Corona-Tagebuch 414

19. August 2021

Zum ersten Mal hatte ich gestern durch meine Zweitimpfung, von gesundheitlichen Aspekten mal abgesehen, einen praktischen Nutzen. Musste mich im Rundfunkzentrum des RBB am Theodor-Heuss-Platz nicht testen lassen. Bekam sogar Kuchen angeboten und lauwarmen Kaffee. Ich liebe lauwarmen Kaffee! Habe, glaube ich, viel Quatsch dort erzählt, na, mal sehen was den Schnitt überlebt. Ausgestrahlt soll das Ganze am 8. Oktober werden. Bin mir im Unklaren darüber, ob ich eine Kampagne unterstützen soll, die für Klaus Lederer (Linke) als Regierenden Bürgermeister von Berlin wirbt. Er ist doch so ein guter Kultursenator. Der Beste, den es je gab! Andererseits könnte es natürlich nicht schaden, wenn auch andere Bereiche des Lebens dieser Stadt von seiner grundgütigen Weisheit profitieren. Persönliche Interessen versus Interessen der Allgemeinheit? Mal sehen, wofür ich mich entscheide. 12 bis 13% der Corona-Patienten in den Kliniken Nordrhein/Westfalens besäßen, laut dem Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis, einen Impfschutz. Die Mehrheit davon werde auf Normalstationen behandelt, einzelne jedoch auch auf der Intensivstation, dabei handele es sich aber um eine Anzahl „im unteren einstelligen Bereich“. Der Virologe Christian Drosten sieht keine Notwendigkeit für Auffrischungsimpfungen bei der Mehrheit der geimpften Deutschen. Anders sähe dies für Risikogruppen aus. Nach einem Bericht der ‚Wirtschaftswoche‘ stellt die Drogeriekette ‚DM‘ den Betrieb ihrer 200 eigenen Schnelltestzentren ein. Sinkender Bedarf. Rund 3.500 Menschen protestierten gestern weitgehend friedlich in der lettischen Hauptstadt Riga gegen verpflichtende Impfungen und Corona-Einschränkungen. Neuseeland registrierte 10 weitere Neuinfektionen und führt landesweit die Maskenpflicht ab 12 Jahren in geschlossenen öffentlichen Räumen, Kaufhallen beispielsweise, Tankstellen, medizinischen Einrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln, ein. Über 100 Covid-19-Tote melden die Seychellen, über 2.000 Malawi, über 8.000 Thailand, über 250.000 Mexiko. Hamburg möchte einen zentralen Gedenkort für die Opfer und Folgen der Corona-Pandemie schaffen. Fast alle Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft stimmten dafür, bis auf jene der AfD. Diese enthielt sich. Sie gab zu bedenken, warum nicht auch Gedenkorte für andere Krankheiten geschaffen würden. Interessanter Einwurf, finde ich.

Tipp für heute: Warum nicht ein Mahnmal für die Gebeutelten des Bauchwehs errichten?

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