Corona-Tagebuch 145
9. August 2020
In der niedersächsischen Gemeinde Lauenau ist der Wasserspeicher gestern mittag auf Null gelaufen und die Versorgung mit kühlendem Nass zusammen gebrochen. Grund, die Hitzewelle und Corona, wodurch in der Sommerferienzeit deutlich mehr Leute zuhause sind als sonst und dementsprechend Wasser verbraucht wird. Der Wasserspeicher könne sich so nicht schnell genug wieder füllen, wurde mitgeteilt. Nachdem man an die Leute appellierte, weniger Wasser zu verbrauchen, entspannte sich die Lage am Abend wieder. Wir erörterten heute am Frühstückstisch, was zu tun sei, wenn die Wasserversorgung unterbrochen wäre, man nichts davon mitbekäme und gerade auf Klo sein großes Geschäft verrichtet hätte. Spülkasten leer, weil das Wasser von jemandem zuvor verbraucht, kein Wasser in Flaschen daheim, man trinkt ja immer das gute Leitungswasser. Tja, mit `ner Schippe die Kacke aus `m Fenster schmeißen? Hat man früher doch auch immer so gemacht. In der DDR. Oder noch früher? Die nordspanische Gemeinde Aranda de Duero ist zum Schutz vor weiterer Ausbreitung des Coronavirus von der Außenwelt abgeriegelt worden. Verlassen darf man den Ort nur mit „triftigen“ Gründen. An Zufahrten wurden Polizeikontrollen eingerichtet. Die Ukraine schließt aus den gleichen Gründen ihre Grenze zur Krim. Maskenpflicht im Freien gilt ab Montag in einigen „belebten“ Vierteln von Paris. Die genauen Orte werden noch bekannt gegeben. Seit 100 Tagen meldet Neuseeland keine einzige Neuinfektion. Das macht Hoffnung, weil dort ja gerade Winter herrscht. Noch 23 aktive Corona-Fälle beherbergt das Land, welche sich aber sämtlich im Ausland ansteckten, bei der Einreise positiv getestet wurden und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht sind. Turkmenistan erlaubt der WHO jetzt unabhängige Corona-Tests. Präsident Gurbanguli beteuert zwar bis heute, es gäbe keinen einzigen Covid-19-Fall, die WHO allerdings warnt vor steigender Zahl von Lungenentzündungen in der ehemaligen Sowjetrepublik. Über 200 Covid-19-Tote in Sambia, über 10.000 in Chile, über 10.000 auch in Südafrika, über 100.000 in Brasilien. Da ich meine Rubrik ‚Sätze seltsamer Schönheit‘ momentan nicht gesondert führe, hier das Statement des Users Stefan P. auf tagesschau.de zur gerade grassierenden Hitzewelle mal in diesem Rahmen: „Im Übrigen werde ich nie wieder wählen gehen, denn die CDU hat 30% der deutschen Bevölkerung gekauft.“ Oh, oh, Abkühlung tut not.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig, Spider, Gott und mich, sowie den hitzebeständigen Superstargästen Thilo Bock (Punkrocker mit Vollbart) und Erik Burmeister (Lieder), Anmeldung unter: reservierung-reformbuehne@web.de, dann meldet sich Mandana zurück und alles ist schick. Die Baiz ist übrigens angenehm kühl, durch Belüftungsanlage!
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