Antwort auf eine häufig gestellte Frage II
14. April 2013
„Wie bist du eigentlich auf diese Idee gekommen mit diesen Zwiegesprächen mit Gott?“
„Also, es war so. Jeder kennt ja diese Tage. Man legt sich hin und steht gleich wieder auf, läuft unruhig im Zimmer umher, im Kreis. Schaltet den Fernseher an, setzt Kaffee auf, guckt im Spiegel welche Farbe die Zähne haben, dann wirft man sich einen Mantel über, hastet die Treppe hinab, nimmt zwei Stufen mit einmal, öffnet die Tür des Mietshauses, welches in den sechziger Jahren erbaut worden ist und deswegen leicht nach kranker Oma müffelt, steht auf der Straße, kein Auto zu sehen, das ist selten, normalerweise sieht man hier immer Autos, man fasst sich an die Stirn, die ist akzeptabel temperiert und jemand schmeißt einen glühenden Zigarettenstummel aus dem Fenster, der unweit von einem selbst auf dem Bürgersteig landet. Man schaut noch mal hoch aber niemand ist zu sehen.“
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Jakob Hein, Heiko Werning, Uli Hannemann, Falko Hennig und mich sowie den formidablen Gernsehundhörgästen Manfred Maurenbrecher und Roman Israel.
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