Wo gehobelt wird, fallen Späne
2. September 2009
Für die Berliner Programmillustrierte ‚Tip‘ muss ich meine Lieblingssätze abliefern, zum einen, den wichtigsten aus meinem Werk, zum Zweiten den besten, den ich je gelesen hab und zum Dritten, den Satz, den ich der Welt mitgeben will.
Hier mal der zweitwichtigste Satz aus meinem Werk: „Bevor ich wegnicke versuche ich noch ganz schnell alle Länder aufzuzählen, die mit A beginnen: Albanien, Andorra, Äquatorialguinea, Antigua, …bei Afghanistan muss ich weinen.“( aus meiner Geschichtensammlung ‚Was war eigentlich morgen‘ und daraus aus der Geschichte ‚Eke, Dorf mit drei Buchstaben ohne L am Ende, Folge 1617)
Und jetzt der Zweitbeste, den ich je gelesen habe: „Als mir eines Tages der Kellner ein faules Ei, eine trübe Flüssigkeit in einer zerbrochenen Bierflasche und einen fetten, schmierigen Lappen – wohl als Serviette gedacht – vorsetzte, da riss mir die Geduld und ich rief nach dem Wirt.“ (aus ‚Die andere Seite‘ von Alfred Kubin)
Und nun noch einen zweiten Satz, den ich der Menschheit mitgeben will: „Ich bin nicht der Weltsicherheitsrat, auch wenn ich mir das zutraue, durchaus.“
Heute: Köln, Erstes Kölner Wohnzimmertheater, 20 Uhr: Fett & Kursiv (Kölner Lesebühne mit Katinka Buddenkotte, Dagmar Schönleber, Sven-Andre Dreyer, Andreas Hauffe, Georg Schnitzler, Gerlis Zillgens sowie den Gästen Jochen Till, Rich Schwab und mich)
2 Kommentare zu “Wo gehobelt wird, fallen Späne”
01
Mein Lieblingssatz aus Ahnes Werk:
„Darf man nach Bautzen noch unpassende Vergleiche ziehen?“
Gefolgt von: „Sie schläft.“
02
„Fett & Kursiv“ sollten sich immer unterstreichen, finde ich.
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