Kinder, bin ich rumgekommen
28. Januar 2010
Halle an der Saale ist wirklich wunderschön, also Dresden natürlich auch, aber Halle an der Saale auch. Die Stadt, so wussten mir Einheimische zu berichten, sei im zweiten Weltkrieg von alliierten Bombern verschont worden, weil ein Kusäng der englischen Königin, oder war es ein Schwippschwager des amerikanischen Notenbankpräsidenten? Egal. Irgendjemand kam aus Halle und deshalb fiel wohl keine einzige Bombe und deswegen gibt es dort auch noch immer Häuser aus der Klassik zu bewundern und sogar noch welche aus der Zeit der Jäger und Sammler. Ein wahrer Augenschmaus. Also, sicher, das Eine oder Andere müsste gemacht werden. Da vielleicht mal ein Fenster eingesetzt, hier womöglich eine Klingel rangenagelt aber ansonsten, alles topp. Vollkommen überzeugt hat mich allerdings erst die Uhr auf dem Bahnsteig 5 des dortigen Hauptbahnhofes. Ein wahres Meisterwerk der Technik. Alle drei Minuten geht bei ihr der Sekundenzeiger plötzlich rückwärts, als wolle er die Verspätung des Zuges nicht wahrhaben. Der Minutenzeiger aber macht nicht mit. Er rattert unbeirrbar nach vorne. Spießer!
Tipp für heute: Sich mal wieder eine Schallplatte mit Quetschenpop zulegen.
2 Kommentare zu “Kinder, bin ich rumgekommen”
01
Quetschenpop oder Quetschenpaua?
Ersteres ist mir bis dato unbekannt geblieben, von Letzterem habe ich schon lange nix mehr gehört. Kommt wohl davon, wenn man im Wald wohnt … oder dahinter.
02
@ Jokey: Quetschenpop meinte ich. Und zwar spielt der Chef von der Kneipe ‚Lucy‘ in Halle sowas und der hatte uns Asyl für meine Lesung gegeben, weil der Raum, in dem sie ursprünglich stattfinden sollte, eher einem Kühlhaus ähnelte (temperaturtechnisch). Na ja und aus Dankbarkeit wollte ich mir mal anhören, was Quetschenpop so ist. Kann ja sein, ich mag das.
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