Feminin und rechts
6. Juni 2019
Juchhu! Die Sozialdemokraten können doch noch gewinnen! Jedenfalls in Dänemark. Geschafft haben sie dies, wie könnte es anders sein, durch eine junge (nun ja, 41, aber immerhin), charismatische Frau, Mette Frederiksen, die der rechtsradikalen Dänischen Volkspartei deshalb das Wasser abgegraben hat, weil sie die Anhebung sozialer Leistungen für die eigene (ur-dänische) Bevölkerung verbindet mit einer stramm rechten Ausländerpolitik. Die Zahlen der Zuwanderer aus „nicht-westlichen“ Staaten, was auch immer damit gemeint sein soll, werde beschränkt, heißt es, rigoros solle abgeschoben werden, das krasseste aber, sie will eine Arbeitspflicht für anerkannte Flüchtlinge einführen. Möchte sie dazu etwa Lager errichten? Nach eingehender Betrachtung könnte man ihr Programm vielleicht als nationalsozialdemokratisch bezeichnen. Wechselseitig will sie regieren. Die sozialen Geschenke gemeinsam mit den linken Parteien durchsetzen, die rigide Ausländerpolitik mit den rechten. Ein Vorbild für die SPD? Thilo Sarrazin ist schließlich noch in der Partei.
Tipp für heute: Sich mal kurz schütteln.
Ein Kommentar zu “Feminin und rechts”
01
Man könnte natürlich hoffen, dass Wahlversprechen in Dänemark ebensoviel zählen wie hier: nichts.
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