Fanfaren erklingen, Kinder lasst uns singen
21. Juni 2012
Die Fete de la Musique geht auf den Erfinder der Musik, den Bretonen Geronimo de la Musique (deutsch Gerd von der Musik d.A.), zurück, welcher im Jahre 106.383 vor unserer Zeitrechnung zum ersten Mal Töne so zusammensetzte, dass ihr Klang Menschen dazu inspirierte zuzuhören. Schon damals, so überliefern es zumindest olle Höhlenmalereien, wackelten einige der Beschallten mit dem Popo oder zuckten gar im Takt ihre Schultern. Es war augenscheinlich ein Wohlgefallen ihnen. Jedoch, oh weh, der Kirche missfiel der schnöde Frohsinn und sie unterdrückte, so gut sie es denn konnte, die Musik brutal. Wer sang wurde in Verließe geworfen, wer Instrumente baute oder T-Shirts von Geronimo de la Musique trug, in Taufbecken ertränkt oder geopfert auf dem Altare oder gekreuzigt oder jedenfalls schief angesehen. Doch das ist zum Glück lange vorbei, dank der Aufklärung und der sozialdemokratischen Partei, die, allen voran August Bebel, als erste politische Kraft sich für die vollständige Rehabilitation Geronimo de la Musiques einsetzte. Es sollten noch einige Jahre vergehen, doch seit dem Triumph der französischen Revolution 1968 wird, wie jeder weiß, weltweit, oder jedenfalls im aufgeklärten Teil unserer Welt, ein Tag zu Ehren des großen Meisters Geronimo de la Musique begangen. Ein Tag im Juni, an dem alle Menschen, egal ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich, ob sie es nun können oder nicht, öffentlich aufspielen dürfen, auf Straßen und Plätzen, in Gassen und Parks, mit Kochgeschirr und Trillerpfeife, an Lauten und Schalmeien oder auch einfach nur auf der Klaviatur ihrer eigenen Stimmbänder. Dieser Tag jährt sich heute nun zum was weiß ich wievielten Male und ist doch jung geblieben wie eh und jeh, besonders wie jeh (man sagt ja auch „Jeh, jeh, jeh“ d.A.). Drum auf ihr Leut, mischt euch unter die Menschen.
Heute: Berlin, Cafe Freudenhaus (Lottumstr. 9), ab 19 Uhr: Musiqueveranstaltung mit Petra Nachtmanova an der SAZ, Peperuda (bulgarischer Frauenchor), der Kapelle Krk und Me to my Wall. Moderieren wird das Ganze ein Teufelskerl der mir ziemlich ähnlich sieht und live übertragen ins Radio wird es natürlich auch, nämlich hier.
2 Kommentare zu “Fanfaren erklingen, Kinder lasst uns singen”
01
Sehr interessant. Ist es DER Geronimo, der später federführend (autsch, Kalauer) im Kampf der Apachen gegen militant-extremistische schwach Pigmentierte mit Migrationshintergrund war?
02
Du meinst wahrscheinlich Geronimo Bull, später auf Grund seiner Lieblingsbeschäftigung Sitting Bull genannt. Dieser ist interessanterweise allerdings in direkter Linie verwandt mit Geronimo de la Musique, da die de la Musiques ja damals vor einem aufgeputschten Mob über die Bering-Straße, die damals noch Karl Marx-Straße hieß, flüchten musste nach Amerika hinüber, wo sie übrigens auch das Rauchen und das Zelt (apachisch: Tipi d.A.) erfanden. Nachzulesen in ‚Chronik der Bulls‘, Tomahawk-Verlag Oklahoma City, 1978.
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