Was würde wohl Freud dazu sagen (4)

12. März 2012

Heute geträumt, ich sei angestellt als Berater in Adolf Hitlers großem Palast, in Germania. Als ich eine riesige, frei schwebende Treppe im Inneren des Palastes hinunter laufe, erblickt mich der Führer und fragt, was denn nun wäre, er warte auf das neue Zeichen, das ich für ihn entwerfen wollte. Bisher unterzeichnet Hitler nämlich immer noch mit einem Z, einem großen, ähnlich des Zorro-Z’s. Auch jeder andere Deutsche muss alles was er aufschreibt mit einem Z unterschreiben. Gerade ist jemand zum Tode verurteilt worden, weil er einen Zeitungsartikel nicht mit einem Z unterschrieben hatte. Hitler ist betrübt darüber, dass ich noch immer kein geeigneteres Zeichen gefunden habe. Ich muss Freisler und Goebbels versprechen, dass ich aus ihnen große Schriftsteller machen werde. Sie lachen sehr laut und sehr fies. Ich schwitze. Schnitt. Der Führer ist zu meinem Auftritt nach Klein-Machnow ins Cafe Medoc gekommen. Ich muss ihm vor der Tür mitteilen, dass leider alles ausverkauft sei. Während der Lesung steht er dann, eingerahmt von zwei SS-Leuten, am Fenster und presst seine Nase an die Scheibe. Fieberhaft überlege ich, ob er da draußen vielleicht meine antifaschistischen Texte hören könne und ob ich heute besser auf den einen oder anderen von ihnen verzichten sollte.

Tipp für heute: Die Schere im Kopf stumpf machen.

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9 Kommentare zu “Was würde wohl Freud dazu sagen (4)”

  1. 01

    Schere stumpf machen schön und gut, aber wie kriege ich die dazu in meinen Kopf rein, ohne den dabei kaputtzumachen?

    Z am 13. März 2012 um 10:57
  2. 02

    Es war nur ein Traum. Man muss nicht alles mit Z unterschreiben, nicht in der Realität. Noch nicht jedenfalls. Ach und eine Schere kann jeder halbwegs gute Chirurg einem in den Kopf operieren. Kommt natürlich etwas auf die Größe der Schere drauf an.

    Ahne am 13. März 2012 um 13:21
  3. 03

    Habe heute geträumt, Adolf Hitler und Joseph Göbbels hätten mich zu Weißwurst und Sauerbraten eingeladen. (sic!) Allerdings war ich nach der Weißwurst schon satt, und der Sauerbraten sah extrem lecker aus. Auf die Frage von Hitler, warum ich Zivil trüge, antwortete ich: Wenn ich Schnaps trinke, trüge ich prinzipiell keine SS-Uniform, das würde diese entehren.

    robert am 14. März 2012 um 15:32
  4. 04

    Immer noch ein deutsches Trauma, dieser Mann.

    robert am 14. März 2012 um 15:52
  5. 05

    @ robert: Freud? Der war doch Österreicher.

    Ahne am 14. März 2012 um 17:30
  6. 06

    @ robert: Ach, und ich dachte du würdest gerade keinen Alkohol trinken oder weichst du da bewusst auf die Träume aus? Und dann noch mit Nazis! Na, zum Glück weiß die Öffentlichkeit nichts davon, jetzt, wo du so berühmt bist.

    Ahne am 14. März 2012 um 17:33
  7. 07

    Berühmt ist gut. Ansonsten bin ich mit meinem „Ich kann das schon alleine schaffen“ gescheitert. Montag geh ich in Therapie, aber das bleibt unter uns, ja?

    robert am 14. März 2012 um 20:10
  8. 08

    Klar. Ehrensache.

    Ahne am 14. März 2012 um 22:11
  9. 09

    Diesen Kommentar habe ich jetzt zensiert, so, weil er für andere nicht verständlich ist, beleidigend und überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat.

    Ahne

    robert am 14. März 2012 um 22:19

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