Paris-Rom-Erkner
19. Januar 2013
Die Verrücktheit des Deutschen Bahn-Systems kann manchmal überraschenderweise auch positive Folgen haben, sei es, dass man beim zweistündigen Warten auf den nächsten Zug, der angepeilte ICE war wegen einer defekten Notrutsche aus dem Verkehr gezogen worden, in einer eisigen Wartehalle eines stillgelegten Bahnhofsgebäudes versucht, durch enges Aneinanderschmiegen mit weiteren Wartenden, sich zu wärmen und dadurch den Partner für ’s Leben kennen lernt, sei es, dass man in überfüllten Vorfeiertagszügen die Kunst des Meditierens wertzuschätzen beginnt und künftig dem Unbill der Zeit lächelnd entgegen blicken kann, es geht aber auch viel profaner. So teilte mir heute ein Angestellter am Schalter des Verbrechersyndikats mit, dass mein Zug von Heilbronn nach Mannheim leider nicht fahre, ich den Anschlusszug nach Berlin dort also nicht erreichen könne. Stattdessen müsse ich mit dem Regionalzug nach Gewürzburg, von dort weiter nach Fulda, von da mit einem ICE nach Berlin und wäre dann eine Stunde eher da, als mit meiner regulären Verbindung. Na bitte.
Tipp für heute: Alles komplizierter machen als es ist.
2 Kommentare zu “Paris-Rom-Erkner”
01
Und, hat das auch so geklappt wie angekündigt? Sonst wr’s ja ’ne Luftnummer, und Du hast die Nacht in Gewürzburgien verbracht.
02
Na, sagen wir mal weder noch. Also geklappt hat natürlich vieles nicht. Den Zug in Fulda nicht gekriegt, wegen Verspätung und dafür in Hannover umgestiegen. Dort dann nochmal 1,5 Stunden gewartet, weil Anschlusszug mit technischem Defekt aber übernachten durfte ich immerhin in Berlin.
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