Nachdem es die Finanzkrise ganz schlimm beutelte, schlägt Island nun zurück

17. April 2010

Eigentlich sollten wir ab morgen eine Austauschschülerin aus England beherbergen, für fast eine ganze Woche. Ich hatte mich schon so gefreut, ihr die Berliner Küche nahebringen zu können. Montag: Eisbein mit Erbspüree, Dienstag: Klopse mit Kapern, Mittwoch: Currywurst an Schrippe, Donnerstag: Sülze und Freitag zur Krönung: Schnitzel mit Soße und Salzkartoffeln, worüber sich viele immer so köstlich aufregen, weil Schnitzel mit Soße, das gehe ja nun mal gar nicht. Mal gar nicht gehen wird wohl auch meine Speisendemonstration, da der islamische isländische Vulkan Eyjafjalla alle Flugreisepläne des Kontinents durch seinen hundsgemeinen Aschekotzanfall einen Strich durch die Rechnung kreuzt. Millionen von Geschäftsleuten sitzen deshalb in provisorischen Zeltstädten in der Nähe von Rostock-Lichtenhagen fest, die Kanzlerin musste bei einer Roma-Familie im Kosovo um Unterschlupf bitten, Uli Hannemann gar zuhause bleiben. Ganz Europa ist im Ausnahmezustand. Supermärkte werden geplündert, Rapper haben Angst, Hunde bellen. Und ausgerechnet in dieser furchtbaren Zeit beginnen bei uns in der Straße die Zierkirschbäume zu blühen. Ich bin immer wieder erschüttert über die wundervollen Launen der Natur.

Tipp für heute: Sich mal dieses Lied anhören (Pedder Teumer, Sänger der Punkband Daily Terror, verstarb vor etwas mehr als einem Jahr, am 11. April 2009, an Krebs).

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2 Kommentare zu “Nachdem es die Finanzkrise ganz schlimm beutelte, schlägt Island nun zurück”

  1. 01

    hahaha…

    50cent@25cent.com am 17. April 2010 um 20:35
  2. 02

    @ 50cent@25cent.com: Oh, du bist es selber. Und du bist gut drauf, das ist schön.

    Ahne am 18. April 2010 um 10:11

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