Neues vom Niebel (3)

21. Juni 2010

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel, der sich nur noch mit gelber Schleife am Revers ablichten lässt, auf welcher in den USA immer steht ‚Support our troops‘ (auf deutsch übersetzt ‚Solidarität‘ plus Eisernem Kreuz), ist endlich mal wieder in den Schlagzeilen. Der ‚ausgewiesene Freund Israels‘ wollte ein Klärwerk im Gaza-Streifen einweihen, welches mit Hilfe deutschen Geldes errichtet werden konnte und Israel hat ihn nicht dorthin einreisen lassen. Israel lässt zwar schon seit Monaten keine westeuropäischen Politiker mehr nach Gaza hinein aber Dirk Niebel? Das kann man doch nicht machen! Dirk Niebel doch nicht! Der ist immerhin… Dirk Niebel! Oh, oh, oh, wer weiß, was jetzt kommt. Nicht, dass der Dirk statt seines eigenen Ministeriums, wie er es ursprünglich vorhatte, nun den gesamten Staat auflösen will, dessen ausgewiesener Freund er doch bis vor kurzem noch war. Einen Warnschuss vor den Bug hat er der israelischen Regierung jedenfalls schon mal erteilt, er nannte es einen „großen außenpolitischen Fehler der israelischen Regierung“. Groß, na klar, was denn sonst.

Heute: Berlin, Teutoburger Platz, 16-22 Uhr: Fete de la musique mit u.a. Tube und die Vuvuzelafilter, Chuckamuck, Firecops, Will & The Boys, Dieter Zeesen Bluesband und mit mich der durchs Programm führt.

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5 Kommentare zu “Neues vom Niebel (3)”

  1. 01

    Israels Strategie ist eigentlich klar, für das Regime gibt es nichts zu klären, somit braucht es auch kein Klärwerk.
    Aber will man vor der Weltöffentlichkeit die Zustände weiterhin im Nebel halten, warum läßt man ihn dann nicht rein, den Nebel? – Ach Niebel heißt er? Oh tschulljunk.

    ultramatze am 22. Juni 2010 um 09:52
  2. 02

    Regime? Na ja.

    Ahne am 22. Juni 2010 um 13:37
  3. 03

    Ich (so als mein eigenes Regime) weiß aber auch nicht, ob ich den Niebel bei mir zuhause reinlassen würde. Vielleicht könnte man einfach wen anders schicken, da mal nach der Kläranlage zu sehen?

    generator am 22. Juni 2010 um 16:38
  4. 04

    Zum Beispiel Rainer Brüderle.

    Ahne am 22. Juni 2010 um 17:01
  5. 05

    Oder den Westerwilli.
    Da könnte er mal einen spätrömisch-dekadenten außenpolitischen Akzent setzen.
    So ein Klärwerk, das hat schon was, ich meine als Metapher…

    Ein Leser am 23. Juni 2010 um 13:06

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