Plapperphilipp

4. Dezember 2012

Normalerweise sagt man ja heute zu allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, Urgestein, aber das wäre vielleicht etwas unangebracht bei dem frühvergreisten Vorsitzenden der Jungen Union Philipp Mißfelder. Auf jeden Fall aber hat jener Urgehölzkopf gestern etwas so schönes im Fernsehen von sich gegeben, dass ich mir vorstellen könnte, dass er einmal Kanzler oder mindestens Vorstandschef irgendeiner Bank wird, er sagte nämlich, ich hoffe, ich kriege das noch wahrheitsgemäß hin: „Für die CDU wäre es besser sich darauf zu konzentrieren im katholischen Paderborn von 50% auf 70% zu kommen, als im Berliner Prenzlauer Berg, am Rosenthaler Platz, von 4% auf 6%.“ (wie gesagt, Gedankenprotokoll, man kann sich die Anführungsstrichelchen also wegdenken, aber vom Inhaltlichen her stimmts) Mal davon abgesehen, dass er wahrscheinlich lange nicht „im“ Prenzlauer Berg war, in welchem mittlerweile die typische Stammwählerschaft der CDU wohnt, obwohl diese es selber vielleicht gar nicht ahnt, aber der Rosenthaler Platz befindet sich eben auch nicht in Prenzlauer Berg sondern in Mitte, genau wie das Kanzleramt, auf dass sich die CDU aber vielleicht auch nicht so fokussieren sollte, oder Herr Mißfelder? Oder soll das nach Paderborn, das Kanzleramt? Von mir aus gerne. Und den Potsdamer Platz, den können sie auch gleich mitnehmen. Ich übrigens bin jetzt erstmal wieder in Graz und verbiete es mir von dort aus das Internetz vollzuklieren (klieren kennt man übrigens im Österreichischen gar nicht) weil ich nämlich lernen muss. Vielleicht schreibe ich aber doch mal was rein, mal sehn.

Tipp für heute: Sich mit den Paderbornern solidarisieren, die das garantiert nicht verdient haben.

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7 Kommentare zu “Plapperphilipp”

  1. 01

    Ich finde es wichtig, sich darauf zu konzentrieren, überhaupt irgendetwas zu sagen, das Inhaltliche ist dann eher zweitrangig.

    Jakob am 4. Dezember 2012 um 11:10
  2. 02

    Ach komm, typische CDU-Stammwähler sind schon nochmal andere Leute als die hier bei uns im schönen Prenzlauer Berg wohnenden.

    Floda Nashir am 4. Dezember 2012 um 11:54
  3. 03

    Findste?

    Ahne am 4. Dezember 2012 um 19:31
  4. 04

    Zumal es doch „in“ und nicht „im“ Prenzlauer Berg heißt. Oder seid Ihr alle Höhlenbewohner?

    Potsdamer Platz nach Paderborn… k.A. wer da besser bei wegkommt.

    hafensonne am 10. Dezember 2012 um 19:59
  5. 05

    Haste Recht. Also mit in statt im. Habs jetzt einmal in Anführungsstrichelchen gesetzt und einmal verbessert, obwohl es mittlerweile wahrscheinlich schon gar nicht mehr als falsch gilt, siehe auch im Friedrichshain.

    Ahne am 10. Dezember 2012 um 21:46
  6. 06

    Im Friedrichshain bedeutet doch aber, im _Volkspark_ Friedrichshain. Und der ist in Prenzlauer Berg ;-).

    hafensonne am 11. Dezember 2012 um 19:32
  7. 07

    Na ja, aber im Friedrichshain kann man ja dann eigentlich nicht wohnen, also zumindest nicht, wenn man ein Mindestmaß an Komfort für sich in Anspruch nehmen will, aber die Leute, die mittlerweile behaupten im Friedrichshain zu wohnen,sehen ehrlich gesagt nicht so aus, als würden sie auf dieses Mindestmaß an Komfort wirklich verzichten wollen.

    Ahne am 12. Dezember 2012 um 10:34

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