Tourtagebuch Sachsen-Tour 2016 I
18. Mai 2016
In Leipzig auf dem Hauptbahnhof nach Tonträgern gegrabbelt, bei so ’nem großen Elektronik-Markt. Die eine Eisenpimmel-Tribut entdeckt, sie aber nicht gekauft. Chemnitz heißt nicht mehr Karl-Marx-Stadt und scheinbar sind auch dort jetzt Flüchtlinge angekommen, das merkt man an den vielen Polizeikontrollen, die hier akribisch bei jedem Schwarzhaarigen durchgeführt werden. In der Innenstadt eine Luftballonsteigenlassenaktion zu einem Homosexuellen-und-Transgender-Aktionstag. Der Sprecher dort verkündet die AfD fordere Arschficker-Seminare. Ich verstehe das nicht. Trete abends im Atomino auf, meinem Lieblingsklub in Chemnitz. Um 19:40 Uhr bin ich noch mit den beiden sympathischen Menschen von der Buchhandlung alleine, dann aber treffen doch 30 Gäste noch ein und es wird ein angenehmer Abend, obwohl ich viele neue Texte ausprobiere, darunter auch welche, die durchaus verstörend sind. Fiedler-Bier ist lecker. Im Hotel dann Markus Lanz. Ehemaliger Seemann darf berichten, wie wild er es in jeder Hafenstadt mit den Prostituierten getrieben hat, über Kreuz mit den Kollegen, Sprung vom Kronleuchter, die Türen offen, die Mädchen werden angesteckt, sind direkt euphorisch. Das Publikum lacht. Markus Lanz auch.
Heute: Leipzig, Horns Erben, 20 Uhr: Voland & Quist Literatursalon ‚Ab heute fremd‘ (Ahne liest, singt und trinkt)
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