Zwischen November 1989 und 1991 gab es, glaube ich, mal eine kurze Phase wahrhaftigen Journalismusses

14. März 2010

Wenn Journalisten heutzutage wahrhaftig berichten würden, dann müssten sie in die Kirchen gehen und die Geistlichen und die Gottesdienstbesucher fragen, was sie von den ganzen Missbrauchsgeschichten hielten, dann müssten sie in die Bundeswehrkasernen und ergründen, ob dort Exzesse stattfinden, dann müssten sie zu türkischen und arabischen Jugendlichen und sie fragen, ob sie Angst davor hätten schwul zu sein, dann…, in die Fußballstadien, in die Firmen, die Niedrigstlöhne zahlen, zu denen, die aus den In-Vierteln verdrängt werden, die nicht mehr in der Lage sind die Mieten zu bezahlen. Dahin wo es weh tut. Aber man trifft sich natürlich lieber mit Pressesprechern oder Schauspielern und redet darüber, was für Projekte anstehen.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Falko Hennig, mich und den Gästen Sebastian Lehmann und Nikolic-Die goldene Stimme aus Kreuzberg

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