Ohnmacht
7. Januar 2015
Ich bin betroffen, entsetzt und wütend über den feigen Terroranschlag zweier Islamofaschisten in Paris auf die Redaktion des französischen Satire-Magazins ‚Charlie Hebdo‘. Es ist dies ein Angriff auf alle, die für die Freiheit des Wortes, der Kunst, des Denkens stehen. Solche Fanatiker, egal welcher religiösen oder politischen Überzeugung sie angehören, gilt meine ganze Verachtung, mein ganzer Zorn. Mein Mitgefühl den Angehörigen der Opfer.
Tipp für heute: Kein Tipp.
5 Kommentare zu “Ohnmacht”
01
Danke und ja, dem ist nichts hinzuzufügen!
02
Du hast recht.
Mich widert der Voyeurismus der Medien und ihrer Kosumenten an. 12 gute Weiße wurden in Frankreich ermordet. JEDER fühlt sich bemüßigt, dem Namen der Satirezeitschrift zu benennen. Die Tagesthemen widmen heute 80% ihrer Zeit dem Thema.
In Nigeria wurden heute oder gestern 100 Menschen, allerdings nur schwarze und keine europäischen Intelektuellen, von dem gleichen fanatischen Dreck ermordet; ein Dorf wird ausgelöscht. Die Tagesthemen haben dafür 20 sec Zeit. Die meistens anderen berichten gar nicht darüber.
Merkt eigentlich irgend jemand, was hier los ist? Gibt es besonders gute / wertvolle Menschen / Mordopfer und dann noch andere?
03
Ja, Olaf, alte Fernseheule, so ist das: die einen sind/waren Leute, die als Kulturschaffende in der medialen Öffentlichkeit stehen und von ihren Journalistenkollegen sehr viel deutlicher wahrgenommen werden als die anderen, die weiter entfernt gestorben sind und in unserem alltäglichen europäischen Leben nie auch nur keine Rolle gespielt haben.
Ich finds viel verwunderlicher, dass die bösen Zeichner, die sich immer so pietätlos über Jesus lustig gemacht und unsere abendländischen, also unbedingt religiösen Gefühle verletzt haben, auf einmal zu den Guten gehört haben sollen.
04
Tut mir leid, die französischen Opfer stehen mir so nahe wie die kurdischen, nigerianischen, … .
Niemand kannte diese Zeitschrift in Deutschland; nur als die Karikaturen erschienen tauchte sie kurz in der Öffentlichkeit auf, war aber schnell wieder vergessen. Und ich werde sie auch jetzt nicht im Abo beziehen. Dazu ist mein französisch zu schlecht.
Mir fehlt bei aller (2014er) „Betroffenheit“ ein wenig journalistische Seriosität. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für unsere schöne neue Medienwelt.
05
Keine Frage ,
die Reaktion der Terroristen ist durch nichts zu rechtfertigen.
Ich gehe davon aus, dass die meisten Muslime auf der Welt
(die durch die Abbildung des Propheten – und noch dazu in Form einer Karikatur)
in ihrem Glauben verhöhnt werden, dass genauso sehen, wie die meisten Menschen auf dieser Welt.
Ich meine aber auch,dass ist nicht die Aufgabe des Westens ist in der ganzen Welt eine marktwirtschaftliche Demokratie mit freien Medien, freien Banken und freien Börsen zu installieren.
Es sollte aber die Aufgabe aller Menschen – aller Religionen sein,
endlich Ausbeutung von Menschen durch Menschen und Armut zu verhindern.
Ob das mit oder ohne Karikaturen besser geht- weiß ich nicht.
Mir wäre es wohler wenn, so wie beim Spiegel noch in der Ausgabe 23 /2001 man aus Respekt , die Befindlichkeiten anderer etwas mehr respektieren würde.
Thomas
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