Corona-Tagebuch 83

4. Juni 2020

Ob es ein historischer Tag wird? Für mich persönlich zumindest? Werde heute meine vorerst letzte reine Livestream-Lesung abhalten, aus dem HDJK in Köpenick, wer Lust hat, kann sie ab 19 Uhr mitverfolgen. Hoffe, dass es Sonntag dann wieder richtig los geht, mit Publikum, was man auch sehen, hören und riechen kann. Dann ist meine Lesebühne, die Reformbühne Heim & Welt, das erste Mal wieder in der Baiz zu erleben, wenige Plätze kann man unter reservierung-reformbuehne@web.de bei Mandana noch bestellen und nächsten Sonnabend darf ich dann solo in der ‚Alten Schmiede‘ in Werneuchen ran, im Garten, falls nichts Unvorhergesehenes passiert natürlich nur, Meteoriteneinschlag, Angriff von Monster-Aliens oder … mehr fällt mir nicht ein. „Das Eimer-Saufen ist Geschichte“, so hofft es jedenfalls die balearische Regionalpräsidentin Francina Armengol, deren Regierung Nachtklubs, Diskos und Bars auf Mallorca geschlossen halten will, bis ein Impfstoff gegen Covid-19 gefunden worden ist. Sie denkt, dass auch nach Corona keine Party-Exzesse mehr stattfinden werden, auf dieser Inselgruppe im Mittelmeer. Belgien öffnet am 15. Juni seine Grenzen. Die Ukraine dagegen schließt wegen Corona alle 5 Übergangspunkte zu den abtrünnigen Gebieten der Ost-Ukraine. Nach Lockerungen ist es im Iran zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen gekommen, über 3.000 Infizierte und 70 Covid-19-Tote am Tag. Insgesamt beklagt man dort über 8.000 Tote. Mexiko meldet mit 1.091 Opfern erstmals über 1.000 Tote am Tag, doppelt so viele wie tags zuvor, mehr als 100.000 Einwohner haben sich bereits infiziert. Infiziert hatte sich auch George Floyd, der in Minneapolis durch einen Polizisten, welcher mehr als 9 Minuten lang auf seinem Hals kniete, ums Leben kam. Er war verdächtigt worden mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Bei Unruhen, die nach dem Mord einsetzten, sind mittlerweile zwei weitere Menschen gestorben. Nicht nur in US-amerikanischen Städten wird demonstriert, auch in Europa, in London, in Berlin, gehen unter dem Motto ‚#Black lives matter‘ viele auf die Straßen. Unruhen auch im Senegal, wo Proteste gegen Ausgangsbeschränkungen in mehreren Städten in Gewalt umschlugen. Der Ausnahmezustand dort wurde bis Ende Juni verlängert.

Heute: Weltweites Internetz, Youtube-Kanal des HDJK-Köpenick, 19 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (Texte, Schlager, Bier)

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