnevalsauftakt am 11.11. dieses Jahres wie gewohnt stattfinden, unter freiem Himmel und ohne Alkohol, gab das ‚Comitee Düsseldorfer Carneval‘ bekannt. Wie gewohnt „ohne Alkohol“, tätää, tätää, tätää! Rekord an Neuinfektionen meldet Israel bereits den dritten Tag infolge, gestern 3.074 Fälle am Tag. Der erste Corona-Infektionsfall wird aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos gemeldet, wo katastrophale Zustände herrschen. Über 100 Covid-19-Tote in Kongo (Brazzaville), über 9.000 in Argentinien, über 185.000 in den USA. Die Chefin der Behörde für öffentliche Gesundheit Kanadas Theresa Tam empfiehlt beim Sex mit jemandem, der nicht aus dem eigenen Haushalt stamme, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Berührungen der Gesichter zu vermeiden. Die Medizinerin weiter: „Die sexuelle Aktivität mit dem niedrigsten Risiko ist jene, an der nur Sie alleine beteiligt sind.“

Tipp für heute: Mal im Lexikon nachschlagen, wie das geht, sexuelle Aktivität mit sich alleine.

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Corona-Tagebuch 167

2. September 2020

Hab mich mal ein bisschen umgeguckt, wie es bei anderen Lesebühnen so aussieht. Neben unserer ‚Reformbühne Heim & Welt‘ haben ja auch die ‚Brauseboys‘ aus dem Wedding (mittlerweile Moabit) und ‚L.S.D. – Liebe statt Drogen‘ mit Livestream konsequent wöchentlich weiter gemacht und treten seit Monaten schon wieder vor Publikum auf. ‚Der Frühschoppen‘ im ‚Schlot‘ wagt sich diesen Sonntag erstmalig seit der Corona-Pause auf die Bühne, ‚Rakete 2.000‘ liest seit August mit halber Besetzung im Pankower ‚Zimmer 16‘, einmal im Monat, ‚Zentralkomitee Deluxe‘ hat das ‚Crack Bellmer‘ als Ausweichort gefunden und debütiert dort am 24.09., das ‚Kantinenlesen‘ veranstaltet zwei Sonderlesungen zum 20-jährigen Jubiläum am 19. und 26.09. in der ‚Alten Kantine‘, die ‚Lesedüne‘, die ‚Couchpoetos‘, ‚Tiere streicheln Menschen‘ sowie ‚Fuchs & Söhne‘ pausieren noch immer. Trauriger sieht es außerhalb Berlins aus. Da ist es lediglich die Dresdner Lesebühne ‚Sax Royal‘, die am 10.09. regulär in der ‚Scheune‘ startet. Die Leipziger Lesebühne ‚Schkeuditzer Kreuz‘ verabschiedet Open Air auf der ‚Festwiese Leipzig‘ Andre Herrmann, die ‚Lesebühne ihres Vertrauens‘ aus Frankfurt am Main liefert am 11.09. ein Best-off in Offenbach ab, ‚Rock’n Read‘ aus Köln sind per Livestream tätig, alle anderen mir bekannten Lesebühnen befinden sich im Pausen-Modus. Besonders traurig erscheint mir das für unsere Münchner Schwester-Lesebühne, die ‚Schwabinger Schaumschläger Show‘, die ebenfalls wöchentlich sonntagabends auftritt und ähnlich wie die Reformbühne eigentlich immer am Start ist. Sie haben es versucht, mit Filmen, mit Open Air, probiert einen Ausweichort zu finden, seit 19. Juli jedoch gibt es kein Lebenszeichen mehr. Ich hoffe, sie rappeln sich wieder auf, sonst muss ich noch eine Initiative starten „Rettet die Schwabinger Schaumschläger Show!“ Das bayrische Verwaltungsgericht hat übrigens sowohl das nächtliche Alkoholverbot als auch das Grillverbot auf öffentlichen Plätzen und Parks in München für nicht verhältnismäßig erklärt und aufgehoben. Sachsen/Anhalt kippt die letzte Obergrenze für Großveranstaltungen. Künftig ist es egal, wie viele Besucher teilnehmen, wichtig sei das Corona-Schutzkonzept. In Brandenburg hingegen sind bei Privatfeiern nur noch maximal 75 Gäste erlaubt. Russland beginnt am Sonnabend mit dem Impfen von ‚Sputnik V‘ an Freiwilligen, während aus dem Weißen Haus bekannt wurde, dass die USA sich nicht an einer internationalen Initiative beteiligen wollen, die einen fairen, weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren soll. Man ließe sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, hieß es, die unter dem Einfluss „der korrupten Weltgesundheitsorganisation und Chinas“ stünden. Au backe. Australiens Bundesstaat Victoria hat den Corona-Ausnahmezustand um weitere 6 Monate verlängert. Über 1.000 Covid-19-Tote in Moldawien, über 20.000 in Kolumbien, über 65.000 in Mexiko. In Ekuador muss der argentinische Fußballer Sergio Lopez vom Erstligaklub SD Aucas umgerechnet 1.000 € Strafe zahlen, weil er bei einem Serie-A-Spiel gegen Corona-Auflagen verstieß und den Ball küsste. Seine Liebe war stärker. Herzerwärmend.

Tipp für heute: Sich meiner Protest-Initiative anschließen: „Rettet die Schwabinger Schaumschläger Show!“.

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Corona-Tagebuch 166

1. September 2020

Immer mal wieder wird medial, aber auch in meinem persönlichen Umfeld, darauf verwiesen, dass Menschen vermehrt Verschwörungstheorien anhingen. Dies wird gerne mit dem Verweis auf die Bedeutung des Internets erklärt. Wenn man sich die Geschichte der Menschheit aber betrachtet, komme zumindest ich zu dem Schluss, dass zu allen Zeiten Menschen Dinge, die sie sich nicht erklären konnten, erklärbar zu machen versuchten. Gern auch durch Teufel, Dämonen, Hexen, „fremde Mächte“. Was ist eine Religion schon anderes als eine Verschwörungstheorie? Selbst wenn sie dir persönlich das Leben erleichtert. Hungersnöte, Krankheiten, Kriege als Strafe Gottes? Die apokalyptischen Reiter? Die Mächte der Finsternis? Gab es je mehr Menschen als jetzt, die rational versuchten, Antworten zu finden? „Zukunftsforscher“ Daniel Dettling glaubt, dass wegen der Corona-Krise mehr Menschen von der Stadt auf ’s Land ziehen werden: „Die Großstädter wussten von heute auf morgen nichts mit sich anzufangen. Jetzt war plötzlich nicht mehr das Land der Lebensraum der großen Langeweile, sondern die Stadt.“ Ich habe noch nie geglaubt, dass „das Land der Lebensraum der großen Langeweile“ ist und werde trotzdem, auch wegen Corona nicht, darüber nachdenken auf ’s Land zu ziehen. Vielleicht bin ich die Ausnahme? Halte allerdings auch nicht viel von „Zukunftsforschung“, vor allem, wenn jene „Forscher“ aus singulären Ereignissen gleich eine langfristige Entwicklung herzuleiten versuchen. Vor 10 Jahren noch wurde die Entvölkerung des Landes prognostiziert. Abwarten. Rekord bei Neuinfektionen meldet Israel, 2.159 Fälle am Tag. Vom Schulbeginn dort waren heute rund 140.000 Schülerinnen und Schüler aus 23 „roten“ Ortschaften mit hohen Corona-Infektionszahlen ausgeschlossen. Auch in anderen Ländern begann das neue Schuljahr. In Frankreich und in Belgien gibt es eine Maskenpflicht für Lehrer und alle Schüler ab 11 Jahren. In Russland gibt es keine Maskenpflicht, dafür beginnt der Unterricht in den Klassen zeitversetzt, damit es nicht zu großem Gedränge kommt. In Bayern gibt es eine neuntägige Maskenpflicht bei weiterführenden Schulen. Nordrhein/Westfalen schafft die Maskenpflicht an jenen Schulen ab, nach 14 Tagen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht um 0,1% auf 2,95 Millionen gestiegen. Der Bonner Philosoph Markus Gabriel verweist auf moralische Rückschritte: „Wir erlebten im Grunde eine Corona-Olympiade, wo jedes Land meinte, die eigenen Maßnahmen seien die besten.“ „Die Pandemie ist aber ein universelles Problem.“ Ethisch müssten universelle Werte zugrunde gelegt werden. Denke ich ebenfalls und nicht nur angesichts von Corona. Über 100 Covid-19-Tote meldet Montenegro, über 200 Simbabwe, über 800 Äthiopien, über 2.000 Panama, über 5.000 Bolivien, über 7.000 der Irak, über 65.000 Indien. Die Protestierenden gegen die Corona-Maßnahmen letztes Wochenende in Berlin, bezeichnet die ehemalige SED-Genossin, dann Grüne, dann CDU-Abgeordnete und mittlerweile weit nach rechts abgedriftete Vera Lengsfeld übrigens als „Freiheitsdemonstranten“ unter die sich „ein paar Rechtsradikale“ gemischt hätten. Ich male mir die Welt, widiwidi, wie sie mir gefällt.

Tipp für heute: Romantik ist eine Kunstepoche aus der Vergangenheit.

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