Was ein Tag

13. November 2008

War das ein Tag gestern. Aufgewacht in Zug, am Zuger See, wo die Glocken der nahegelegenen Katholischen Kirche, wegen der manch ein Tourist anreist, bereits ab 6 Uhr jede Stunde läuteten, als ob Beelzebubs Armeen leibhaftig am Bahnhof eingetroffen wären. Zum Frühstück erfahre ich von Judith und Michael, dass es in der Schweiz auch einen Karneval gäbe und der sich um den 11.11. herum dadurch auszeichnet, dass Hunderte von fürchterlichen Blaskapellen im Lande umherziehen und Angst und Schrecken verbreiten. Dann 3 Stunden Textschreiben. Dann zum Zug in Zug, mit dem, durch das Notbremseziehen irgendeines verrückten Karnevalisten kurzzeitig unterbrochen, zum Zürcher Hauptbahnhof weiter, Strafe zahlend, weil ohne Fahrschein, zum Flughafen Zürich, dort mitgekriegt, dass soeben mein Flug abgekanzelt wurde, Grund gibt es scheinbar keinen, Auskunft des Lufthansa-Infostandes: „Wahrscheinlich ist das Flugzeug kaputt.“ 3 Stunden Warten im nicht gerade Preisparadies Zürcher Flughafengebäude. Dann mit einer Swissair-Maschine halbe Stunde auf dem Rollfeld herumstehen weil irgendwas am Triebwerk merkwürdig klingt erhöhtes Verkehrsaufkommen besteht. Neben mir sitzt eine Frau mit Cello, die mir erst den Platz vorenthalten will, weil da ja ihr Cello sitzen würde. Flughafen Tegel laufe ich dann die Runde zum Ausgang falsch herum, geschätzte 12 km, wird Zeit, dass sie das Ding abreißen. Entscheide mich im Bus sitzend am Hauptbahnhof nicht selbigen zu wechseln sondern sitzenzubleiben, was sich als Fehler entpuppt. Dadurch habe ich noch genau gar keine Zeit mehr zu Hause meine Sachen abzulegen, weil ich ja auf dem Weg zu den Surfpoeten noch nen togolesischen Kaffee trinken will, da weiß ich ja noch nicht, dass auf meinem Weg sämtliche Kaffeemaschinen der Imben gerade kaputtgegangen zu sein scheinen, so sagt man es mir zumindest, vielleicht will man mich aber auch bloß ärgern an diesem wunderschönen Tag, an welchem es lediglich den Schönheitsfehler gibt, dass ich mit dem Licht im Icon nicht klarkomme, mich ständig verlese, ach, und ich sage mal undsoweiter.

Tipp für heute: Nicht aufgeben.

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