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29. Oktober 2026
Heute im Süden Brandenburgs regional Nebelauflösung und nachfolgend heiter, in China fällt ein Sack Reis um (höchstwahrscheinlich) und in Berlin wird, schätzungsweise gegen 19:30 Uhr, die Radiopremiere des ultimativen Herbstsmashhits ‚Jazz‘ von der Quartettsingle ‚Jazz‘ von Sedlmeir & Ahne erfolgen. Danach dürfte nichts mehr so sein wie es vorher war. Ist es ja auch sonst nicht, weil sich ja alles verändert, immerzu, aber pssst! Das Ganze kannst du hören auf Radio Eins, ich werde live zugegen sein, im Bikini-Haus und zügellose Exzesse unter den Tanzenden beobachten (eingreifen ist nicht nötig, sind alle friedfertig dort und lieb). Außerdem werde ich mitteilen, dass ich am 5. November im Potsdamer Waschhaus lese, singe und trinke, als Auftakt meiner großen Haus-Tournee, am 6.11. im Koeppen-Haus in Greifswald, am 13.11. im Schwabehaus in Dessau und anschließend wieder zuhaus, hi hi. Das ist so lustig!
Tipp für heute: Ein Radio ist wie ein Fernseher nur ohne Bild.
Ahne |
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28. Oktober 2026
Ich habe auch einen Vorschlag, wer den Herrn Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten ablösen könnte. Warum nicht Helene Fischer? Sie ist eine Frau, sie hat Migrationshintergrund (gab es bisher auch noch nicht, glaube ich, in dem Amt) und sie kann fast so gut singen wie Walter Scheel damals („Hoch auf dem gelben Wa-ha-gen“). Die Menschen würden sich freuen, denke ich, und es gäbe ein paar mehr freie Termine in den großen Mehrzweckhallen dieses Landes für andere Stars und Sternchen.
Heute: Cottbus, Gladhouse, 20:30 Uhr: Lesebühne Cottbus mit Udo Tiffert und Daniel Ratthei sowie den Gästen Anika Jäkel und mich
Ahne |
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24. Oktober 2026
Gibt es nicht. Ich stehe aber oft am Fenster und schaue den Blättern beim Buntwerden zu. Vielleicht gehe ich heute sogar mal raus? Nein, ganz sicher gehe ich heute raus. Daniela Böhle stellt heute nämlich ihr Fußballbuch vor. Ja, Frauen und Technik, damit kennen sie sich aus. Aber eben auch mit Fußball. Und mit Schreiben. Und mit Backen, es gibt nämlich auch selbstgebackenen Kuchen bei ihrer Buchpremiere von: ‚Birgit Prinz – Das Mädchen und die Siegerin‘, im Schlot, ab 15 Uhr. Aber da habt ihr bestimmt keine Zeit. Wetter ist ja auch nicht so. Wind. Zerwirbelt einem immer die Frisur. Und dann sieht man nachher wieder aus wie … ein Zerwirbelter oder eine Zerwirbelte. Na, muss ich den Kuchen eben alleine aufessen. Schadet mir nicht. Ich hab da die Figur für.
Heute (nach der Buchpremiere von Daniela Böhle): Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Isobel Markus, Manfred Maurenbrecher, Uli Hannemann, Dan Richter und mich
Ahne |
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23. Oktober 2026
„Blickt man von außen drauf, verlief der Heilungsprozess wirklich wahnsinnig reibungslos.“ (die Eiskunstläuferin Annika Hocke in einem rbb-Interview)
Tipp für heute: Überall ein „wirklich wahnsinnig“ einfügen, weil … einfach so.
Ahne |
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22. Oktober 2026
Es müsste möglich sein, dass bei einer Lesung auch gesungen wird und getanzt werden darf und Bier getrunken oder ähnliche selbst alkoholfreie Getränke. Und es sollte bequem dort sein und du wirst herzlichst begrüßt und im Eintrittspreis einbegriffen sind köstlichste Speisen, vom selbstgebackenen Apfelkuchen bis hin zu Teigröllchen aus dem Orient, oder fast, sagen wir aus den östlichen Vororten von Berlin. Und es gibt eine Toilette und ein Handtuch zum Abtrocknen und im Anschluss werden Bücher signiert und danach darf nach Hause gegangen werden. Gibt es schon? Nein! Doch? In Zepernick? Heute Abend? Na so was!
Heute: Zepernick (bei Bernau), Buchhandlung fabula, 19:30 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘ (aktuelle Texte, mutige Schlager, Bier)
Ahne |
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21. Oktober 2026
Gestern. Der Zug rollt in den Hauptbahnhof von Cottbus ein. Verspätung: 28 Minuten und die Temperatur im Inneren hätte gut und gerne ein paar Grad mehr vertragen können. Als die Tür sich öffnet, lässt mich eine lächelnde Frau mit passender Handbewegung vor, ich offeriere einem Mann, der vom oberen Stockwerk die Treppe hinunter steigt, mit ebensolcher Geste den Vortritt. Von hinten werde ich gestoßen, spüre einen Stock im Unterschenkel und drehe mich um. Ein blinder Mann entschuldigt sich. Auf die Frage, ob er Hilfe beim Aussteigen benötigt, lächelt er, das schaffe er alleine. Draußen will er dann wissen, auf welchem Bahnsteig wir uns befinden: „Bahnsteig 2?“. „Nein“ antworte ich „Wir sind auf Bahnsteig 9“. „Oh Mist“ seine Reaktion, doch schon ist eine Frau von der Bahn zur Stelle: „Darf ich Ihnen vielleicht weiter helfen?“ Wir können unser Leben nicht nur einfacher machen, denke ich, sondern auch wesentlich mehr Spaß daran haben, widrige Umstände hin oder her.
Tipp für heute: Kiek doch ma, ’n knutschendes Pärchen, süß, oder?
Ahne |
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18. Oktober 2026
Schwere Ausschreitungen in Frankreich und Belgien bei Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten. Die sind in Berlin nicht zu erwarten. Bisschen Nieselregen und Gräue, die Mehrzahl von Grau heißt nämlich Gräue (habe ich soeben entschieden), als Bürgerin und Bürger kann man/frau sich also aus dem Häuschen trauen. Vielleicht einen Regenschirm mitnehmen, wenn die Frisur nicht wasserfest sein sollte?
Heute: Berlin, Kunstfabrik Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit den Gästen Daniela Böhle, Manfred Maurenbrecher und mich
und danach
Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den phantastischen Superstargästen Karsten Krampitz (Kiezphilosoph) und Josias Ender (singt über Schlafanzüge im Wind, unter anderem)
Ahne |
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15. Oktober 2026
Werde heute mal die Einhaltung des Obdachlosen-Verbots, Verzeihung, des Alkoholverbots in Bahnhöfen, beziehungsweise auf Bahnsteigen und in Bahnhofshallen überprüfen. Mal sehen, ob an den Stationen Berlin-Alexanderplatz, Berlin-Ostkreuz, Senftenberg und Dresden-Neustadt das Verbot rigoros umgesetzt wird. Vielleicht kontrolliere ich sogar in Ruhland noch, kommt darauf an, ob es „Komplikationen“ bei der Bahn gibt, zum Beispiel Besoffene sich im Gleisbett befinden oder in der Zentrale einer gezwitschert wird, weshalb irgendwelche Schaltungen nicht funktionieren. Prost!
Heute: Dresden, Cafe Kleinschmidt, 20:30 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘ (aktuelle Texte, mutige Schlager, Bier)
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14. Oktober 2026
Weil mir neulich jemand sagte (ich selbst?): „Ahne, du machst viel zu wenig Werbung für deine eigenen Auftritte“, hier mal die wichtigsten, bin nämich unterwegs, der kommenden Wochen:
15.10. Dresden, Cafe Kleinschmidt, 20:30 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘
18.10. Berlin, Schlot, 13 Uhr: zu Gast bei ‚Der Frühschoppen‘
18.10. Berlin, Baiz, 19 Uhr: ‚Reformbühne Heim & Welt‘
22.10. Zepernick, Buchhandlung Fabula, 19:30 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘
24.10. Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: zu Gast beim ‚Kantinenlesen‚
30.10. Görlitz, BASTA, 20 Uhr: zu Gast beim Görlitzer ‚Kantinenlesen‘
5.11. Potsdam, Waschhaus, 20 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘
6.11. Greifswald, Koeppenhaus, 19:30 Uhr: ‚Stabil im Bus – Ahne liest, singt und trinkt‘
13.11. Dessau, Schwabehaus, 20 Uhr: ‚Stabil im Bus – Ahne liest, singt und trinkt‘
19.11. Cottbus, Stadtbibliothek, 19 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt‘
26.11. Berlin, Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek, 18 Uhr: ‚Stabil im Bus – Ahne liest, singt und trinkt‘
So, wenn ihr jemanden kennt, der da und dort wohnt, bitte Bescheid sagen und wollt ihr selber kommen, geht ooch.
Tipp für heute: Dis Theaterstück ‚Der rote Engel‘, wo ich die Ehre hatte ein wenig mitwirken zu dürfen und welches, dies kann ich nach der gestrigen Premiere sagen, gut gelungen ist, läuft noch heute und morgen und Sonnabend im Berliner Ackerstadtpalast (befindet sich hinterm Schokoladen).
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13. Oktober 2026
Auch in einem Schriftstellerleben passiert ab und zu was Lustiges, doch, doch. Mal stolperst du, fällst hin, weil du den Schnürsenkel nicht zugebunden hast. Oder es kleckert dir Eis auf den Pullover, in der S-Bahn, alle sehen es. Na ja, neulich erreichte mich eine Anfrage, ob ich bei einem Theaterstück mitwirken könne, eine Rolle einlesen. Ich freute mich, denn mit der Schreiberin hatte ich bereits zusammengearbeitet, ein Hörspiel gestaltet und ein Kinderbuch. Zudem war sie mehrfach bei unserer Lesebühne. Ich schrieb, dass ich dabei wäre, wir vereinbarten einen Termin und ich forderte das Manuskript an, um es studieren zu können. Am Termin erschien ich pünktlich in der Neuköllner Emser Straße und wartete. ‚Sie verspätet sich‘, dachte ich, als neben mir zwei junge Typen und eine Frau vom Rad stiegen. „Ah, da bist du ja“ meinte der eine. „Ja, da bin ich“, antwortete ich, „wollt ihr auch was für das Theaterstück einsprechen?“ „Na ja, ich bin der, der das Theaterstück geschrieben hat.“ Es stellte sich dann heraus, er habe sich gewundert, warum ich ihn in unseren Mails dauernd mit Frauennamen anredete, es jedoch unter verrücktes Künstlergehabe eingestuft. Eine Verwechslung, die darauf beruhte, dass der Stückeschreiber denselben Nachnamen nutzt, den die Autorin für ihr künstlerisches Werk verwendet. Er fragte, ob ich nun nicht mehr mitmachen wolle und ich schmiss empört die ausgedruckten Zettel vor seine Füße, mit dem Rollentext. Nein, so was traue ich mich nicht. Ich kletterte mit ihnen in den vierten Stock, sprach den Text ein und heute ist Premiere und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, weil ich sonst gar nichts von dem Stück kenne.
Tipp für heute: Berlin, Ackerstadtpalast, 20 Uhr: Premiere von ‚Roter Engel – Der Rahmen deiner Welt‘ von der Gruppe YA! Alfred Adiel Francis
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