Heute kaum noch vorstellbar, aber war so
5. November 2011
Wegen dem Euro (man könnte natürlich auch ‚des Euros‘ schreiben, aber ich will mich nicht bei den Germanisten einschleimen) und den verbilligten Zinsanleihen und den Rating-Agenturen und dem Rettungsschirm werde ich jetzt gleich mal meine Sachen auf meinen Packesel packen und hinaus reiten an einen See, der noch nicht von Währungskrise befallen ist und dort werde ich dann meiner Familie zeigen, wie wir früher noch gepaddelt haben, also in den siebziger Jahren, als alles noch schön war (Atombombenversuche, Erich Honecker, Ersatzfleisch). Da werden sie sicher staunen. Das kennen sie ja gar nicht mehr. Bei der Gelegenheit werde ich dann gleich diverse Schnurren erzählen, wie ich mal mit einem Bären kämpfte, mit bloßen Händen, ihn würgte und er dann irgendwann durch abklopfen aufgab oder andere Episoden aus meinem ereignisreichen Leben. Wie ich mal als Fallschirmspringer heimlich in Brüssel war und unter der Uniform ein Stück Brüsseler Spitze nach Ostberlin hineinschmuggeln konnte, welches ich dann auf dem Flohmarkt in Havelberg gegen einen Trabant tauschte, diesen dann wiederum auf dem Flohmarkt in Woltersdorf gegen eine Original-LP von Led Zeppelin und diese dann in der S-Bahn tauschte gegen eine Kuh. Ach, und wer heute vor hat nach Magdeburg zu kommen um meiner Lesung dort zu lauschen, die Magdeburger sagen zu ihrem Theater Schauspielhaus, also nicht nach dem Theater fragen sondern nach dem Schauspielhaus. Verstanden? Nicht nach dem Theater fragen, sondern nach … .
Heute: Magdeburg, Theater Magdeburg (Schauspielhaus), 21:30 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt im Rahmen der „Nachtschicht“ circa 6 Stunden ohne Unterbrechung
Kommentar schreiben