Getroffen
23. Juli 2014
Gestern hatte ich ja eigentlich vor in den Garten zu fahren, die Tomaten zu gießen, aber dann wollte niemand mit mir raus kommen und alleine habe ich doch immer so schreckliche Angst, deswegen bin ich abends ins Kino, sah mir einen Film an, einen Film, den ich nur aus jenem Grund sah, um meckern zu können über schlechte Komödien. ‚Wir sind die Neuen‘ heißt er und dreht sich um die spießige Jugend von heute und den Konflikt mit der progressiven Eltern- und Großelterngeneration und ich dachte: „Ach du meine Nase, das kann ja nur schiefgehen“ doch überraschenderweise konnte ich sogar lachen, vielleicht, weil ich selber bereits ziemlich verblödet bin, egal, jedenfalls frug im Anschluss an die Aufführung ein älterer Mann der schätzungsweise 20 (!) Kinobesucher im hunderttausende fassenden Filmtheater International, ob denn irgendjemandem hier der Streifen gefallen habe und lediglich ich antwortete: „Ja, mir“, woraufhin dieser rief: „Du bist ja auch genau dazwischen“. Dazwischen, da war es wieder. Zwischen den Stühlen, zwischen den Generationen. Auf dem Rückweg weinte ich bitterliche Tränen.
Heute: Berlin-Moabit, Gemeindesaal Moabit (hat eigentlich schon mal jemand zu Moabit Maobeat gesagt oder geschrieben?), 20 Uhr: Fuchs & Söhne mit Kirsten Fuchs, Sebastian Lehmann, Paul Bokowski, Andre Herrmann und mich als Gast
2 Kommentare zu “Getroffen”
01
„Dazwischen“ ist das neue „alt“. Beileid.
02
Danke.
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