Mein kleiner Prinz wird doch durch die schäbige Bauerstochter, die in der dritten Reihe sitzt, völlig im Niveau gedrückt
19. Juli 2010
Nachdem sich die Hamburger in einem rückwärts gewandten Volksentscheid für das feudalistische Schulsystem und gegen ein längeres gemeinsames Unterrichten ihrer Kinder ausgesprochen haben, wagt nun der Berliner Senat einen Vorstoß Richtung Moderne. Die Hauptstadt will fußgängerfreundlicher werden. Nachdem in den letzten 80 Jahren alles getan wurde um den Autoverkehr zu maximieren (selbst jetzt noch wird eine Innenstadtautobahn geplant!) ist dies ein kleines Hoffnungszeichen auf eine bessere Zukunft. Ampelphasen für Fussgänger sollen länger dauern, Bürgersteige barrierefrei werden und es ist geplant Straßen einzurichten, in denen Fußgänger Vortritt haben und Autos höchstens 20 km/h fahren dürfen. Ein erster kleiner Schritt auf dem Weg hin zur autofreien Innenstadt (muss natürlich mit einem rasanten Ausbau, sowie einer Modernisierung des Öffentlichen Nahverkehrs einhergehen), aber man darf sich natürlich auch nicht zu sicher wähnen, wie wir an Hamburg gesehen haben hängen sehr viele an der Vergangenheit und ich warte schon gespannt auf den Volksentscheid, welcher sich, zugunsten neuer Innenstadtflughäfen und -autobahnen, dafür ausspricht, auf Fußwege, Ampeln, Öffentlichen Nahverkehr etc. komplett zu verzichten.
Tipp für heute: Draußen so tun als wäre man ein Auto und laut: „Brumm, brumm“ rufen.
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