Die letzte Frau in der FDP
12. Mai 2011
Nun ist also auch Silvana Koch-Mehrin zurückgetreten. Die letzte Frau in der FDP. Ewig hatte sie herumgedruckst, immer nur scheibchenweise ihre Alkoholabhängigkeit eingestanden. „Ja, ich habe schon mal Wein ans Essen gemacht“ (1974), „Ja, ich weiß wie man eine Flasche Bier öffnet“ (1989), „Ja, manchmal fällt es mir schwer, ohne einen in der Krone zu haben, fröhlich zu sein“ (Weihnachten 2010), nun also in einer bewegenden Rede vor dem Europa-Parlament das Eingeständnis „Ja, ich trinke seit meiner Geburt jeden Tag einen Kasten Bier, 6 Pullen Korn und zum Nachtisch meist noch ’n Eierlikörchen aus dem Waffelbecher. Ohne Alkohol könnte ich weder stehen, noch laufen oder gar mir die Haare kämmen oder so was“. Silvana, Silvana. Schrecklich! Aber gut. Der eigentliche Skandal ist doch, wie konnte das so lange unentdeckt bleiben? Sicher, manchmal lag sie laut schnarchend vor dem Rednerpult herum, in ihrem eigenen Erbrochenen, und sie grölte des öfteren schmutzige Lieder, während Debatten über Agrarsubventionen liefen, aber alles in allem stach sie damit eben auch kaum aus der Masse heraus. Was für ein Schicksal! Vielleicht hätte man sie ja einfach nur in den Arm nehmen müssen. Sie nur mal drücken. Ein kleines bisschen. Oder ein Eis kaufen. Silvana, verdammt, gib nicht auf!
Tipp für heute: Silvana Koch-Mehrin ein Eis kaufen.
Ein Kommentar zu “Die letzte Frau in der FDP”
01
witzig… grade bei der erzählung wieder eingefallen. hab heute von waffelbechern und eierlikör geträumt. ich wollte mich besaufen u. es war aber grad nur eierlikör da, im waffelbecher. das ding geleert, war schon nicht übel aber ich wollte mehr und irgendwo dahinten habe ich sie dann entdeckt. schokobecher! und die waren größer als die waffelbecher.. wenn mehr rein geht, klappts ja auch besser mit dem besoffen werden…
so ein blödsinn, dabei trinke ich so gut wie gar nichts.
na denn, silvana ein eis kaufen. mal gucken ob ich noch bares im portmonai habe..
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