Die Würde des Menschen

3. Januar 2011

Nachdem schon Spanien seine nordafrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla hat einmauern lassen, will jetzt auch Griechenland einen Zaun nach US-amerikanischem Vorbild (Grenze zu Mexiko) bauen, um damit potentielle Flüchtlinge abzuschrecken. Europa schottet sich ab, so, wie es düstere Visionen schon vor Jahren voraussagten. Immer wieder prescht ein Land vor und verschärft drastisch sein Asylrecht, während die anderen zaghaft protestieren, nur um anschließend rechts außen vorbeizuziehen. Ob Dänemark, Frankreich, Ungarn, Italien, irgendwann ist sicher auch Deutschland wieder an der Reihe. Dabei gibt es hier praktisch kein Asylrecht mehr. Man kann ja nur noch mittels Trickserei in Deutschland politisches Asyl beantragen, wenn man sich nicht erinnern kann, wie man hierher gekommen ist, zum Beispiel. Eine absurde Verhöhnung des Grundgesetzes. Die Verantwortung wird an die Außengrenzländer der EU delegiert. Derzeit hat übrigens das vor Reichtum überquellende Liberia 20.000 Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste aufgenommen.

Tipp für heute: Sich den interessanten Film anschauen, den Ivo Smolak über unsere Partnerlesebühne ‚Freie Feder‘ in Abidjan (Elfenbeinküste) gedreht hat.

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2 Kommentare zu “Die Würde des Menschen”

  1. 01

    „Die Würde des Vereinzelten ist antastbar“
    (aus diesem: http://www.heinzrudolfkunze.de/texte/texte/verlautbarung.html Test von Heinz Rudolf Kunze)

    Marcus am 3. Januar 2011 um 15:36
  2. 02

    „Sie werden kommen“
    Das Lied von Wenzel & Mensching ist mir dazu sofort eingefallen:
    http://www.songtexte.bz/109886-Wenzel-%26amp%3B-Mensching-Sie-Werden-Kommen-songtexte.html

    Ein Leser am 5. Januar 2011 um 21:45

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