Auf dem Rückweg ist mir lediglich eine kleine traurige Frau aufgefallen

30. September 2010

Was ist eigentlich eine ‚Antipsychiatrische Kriseneinrichtung‘? Gesehen habe ich Werbung für so ein Haus, ich glaube es nannte sich ‚Villa Stöckle‘, auf einem U-Bahnhof zwischen Rosa Luxemburg Platz und Stadtmitte. Also Antifaschisten bekämpfen ja die Faschisten, Antisemiten wollen gegen die berüchtigte Jüdische Weltverschwörung anstinken (meiner Meinung nach aussichtslos) und der Antichrist…, huhu, das traue ich mich gar nicht zu sagen. Aber antipsychiatrisch? Oder meinen die vielleicht apsychiatrisch, also ein Haus wo es keine psychiatrischen Behandlungen gibt? Na ja. Ansonsten war es gestern im BKA sehr schön. Ich hab mir ein Bier über die Hose gekippt und einen Blumenstrauß bekommen. Da freut man sich doch. Jawohl, auch als Mann. Und weil ich mich so sehr freue, gehe ich heute gleich noch einmal dahin. Und weil…, äh, einfach nur so empfehlen möchte ich euch den Blök von Uli Hannemann aus welchem ich jetzt ein Kleinod zitiere: „Mutter zagt, stumm blickt der Vater über den Tisch, wo ein paar Brotkrümel herumliegen wie ermordete Lichtblicke.“ Hach. Schön.

Heute: Berlin, BKA, 20 Uhr: Toni Mahoni-Show mit Toni Mahoni, seiner Band, Iris Romen, Benno aus Brandenburg, Meta Mallorca, 2 Außerirdischen und mit mich

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3 Kommentare zu “Auf dem Rückweg ist mir lediglich eine kleine traurige Frau aufgefallen”

  1. 01

    http://www.weglaufhaus.de/beratung/index.html
    das ist unter anderem für menschen, die es in den „normalen“ psychiatrischen einrichtungen nicht hinkriegen – für sich. also entweder keine medikamente einnnehmen wollen oder sich sonst in keinerlei soziale/psychiatrische einrichtungen begeben wollen.
    ist quasi sowas wie eine letzte chance für die menschen.
    aber ein ziemlich taffer job.
    gruß!

    pastorentochter am 30. September 2010 um 16:40
  2. 02

    Schon klar. Ich verstehe bloß dieses ‚anti‘ nicht. Da wird doch suggeriert, dass Psychatrie grundsätzlich etwas Schlechtes sei und man diese eigentlich bekämpfen müsste. Ich weiß durchaus um die Zustände in vielen psychiatrischen Einrichtungen, aber für mich ist das ähnlich wie mit Politik, da gibt es auch sehr Schlechtes, auch viel Verbrecherisches, aber deshalb ist Politik an sich nicht schlimm. Sie wird gebraucht.

    Ahne am 1. Oktober 2010 um 08:57
  3. 03

    ja, das stimmt. ich hab bei dem begriff mit dem „anti“ immer das gefühl, dass es auch und vor allem für die klienten/patienten ist. also, dass die quasi dadurch mehr „lust“ bekommen hinzugehen. die meisten von denen sind ja therapieüberdrüssig und ziemlich psychiatrieerfahren. ich könnte mir vorstellen, dass die sozialarbeiter sich gedacht haben, sie würden dadurch ansprechbarer werden. aber ich weiß es nicht.

    pastorentochter am 1. Oktober 2010 um 15:05

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