Corona-Tagebuch 20
2. April 2020
Bundespräsident Steinmeier hat den deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mitgeteilt, es sei denkbar wegen Corona das Essen im Lieblingsrestaurant zum Mitnehmen zu bestellen oder gekaufte Eintrittskarten für Veranstaltungen nicht zurück zu fordern. Hinzufügen möchte ich, dass es auch denkbar sei, Abstand zueinander zu halten, sich gründlich die Hände zu waschen und eventuell darauf zu verzichten seinen Nachbarn abzuschlachten. Letzteres zumindest wäre sogar in Nach-Corona-Zeiten denkbar. Andorra will seine gesamte Bevölkerung testen lassen, in den USA dürfen sämtliche Häftlinge für 14 Tage ihre Zellen nicht verlassen und die Zahl der Toten in Spanien steigt auf über 10.000. Es gibt allerdings auch gute Nachrichten. So lässt die Kaufhallen-Kette ALDI mit Sonderzügen 200 Tonnen Nudeln aus Italien nach Deutschland bringen. Die Versorgung sei nunmehr gesichert. Und Nonnen aus dem Allgäu haben laut Tageszeitung ‚Die Welt‘ eine Lebensmitteltafel mit Klopapier ausgestattet. Guten Appetit! Mein Livestream-Auftritt gestern in Fürstenwalde verlief anstrengender als gedacht. Schon was Anderes, als wenn man in der Gruppe so was macht. Alleine anderthalb Stunden vor der Kamera herum hampeln, ohne Resonanz zu bekommen, das schlaucht. Muss es mir mal abgewöhnen, nach jedem vorgelesenen Text „Danke“ zu sagen. Das wirkt doch extrem doof, wenn niemand klatscht. Im Zug zurück nach Berlin saß außer mir lediglich ein Mann noch im Waggon. Plötzlich roch es nach Eierpups. Wir drehten uns beide gleichzeitig um und schauten uns an. Ich war es jedenfalls nicht!
Tipp für heute: Den Schließmuskel trainieren.
2 Kommentare zu “Corona-Tagebuch 20”
01
Moin Ahne,
waren gestern trotz DorfDSL aus dem zuHauseBüro im fk_parkclub und hatten dort leider keine Möglichkeit, unseren Eintritt zu bezahlen. Falls Du mir eine Möglichkeit verschaffen könntest, mein Gewissen darob zu erleichtern, wäre ich Dir außerordentlich dankbar. „Kann sofort verfilmt werden“ haben wir schon gekauft.
Gruß hubschrauBernd
02
Mit Deinem schlechten Gewissen musst Du schon selbst klar kommen. Man kann sich vielleicht direkt an den Parkclub wenden und denen was spenden, das wäre ganz toll von Euch!
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