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Corona-Tagebuch 186

24. September 2020

Heute im Fläming Äpfel gepflückt. Und so was Ähnliches wie Pflaumen. Und Birnen. Ganz viele Hornissen beobachtet. Sie sind so fleißig. Beim Essen und beim Fliegen. Und sie belästigen einen nicht. Man darf ihnen natürlich nicht den Apfel wegnehmen, an welchem sie gerade knabbern, dann werden sie garstig. Aber wer würde da nicht garstig werden? Ich mag Hornissen. Der Virologe Christian Drosten, der demnächst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird: „Die Pandemie wird jetzt erst richtig los gehen. Auch bei uns.“ Och nee. Ich will das aber nicht! EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordert die Mitgliedsstaaten zum Gegensteuern auf: „Das ist womöglich unsere letzte Chance, eine Wiederholung des Geschehens im Frühjahr zu vermeiden.“ In Hamm/Westfalen müssen seit gestern wieder Masken im Unterricht getragen werden, treffen dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch 5 Personen oder Menschen aus zwei Haushalten. In ganz Nordrhein/Westfalen sollen Privatfeiern künftig zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden, ein Verantwortlicher ist zu benennen, eine Gästeliste einzureichen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann dem WDR. Madrid weitet den Lockdown auf weitere Stadtviertel aus. Pariser Krankenhäuser sagen wieder nicht zwingend notwendige Operationen ab. Das französische Überseedepartement Guadeloupe und die Hafenstadt Marseille müssen sämtliche Bars und Restaurants schließen. In Tschechien müssen alle gastronomischen Einrichtungen ab sofort 22 Uhr schließen. In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt von morgen an eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Der Wiener Opernball am 11.02. 2021 ist abgesagt worden. Untersagt wurden von der österreichischen Regierung alle Apres-Ski-Partys der kommenden Wintersaison. Reicht das? Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid ist anderer Meinung. In der B.Z. hat er ein Party-Verbot für ganz Berlin gefordert: „Wir brauchen keine Aufklärungskampagnen“ sagte er dort „Man müsse jetzt radikal sein“ und weiter „Die Leute wissen, sie können machen, was sie wollen, es wird nichts passieren.“ Ruhig durchatmen, würde ich vorschlagen. So lange man es noch kann, zumindest. Rekorde an Neuinfektionen melden Litauen, 138 Fälle am Tag, Polen, 1.136 Fälle am Tag und Israel (bereits Dienstag), 6.995 Fälle am Tag. Über 700 Covid-19-Tote in Ungarn, über 800 in Bosnien/Herzegowina und in Weißrussland, über 10.000 in Indonesien, über 25.000 im Iran. In Mexiko ist nach Angaben des Privatkrankenhauses ‚Christus Muguerza‘ eine komplette Lungentransplantation bei einem Corona-Patienten gelungen. „Ohne die Transplantation war die Lebenserwartung des Patienten null“ wird Chirurg Manuel Wong Jaen zitiert. Am 31. August bereits fand der Eingriff statt. Es heißt, der Mann befinde sich auf dem Wege der Besserung und werde praktisch eine normale Lebensqualität haben. Applaus! Und nun bitte muss das auch für Menschen möglich sein, die sich kein teures Privatkrankenhaus leisten können.

Tipp für heute: Apfelkuchen backen.

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Corona-Tagebuch 185

23. September 2020

Nun ist es mir selbst passiert. Ich habe mich aufgeregt ohne die Fakten wirklich zu kennen und meine Fehleinschätzung auch noch öffentlich gemacht. Schande über mich! Muss gestern nicht richtig zugehört haben, auf jeden Fall handelte es sich bei dem Elternteil eines/einer Schülers/Schülerin aus der Klasse meiner Tochter nicht um einen Verdachtsfall, sondern um jemand positiv Getesteten. Verständlich also, dass die Klasse erstmal zuhause bleiben muss, bis das Testergebnis des Schülers/der Schülerin feststeht. Ich bitte um Entschuldigung. Auch der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat sich entschuldigt. Seine Regierung habe falsch gehandelt, als sie die Corona-Maßnahmen vor den Sommerferien lockerte. So viel Einsicht und Selbstreflektion kann man von jemand anderem natürlich nicht erwarten. Ja, ich habe seit Längerem bereits gespannt darauf gewartet, was Donald Trump wohl äußert, sollten die Covid-19-Todeszahlen in den USA wirklich über 200.000 steigen. Noch Ende März verkündete er ja, dass sie alle gemeinsam einen guten Job gemacht hätten, wenn die Todeszahlen in den USA nicht über 100.000 steigen, oder nur knapp darüber. Und, sicher war ich mir nicht, wie der Herr „knapp darüber“ definiert, aber 200.000 sind wohl eher nicht mehr knapp über 100.000. Trotzdem natürlich zeigt ein Donald Trump keine Reue, sondern ignoriert sämtliche Fakten und geht zur Attacke über: Ohne das Krisenmanagement seiner Regierung hätten die USA „zwei Millionen, zweieinhalb Millionen und drei Millionen“ Tote zu beklagen. „Wir haben Millionen Leben gerettet.“ „Die Chinesen hätten es (das Coronavirus d.A.) an ihrer Grenze stoppen müssen, sie hätten niemals zulassen dürfen, dass es sich über die ganze Welt ausbreitet.“ „Es ist das China-Virus, nicht das Coronavirus. Corona klingt nach einem Ort in Italien, einem schönen Ort. Es ist Corona. Nein, es ist das China-Virus, sie wollen es nicht sagen, wisst Ihr, die radikalen Linken, sie wollen es nicht sagen.“ Solche Äußerungen erwartet man normalerweise von jemandem, der gerade in Zwangsjacke zu einem Krankenwagen abgeführt wird, dieser Mann jedoch ist weiterhin im Amt, Präsident eines großen Landes. Rekorde an Neuinfektionen melden der Iran, 3.712 Fälle am Tag und Israel, 6.861 Fälle am Tag. Über 100 Covid-19-Tote in Surinam, über 300 im Libanon, über 700 in Paraguay, über 5.000 in Bangladesch und auf den Philippinen, über 90.000 in Indien, über 200.000, wie bereits erwähnt, in den USA. ‚Frankreichs Gesundheitsminister will Unabhängigkeit von China‘, lautete gestern eine Schlagzeile bei tagesschau.de und ich dachte: ‚Oh nein, noch jemand verrückt geworden.‘ Oder wurde Frankreich Tatsache von China besetzt und ich habe es nur nicht mitbekommen? Doch wie das ab und zu mit Schlagzeilen so ist, liest man den Text darunter, entpuppen sie sich als maßlos übertrieben. Es geht darum, dass China 90% der medizinischen Schutzausrüstung und der Medikamente, die Europa benötigt, produziert: „Diesen Wahnsinn müsse man beenden“. Na ja, möglicherweise sehen das andere Länder bei anderen Gütern, die hauptsächlich in Frankreich oder in Deutschland produziert werden, ähnlich? Ich weiß es doch nicht.

Tipp für heute: Noch einmal den, von den Temperaturen her gesehen, letzten (?) Sommertag des Jahres genießen.

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Corona-Tagebuch 184

22. September 2020

Die Tochter ist aus der Schule nach Hause geschickt worden. Jemand in der Klasse habe einen Corona-Verdachtsfall bei den Eltern. Ich frage mich, wie ein halbwegs reibungsloser Unterricht so funktionieren soll. Bund und Länder wollen erneute flächendeckende Schulschließungen verhindern, las ich erst heute wieder, nur, wenn die ganze Klasse zuhause bleiben muss, weil ein/e Klassenkamerad/in Erkältungssymptome hat, oder ein Elternteil, oder ein Geschwisterkind, bedeutet das nicht in der bald beginnenden Erkältungszeit, dass man quasi immer zuhause bleiben muss, soll, darf? Bis ein negatives Testergebnis vorliegt, dauert ja seine Zeit und dann hat doch garantiert der oder die Nächste Erkältungssymptome. Clevere Kinder, die nicht gar zu gern früh aufstehen um zur Schule zu gehen, könnten ab und an mal über ausgedachte Kopfschmerzen klagen, fällt mir ein. Will nicht prahlen (tu es trotzdem, ätsch!), aber zu diesen Kindern hätte ich durchaus dazu gehören können, damals. Und müssten nicht eigentlich die Eltern der aus der Schule nach Hause geschickten Kinder ebenfalls zuhause bleiben, um nicht ihrerseits Kolleginnen und Kollegen anzustecken? Egal. Zumindest ist das Elefantensterben in Botswana aufgeklärt worden, an welchem zwischen April und Juni 330 der sympathischen Dickhäuter verendeten. Laut Behörden sind Cyano-Bakterien verantwortlich, die im Volksmund Blaualgen heißen. Nach lautstarkem Protest auf den billigeren, oberen Rängen musste im Madrider Opernhaus ‚Teatro Real‘ die Aufführung von Verdis ‚Un ballo in maschera‘ (‚Ein Maskenball‘) abgebrochen werden. Mit Buh-Rufen, lautem Klatschen und Füßetrampeln hatte das dort sitzende Publikum gegen zu geringe Sicherheitsabstände protestiert. „Der Pöbel schon wieder“ werden sich die im Parkett Sitzenden gedacht haben. Ab Dienstagnachmittag stehen große Teile von Wales erneut im Lockdown. In ganz Großbritannien müssen Pubs und Restaurants wieder 22 Uhr schließen, außerdem darf nur noch an Tischen bedient werden. München verkündet eine Maskenpflicht für den Marienplatz und den Viktualienmarkt. Selbst Gelsenkirchen verschärft seine Maßnahmen, wegen gestiegener Corona-Fallzahlen wird dort ein großer Flohmarkt abgesagt. „Freiheit!“ Deutlich zu sinken scheint die Corona-Sterblichkeitsrate in den USA, für die gestrigen 24 h wurden (nur noch!) 270 Covid-19-Tote registriert. Über 100 Covid-19-Tote (insgesamt!) meldet Myanmar (das ehemalige Burma oder auch Birma), über 700 Nord-Mazedonien. Unser baldiger Kanzler (wenn alles gut geht) Friedrich Merz, CDU (oder AfD?), sticht so richtig schön seinen Finger in die Wunde, wenn er anmerkt: „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gewöhnen, dass wir ohne Arbeit leben können.“ Er habe kürzlich in einem Hotel übernachtet, in dem „fast überhaupt kein Personal vorhanden war.“ Armer Friedrich!

Tipp für heute: Schuhe putzen geht auch so: Einfach drauf spucken und mit Zellstofftaschentuch drüber rubbeln. Nichts zu danken.

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Corona-Tagebuch 183

21. September 2020

Die Sonne scheint nun bereits seit anderthalb Wochen ununterbrochen, wenn man mal von den Nächten absieht. Ich habe schlechte Laune. Kann mich nur mühsam zum Aufstehen überreden. Staub gesaugt habe ich seit Monaten nicht mehr. Überall spinnen sich Spinnen ihre Heime, ich lasse sie gewähren. Bin stolz, dass ich das mit dem Abwasch hin bekomme. Müsste mich mal prügeln vielleicht, aber mit wem? Sex? Was ist das? Gestern Freude daran gehabt, meiner Tochter aus ‚Fan Man‘ vorzulesen. Horse Badorties. So wie in seinem Apartment, wird es bei mir auch bald aussehen. Wenn ich seinen Enthusiasmus entwickle, nicht so schlimm. Zuvor ‚Gott wohnt im Wedding‘ von Regina Scheer zu Ende gelesen. Sie hat sich wahnsinnig Mühe gegeben, bei ihrer Recherche. Sehr viele interessante Informationen, nicht nur über den Wedding, auch über die Umgebung, wo ich wohne. Doch die Figuren bleiben blutleer, wirken konstruiert. Gute Absicht, schlechter Roman. Die deutschen Krankenhäuser reduzieren ihre Quote für Corona-Betten auf Intensivstationen. 10% werden jetzt noch für Covid-19-Patienten reserviert, statt zuvor 35%. In den eher ärmeren Stadtteilen Madrids ist ein vorerst zweiwöchiger Lockdown heute in Kraft getreten. Er betrifft 850.000 Menschen. Sie dürfen ihre Bezirke nur für den Weg zur Arbeit, zum Arzt und um die Kinder zur Schule zu bringen verlassen. Parks wurden geschlossen, Geschäfte, Bars und Restaurants bleiben zwar geöffnet, müssen jedoch die Kundenmenge halbieren. Bei Protesten dagegen wurden Plakate hoch gehalten, auf denen stand: „Nein zu einer Ausgangssperre nach sozialen Klassen“ oder „Sie zerstören unsere Viertel und jetzt sperren sie uns ein“. Friedrichshain/Kreuzberg überschreitet die kritische Zahl 50 pro hunderttausend Einwohner bei den Neuinfektionen. Ungarn meldet einen Rekord an Neuinfektionen, 1.070 Fälle pro Tag. In der kanadischen Provinz Quebec dürfen sich seit heute nur noch 50 statt 250 Menschen in Innenräumen treffen, Kinos und Theater sind davon ausgenommen. Der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech ist zurück getreten. Sein Nachfolger, der Epidemiologe Roman Prymula sprach sich erst letztens für die Verhängung des Corona-Notstands aus. Über 500 Covid-19-Tote verzeichnet das Land mittlerweile. Sinkende Zahlen an Neuansteckungen meldet hingegen Australien, gestern waren es 16. Nach 6 Monaten Corona-Pause öffnet das Taj Mahal in Indien seine Pforten. Das „Monument der Liebe“ dürfen maximal 5.000 Besucher am Tag besichtigen. Gruppenfotos sind verboten, niemand darf das Bauwerk berühren. Wer es doch tut, wird erschossen. Nein, hab ich mir bloß ausgedacht.

Tipp für heute: Wird schon wieder besser, vielleicht.

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Corona-Tagebuch 182

20. September 2020

Welch schlimme Folgeschäden die Corona-Pandemie verursacht, konnte man gestern wieder beobachten. ’20 Jahre Kantinenlesen‘ wurde gefeiert und der Re-Start dieses normalerweise wöchentlich stattfindenden Gipfeltreffens der Berliner Lesebühnen, in der Alten Kantine, in der Kulturbrauerei. Auf der Bühne alles prima, Publikum wirkte auch zufrieden, am Tresen aber gab es plötzlich nur noch Berliner Pilsner, in kleinen, grünen Flaschen. Kein Fassbier mehr, kein Radeberger (obwohl das auch nur noch Drecksplörre ist). Man verkaufe lediglich die Reste, wurde mir gesagt. Es könnten ja ansonsten keine Veranstaltungen mehr stattfinden und man rechne auch nicht damit, dass sich dies in näherer Zukunft ändere. Komisch. Mein Optimismus scheint nicht ansteckend zu sein. Es scheint auch kaum jemand, bis auf Markus Söder, zu bemerken, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist. Gibt wieder Spekulatius in der Kaufhalle, hurra! Die erste Packung vertilgte ich letzte Nacht. „Hat Markus Söder etwa auch eine Packung Spekulatius verdrückt?“ werden sich jetzt viele sicher fragen. Entzieht sich meiner Kenntnis. Auf tagesschau.de allerdings las ich heute die Schlagzeile: „Söder für Öffnung der Weihnachtsmärkte“. Der Typ will Tatsache Kanzler werden. Ich hab vor Jahren ja bereits populistisch vorgeschlagen, Weihnachtsmärkte sollten das ganze Jahr über öffnen und Adventskalender mit 365 Türchen ausgestattet sein. Jeder Tag müsste Weihnachten sein und die Waffen in dieser Zeit schweigen. Hallelujah! Russland erlaubt die ambulante Behandlung mit dem Antivirus-Medikament Coronavir auf Rezept. Es ist für Patienten mit leichten bis moderat verlaufenden Infektionen vorgesehen und könnte nächste Woche in die Apotheken ausgeliefert werden. Nach Angaben der Kommunalbehörde der mexikanischen Hauptstadt, seien in der Zeit zwischen April und September allein in Mexiko-Stadt über 20.000 Menschen mehr am Coronavirus gestorben als bisher bekannt. Rekorde an Neuinfektionen melden die Slowakei, 290 Fälle am Tag, Dänemark, 589 Fälle am Tag und Frankreich, 13.498 Fälle am Tag. Über 400 Covid-19-Tote in Nepal, über 700 in Costa Rica. Schnell loswerden möchte ich noch einen kleinen Weckruf. Hallo Statistikfreaks bei der Johns-Hopkins-Universität! Der für die Covid-19-Opferzahlen des Kosovos zuständige Kollege (die Kollegin?) scheint eingenickt zu sein, seit mindestens zwei Wochen friedlich zu schlafen, Schlimmeres will ich lieber nicht hoffen. Hatte mich anfangs ja gefreut, dass in der winzigen Balkan-Republik niemand mehr an Corona zu sterben scheint. Nach über 14 Tagen allerdings, in denen bei euch auf der Seite für den Kosovo unverändert 488 Covid-19-Tote steht, wurde ich skeptisch und schaute mal bei der Wikipedia-Konkurrenz vorbei. Die zählen mittlerweile 611 Covid-19-Tote für das Land. Mal ganz sanft an den Schultern rütteln, vielleicht?

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne Riedel, Spider, Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte (zugeschaltet aus Steglitz mit seiner legendären Anneliese-Hülschrath-Gedächtniskolumne), Gott und mich, sowie den extrem wachen Superstargästen Mandana (die heute übrigens Geburtstag hat!) und Jana Berwig & Masataka Koduka (Japanisch-Oberlausitzer-Hit-Ensemble) Anmeldung: reservierung-reformbuehne@web.de

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Corona-Tagebuch 181

19. September 2020

Eigentlich sollte ich gestern im Gasthaus am Gorinsee auftreten, doch wie ein Anruf von mir ergab, hatten sie die Lesung vor Längerem bereits wegen Corona abgesagt. Zum Glück erfuhr ich dies gerade noch rechtzeitig, wäre nicht nur umsonst 2 Stündchen da hingegondelt, nein, zurück zu wäre nicht mal mehr der Bus gefahren, da hätte ich einige Kilometer laufen müssen, durch den dunklen, dunklen Wald, ohne Kompass und … an welcher Himmelsrichtungsseite wächst noch mal das Moos an den Bäumen? Bestimmt standen aufgrund meiner Ankündigung hier Massen von Fans dort, zu Recht außer sich, vor Enttäuschung und Wut. Hoffentlich gelang es ihnen, den Ärger im Zaum zu halten, die Gaststätte nämlich ist schuldlos, wer die Schuld trägt, verrate ich allerdings nicht, sage nur so viel, er besitzt weder einen langen, weißen Bart, noch hüllt er sich in wehende Gewänder. Die großen Karnevalsverbände Kölns, Düsseldorfs, Aachens und Bonns haben mit der Landesregierung von Nordrhein/Westfalen vereinbart, dass es in der Saison 2020/2021 keinen Sitzungskarneval und keine großen Umzüge in der bekannten Form geben werde. Alaaf und Helau! In Berlin wurden mehrere Partys von hunderten Jugendlichen in Parks, unter anderem Simon- und Monbijou-Park, von der Polizei aufgelöst. Es kam zu Gewalt. Island schließt für 4 Tage sämtliche Kneipen und „Vergnügungsstätten“. Nizza verbietet Versammlungen von mehr als 10 Personen am Strand oder in Parks. Ab 20 Uhr ist der Alkoholverkauf zum Mitnehmen und der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen dort verboten. In Moskau sind die Tennisturniere der Damen und Herren Ende Oktober abgesagt worden. Dublin erlaubt keine Veranstaltungen mehr in Innenräumen. Kanada verlängert die Grenzschließung zu den USA bis 21. Oktober, die Philippinen den Corona-Notstand gleich bis September 2021. Präsident Duterte errichtet dort tatsächlich eine Diktatur. Hessen hingegen hebt ab 1. Oktober die Besuchsbeschränkungen in Altenheimen auf. Italien erlaubt überraschend bis zu 1.000 Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Freien. Rekorde an Neuinfektionen melden Polen, 1.002 Fälle am Tag, Tschechien, 3.130 Fälle am Tag, Indonesien, 4.168 Fälle am Tag und Frankreich, 13.215 Fälle am Tag. Insgesamt steigen die Fallzahlen in Europa wieder deutlich an, auch in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Russland und Italien. Über 600 Covid-19-Tote in Paraguay, über 85.000 in Indien, über 135.000 in Brasilien. Die Bäckereifachverkäuferin im Bäcker meines Vertrauens verblüffte mich heute mit der Aussage: „Haben sie gestern gesehen, Fußball? 8:0. Hat eine Frau kommentiert. Furchtbar! Kann ich nicht hören.“ Ich darauf: „Aber sie sind doch selber eine Frau.“ Sie: „Sicher. Aber bei Fußball? Das geht gar nicht. Hab ich den Ton abgestellt.“

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen (Re-Start und ’20 Jahre Kantinenlesen I‘) mit Dan Richter, Uli Hannemann, Michael Bittner, Micha Ebeling und mich

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Corona-Tagebuch 180

18. September 2020

Überlege, heute mit der Kartoffelernte zu beginnen. Die Pflanzen hängen gelb und schlapp aus dem Blumenkasten. Bin gespannt, was sich unter der Erdoberfläche verbirgt. Wird es reichen, uns über den Winter zu bringen? Zu erbeuten gibt es, meiner Schätzung nach, mindestens 5 Knöllchen von der Größe eines Tischtennisballs. Bin allerdings auch Zweckpessimist. Nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters befindet sich Star-Opernsängerin Anna Netrebko mit Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. Auch der russische Bass-Sänger Ildar Abdraskow wurde positiv getestet. Weitere Vorführungen sagte man jetzt erst mal ab. New York verschiebt den Schulbeginn erneut um eine Woche. Grundschüler sollen ab dem 29. September loslegen, die Älteren ab dem 1. Oktober. Ursprünglich war der 10. September vorgesehen. In Griechenland gehen die Kinder bereits seit Montag wieder büffeln. Die für sie, wegen Maskenpflicht an Schulen, von der griechischen Regierung bestellten hunderttausenden Mund-Nasen-Schütze sind allerdings viel zu groß, „ein katastrophaler Fehler“, wie die Abgeordnete und Schwester des konservativen Präsidenten Mitsotakis, Dora Bakoyannis, einräumte. Hunderte Schüler hatten Fotos ins Netz gestellt, auf denen sie sich mit jenen das ganze Gesicht bedeckenden Dingern präsentierten. Einen Spitznamen haben sie auch schon weg: „Fallschirme“. Elektronisch registrieren lassen müssen sich ab heute serbische Bürger, die aus einem Corona-Risikogebiet zurück kehren. In Österreich sollen ab Montag sämtliche private Feiern oder Zusammenkünfte auf 10 Personen beschränkt werden. Außerdem darf dann in Lokalen nur noch im Sitzen getrunken und gegessen werden. Rekorde an Neuinfektionen melden Tschechien, 2.139 Fälle am Tag und Frankreich, 10.593 Fälle am Tag. Ein Alkoholverbot hat München für Sonnabend auf der Theresienwiese erlassen, um private Ersatzpartys für den ursprünglich geplanten Start des Oktoberfestes zu verhindern. Das Alkoholverbot gilt auch für drei auf der Theresienwiese angemeldete Demonstrationen. Alternative: die Serie ‚Oktoberfest 1900′ in der ARD-Mediathek schauen. Absolut sehenswert! Das waren noch Zeiten! Die Lufthansa will wieder afrikanische Länder anfliegen. Nach Kenia gebe es schon 4 Verbindungen pro Woche, Namibia wird ab Sonnabend von Frankfurt/Main aus angeflogen, auch Mauritius könne zum Jahresende wieder ins Programm genommen werden, so Manager Andre Schulz, „Wir stehen in den Startlöchern.“ Die australische Fluggesellschaft Quantas hingegen beschreitet andere Wege. Wegen geringerer Nachfrage nach internationalen Flügen, bietet sie siebenstündige Rundflüge über „Down under“ an. Start und Ziel: Sydney. Die Umwelt sagt bestimmt: Danke. Hunderte Menschen demonstrierten in Tel Aviv gegen die neuen israelischen Beschränkungen. Ministerpräsident Netanjahu warb um Verständnis: „Das Gesundheitssystem hat die rote Fahne gehisst.“ So wenig also fürchten sich konservative Politiker mittlerweile vor den Linken, dass sie selbst das Symbol der Revolution zweckentfremden. Über 300 Covid-19-Tote meldet der Senegal, über 400 Libyen. Ein Sprecher der Verkehrsbetriebe von Manchester stellte klar, dass eine lebende Schlange nicht als ordnungsgemäßer Mund-Nasen-Schutz gilt, jedenfalls in Nordwestengland. Dort filmten Busreisende einen Mann, der sich eine Python um den Mund gewickelt hatte. Es gebe zwar Interpretationsspielraum was Masken betreffe, so der Sprecher, „Wir denken aber nicht, dass dies die Nutzung von Schlangenhaut umfasst, vor allem wenn die noch an der Schlange dran ist.“

Heute: Gorinsee, Gasthaus am Gorinsee, 20 Uhr: ’52 Jahre Apfelsinenkisten‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier und keinesfalls Tagebucheinträge aus diesem Tagebuch Fällt aus wegen Corona!

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Corona-Tagebuch 179

17. September 2020

Interessanter Beitrag heute früh im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Eine Reporterin besuchte gemeinsam mit einer Familie eine Kirmes oder einen Rummel, wie wir in Berlin sagen würden, der extra wegen Corona in einer Kleinstadt namens Munster für einen Monat errichtet worden war, quasi als Ersatz für die vielen ausgefallenen Feste. Die Reporterin gab sich in jenem Beitrag reichlich Mühe, ihren Zuschauern den Rummel schmackhaft zu machen, verkündete zum Schluss jedoch traurig, leider seien nur sehr wenige Menschen gekommen. Vor zwei, drei Monaten wäre solch eine Berichterstattung in ARD und ZDF nicht vorstellbar gewesen, da hätten Reporterinnen besorgt auf Infektionsrisiken verwiesen und das, obwohl die Infektionszahlen heute wesentlich höher sind, als vor zwei, drei Monaten noch. Das RKI gab für die letzten 24 Stunden 2.194 nachgewiesene Neuansteckungen in Deutschland bekannt, so viele wie seit dem 24. April nicht mehr. Allerdings gibt es relativ wenig schwere Krankheitsverläufe. 3 Menschen starben gestern an Covid-19, am 24. April waren es 227. Irland lockert. In Sportstadien mit mehr als 5.000 Plätzen dürfen wieder maximal 200 Besucher anwesend sein. Die deutschen Bundesländer einigten sich, dass künftig oberhalb einer Zahl von 1.000 Zuschauern 20% der jeweiligen Stadionkapazitäten in allen Sportarten genutzt werden können. Allerdings sollen Tickets nur an Fans von Heimmannschaften personalisiert verkauft werden dürfen. Ob da jemand klagt, gleiche Rechte einfordert, auf das Grundgesetz verweist? Wegen sinkender Infektionszahlen lockert auch der australische Bundesstaat Victoria. Ende September können Baustellen, Produktionsstätten, Lagerhäuser und Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen, Cafes dürfen auf ihren Terrassen bis zu 50 Personen bedienen, bis zu 10 Menschen sich im Freien treffen. Südafrika erlaubt wieder Ein- und Ausreisen, gestattet Versammlungen, innen maximal 250, im Freien bis 500 Personen, Theater und Fitnesscenter können öffnen, Sportveranstaltungen bleiben verboten. Die Genesungsrate dort ist auf 89% gestiegen, statt 12.000 Neuinfektionen pro Tag, wie in den Hochzeiten der Pandemie, gibt es nur noch unter 2.000. Tschechien dagegen meldet einen Rekord an Neuinfektionen, 1.675 Fälle am Tag. Gastronomische Einrichtungen dürfen dort künftig nur noch so viele Menschen hinein lassen, wie es Sitzplätze gibt. Was machen die Stehtrinkbuden? Barhocker schnitzen? In Ungarn müssen Gaststätten und „Vergnügungslokale“ ab sofort 23 Uhr schließen, die Maskenpflicht wird auf Ämter, Gesundheitseinrichtungen, Kinos und Theater ausgeweitet. Nach Prag sind nun mit Budapest und Wien insgesamt 3 Metropolen der ehemaligen K.u.K.-Monarchie vom deutschen Auswärtigen Amt zu Risiko-Gebieten erklärt worden. Frankreich sagt weitere Messen und Großereignisse ab. Madrid verhängt einen Lockdown über einige Stadtteile. Über 800 Covid-19-Tote melden der Oman und El Salvador, über 2.000 die Dominikanische Republik, über 3.000 Guatemala, über 9.000 Indonesien. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo zur Frage, ob das Halloween-Brauchtum dieses Jahr stattfinden solle: „Wenn du Nachbarn hast und an deren Tür klopfen willst, Gott segne dich.“

Tipp für heute: Mal vorsichtig gucken, ob nebenan jemand wohnt.

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Corona-Tagebuch 178

16. September 2020

Ich habe noch gar nicht geschrieben, wie sehr ich mich freue, über ein Buch, welches mir letzten Sonntag geschenkt worden ist. Dabei kenne ich das Buch bereits. Ruth Herzberg brachte mir ‚Fan Man‘ von William Kotzwinkle zur Reformbühne mit, nachdem ich in ihrem elektronischen Corona-Tagebuch, was es mittlerweile auch als Buch gibt, ‚Die aktuelle Situation‘, nur bei der Autorin zu erwerben, kommentartechnisch herum jammerte, wie sehr mir jenes Buch fehle. Sie besaß es gleich zweimal. Man sollte alle Bücher, die einem etwas bedeuten, zweimal besitzen, schon ärgert man sich nicht so, bekommt man ein ausgeborgtes Exemplar mal nicht zurück. Ist natürlich fies dies zu schreiben, denn Ruth hat ‚Fan Man‘ ja jetzt wieder nur einmal. Na ja. Andere Bücher, die ich doppelt besitzen will, ‚Der kleine Prinz‘ von Antoine de Saint-Exupery, ‚Die andere Seite‘ von Alfred Kubin, ‚Sexus‘ von Henry Miller (wegen der Sex-Stellen, vieles kann man getrost überblättern), ‚Arbeit und Struktur‘ von Wolfgang Herrndorf, ‚Der Herzausreißer‘ von Boris Vian und ‚Die Bibel‘. Ha, Scherz! Ich bewundere sämtliche Menschen, die es einmal geschafft haben sollten die Bibel durchzulesen, egal ob Altes oder Neues Testament. Sie liegt ja nun wirklich überall herum, vollkommen überschätzt, meiner Meinung nach. Schweden öffnet ab 1. Oktober seine Altenheime. Alle Alten dürfen wieder nach Hause. Oh man, ich scheine einen Clown gefrühstückt zu haben. Nein, natürlich dürfen Altenheime dann wieder normal besucht werden. In Irland öffnen die Pubs ab kommenden Montag, außer in Dublin, wo die Infektionszahlen immer noch hoch sind. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen verschärft dagegen ihre Maßnahmen. Bars und Restaurants sollen 22 Uhr schließen, wer sich Gäste nach Hause einlädt, muss diese ebenfalls um 22 Uhr nach Hause schicken. Letzteres hielt ich für einen Witz, ist aber wohl ernst gemeint. Gibt es dann Kontrolleure, die nach Mitternachtsgästen Ausschau halten oder sollen Nachbarn denunzieren? Rekord an Neuinfektionen meldet Israel, 5.523 Fälle am Tag. Schulen und Kindergärten werden da bereits morgen geschlossen, der Lockdown beginnt am Freitag, für mindestens 3 Wochen. Über 400 Covid-19-Tote in den Vereinigten Arabischen Emiraten, über 500 in Venezuela, über 30.000 in Spanien, über 195.000 in den USA. Präsident Trump vor dem Weißen Haus ohne konkrete Begründung, die USA seien in der Pandemie „viel besser als die Europäische Union“ gewesen.

Tipp für heute: Als Reaktion auf eine Aktion Bochumer „Feministinnen“, die auf Zetteln in Parks eine Verhüllung männlicher Oberkörper fordern, seinen Oberkörper entblößen, egal welchem Geschlecht man angehört, wie alt man ist, welche Form und Behaarung der Körper hat. Unser Weg zur Gleichberechtigung sollte nach vorne führen, nicht zurück ins Mittelalter.

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Corona-Tagebuch 177

15. September 2020

Heute endet der Anspruch auf Corona-Gratistests für deutsche Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Wer sich künftig umsonst testen lassen will, muss wohl oder übel in ein Risikogebiet reisen, oder sich vernünftige Symptome zulegen, es sei denn man kommt aus Bayern, da wird weiter auf Teufel komm raus getestet. Die Berliner Wirtschaftsverwaltung stellte gestern eine gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband entwickelte Kampagne vor, die zum Einhalten der Corona-Bestimmungen in gastronomischen Einrichtungen ermuntern soll. „Eingängige Sprüche“, von denen mir etliche ein wenig umständlich erscheinen, zum Beispiel: „Liberte, Egalite, Charite? Lieber Abstand halten.“ Das „Lieber Abstand halten“ macht den Spruch nicht nur zu lang und verwässert die Botschaft, sondern klingt extrem dröge. Den Spruch „Auch nach 5 Bier leicht zu merken: Abstand waschen, Hände tragen, Maske halten“ fand ich zwar zu lang, eigentlich aber ganz witzig, obwohl Kneipengänger monieren werden, dass jemand der nach 5 Bier solche Sprachstörungen entwickelt, sowieso in keine Kneipe gehöre. Eine Million Euro kostet die Kampagne. Die Sprüche sollen auf Bierdeckeln, digitalen Werbetafeln und Masken zu lesen sein. Wobei ich niemandem raten würde mit einer „Maske auf. Sonst Lokal zu.“-Maske Selbiges zu betreten, macht man sich eher nicht so beliebt und aus eigenen praktischen Erfahrungen im gastronomischen Bereich weiß ich, es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich an unangenehmen Gästen zu rächen. Die Behörden der südfranzösischen Stadt Bordeaux haben wegen gestiegener Infektionszahlen Tanzpartys, Flohmärkte und Nachbarschaftsfeste verboten, Schulausflüge werden abgesagt, der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ist nicht mehr erlaubt. Die Slowakei erklärt ihr Schwesterland Tschechien zum Risikogebiet. Nach drei bestätigten Neuinfektionen haben die Behörden der chinesischen Grenzstadt zu Myanmar Ruili, einen Lockdown verhängt. Jordanien schließt für zwei Wochen Restaurants, Moscheen, Straßenmärkte und die meisten Schulen. Die Vereinigten Arabischen Emirate geben einen Impfstoff des chinesischen Pharma-Konzerns Sinopharm zur eingeschränkten Notfallverwendung, für diejenigen, die „am meisten mit Covid-19-Patienten zu tun haben“, wie Gesundheitsminister Abdul Rahman Mohammed Al-Owais mitteilte, frei. Über 100 Covid-19-Tote meldet Swasiland, über 400 Usbekistan, über 700 Bosnien/Herzegowina, über 80.000 Indien. Heyo Kroemer, Vorstandschef der Berliner Charite, zur Situation: „Wir haben aktuell 10 Patienten in unseren Intensivstationen. Diese 10 Patienten sind aber alle schon seit der ersten Infektionswelle bei uns. Wir sehen bisher keine neuen Intensivfälle.“ Und zur Frage, warum es trotz steigender Fallzahlen kaum schwere Krankheitsverläufe in Deutschland gibt: „Die älteren Menschen sind offenbar durch konsequentes Maskentragen und Kontaktvermeidung besser geschützt als im Frühjahr. Aber voll inhaltlich verstanden ist das nicht.“

Tipp für heute: Im Weißen See baden.

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