„Kurze Haare“ und „Tattoodichte“ fehlte natürlich ebenfalls nicht
5. August 2013
0:2, nun gut. Aber ein Fest war es trotzdem, obwohl 30 € Eintrittspreis für ein Fußballspiel schon ganz schön happig sind, jedenfalls für meine Verhältnisse (die 15 € Kurvenkarten waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft). In der Berliner Zeitung musste Paul Linke natürlich wieder die Nazi-Karte ziehen. Er ließ einen „Typ Student“ in seinem Artikel auf einen Polizisten zutreten und fragen: „Wen beschützt ihr hier eigentlich? Die Schwaben oder die Nazis?“ Dann folgt sein Spielbericht und zum Ende fährt er Straßenbahn und hört jemanden brüllen: „Hurra! SA!“, weshalb er zum Resümee kommt: „Der BFC Dynamo wird diese Typen einfach nicht los.“ So kann man natürlich schreiben, ich will diese Zitate auch gar nicht in Abrede stellen, unterstelle aber, dass da jemand nach eben solchen Zitaten gesucht hat, um seinen Artikel mit ihnen aufzupeppen. Und das immerhin ist eindeutig positiv, denn man musste suchen, an jenem Nachmittag, nach solchen Zitaten. Mit Abstand am häufigsten zu hören war der Choral „Hoch solln se leben“. Ist aber kein Nazi-Lied, zum Missfallen vielleicht von Paul Linke .
Tipp für heute: In Klischees baden.
4 Kommentare zu “„Kurze Haare“ und „Tattoodichte“ fehlte natürlich ebenfalls nicht”
01
Wollt Ihr jetzt auch noch geliebt werden? Seid Ihr nicht der BFC…? Mir war doch so gewesen….?!
02
„11 Freunde“ sind so ähnlich drauf, der „Kurier“ sieht allerdings über ne Doppelseite alles positiv, aber mittenrin und originell sind Blümchen & Co. mit ihrem Podcast.
http://www.fussballpodcast.info/wordpress/?p=683
03
@ small axe: Es gibt ja noch einen Unterschied zwischen Liebe und objektiver Betrachtungsweise. Aber wenn du so willst, ja, ich will geliebt werden.
04
@ Gläser: Stimmt. Angenehm zu hören.
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