Wie mir der Zweckpessimismus mal wieder das Leben rettete
12. Oktober 2013
Erneut entschuldigen muss ich mich und zwar bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, bei der ich gestern einen Gastauftritt hinlegen durfte und die ich im Vorfeld als großen europäischen Psychologen-Congress beschimpfte. Kommt nicht wieder vor, versprochen. Statt fand die Konferenz im Logenhaus in Wilmersdorf und damit war ich auch zum ersten Mal in einer Heimstätte der berühmt berüchtigten Freimaurer. Über die hatte ich ja schon so einiges gehört. Dass sie kleine Kinder essen, zum Beispiel. Dass sie die Weltherrschaft wollen, oder sogar schon haben und sowieso, dass sie alle Teufel sind. Was ich bisher noch nicht wusste, ist, dass man auf den Klos der Freimaurer nicht länger als 3 Minuten sitzen bleiben darf, sonst nämlich geht das Licht aus. Kannte ich zwar bereits von anderen öffentlichen Toiletten, aber da musste man lediglich aufstehen, schon erstrahlte das Licht wieder wie neu, was nicht an Gott oder dem Kommunismus lag sondern an Bewegungsmeldern, beim Freimaurerklo dagegen konnte man aufstehen soviel man wollte, es blieb zappenduster. Zum Glück bin ich auf sowas jederzeit eingestellt, da ich als Kind ja dachte ich werde demnächst blind und begann im Dunkeln alles zu tun was mir wichtig erschien. Okay, ’ne kleine Bremsspur war trotzdem im Schlüpfer, aber seien wir ehrlich, die ist doch eigentlich immer drin, egal wie gründlich wir uns auch abputzen.
Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Dan Richter, Jakob Hein, Robert Naumann, Gotti und mich
2 Kommentare zu “Wie mir der Zweckpessimismus mal wieder das Leben rettete”
01
Ich möchte jetzt nicht darüber nachdenken, warum Du als Kind glaubtest, bald blind zu werden…
02
Wie gesagt, ich war ein Kind, wirklich noch ein Kind!
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