Die falschen Freunde

4. Juni 2010

Nicht ganz verstehen kann ich den Vorwurf, dass auf den Schiffen des Hilfskonvois für den Gaza-Streifen, einige mit Gewalt (Stangen, Knüppel), gegen sie enternde israelische Soldaten, vorgegangen seien. Immerhin befanden sich die Schiffe noch in internationalen Gewässern, es handelte sich also um einen Akt von Piraterie. Was man den Verteidigern vorwerfen kann, ist, dass sie so dumm waren ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr zu bringen aber im Recht befanden sie sich alle mal. Es gibt sicherlich notorische Antisemiten mit denen man gar nicht erst diskutieren sollte, aber die Art und Weise, wie derzeit in großen Teilen der deutschen Öffentlichkeit versucht wird, dieses schändliche Vorgehen der aktuellen israelischen Regierung herunterzuspielen und gegen terroristische Aktivitäten (Hamas, Hisbollah) aufzuwiegen, produziert Antisemitismus, ja, sie ist sogar, meiner Meinung nach, selbst antisemitisch. Denn man misst nicht mit gleichen Maßstäben. Man stellt die israelische Regierungspolitik unter einen Schutzmantel, wie man es mit keiner anderen Regierungspolitik weltweit machen würde, nur um nicht in Verdacht zu geraten, selber Antisemit zu sein und das hat das israelische Volk nicht verdient.

Tipp für heute: Ins Mastul nach Wedding gehen und Äxel hören.

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3 Kommentare zu “Die falschen Freunde”

  1. 01

    Äxel spielt erst morgen.

    Frank am 4. Juni 2010 um 16:19
  2. 02

    Stimmt. Schade, da bin ich in Hamburg.

    Ahne am 4. Juni 2010 um 17:15
  3. 03

    Nicht, dass ich das Vorgehen der israelischen Spezialeinheiten plötzlich richtiger finden würde aber auf dem angegriffenen Schiff befanden sich wohl doch einige solcher notorischen Antisemiten. Und mit denen hätte ich nicht gerne in einem Schiff sein wollen (auch nicht in einem Boot).

    Ahne am 8. Juni 2010 um 13:36

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