Statt einer Schweigeminute
12. März 2011
4 Wochen besuchte ich 1991 Japan. Lernte dort, dass man sich die Nase nur auf Toilette putzt und für jedes Zimmer andere Hausschuhe benötigt. Dass man das Badewasser in der Badewanne nicht auslässt, wenn man mit dem Baden fertig ist, dass man, sollte man satt sein, seinen Teller nicht aufisst und man auf gar keinen Fall zu einer jungen Frau sagen dürfe, man wolle sich draußen weiter mit ihr unterhalten. Ich erfuhr unglaubliche Gastfreundschaft, selbst als wir aus der Eisenbahn während eines Taifuns in ein Fabrikgebäude evakuiert wurden, schafften sie es mir von irgend woher Bier zu besorgen, weil ich, als Deutscher, dieses ja brauche. Als in Tokio im, keine Ahnung mehr, 113. Stock oder so, eines Hochhauses mal die Lampe hin und herschaukelte und die Gläser im Schrank klirrten, fragte ich verängstigt, ob das jetzt ein Erdbeben sei. Da lächelten meine Gastgeber nur und die Dolmetscherin übersetzte: „Nicht wirklich“.
Tipp für heute: Der Erde gut zureden.
6 Kommentare zu “Statt einer Schweigeminute”
01
tip für die nächsten 3000 tage: stromsparen
02
@ udo-neisse: guter tipp!
03
@ udo-neisse: Stimmt. Aber verbandest du damit etwa auch eine subtile Kritik an meinem täglichen Blogschreiben? Meine Freundin jedenfalls wies mich auch schon auf diese sinnlose Stromvergeudung hin.
04
Ahne, im Vergleich ist dein durch blogschreiben vergeudeter Strom wie ein Pupp in der Ostsee. Mach ruhig weiter! (Beides wenn de willst.)
05
@ Edward: Meinste mit Beides Blogschreiben und die Ostsee vollpupen?
06
japp!
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