Was wären wir ohne unsere Autos?

26. Oktober 2009

„Wachstum, Bildung, Zusammenhalt“ lautet die Parole, zumindest für die nächsten 4 Jahre. Ich finde das gut und werde sicherlich am nächsten 1. Mai wieder an der Ehrentribüne in der Karl-Marx Allee vorbeidefilieren um unserer Generalsekretärin Angela Merkel zuzuwinken. Auch gut finde ich, dass es in der ‚Berliner Zeitung‘ eine Praktikantin gibt, die sich in ihren Artikeln für die öffentliche Sicherheit einsetzt. Sie überlegt, wie man das nächtliche Autoanzünden stoppen kann. Es hilft nämlich weder „Videoüberwachung“ noch „mehr Polizisten“ noch „hellere Straßenbeleuchtung“ nein, „jeder sollte ein Interesse daran haben, dass Privateigentum geschützt ist, jeder sollte aufmerksam sein“. Genau, bildet Banden! Banden, die des Nachts durch die Gegend ziehen um Missetäter zu melden. Seid Kundschafter, denn der Feind schläft nicht und welche Sache wäre mehr wert verteidigt zu werden als das Privateigentum an Autos. Oder um es mit Fräulein Rennefanz auszudrücken „In was für einer Stadt leben wir, wenn jemand, der sein Leben lang für einen Mercedes gearbeitet hat, dafür bestraft wird?“

Tipp für heute: Noch einen Zweit- oder Drittberuf aufnehmen, um sich endlich einen Mercedes leisten zu können.

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5 Kommentare zu “Was wären wir ohne unsere Autos?”

  1. 01

    Und in welcher Staddt leben wir, in denen es Autos gibt, von denen der Rest der Menschheit ohne Probleme den Rest ihres Lebens leben könnte? (Sagen wir mal, ich könnte zumindest von so einem Drecks-Mercedes schon sehr lange leben, ohne zu arbeiten.)

    robert am 26. Oktober 2009 um 19:06
  2. 02

    Stellen wir einfach all unsere Mercedesse ins Haus und schlafen selbst draußen.

    Marian am 26. Oktober 2009 um 20:55
  3. 03

    Ich hab 2-3 Dschobbs, will aba keinen Mercedes, Audi o.ä. In der nicht besonders kleinen Stadt in der ich wohne, brennen nur selten Autos. Unsa Transportmittel iss fast 15 Jahre alt, darf in eure doofe Umweltzone nich rein – was ich gelegentlich ignoriere – und braucht 10-12 l/100 km. Find ich angemessen für sechs Leute. Interessiert das irgend jemand?
    @robert: Wie lebt man von Drecks-Mecedessen? Feilt man sie klein und isst sie oda sucht man einen Blöden, der das Teil unbedingt haben will unn janz ville Kohle dafür rüberschiebt, die man dann wiederum für dringend benötigte Lebensmittel ausgibt?

    Olaf am 27. Oktober 2009 um 18:18
  4. 04

    Ich will die Brandstiftungen ja niemals verteidigen und unterstützen, aber Schmerzen, Wut und lähmende Ohnmacht kann ich bei Zeiten durchaus nachvollziehen. In diesem ganzen gesponnenem Netz. Manchmal kann man nur drin zittern. Nicht schön. Resignation.

    p.friede am 29. Oktober 2009 um 17:41
  5. 05

    @ Olaf: Ich glaube Robert meint das Geld, mit dem jemand diesen Mercedes gekauft hat. Von diesem Geld könnte er undsoweiter.

    Ahne am 29. Oktober 2009 um 20:35

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