Schreiben-Lesen, Lesen-Schreiben
5. Juli 2011
Ich schreibe ja ab und zu für eine Zeitung, die in Berlin herauskommt. Diese Zeitung ist auch meine tägliche Lektüre, gewöhnlicherweise. Nun sitze ich heute in meinem Lieblingsimbiss und verspeise eine leckere Pastritzia mit Elbogczana-Salat an Picin-Soobzauch Mus für lächerliche 17,50 € und da muss ich doch lesen, dass (Komma richtig gesetzt?) die Bunsed (oh, Buchstabenverdreher) Bundesrepublik Deutschland Saudi-Arabien Panzer liefern will. Jener Diktatur also, die derzeit alles tut um zu verhindern, dass die demokratischen Bewegungen in den Nachbarländern Oberwasser gewinnen und der Funke womöglich übergreift. Beim Sport angelangt stutze ich dann aber richtig. Hatte doch die Berliner Zeitung sonst nichts unversucht gelassen, die Fußball-WM der Frauen als normales sportliches Groß-Event zu feiern, fernab von herabwürdigenden Macho-Analysen. Heute nun ziert das Foto einer unbekleideten Fußballerin aus Frankreich den Artikel zum Spiel um den Gruppensieg gegen Deutschland. Journalistisch wird das damit untermauert, dass vor 2 Jahren 4 französische Nationalkickerinnen mit der Begründung: „Müssen wir uns erst ausziehen, damit ihr zu unseren Spielen kommt?“ Nacktfotos von sich machen ließen. Vor zwei Jahren! Topaktuell also. So aktuell, dass eine seriöse Tageszeitung selbstverständlich nicht darauf verzichten kann, eines dieser Fotos abzudrucken. Und noch was zu einem Leserbrief eines Herrn Esbold aus Neukölln der nach Berichten über Randale von Fans beim „Freundschaftsspiel“ zwischen dem 1.FC Union Berlin und Pogon Szeczin (es heißt natürlich Szczecin, wie Dag richtig verbesserte) schreibt: „Zudem fällt auf, dass es immer dieselben Vereine sind, die unangenehm von sich reden machen (BFC Dynamo, Dynamo Dresden, Hansa Rostock oder Energie Cottbus).“ Da erübrigt sich, glaube ich, jeder Kommentar.
Tipp für heute: Sich ausziehen, damit man beachtet wird. Und für Kurzentschlossene: Heute 15-jähriges Jubiläum der großartigen Lesebühne LSD-Liebe statt Drogen im Schokoladen. Beide Tipps kann man ja eigentlich auch prima miteinander verbinden.
7 Kommentare zu “Schreiben-Lesen, Lesen-Schreiben”
01
Szczecin heißt die Stadt. nicht Szeczin.
Der Club heißt im übrigen Pogo? Szczecin- das ist aber eine Feinheit.
02
Szczecin heißt die Stadt. nicht Szeczin.
Der Club heißt im übrigen Pogo? Szczecin- das ist aber eine Feinheit.
03
Szczecin heißt die Stadt. nicht Szeczin.
Der Club heißt im übrigen Pogo? Szczecin- das ist aber eine Feinheit.
04
Es sieht wie Schluckauf aus. Pogon (n mit Strich sollte es sein)
05
@ Dag: Du hast recht.
06
@ Dag: Du hast, äh, recht.
07
@ Dag: Du hast, aber ich habe es …, ach was, du hast recht.
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